| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 2. April - 8. April 2003 | unabhängig - überparteilich |
|
![]() |
Zum Stand der Beratungen im Land referierte Klaus -Michael Glaser (li.) vom
Städte- und Gemeindetag M - V. Foto: Privat |
Bergen auf Rügen (ks). Der CDU-Kreisvorstand und die
CDU-Kreistagsfraktion hatten zum 22. März Kommunalpolitiker der Insel
zu einer Klausurtagung zu Fragen der Verwaltungsreform in unserem
Bundesland eingeladen, heißt es in einer Pressemitteilung des CDU-
Kreisverbandes. Zum Stand der Beratungen im Land referierte der Mitarbeiter
des Städte- und Gemeindetages
M-V, Klaus - Michael Glaser.
Nach dem engagiert vorgetragenen Sachstandsbericht folgte eine angeregte
Diskussion, an der sich Vertreter aus allen Amtsbereichen Rügens
beteiligten. Die Empfehlungen der Enquete-Kommission standen im
Mittelpunkt der Information und Diskussion. Für die notwendige
öffentliche Fortsetzung der Diskussion ist Konsens zu folgenden
Grundsätzen erreicht worden:
|
![]() |
Bergen auf Rügen (ks).
"Bergen ist älter, als Sie denken !
Obwohl Bergen erst im Jahre 1613 das Stadtrecht erhielt, belegen
archäologische Funde, eine weit frühere Besiedlung", so ein
Auszug aus dem Flyer des "Verein zur Erhaltung von St. Marien und der
historischen Innenstadt von Bergen auf Rügen e.V.". Hauptziel des
im Juli 2000 gegründeten Vereins ist, wie es schon der Name
verrät, die Bewahrung des lebendigen Kulturerbes der Kreisstadt zur
Freude seiner Einwohner und Gäste.
Denn von den etwa 846 Denkmälern der Denkmalsliste Rügens sind
allein 72 in Bergen gelistet.
In der vergangenen Woche traf sich nun der Verein, unter Führung von
Kürschnermeister Uwe Hinz und dem neuen Stellvertreter Ernst Thurow,
zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung. Neben Mitgliedern und
interessierten Bürgern fanden auch Gäste aus Politik und
Wirtschaft den Weg.
Neben Bergens Stadtvertretervorsteher, Manfred Kendziora (CDU), der den
Verein als wertvolles Zugpferd für die kulturelle Entwicklung der
Stadt sah, war auch Landrätin Kerstin Kassner (PDS) anwesend. Sie
lobte die verantwortungsvolle Vereinsarbeit und wünschte sich für
die Zukunft vor allem eine breitere Beteiligung aus den Reihen junger Leute
und Pädagogen.
Besonderen Anklang fanden im vergangenen Vereinsjahr die sogenannten
"Indigena - Abende" (Der Einheimische - Pseudonym des Bergener
Geheimgelehrten J.J. Grümbke, Anm. d. Red.), die der Verein
regelmäßig zu verschiedensten Themen wie Backsteingotik,
Archäologie oder der Bergener Stadtentwicklung, um nur einige zu
nennen, durchführte. Auch in diesem Jahr werden diese Abende wieder
regelmäßig unter der Mitwirkung namhafter Referenten
stattfinden.
Ein weiterer Höhepunkt in 2002 war das Benefizkonzert zur Erhaltung
Bergener Kulturgüter. Wer von Ihnen liebe Leserinnen und Leser Lust
hat, aktiv im Verein mitzuwirken, kein Problem. Ansprechpartner ist der
Vorsitzende Uwe Hinz (0 38 38 - 25 28 08). Der Jahresbeitrag beträgt
lediglich 12 Euro.
Übrigens, auch während der Mitgliederversammlung spielte der Irak
- Krieg eine Rolle. Uwe Hinz entzündete im Verlaufe des Abends gegen
diesen Krieg symbolisch eine Kerze.
|
![]() |
Heiraten im romantischen Schlosshotel Ralswiek? Die Nachfrage ist
groß.
Foto: Privat |
Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen.
Wer von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den
nächsten Wochen vor hat, den feierlichen Bund der Ehe einzugehen, aber
noch auf der Suche nach der passenden Lokalität für das
Ehegelöbnis ist, der könnte bald die Lösung seines Problems
gefunden haben. Wie Bergens 1. Stadtrat Herbert Knüppel (CDU) auf der
letzten Stadtvertretung mitteilte, hat sich die Leitung des Schlosshotel
Ralswiek darum beworben, ab demnächst als Außenstelle des
Bergener Standesamtes offiziell Eheschließungen vorzunehmen.
