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Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen.
Vor etwa einem halben Jahr berichtete Der
Rüganer, dass das Ermittlungsverfahren gegen den Leitenden
Verwaltungsbeamten des Amtes Südwest-Rügen, Ferdinand Pieper
(CDU), wegen des Verdachts der Untreue von der Staatsanwaltschaft Stralsund
eingestellt wurde. Rechtsgrundlage der Einstellung war der § 170 der
Strafprozess-ordnung, laut dem kein Grund zur öffentlichen Klage
vorlag. Pieper waren im Zusammenhang mit der geplanten Wohnbebauung in
Dreschvitz Verfahrensfehler vorgeworfen worden.
Diese Vorwürfe kamen kurz vor der Stichwahl zwischen Kerstin Kassner
(PDS) und Ferdinand Pieper für das Amt des Landrats auf. Da mit der
Einstellung des Verfahrens die Unschuld Piepers feststeht, ist anzunehmen,
dass auch das Dienstenthebungsverfahren, das der Amtsausschuss des Amtes
Südwest- Rügen im Mai 2001 beschloss, eingestellt ist, und Pieper
wieder die Geschäfte des Leitenden Verwaltungsbeamten im Amt
wahrnimmt. Doch wer sich mit dem Amt telefonisch in Verbindung setzt, muss
erfahren, dass dem nicht so ist. Pieper ist immer noch beurlaubt ! Stellt
sich die Frage : Warum ?
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Obwohl die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Ferdinand Pieper
eingestellt hat, ist er immer noch beurlaubt. Bleibt die Frage, warum?
Foto: Archiv
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Während eines Telefonates mit Pieper stellt sich heraus, dass er seine
Tätigkeit im Amt so schnell wie möglich wieder aufnehmen
möchte. Jedoch hindert ihn das Dienstenthebungsverfahren daran.
"Besonders bei der gegenwärtig angedachten Ämterhochzeit
zwischen Garz und Südwest - Rügen gibt es jede Menge für
mich zu tun", betont Pieper.
Aber auch unter finanziellem Aspekt wäre eine
"Indienststellung" Piepers notwendig. Denn ein beurlaubter
Beamter bezieht während der Beurlaubung sein volles Gehalt. Seit der
Einstellung des Verfahrens auf Grund erwiesener Unschuld im September 2002
dürften so immerhin 15.000 Euro zusammen gekommen sein.
Nicht dazugerechnet die Mehrbelastung der Mitarbeiter, die derzeit Piepers
Aufgaben übernehmen, und die daraus resultierende Zulagenzahlung an
diese Mitarbeiter. Der Amtsvorsteher Ingolf Donig (SPD) war für eine
entsprechende Rüganer - Nachfrage nicht erreichbar.
Der stellvertretende Amtsvorsteher, Olaf Braumann, konnte oder wollte zum
derzeitigen Sachstand des Disziplinarverfahrens gegen Ferdinand Pieper
keine Aussagen tätigen. Er verwies auf den eingesetzten Ermittler. Wie
lange dieses Tauziehen noch andauern soll ist fraglich. Fraglich ist auch,
warum das Thema einigenorts für chronische Bauchschmerzen sorgt.
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