| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 4. September - 10. September | unabhängig - überparteilich |
|
![]() |
![]() |
|
Das sind die Männer des erhofften neuen Aufbruchs auf dem Windland,
also die Vorstandsmitglieder des "Tourismusverein Rügen-Nord
e.V." i.G., von links: Thomas Schweigert, Andreas Rüß,
Henry Forkel, Siegfried Plambeck, Ottomar Spiering, Jörg Glasow und
Jochim Kleingarn. Fotos: Urban |
Überzeugungsgespräch. Gerade hatte Thomas Schweigert (rechts) noch "Nein" zum Vorschlag gesagt, dass er Stellv. Vorsitzender wird... Doch der zu diesem Zeitpunkt bereits gewählte Vorsitzende, Pastor Rüß aus Altenkirchen (links), und andere Vereinsmitglieder überzeugten ihn schließlich zum "Ja" sagen. |
Von Wolfgang Urban
Juliusruh. Schon lange gibt es das Bestreben, die touristische Kraft der
Halbinsel Wittow zu einen. Was angesichts dessen, dass die Halbinsel
zugleich ein Amt mit fünf Gemeinden ist, relativ einfach sein
könnte. Doch egozentrisch vertretene Interessen und nicht zuletzt auch
persönliche Befindlichkeiten wurden bislang immer zu Stolpersteinen im
Einigungsstreben.
So war es nicht verwunderlich, dass auch die angestrebte Gründung
eines Tourismusvereins für Wittow zur schweren Geburt wurde. 16 Frauen
und Männer gründeten schließlich am vergangenen Donnerstag
den "Tourismusverein Rügen-Nord e.V." Viele Anbieter
touristischer Leistungen auf dem Windland fehlten bei der
Vereinsgründung. Auch war der Gründung selbst kein begeisterndes
Streben anzumerken.
So manch einem widerstrebte es, zumindest in der ersten Runde,
vorgeschlagene Verantwortung zu übernehmen. Vor allem wurde dabei auf
schon vorhandene Arbeitsbelastungen verwiesen. So ließen sich Frauen
nur als Rechnungsprüfer, aber nicht als Vorstandsmitglieder
wählen. Problemlos gestaltete sich indes die Wahl des
Vereinsvorsitzenden Andreas Rüß.
Der noch relativ neue Pastor von Altenkirchen schien die noch mögliche
integrierende Kraft auf dem Windland zu sein. Aber auch dies wohl nur dank
einer Unwissenheit von Anwesenden, die in diesem Fall vielleicht sogar
ganz nebensächlich werden könnte.
Rüß hat jetzt als Vereinsvorsitzender möglicherweise seine
große Herausforderung auf Wittow gefunden. Zu erreichen ist er unter
folgender Adresse: Pfarramt Altenkirchen, 18556 Altenkirchen.
|
![]() |
![]() |
![]() |
|
Ummanz: Volle Deckung nach erfolgreichem Super-Schlag. Der Reifen der Tonne
und Bretter fallen zu Boden. Fotos (3): Urban |
Das letzte Holz-Stück der Tonne, das Monique Müller zu Fall brachte und so Königin wurde. | Die Ummanzer Tonnenkönigin 2002: Monique Müller aus Mursewiek empfängt den Pokal. |
Von Wolfgang Urban
Ummanz.
Was wäre Ummanz ohne Briesemeister und seine Haflingerzucht?
All ihre Herrlichkeit zeigten die Haflinger wieder einmal am vergangenen
Samstag beim Ummanzer Tonnenabschlagen, das wieder zu einem Volksfest der
besten Art wurde.
Seit 1895 ist die Tradition des Tonnenabschlagens auf Rügen
schriftlich belegt und seit 1898 auf der Insel Ummanz. Die traditionsreiche
Reitervereinsfahne von Ummanz stammt sogar aus dem Jahr 1896. Reiterfahne,
Königskette u.a.m. waren auch in diesem Jahr wieder zu sehen.
Bedingungen der Teilnahme am Tonnenabschlagen
Als Ummanzer Besonderheit waren nur Pferde der Rasse "Haflinger"
beim Tonnenabschlagen startberechtigt. Für die ReiterInnen gibt es
u.a. folgende Teilnahmebedingungen: "Vereinsanzugsordnung ansonsten
schwarze Hose und weißes Oberteil; Reitkappe - schwarz; Stiefel -
sauber und geputzt; Tonnenknüppel (...nur ... mit den Maßen
Länge 0,50 m / Umfang 0,20 m - zum Handgriff verjüngend ­p;
zugelassen); wenn vorhanden Standarte / Fahne... Jeder Teilnehmer hat sein
Pferd in einem sauberen und gepflegten Zustand vorzustellen, wobei
besonderes Augenmerk auf das weiße Langhaar zu richten
ist..."
