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Innungsobermeister Henning-Hugo Coordt (links) nimmt die
Glückwünsche von Kreishandwerksmeister Karl Bollmann und
Kreishandwerkerschaft-Geschäftsführer Uwe Ambrosat während
der Feierstunde am letzten Freitag entgegen. Foto : Günther |
Bergen auf Rügen (gü).
Als Innung der Sattler, Riemer, Tapezierer
und Lackierer gründeten am 28. September 1851 acht sog.
Altermänner und Amtsmeister den Vorgänger der heutigen Innung der
Raumausstatter, Sattler und Schuhmacher. Das 150-jährige Jubiläum
wurde am letzten Freitag im Rahmen einer Feierstunde würdig in den
Räumen des Romantik-Hotels "Hermerschmidt" begangen.
Innungsobermeister Henning-Hugo Coordt begrüßte die rund 20
anwesenden Innungsmitglieder und Gäste. Unter dem Motto "Gute
Arbeit ist die beste Empfehlung" haben sich die Mitglieder der
Innungsbetriebe in den letzten 150 Jahren immer um sehr gute Qualität
und Kundenzufriedenheit bemüht, unterstrich der Innungsobermeister in
seinen Worten. Gleichzeitig ehrte er die zahlreichen Veteranen der Innung,
die in den letzten Jahrzehnten eine hohe Verantwortung innerhalb der Innung
getragen haben.
"Für mich als junger Mensch sind 150 Jahre eine lange Zeit.
Deswegen gebührt der Dank an dieser Stelle besonders den zahlreichen
verdienstvollen Mitgliedern der Innung", so Coordt. Und
Kreishandwerksmeister Karl Bollmann wünschte ihm mit einem zwinkernden
Auge viel Glück für die kommenden 150 Jahre. Er und
Kreishandwerkerschaft-Geschäftsführer Uwe Ambrosat
überreichten anlässlich des Jubiläums eine Urkunde und eine
wertvolle Schale an Henning-Hugo Coordt.
Nach der Gründung der Innung fand am 2. Januar 1852 die nächste
Versammlung statt. Immerhin 31 Handwerker trugen sich damals als Mitglieder
in das Protokollbuch ein. Auch die Innungslade war am letzten Freitag mit
von der Partie. Steht sie doch seit dem letzten Jahr als Dauerexponat im
Bergener Stadtmuseum. Zum damaligen Zeitpunkt der Gründung kostete
eine Meisterprüfung zehn Taler, die Gesellenprüfung drei Taler,
wie aus alten Unterlagen hervorgeht.
Übrigens, die Schumacher, die heute der Innung angehören, sind
neben den Schneidern die ältesten Zünfte, die auf der Insel
Rügen gegründet wurden. Eine Urkunde aus dem Jahre 1353 im Garzer
Stadtbuch beweist das. Diese Urkunde war die zweite Eintragung in der
bibliophilen Rarität, wie Der Rüganer bereits 1995 in einem
seiner Urlaubermagazine berichtete.
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Die vier Erzieherinnen Susanne Urban, Sabine Bitter, Martina Grohnert und Andrea Schläger. Foto: Besch |
Bergen auf Rügen (bs).
Nun steht endlich der große Traum der
drei Erzieherinnen Susanne Urban, Sabine Bitter und Martina Grohnert in der
Gadmundstraße auf dem ehemaligen Gelände des Skoda-Autohauses.
Am vergangenen Samstagvormittag eröffneten Sie ihren Kindergarten
"Das Regenbogenhaus" e.V..
Vor drei Jahren wurde die Idee geboren, einen eigenen Kindergarten
aufzubauen. Damals noch fragwürdig, da die Geburtenrate im Landkreis
sank. Doch das änderte sich in den Jahren 1999 und 2000. Im letzten
Jahr stand dann auch das Konzept. Die drei Erzieherinnen kennen sich schon
lange, haben früher aber in unterschiedlichen Einrichtungen
gearbeitet. Mit dem Konzept unterm Arm ging es dann auch zu Bergens
Bürgermeisterin Andrea Köster. Diese unterstützte das
Projekt und half den bürokratischen, oft sehr langwierigen Prozess,
schnell über die Bühne zu bringen.
Durch einen Makler fand sich dann auch noch schnell das geeignete Objekt.
"Das alte Autohausgelände in der Gadmundstraße machte zwar
nicht den besten Eindruck, aber wir wollten es anpacken. Und jetzt staunt
man was daraus geworden ist.", so die Erzieherinnen. Die drei Damen
gründeten eine GbR und den Verein "Regenbogenhaus" e.V.,
nahmen einen Kredit auf und fingen die Sanierungsarbeiten an.
Zehn derzeitige Mitglieder unterstützten tatkräftig. 12
Krippenkinder und 18 Kindergartenkinder tollen jetzt in der Einrichtung
herum. Das Gebäude ist farbenfroh, niegelnagelneu eingerichtet und
bietet den Kindern einen lustigen bunten Garten.
"Ziel für uns war es, eine familienähnliche Atmosphäre
zu schaffen. Jede Erzieherin ist
Ansprechpartnerin für die Kinder.", so die Erzieherinnenweiter.
Seit Montag läuft nun der Betrieb. Vier Schwerpunkte haben sie sich
gesetzt. Gesundheitserziehung, gesunde Ernährung, Freiluftschlaf und
Biosauna ab zwei Jahre. Ein Mal im Monat kommt dann auch noch die
Märchenoma, ein Plattdeutschlehrer oder die Musikschule und
unterhalten die Kinder. "Wir wollen einfach alle Bereiche ansprechen.
Die Kinder können sich dann für ihre Vorlieben entscheiden.
Die Vielseitigkeit und alle pädagogischen Richtungen sind
gegeben." Dabei ist, entgegen allen Gerüchten, die Kita nicht
teurer als andere Einrichtungen. Denn die Sätze sind festgelegt und
für alle gleich. Geöffnet ist das Regenbogenhaus allerdings von 6
bis 18 Uhr. Dadurch kommen auch Eltern die bis 18 Uhr arbeiten müssen,
nicht ins Schleudern. Eine weitere Erzieherin wurde zusätzlich
eingestellt. Viele Neuanmeldungen gibt es schon. Doch 30 Plätze besagt
die Kapazität. Schade, denn hier möchten sicherlich alle Kinder
gerne hin.
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Das Kreiserntefest Lauterbach im Jahr 2001. Wieder jede Menge Trubel, viel
Vieh und Mensch. Ein erfolgreiches Fest. Foto: Besch |
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