| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 3. März - 9. März 2004 | unabhängig - überparteilich |
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Orientierung in den Planungsunterlagen. Wirtschaftsminister Otto Ebnet (3.
von links) und Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann. Zwischen
ihnen Investor Bruno Magnani. Er will das alte Hotel (Foto rechts)
restaurieren und in ein Hochzeitshotel verwandeln und in der alten Veranda
ein Caférestaurant errichten. Fotos (2): Urban |
Trübes Wetter am Tag des Ministerbesuches, aber für das historische Ensemble am Kap mit den Leuchttürmen, dem Leuchtturmwärterhaus, dem einstigen Hotel und Pferdestall ein wohl guter Tag. Minister Ebnet verdeutlichte seine hohe Wertschätzung für das bereits am Kap Geleistete und das Geplante. |
Von Wolfgang Urban
Arkona. Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) ließ sich am
vergangenen Donnerstag die einzelnen Planungen und das Gesamtkonzept des
Flächendenkmals Kap Arkona vorstellen.
Förderung der Standortkonversion
Beim Ministerbesuch spielte die Umwandlung der einstigen militärischen
Liegenschaft am Kap in eine zivile Nutzung eine zentrale Rolle. Sie ist
Teil des Gesamtkonzepts zur Entwicklung des Flächendenkmals Arkona.
Die einstige militärische Liegenschaft konnte die Gemeinde Putgarten
nach der Auflösung der Bundeswehr-Dienststelle käuflich
erwerben.
Mit dem teilweisen Rückbau und der zivilen Umnutzung der ehemaligen
militärischen Liegenschaft Arkona soll in den nächsten Jahren die
vollständige Entwicklung des Flächendenkmals Arkona abgeschlossen
werden. Diese Maßnahme wird vom Land durch das Förderprogramm
Standortkonversion zu 90 Prozent mit rund 565.000 Euro gefördert.
Rügener Wildfruchtpark
Der Ministerbesuch begann mit einem Rundgang, der hinauf auf den Hügel
führte, unter dem sich der einstige Marinebunker befindet. Hier zeigte
Putgartens Bürgermeister Erst Heinemann (Bündnis für
Rügen) dem Wirtschaftsminister das geplante Gelände des
"Rügener Wildfruchtparkes". Dieser soll angrenzend an die
Bunkeranlage in Richtung Steilküste entstehen und von einem ca. 25
Meter breiten, noch anzulegendem Waldstreifen in Richtung Varnkevitz
begrenzt werden.
Sanierung und Umbau der Marine-Bunkeranlage
Nicht nur auf dem Hügel über der Bunkeranlage, sondern auch auf
der anschließenden Informationsveranstaltung verdeutlichte
Bürgermeister Heinemann wie sich die Gemeinde Putgarten bemüht,
ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und dabei vor allem
Arbeitsplätze zu schaffen.
So soll auch die Umwandlung der früheren Marine-Bunkeranlage zu neuen
Arbeitsplätzen führen. Dazu wurden die Planungen für ein
Umwelttechnikzentrum sowie für Ausstellungen, u.a. zur
Militärgeschichte Wittows, vorgestellt.
Hochzeitshotel
Informiert wurde auch über das Projekt eines Hochzeitshotels. In ein
solches will Bruno Magnani, dem in Binz das Aparthotel Rialto gehört,
das ehemalige Hotel am Kap Arkona verwandeln (siehe Foto oben). Das
Hochzeitshotel soll mindestens 25 Zimmer sowie ein Caférestaurant
umfassen.
Wie Bürgermeister Heinemann betonte sei beabsichtigt, dass Bruno
Magnani das Gelände mit dem alten Hotel und dem Pferdestall mittels
Erbbaupachtvertrag erhält. Während der Gesprächsrunde zeigte
sich auch Wirtschaftsminister Ebnet davon überzeugt, dass die
Errichtung eines Hochzeitshotels und Caférestaurants die
touristische Infrastruktur am Kap Arkona bestens ergänzt. Geplant ist
u.a. auch ein kleines Café an der Nebelsignalstation.
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Offizielle Übergabe des Fördermittelbescheides für den ZOB.
Für Ebnet sind die 1,9 Millionen Euro "Gut angelegtes Geld, da
sie Bergen wieder ein Stück schöner machen".
Fotos (2): Schäfer |
Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen (ks). Als eine Art Premiere bezeichnete
Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) den letztwöchigen Besuch
von Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD). "Es ist das erste Mal in
meiner 14-jährigen Amtszeit als Bürgermeisterin in Bergen, dass
ein Minister persönlich einen Fördermittelbescheid übergibt.
Vielleicht können wir sie dann auch bei der Grundsteinlegung im April
begrüßen", so das Bergener Stadtoberhaupt. Vielleicht steht
das persönliche Erscheinen Ebnets auch mit der Höhe des
Zuwendungsbescheides im Zusammenhang.
Denn der Schweriner Regierungsvertreter überreichte einen
Fördermittelbescheid über immerhin 1,9 Mio. Euro. Damit
beträgt die Förderhöhe des 2,1 Mio. Euro schweren Projektes
"Neubau des Zentralenomnibusbahnhof (ZOB)" 90 Prozent. "In
Bergen laufen viele Verkehrswege zusammen. Die Modernisierung ist für
Gäste und Pendler gleichermaßen wichtig", sagte Ebnet.
