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Planzeichnung des fertigen Nationalparkhauses. Links der Rundbau, dessen Grundplatte bereits gegossen wurde. (Siehe Foto unten). Zeichnung und Foto unten: Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH |
Von Wolfgang Urban
Nationalpark Jasmund. In der Nähe des Königsstuhls waren einst
Grenztruppen der DDR untergebracht. In den 90er Jahren wurde dieses
Gelände umgestaltet und in eine zivile Nutzung überführt.
Dabei kam der Gedanke, ein Nationalparkhaus zu errichten.
Hotelplan am Königsstuhl
Seit 1994 verfolgte der WWF die Idee der Schaffung eines
Nationalparkhauses. In einer Darstellung dieser Bemühungen ist zu
lesen: "Ausgangspunkt für das ursprüngliche Bemühen
des WWF war es, Pläne zu verhindern, die vorsahen, das zu DDR-Zeiten
als Kaserne genutzte historische Hotel in ein modernes Hotel im Herzen des
Nationalparkes umzubauen."
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| 26. September 2002: Die Baustelle des Nationalparkhauses am Königsstuhl. An diesem Tag wurde die Grundplatte für den Rundbau gegossen, in dem sich später die Multivision befinden soll. | 1. August 2002: Ausbaggerung des Verbindungsweges vom geplanten Rundbau des künftigen Nationalparkhauses zum einst militärisch genutzten Altbau. Letzterer ist in seinem geplanten neuen Gewand auf der Zeichnung ganz oben zu sehen. Foto: Urban |
Von der Konzeption bis zum Spatenstich
1996 legte der WWF dann eine Rahmenkonzeption für das Besucherzentrum
vor. Im gleichen Jahr konnten der WWF und das Nationalparkamt Rügen
das vorläufige Informationszentrum auf dem einstigen
Militärgelände eröffnen. Im Herbst 1999 unterzeichneten
schließlich der WWF, die Stadt Sassnitz und das Land
Mecklenburg-Vorpommern die Rahmenverträge und den Erbbaurechtsvertrag
zum gemeinsamen Projekt eines Nationalparkhauses.
Im Winter 1999/2000 folgten die Abrissarbeiten zur Beseitigung der
militärischen Altlasten und im September 2000 wurde der
Gesellschaftervertrag zwischen der Stadt Sassnitz und dem WWF notariell
beglaubigt. Das war zugleich die Geburtsstunde der Stubnitzhaus Sassnitz
gGmbH. Sie übernahm die Projektleitung für den Aufbau des
Nationalparkhauses.
Im November 2001 genehmigte dann das Bauamt des Landkreises Rügen den
Bauantrag. Zuwendungs- und Fördermittelbescheide folgten sowie am 1.
August diesen Jahres der offizielle historische Spatenstich. Kein
Geringerer als WWF-Präsident Carl-Albrecht von Treuenfels erinnerte an
diesem Tag daran, dass man eigentlich schon viel weiter sein wollte.
Ausblick
Jetzt hoffe er, so Treuenfels am 1. August 2002, dass das Besucherzentrum
noch im Jahr 2003 eingeweiht werden kann. 9,5 Millionen Euro wird es dann
gekostet haben, wenn alles wie geplant verläuft. Jedoch gibt es
inzwischen zum Fertigstellungsdatum schon wieder vorsichtigere Prognosen.
So als habe es die Äußerung von Treuenfels am 1. August 2002
nicht gegeben, ist von der Fertigstellung des Hauses im Jahr 2004 die Rede.
Seinen offiziellen Namen soll es aber schon am 25. Oktober diesen Jahres
erhalten.
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Das Wahrzeichen Sellins ist die Seebrücke am Hauptstrand. Neben dem
Slogan "Sellin - dichter am Horizont" steht sie für das
zweitgrößte Seebad auf der Insel Rügen. Foto : Günther |
Von Robby Günther
Ostseebad Sellin.
Wiederaufnahme und Fortführung der
Leitbild-Diskussion ! Die Gemeindevertretung folgte
während ihrer Sitzung am 24. September der Beschlussempfehlung des
Kurausschusses und votierte mehrheitlich für das vorlegte Konzept von
Dr. Mathias Feige vom dwif-Büro.
Damit eröffnet die Kommune eine neue Runde in der Selbstfindung des
Ostseebades, sind sich touristische Anbieter einig. War es in den letzten
Jahren doch immer zu hartnäckigen Diskussionen gekommen, welche
Zielgruppe angesprochen und wie Sellin selbst dargestellt werden soll.
Hatte die Agentur MÄX aus Greifswald vor ein paar Jahren die ersten
Ergebnisse für ein Leitbild auf den Tisch gelegt, wurde die
Zusammenarbeit aufgrund Meinungsunterschieden zwischen beiden Partnern
schnell wieder beendet. Doch eines verbindet sich heute noch mit der
damaligen Zeit : "Sellin - dichter am Horizont" ist eine
eingeführte Marke und Sellin-Gäste wissen, dass dieser Slogan zu
ihrem Urlaubsort gehört.
Der Kurausschuss hatte sich während seiner letzten Sitzung am 18.
