Müggelberge/Müggelsee

Das, was die "grüne Lunge" des Stadtbezirkes eigentlich ausmacht, ist das gesamte Gebiet um die Müggelberge. Hier kann man auf 320 Kilometern Wald- und Waserwegen Frischluft tanken oder vom Müggelturm den Rundblick bis 50 Kilometer in die märkische Landschaft genießen. Die Müggelberge umschließen eine Fläche von 7,4 Quadratkilometern. Der kleine Müggelberg mit dem Müggelturm erreicht eine Höhe von 82 Metern, der große Müggelberg eine Höhe von 115 Metern. Entstanden ist das Massiv im Pleistozän. Bemerkenswert ist seine Gestalt, worüber Fontane schreibt:

Diese machen den Eindruck eines Gebirgsmodells, etwa als habe es die Natur in heiterer Laune versuchen wollen, ob nicht auch eine Urgebirgsform aus märkischem Sande herzustellen sei. Alles en miniature, aber doch nichts vergessen. Ein stock des Gebirges, ein langgestreckter Grat, Ausläufer, Schluchten, Kulme, Kuppen, alles ist nach Art einer Reliefkartevor die Tore Berlins gelegt... Die West- uns Ostkuppe gestatten die weiteste aussicht in das Land hinein. ... Nach Westen zieht die Spree den Müggelsee wie einen breiten Spiegelkristall an ihrem schmalen blauen Band auf, nach Osten buchtet sich die Dahne immer weiter und breiter landeinwärts und schafft Inseln und Halbinseln, so weit das Auge reicht. Auf Quadratmeilen hin nur Wasser und Wald..., das verwirrende Flußnetz, das sich durch die scheinbar endlosen Forstreviere zieht."

Aber seit altersher ist das Gebiet nicht nur touristisch reizvoll.

" Die Müggelberge sind alter historischer Grund und Boden und waren schon das "hohe Schloß" dieser Lande, lange bevor die Wendenfürsten in die Spreegegenden kamen und lange bevor sich Brennibor an der Havel erhob. In vorslawischer Zeit, in Zeiten, die noch keine Burgen kannten, waren sie die naturgebaute, wasserumgürtelte Veste, die von germanischen Häuptlingen jener Epoche bewohnt wurde- der Sumpf ihr Schutz, der Wald ihr Haus."(Fontane)

Über den Müggelsee weiß Fontane folgendes zu berichten:

" Die Spree, sobald sie sich angesicht der Müggelberge befindet, bildet oder durchfließt ein weites Wasserbecken: die Müggel oder den Müggelsee, der mit zu den größten und schönsten unter den märkischen Seen zählt.

Über die Unberechenbarkeit des Sees (vorallem in den Abendstunden) , welche schon manches Menschenleben kostete schreibt er:
" Die Müggel ist bös. Es ist, als wohnten noch die alten Heidengötter darin deren Bilder einst die Hand der Mönche von den Müggelbergen herab in den See warf. die alten MÄchte sind besiegt, aber nicht tot, und in der Dämmerung steigen sie herauf und denken, ihre Zeit sei wieder da."        

Aber im Reiz liegt das Vergnügen. Schon damals wurden Segelregatten zwischen Köpenick und Grünau durch den Langen See zum Seddinsee und zurück abgehalten. Diese Tradition stammt von den Fischerwenden ab und brachte schon so manchen großen Seefahrer hervor, wie z.B. den Chinafahrer Viktor von Graefe.

Wer das schöne Gebiet mit etwas mehr Zeit erkunden möchte , kann vom Müggelpark durch den Fußgängertunnel die Müggelspree unterqueren und etwa 4 Kilometer am Ufer entlang bis zur Gaststätte "Rübezahl" und weiter zum Teufelssee wandern. Ein Naturlehrpfad mit Hinweisschildern und einem Lehrkabinett führt durch das Moor- und Sumpfgelände ringsum den Teufelssee. Zu sehen sind unter anderem seltene, unter Naturschutz stehende Pflanzen. Der Weg führt dann hinauf zum Kammpfad.

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