Entstehen werden sechs überdachte Bushaltestellen, weitere
Busstellplätze sowie nicht überdachte Ausstiegsbahnsteige, 17
Park & Ride -Plätze und ein Service-Gebäude. Die Wege,
Zugänge und Haltestellen werden zu einem fahrgastfreundlichen und
behindertengerechten Umsteigepunkt gestaltet. Durch die Verschönerung
der Außenanlagen sowie das Aufstellen von Bänken und
Fahrradständern wird das Angebot noch komplettiert.
"Durch den Neubau werden die Umsteigemöglichkeiten zwischen
Straße und Schiene nicht nur bequemer, sondern auch sicherer. Durch
attraktive Angebote wollen wir den Umstieg vom Individualverkehr zum
öffentlichen Verkehr fördern", sagte Ebnet.
Wie von Seiten des Planers zu erfahren war, beträgt die gesamte
Dachfläche nach Fertigstellung ca. 1.000 qm und die
Pflasterflächen 5.500 qm. Großes Augenmerk legte der Planer vor
allem in die Einbeziehung der Behindertenverbände, damit der neue ZOB
auch allen Ansprüchen gerecht wird. Die Fertigstellung ist für
den Spätsommer dieses Jahres vorgesehen.
Kommentiert: Auf Nachfrage des Stadtvertreters Zwanzig (PDS) an den
Minister und das Planungsbüro, warum bei solch einer großen
Dachfläche nicht die Verwendung von Solaranlagen in Betracht gezogen
wurde, kam von Seiten des Ministers eine klare Antwort: "Wissen Sie
wie teuer Solarstrom ist? 25 mal teurer als herkömmlicher Strom !
"
Ein Fakt, der Ebnets Kollegen im Umweltministerium wohl nicht
interessiert. Da sie, wie zuletzt die NABU - Anlage in Bergen zeigte, eine
andere bzw. freigiebige Fördermentalität in Sachen Solarstrom
verfolgen (?)
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Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) und die beiden
Regenbogen-AG-Vorstände begutachten den "Grundstein".
Foto: (gü) |
Ostseebad Göhren (gü). Eine "nicht einfache
Entscheidung" nannte Bürgermeisterin Carola Koos (CDU) die
Privatisierung des Campingplatzes durch die Gemeindevertretung.
Augenscheinlich war es aber eine richtige, wie sich politische
Verantwortungsträger, Unternehmer und Bürger der Gemeinde am
letzten Donnerstag anlässlich der Grundsteinlegung zum neuen
Campingplatz der Regenbogen AG aus Laboe überzeugen konnten.
Zwar hatten die eigentlichen Arbeiten bereits im Oktober 2003 begonnen,
doch den symbolischen Startschuss für den fast zehn Millionen Euro
teuren Umbau mochten sich die AG-Vorstände Gerhard Rosorius und
Rüdiger Voßhall an diesem Tag nicht nehmen lassen. Und
delegierten im Beisein von Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) einen
Enthüllungsakt für den Grundstein an ihre beiden Ehefrauen (siehe
auch unser Bild).
Die Regenbogen AG betreibt mit Göhren insgesamt fünf
Campingplätze im Land. Neben Prerow, Boltenhagen und Born mit
Nonnevitz (Dranske) auch einen zweiten auf der Insel Rügen. Rund
14.000 Gäste täglich werden in der Hochsaison begrüßt,
immerhin 700.000 Übernachtungen werden pro Jahr auf den
Campingplätzen gezählt.
Damit sichert die Regenbogen AG ein Sechstel der Übernachtungen im
Bereich Camping ab, das sind drei Prozent aller Übernachtungen in
Mecklenburg-Vorpommern (2003 : rund 22 Millionen), wie Minister Ebnet
sagte. Bis zum kommenden Mai werden 3,8 Millionen Euro im ersten
Bauabschnitt investiert sein, nach der Saison geht es weiter. Neugebaut
werden ein modernes Empfangsgebäude, mehrere Sanitäreinrichtungen
und ein Parkdeck.
In die Umgestaltung der Stellplätze wird ebenfalls investiert. So
verlegen die verantwortlichen Firmen beispielsweise 5.000 Meter neue Druck-
und Gefälleleitungen und 50.000 Meter Elektrokabel.
Freizeiteinrichtungen, ein Restaurant, verschiedene Geschäfte, ein
Supermarkt und ein Wellnessgebäude runden den ersten Bauabschnitt ab,
wie aus den Unterlagen der AG zu ersehen ist.
Weiterhin sind eine Reihe von Campinghütten geplant, die eine
Größe von knapp 40 Quadratmetern haben und als Feriendomizil
für junge Familien mit Kindern dienen sollen. Minister Ebnet lobte die
Anstrengungen der Regenbogen AG, müssen doch seinen Worten zufolge
alle Elemente im Tourismus mit einer hohen Qualität der Angebote
abgedeckt werden.
Gerhard Rosorius und Rüdiger Voßhall dankten während der
Feierstunde der Gemeinde, dem Nationalparkamt und Forstamt Rügen
für die gute Zusammenarbeit.
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