Genau wie seit Jahren am Kap Arkona und auf der Selliner Seebrücke
könnten künftig auch in dem Piratendorf am Großen Jasmunder
Bodden, in den Wänden des frisch restaurierten Schlosses,
heiratswillige Paare ein liebevolles "Ja, ich will" über die
Lippen hauchen. "Die Stadtverwaltung sieht diesen Antrag durchaus
positiv. Entstehen doch für den Verwaltungshaushalt keinerlei Kosten.
Jedoch werden wir durch die Gebühren eine Mehreinnahme zu verzeichnen
haben", so Herbert Knüppel.
Wie die Hoteldirektorin Heike Sommer im Rüganer - Gespräch
verlauten ließ, gab es im ersten Jahr des Bestehens sehr viele
Anfragen von Gästen und Einheimischen zwecks Eheschließung im
romantischen Schlosshotel. Diese Wünsche könnte die Hotelleitung
vielleicht schon ab Mai erfüllen.
|
![]() |
Thomas Dehn und Torsten Rhinow glauben an ihr Konzept und suchen nun einen
neuen Standort in Bergen.
Foto: Schäfer |
Bergen auf Rügen (ks).
"Wo wird in Bergen gerodelt ?", diese
Frage stellte Der Rüganer in den letzten Wochen mehrfach. Auch nach
der vergangenen Stadtvertretersitzung gibt es noch immer keine Antwort. Dem
Wunsch der beiden Stralsunder Investoren Thomas Dehn und Torsten Rhinow,
auf der Skiwiese im Rugard eine Alpine- Coaster-Sportbahn zu errichten,
wurde nicht entsprochen. Vielmehr fällten die Stadtvertreter auf
Initiative von Wolfgang Jepp (Unab. SV) einen Grundsatzbeschluss.
Laut diesem ist die Stadtvertretung grundsätzlich für die
Errichtung einer Sommerrodelbahn in Bergen, jedoch nicht an dem bisher
angedachten Standort. Deshalb wird die Verwaltung beauftragt gemeinsam mit
den Investoren nach geeigneten Standorten im Stadtgebiet zu suchen, und
diese dann der Stadtvertretung vorzuschlagen.
Dieser Antrag wurde mit 20 Ja - Stimmen und drei Nein - Stimmen angenommen.
Nahezu einstimmig sprachen sich die einzelnen Fraktionen im
Diskussionsverlauf für die Sommerrodelbahn aus, dennoch hatte der
kulturhistorische Stand-ort "Rugard" für viele
Stadtvertreter Vorrang. "Dieser Beschluss stand schon einmal auf der
Tagesordnung. Unser Umgang mit diesem kulturhistorisch bedeutenden Standort
stößt bei den Einwohnern sicherlich auf
Unverständnis", so Peter Wendekamm (PDS).
Ob die Schlitten ab dieser Saison nun von einem anderen Standort
hinabgleiten, scheint derzeit dennoch möglich. Die Investoren zeigten
sich nach der Beschlussfassung grundsätzlich gesprächsbereit.
"Es gibt ja jede Menge Standortvorschläge. Die werden wir in der
nächsten Zeit gemeinsam mit der Stadtverwaltung abklopfen, vielleicht
sogar mit einigen Stadtvertretern", so Thomas Dehn im Rüganer -
Gespräch.
Unumstritten ist jedoch, dass den beiden Existenzgründern die Zeit
davonläuft. Zwar benötigt der Hersteller für den Aufbau der
etwa 750 Meter langen Rodelbahn nur sechs bis acht Wochen. Dennoch
müsste die Bahn zu Saisonbeginn schon stehen. Mit Erstaunen nahmen
Dehn und Rhinow am vergangenen Mittwoch die Äußerung von
Angelika Peters (SPD) auf, die das Finanzierungskonzept der beiden
anzweifelte.
Grundlos, denn finanziell ist alles in trockenen Tüchern. Das
Landesförderinstitut in Schwerin bewertete das saisonverlängernde
Konzept als wirtschaftlich erfolgversprechend und sagte eine 50-prozentige
Förderung des Vorhabens zu.
|
|||||||||||
![]() |
Die Jurymitglieder und Vertreter der ausgezeichneten Gemeinden
stellten sich nach der Preisvergabe dem Fotografen.
Foto: Wuitschik |
Binz (tw).
"Alles bestens - und es gibt noch eine Menge zu
tun". So lautete das Fazit von Sönke Reimers, Vorsitzender des
Tourismusverbandes Rügen e.V. auf der Mitgliederversammlung am Freitag
im Binzer Hotel "Vier Jahreszeiten". Rückblickend auf die
Saison 2003 konnte Reimers wieder ein Wachstumsjahr (7,4 % mehr
Übernachtungen) für Rügen verzeichnen. "Rügen ist
eine Top-Destination in Deutschland. Die TUI z.B. macht 28 % ihres
Deutschlandgeschäftes mit Mecklenburg-Vorpommern.
