D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Der lange Weg zum Nationalparkhaus

Seit 1994 verfolgt der WWF die Idee.
Weiterer Baufortschritt wurde erreicht. Fertigstellung 2004?

Planzeichnung des fertigen Nationalparkhauses. Links der Rundbau, dessen Grundplatte bereits gegossen wurde. (Siehe Foto unten). Zeichnung und Foto unten: Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH

Von Wolfgang Urban

Nationalpark Jasmund.
In der Nähe des Königsstuhls waren einst Grenztruppen der DDR untergebracht. In den 90er Jahren wurde dieses Gelände umgestaltet und in eine zivile Nutzung überführt. Dabei kam der Gedanke, ein Nationalparkhaus zu errichten.

Hotelplan am Königsstuhl

Seit 1994 verfolgte der WWF die Idee der Schaffung eines Nationalparkhauses. In einer Darstellung dieser Bemühungen ist zu lesen: "Ausgangspunkt für das ursprüngliche Bemühen des WWF war es, Pläne zu verhindern, die vorsahen, das zu DDR-Zeiten als Kaserne genutzte historische Hotel in ein modernes Hotel im Herzen des Nationalparkes umzubauen."

26. September 2002: Die Baustelle des Nationalparkhauses am Königsstuhl. An diesem Tag wurde die Grundplatte für den Rundbau gegossen, in dem sich später die Multivision befinden soll. 1. August 2002: Ausbaggerung des Verbindungsweges vom geplanten Rundbau des künftigen Nationalparkhauses zum einst militärisch genutzten Altbau. Letzterer ist in seinem geplanten neuen Gewand auf der Zeichnung ganz oben zu sehen. Foto: Urban

Von der Konzeption bis zum Spatenstich

1996 legte der WWF dann eine Rahmenkonzeption für das Besucherzentrum vor. Im gleichen Jahr konnten der WWF und das Nationalparkamt Rügen das vorläufige Informationszentrum auf dem einstigen Militärgelände eröffnen. Im Herbst 1999 unterzeichneten schließlich der WWF, die Stadt Sassnitz und das Land Mecklenburg-Vorpommern die Rahmenverträge und den Erbbaurechtsvertrag zum gemeinsamen Projekt eines Nationalparkhauses.

Im Winter 1999/2000 folgten die Abrissarbeiten zur Beseitigung der militärischen Altlasten und im September 2000 wurde der Gesellschaftervertrag zwischen der Stadt Sassnitz und dem WWF notariell beglaubigt. Das war zugleich die Geburtsstunde der Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH. Sie übernahm die Projektleitung für den Aufbau des Nationalparkhauses.

Im November 2001 genehmigte dann das Bauamt des Landkreises Rügen den Bauantrag. Zuwendungs- und Fördermittelbescheide folgten sowie am 1. August diesen Jahres der offizielle historische Spatenstich. Kein Geringerer als WWF-Präsident Carl-Albrecht von Treuenfels erinnerte an diesem Tag daran, dass man eigentlich schon viel weiter sein wollte.

Ausblick

Jetzt hoffe er, so Treuenfels am 1. August 2002, dass das Besucherzentrum noch im Jahr 2003 eingeweiht werden kann. 9,5 Millionen Euro wird es dann gekostet haben, wenn alles wie geplant verläuft. Jedoch gibt es inzwischen zum Fertigstellungsdatum schon wieder vorsichtigere Prognosen.

So als habe es die Äußerung von Treuenfels am 1. August 2002 nicht gegeben, ist von der Fertigstellung des Hauses im Jahr 2004 die Rede. Seinen offiziellen Namen soll es aber schon am 25. Oktober diesen Jahres erhalten.


Leitbild-Diskussion wieder aufgenommen

Gemeindevertretung folgt der Empfehlung des Kurausschusses
Dr. M. Feige erhält Zuschlag

Das Wahrzeichen Sellins ist die Seebrücke am Hauptstrand. Neben dem Slogan "Sellin - dichter am Horizont" steht sie für das zweitgrößte Seebad auf der Insel Rügen.

