Grünau

Zwischen1747 und 1753 werden auf Weisung Friedrichs, dem "Alten Fritz" hin Kolonistendörfer mit späterem Namen Müggelheim, Friedrichshagen wie auch Grünau gegründet. Der von Pfälzer Kolonisten angelegte Ort bekam zunächst 1754 den Namen Grüne Aue. Die Absicht, die heimische Weinkultur hier weitertzubetreiben scheiterte durch die unzureichende Sonnenwärme und den wenig fruchtbaren märkischen Sand. Sie mußten sich nach einem anderen Broterwerb umsehen. So bildete sich eine neue Tradition heraus. Dem Bedarf nach Erquickung entsprechend, welchen die Stadtmüden aus Nah und Fern schon jeher hatten, wurden zahlreiche Ufer- und Gartenlokale in der noch unverbildeten, anziehenden Lanschaft eröffnet.

Von der reizvollen Lage und den niedrigen Bodenpreisen angetan, ließen sich dann auch so manche Wohlstandsbürger der wilhelminischen Ära Villen und Landhäuser an den Ufern der Dahme ( oder Wendischen Spree) bauen. Fontane lernte diesen Ort vom Wasser aus kennen und schrieb dazu folgendes:

"Villenanlagen in allen erdenklichen Spielarten, namentlich im italienischen und englischen Kastellstil. Dicke und schlanke Flachtürme, mit Pfeilern, Sims und Balustrade. Alles in allem ein wunderbarer Anblick, der, nach mehr als einer Seite hin, zu denken gibt. Geflissentlich an den unübertroffenen Vorbildern Schinkels und seiner Schule vorübergehend, wie sie die Villenstraßen des Tiergartens aufweisen, gefällt sich der Bourgeois unserer östlichen Stadtreviere darin, seinen `Donjon`[Scloßturm], und, wenn es sein kann, selbst seinen `Beffroi`[Wartturm] zu haben.

Heute ist Grünau  das grüne Tor Berlins. Die wenigen Villen, die noch existieren, stehen unter Denkmalschutz. Gepflegte Anlagen, idyllische Gärten, Bootshäuser, Ausflugsgaststätten  und Strandbäder ziehen sich an den Ufern entlang.  Durch die gute Verkehsanbindung ist es genau wie Köpenick beliebtes Ausflugsziel für Berliner und Touristen. Bekannt geworden ist der Ort durch die regelmäßig stattfindenden Ruderregatten.

Vom S-Bahnhof Grünau kommt man durch den Waldpark direkt zur Regattastraße. Die im märkischen Stil gehaltene Friedenskirche in der Badeseestraße wurde nach Plänen von Tiedemann und Walther am 14. Dezember 1906 eingeweiht. Zu besichtigen ist auch das Regattagelände am Langen See, das am 27. Juni 1880 die erste offizielle Ruderregatta erlebte. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Strandbad und zur Ausflugsgaststätte "Richtershorn".

Mit der Straßenbahn lohnt ein kurzer Abstecher in den benachbarten Berliner Stadtteil Schmöckwitz.

         

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