September zwischen drei Anbietern zu entscheiden. Auch Dipl.-Betriebswirt
Th. Hausmann von der Fachhochschule Stralsund und die
"inema"-Institut für netzwerk-management GmbH aus Stralsund
hatten Vorschläge unterbreitet, wie die Leitbild-Diskussion
fortgesetzt und vor allem mit einem Ergebnis beendet werden kann.
Doch die Selliner vertrauen auf Bekanntes. Schließlich ist Dr.
Mathias Feige kein Unbekannter im Ort. Der Tourismusfachmann war bereits
mehrere Male auf Einladung des Fremdenverkehrsvereins zu Gast und hatte
sich unter anderem auch mit Ansprache und Auskünften an den
Rezeptionen der Selliner Hotels und Pensionen auseinandergesetzt.
Laut Feiges Angebot, das dem Rüganer vorliegt, geht der Berliner von
sechs Phasen aus, um die Leitbild-Diskussion wieder zu aktivieren. In Phase
1 werden Vorbereitungen getroffen und Unterlagen zusammen getragen. Dabei
wird betont, dass die Unterlagen von MÄX auszuwerten und entsprechend
zu verarbeiten seien.
Maximal 25 Teilnehmer sollen sich in Phase 2 an einer Leitbild-Werkstatt
beteiligen. Diskussion zur Stärken-Schwächen-Analyse, erarbeiten
von Entwicklungsperspektiven und Definition des Leitbildes sollen als
Ergebnis auf dem Tisch liegen. Dr. Mathias Feige will in Phase 3 einen
ersten Textentwurf aufgrund der Leitbild-Werkstatt präsentieren.
Den entscheidenden Schlüssel sieht das "dwif" in Phase 4.
Hier kommen wiederum Vertreter des Ortes aus allen Branchen zusammen, um
Konsens über den ersten Textteil herzustellen. Anschließend
werden diese Ergebnisse als textliche Fertigstellung des Leitbildes in
Phase 5 endgültig formuliert.
In Phase 6 erfolgt der sog. Projektanschub. Gemeinsam mit dem Auftraggeber
will das "dwif" die Umsetzung besprechen und auf den Weg bringen.
In dem vorliegenden Angebot ist eine Moderation allerdings noch nicht
preislich enthalten.
Mit der Entscheidung für die Fortführung hat die Gemeinde auch
außerplanmäßige Kosten in Höhe von rund 17.000 Euro
bestätigt, die das "dwif" als Honorar in Rechnung stellt.
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Der heutige Kurpavillon stammt aus dem Jahre 1925. Eine Kurmuschel wurde
als Vorläufer bereits vor 1900 erbaut. Im Zuge der Arbeiten an der
Bernsteinpromenade werden sanierungsbedürftige Teile des Pavillons
ausgewechselt.
Foto : Besch |
Ostseebad Göhren (gü).
Keine Angst um dem Kurpavillon ! Jörn
Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung, konnte
während eines Gespräches am 26. September die Bürger
Jörg Ohlf, Joachim Teetz und Hayco Jänisch beruhigen, die sich
mit einem Protestschreiben gegen den vermeintlichen Abriss an die
Kurverwaltung gewandt hatten.
"Es war nie Absicht gewesen, den Kurpavillon im Zuge der umfangreichen
Baumaßnahmen an der neuen Bernsteinpromenade abzureißen",
betont Jörn Fenske gegenüber dem Rüganer. Da dass
Gemäuer aus dem Jahre 1925 unter Denkmalschutz steht, wurde mit
Vertretern der Denkmalbehörde ein Maßnahmekatalog zur Sanierung
beschlossen. "Dieser sieht vor", so Fenske, "dass wir stark
sanierungsbedürftige Teile des Pavillons austauschen."
Das Protestschreiben wurde weiterhin von über zehn ehemaligen
Göhrenern unterzeichnet, die sich im Rahmen eines Klassentreffens im
Ort aufgehalten hatten. Doch jetzt scheint sich die Aufregung nach dem
Gespräch gelegt zu haben, schätzt der Leiter des kommunalen
Eigenbetriebes ein. Da das Schreiben auch an das Landesförderinstitut,
das Wirtschaftsministerium und an den Landkreis gegangen ist, soll dort
jetzt seitens der Unterzeichner der Protest zurück gezogen werden.
Aus dem Kreidefelsen gerettet
Sassnitz(chn).
Die Berufsfeuerwehr Rostock und die Freiwillige Feuerwehr
Sassnitz haben am vergangenen Samstag auf dem 117 Meter hohen
Königsstuhl eine ganz besondere Übung durchgeführt. Dabei
wurde simuliert, wie abgestürzte Personen von den Wehren an den
Kreidefelsen gerettet werden. |
Regenbogen e. V.
Stralsund (DR). Natürlich veranstaltet der Regenbogen e. V. Stralsund
(Verein für Schwule und Lesben) auch an diesem ersten Freitag im
Monat, 4. Oktober 2002, die Gay, Lesbien & Friends Club-Party, wie es
seitens des Vereins im Vorfeld der Veranstaltung heißt. |
RAPplus
Bergen auf Rügen (DR). Die "RAPplus" TOUR 2002 stoppt am
Mittwoch, 2. Oktober, im MAH K´INA. Mit am Start sind: mehrere DJ`s
aus Berlin. |
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