Foto : Günther

Von Robby Günther

Ostseebad Sellin.
Wiederaufnahme und Fortführung der Leitbild-Diskussion ! Die Gemeindevertretung folgte während ihrer Sitzung am 24. September der Beschlussempfehlung des Kurausschusses und votierte mehrheitlich für das vorlegte Konzept von Dr. Mathias Feige vom dwif-Büro.

Damit eröffnet die Kommune eine neue Runde in der Selbstfindung des Ostseebades, sind sich touristische Anbieter einig. War es in den letzten Jahren doch immer zu hartnäckigen Diskussionen gekommen, welche Zielgruppe angesprochen und wie Sellin selbst dargestellt werden soll.

Hatte die Agentur MÄX aus Greifswald vor ein paar Jahren die ersten Ergebnisse für ein Leitbild auf den Tisch gelegt, wurde die Zusammenarbeit aufgrund Meinungsunterschieden zwischen beiden Partnern schnell wieder beendet. Doch eines verbindet sich heute noch mit der damaligen Zeit : "Sellin - dichter am Horizont" ist eine eingeführte Marke und Sellin-Gäste wissen, dass dieser Slogan zu ihrem Urlaubsort gehört.

Der Kurausschuss hatte sich während seiner letzten Sitzung am 18. September zwischen drei Anbietern zu entscheiden. Auch Dipl.-Betriebswirt Th. Hausmann von der Fachhochschule Stralsund und die "inema"-Institut für netzwerk-management GmbH aus Stralsund hatten Vorschläge unterbreitet, wie die Leitbild-Diskussion fortgesetzt und vor allem mit einem Ergebnis beendet werden kann.

Doch die Selliner vertrauen auf Bekanntes. Schließlich ist Dr. Mathias Feige kein Unbekannter im Ort. Der Tourismusfachmann war bereits mehrere Male auf Einladung des Fremdenverkehrsvereins zu Gast und hatte sich unter anderem auch mit Ansprache und Auskünften an den Rezeptionen der Selliner Hotels und Pensionen auseinandergesetzt.

Laut Feiges Angebot, das dem Rüganer vorliegt, geht der Berliner von sechs Phasen aus, um die Leitbild-Diskussion wieder zu aktivieren. In Phase 1 werden Vorbereitungen getroffen und Unterlagen zusammen getragen. Dabei wird betont, dass die Unterlagen von MÄX auszuwerten und entsprechend zu verarbeiten seien.

Maximal 25 Teilnehmer sollen sich in Phase 2 an einer Leitbild-Werkstatt beteiligen. Diskussion zur Stärken-Schwächen-Analyse, erarbeiten von Entwicklungsperspektiven und Definition des Leitbildes sollen als Ergebnis auf dem Tisch liegen. Dr. Mathias Feige will in Phase 3 einen ersten Textentwurf aufgrund der Leitbild-Werkstatt präsentieren.

Den entscheidenden Schlüssel sieht das "dwif" in Phase 4. Hier kommen wiederum Vertreter des Ortes aus allen Branchen zusammen, um Konsens über den ersten Textteil herzustellen. Anschließend werden diese Ergebnisse als textliche Fertigstellung des Leitbildes in Phase 5 endgültig formuliert.

In Phase 6 erfolgt der sog. Projektanschub. Gemeinsam mit dem Auftraggeber will das "dwif" die Umsetzung besprechen und auf den Weg bringen. In dem vorliegenden Angebot ist eine Moderation allerdings noch nicht preislich enthalten.

Mit der Entscheidung für die Fortführung hat die Gemeinde auch außerplanmäßige Kosten in Höhe von rund 17.000 Euro bestätigt, die das "dwif" als Honorar in Rechnung stellt.


Fenske : Angst um Pavillon unbegründet

Protestschreiben Göhrener Bürger gegen Abriss des Pavillons am Strand sorgte für Unruhe

Der heutige Kurpavillon stammt aus dem Jahre 1925. Eine Kurmuschel wurde als Vorläufer bereits vor 1900 erbaut. Im Zuge der Arbeiten an der Bernsteinpromenade werden sanierungsbedürftige Teile des Pavillons ausgewechselt.