Damit gehört MV zu den Top 10-Reisezielen der Welt im TUI-Konzern. Und
Rügen hat mit geschätzten 40 % Umsatzanteil ein Schwergewicht am
MV-Anteil." Im Jahr 2002 hatte der Tourismusverband folgende
Mitgliederentwicklung zu verzeichnen: Ende 2001: 168 Mitglieder, 2002: 184
Mitglieder
Die Finanzen des Verbandes sind geordnet. Die Beiträge seien stabil.
Zu den wichtigsten Ereignissen des zurückliegenden Jahres gehöre
zweifelsohne der Start der Tourismuszentrale Rügen. Nun sei schon ein
volles Geschäftsjahr vollzogen und der von einigen beschworene
Untergang des Abendlandes sei ausgeblieben.
Auf das Verhältnis von TVR und TZR eingehend sagte Reimers: "Die
Geschäftsbesorgung zwischen Verband und TZR klappt hervorragend und
ermöglicht dem Verband, seine Aktivitäten zu verstärken. Ich
meine die allgemeine Verbandsarbeit hat an Qualität gewonnen. Dies
kommt durch die Verbesserung des Infoblattes und der Kommunikation
insgesamt zum Ausdruck. Auch der Tourismustag, den viele sicherlich noch in
Erinnerung haben, zum Thema Qualität beginnt im Kopf mit unserem
Referenten Herrn Tominaga hatte hohes Niveau."
Auch der Ortsbildwettbewerb und die Auszeichnung der schönsten
Gemeinden Rügens sollten zur Qualitätsverbesserung beitragen. Die
Weiterentwicklung der www.ruegen.de gehe voran. Das Ergebnis bezeichnete er
als gut - Zugriffszahlen und Buchungszahlen belegten dies. Die positive
Entwicklung gehe weiter!
Welche Aufgaben sich für den neu zu wählenden Vorstand des
Tourismusverbandes stellen, zeigte er ebenso auf. Ein besonderer
Schwerpunkt bilde die Qualitätsverbesserung auf allen Ebenen. Durch
gute "interne touristische Kommunikation" - ruegen.org und FVV,
durch weitere Klassifizierung, durch ein verstärktes Schulungsangebot
zur Qualifizierung der Mitarbeiter, durch Gewinnung qualifizierten und
motivierten Nachwuchses.
Der Ortsbildwettbewerb werde fortgesetzt und auch der Verkehr auf
Rügen bilde ein Schwerpunktthema. Beschäftigen werde man sich
auch mit dem Thema Naturpark Rügen. Nach kontroversen aber sachlichen
Diskussionen im Vorstand zu diesem Thema würden jetzt die Mitglieder
befragt, ob sie für oder gegen einen Naturpark Rügen sind.
Wichtig auch die Dachmarke Rügen. Hierbei handelt es sich um ein
Projekt im Rahmen des Leader+ Programmes, das vom Landkreis getragen wird,
aber von vielen Akteuren unterstützt werden muss. Der
Tourismusverband werde diesen Prozess der " Markenfindung" nicht
nur inhaltlich sondern auch materiell begleiten.
Der Vorstand wurde in seiner alten Konstellation einstimmig
wiedergewählt. Vorsitzender ist Sönke Reimers, sein
Stellvertreter Ernst Heinemann, Schatzmeister wurde Reinhard Liedtke. Zu
Beisitzern wurden Gunter Reymann, Dr. Thomas Gelshorn, Rolf Kamman und
Thomas Wuitschik gewählt.
Zum Abschluß der Veranstaltung wurden jeweils die ersten drei
Gemeinden im erstmalig stattgefundenen Ortsbildwettbewerb geehrt.
RÜGENER ORTSBILDWETTBEWERB 2003 |
Rang | Ländl. Gemeinde | Kur-/Erholungsorte (u. Bergen) |
|
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 |
Gingst Lietzow Lohme Altenkirchen Zirkow Ralswiek Schaprode Patzig Trent Rappin Rambin Ummanz Thesenvitz Karnitz Samtens Sehlen Buschvitz Groß Schoritz Stadt Garz Kluis Sagard Parchtitz Dreschvitz Zudar Altefähr Poseritz Gustow Neuenkirchen |
Ostseebad Baabe Ostseebad Sellin Stadt Putbus Lancken-Granitz Ostseebad Binz Putgarten Seebad Insel Hiddensee Glowe Wiek Middelhagen Stadt Sassnitz Stadt Bergen auf Rügen Ostseebad Göhren Dranske Breege Gager Ostseebad Thiessow |
|
|
|
Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel". © DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! |
![]() |
Informationen zur Insel Rügen auch über www.ruegen.com | © wild-east®marketing | |