Foto : Besch

Ostseebad Göhren (gü). Keine Angst um dem Kurpavillon ! Jörn Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung, konnte während eines Gespräches am 26. September die Bürger Jörg Ohlf, Joachim Teetz und Hayco Jänisch beruhigen, die sich mit einem Protestschreiben gegen den vermeintlichen Abriss an die Kurverwaltung gewandt hatten.

"Es war nie Absicht gewesen, den Kurpavillon im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen an der neuen Bernsteinpromenade abzureißen", betont Jörn Fenske gegenüber dem Rüganer. Da dass Gemäuer aus dem Jahre 1925 unter Denkmalschutz steht, wurde mit Vertretern der Denkmalbehörde ein Maßnahmekatalog zur Sanierung beschlossen. "Dieser sieht vor", so Fenske, "dass wir stark sanierungsbedürftige Teile des Pavillons austauschen."

Das Protestschreiben wurde weiterhin von über zehn ehemaligen Göhrenern unterzeichnet, die sich im Rahmen eines Klassentreffens im Ort aufgehalten hatten. Doch jetzt scheint sich die Aufregung nach dem Gespräch gelegt zu haben, schätzt der Leiter des kommunalen Eigenbetriebes ein. Da das Schreiben auch an das Landesförderinstitut, das Wirtschaftsministerium und an den Landkreis gegangen ist, soll dort jetzt seitens der Unterzeichner der Protest zurück gezogen werden.


Aus dem Kreidefelsen gerettet

Berufs- und Freiwillige Feuerwehr Rostock und Sassnitz simulierten Notfall

Spektakuläre Rettungsaktion am letzten Sonnabend an den Kreidefelsen. Glücklicherweise handelte es sich um eine Übung der FFw Sassnitz mit Rostocker Kollegen.

Foto : Niemann

Sassnitz(chn). Die Berufsfeuerwehr Rostock und die Freiwillige Feuerwehr Sassnitz haben am vergangenen Samstag auf dem 117 Meter hohen Königsstuhl eine ganz besondere Übung durchgeführt. Dabei wurde simuliert, wie abgestürzte Personen von den Wehren an den Kreidefelsen gerettet werden.

Dabei wurde auch das Zusammenspiel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Seenotrettungskreuzer "Arkona" geprobt. Nach der Bergung wurden die "Scheinverletzten" mit dem Tochterboot "Casper" in Sicherheit gebracht.

Die Berufsfeuerwehr unterstützte die Sassnitzer Feuerwehr tatkräftig bei dieser Übung. Diese Berufswehr wurde in der Hansestadt am 1.Juli 1908 gegründet. Die 51 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz arbeiten hingegen ehrenamtlich. Die Sassnitzer Kameraden können auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken.

Am 5. September 1903 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im damaligen Hafenhotel in der ehemaligen Gemeinde Crampas. Die Übung konnte erfolgreich abgeschlossen und die "Verunglückten" gerettet werden.


Regenbogen e. V.

Disko am 4. Oktober 2002

Stralsund (DR). Natürlich veranstaltet der Regenbogen e. V. Stralsund (Verein für Schwule und Lesben) auch an diesem ersten Freitag im Monat, 4. Oktober 2002, die Gay, Lesbien & Friends Club-Party, wie es seitens des Vereins im Vorfeld der Veranstaltung heißt.

Ab 21 Uhr an diesem Abend beginnt die Disko im sogenannten STiC-er Jugendtheater in der Frankenstraße 61. Der Eintritt kostet für die Party vier Euro, für Vereinsmitglieder zwei Euro an diesem Abend. Weitere Informationen zu Veranstaltungen und zum Verein selbst, gibt es unter der Internetadresse: www.regenbogen-hst.de.


RAPplus

Im MAH K´INA

Bergen auf Rügen (DR). Die "RAPplus" TOUR 2002 stoppt am Mittwoch, 2. Oktober, im MAH K´INA. Mit am Start sind: mehrere DJ`s aus Berlin.

RAPplus versteht sich als eine andere Art / Ebene im HipHop. Dabei distanziert sich der aktive MC / Beatbastler von der breitgetretenen HipHop / Rap Masse.



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