Königstitel
Sand-, Boden-, Stäben- oder Tonnenkönig kann man beim
Tonnenabschlagen werden. Jeder Teilnehmer kann sich dabei am Wettbewerb bis
zum Tonnenkönig beteiligen, auch wenn er schon einen der obengenannten
Königstitel erworben hat.
Sandkönig
Als "Sandkönig" trägt man den unrühmlichen
Ehrenkranz auf Ummanz. Man muss im Wettkampf vom Pferd fallen, um diese
"Ehrung" zu erreichen. Doch was tut man, wenn keiner vom Pferd
fällt, so wie es dieses Mal beim "Tonnenabschlagen" geschah
?
Dies ahnend wurde beschlossen, auch das vom Pferdfallen außerhalb des
Wettkampfes zu ehren. Eine junge Dame aus Stralsund ließ dies
über sich ergehen und nahm - sogar lächelnd - den Ehrenkranz als
Sandkönigin entgegen. Spaß ist Trumpf beim Ummanzer
Tonnenabschlagen.
Bodenkönig
Einen ersten Höhepunkt erreichte das Tonnenabschlagen als der
Hauptmann der Ummanzer Reiter, Frank Thesenvitz, das letzte Stück vom
Faßboden herausschlug und damit Bodenkönig wurde.
Stäbenkönig
In der nächsten Runde galt es den zu ermitteln, der das letzte
Stück Faßstäben bzw. Faßdauben herunterschlägt.
Das schaffte der in seinem Lebenslauf mit Ummanz sehr verbundene, Leipziger
Sven Deutrich.
Tonnenkönig
Als nur noch zwei Holzstücke in der Befestigung im Wind wehten, schlug
so manch einer der 18 Reiterinnen und Reiter auch mal daneben. Das letzte
Stück Holz beförderte schließlich Monique Müller zu
Boden. So wurde die Jugendliche aus Mursewiek und kein kräftiger Mann
"Tonnenkönig".
|
![]() |
H. Ciechanowicz, Bürgermeister der Stadt Bialogard (li.), und Binz
Bürgermeister Horst Schaumann (zweiter von rechts) sowie ihre beiden
Stellvertreter (jeweils daneben) unterzeichneten am letzten Sonnabend den
Partnerschaftsvertrag. Foto : Günther |
Ostseebad Binz (gü).
Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos)
und sein polnischer Kollege der Stadt Bialogard sowie ihre beiden
Stellvertreter haben einen Partnerschaftsvertrag für die zwei Kommunen
unterzeichnet. Eine Delegation der polnischen Stadt weilte am letzten
Wochenende unter der Leitung des Bürgermeisters H. Ciechanowicz im
größten Rügener Seebad.
Die jeweiligen politischen Verantwortungträger haben am
zurückliegenden Sonnabend während einer kleinen Feierstunde im
"Haus des Gastes" im Beisein der Gemeindevertreter beider Orte
den Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Die Gemeinden wollen künftig
stärker zusammen arbeiten, wie Bürgermeister Horst Schaumann in
seiner Rede unterstrich.
Dieses Projekt wird unterstützt durch die Europäische Union (EU)
im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIa (Small Project Funds
der Euroregion Pomerania), wie es weiter hieß.
Demnach sollen besonders der Austausch von Informationen in vielen
Bereichen des Alltags und Begegnungen der Bevölkerung im Mittelpunkt
des Vertrages stehen. Der Vertrag soll auch für die Förderung und
weitere Entwicklung der zwei Kommunen eine feste Grundlage bilden, auf der
man aufbauen will, so Schaumann gegenüber den anwesenden
Kommunalpolitikern.
Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen sollen von der Partnerschaft
profitieren, wagten beide Bürgermeister einen Blick in die Zukunft.
Besonders die Jugend sollte dabei im Mittelpunkt stehen, waren sich beide
einig.
In den Bereichen Tourismus, Kultur und Umwelt- sowie Naturschutz wird es
konkrete Projekte geben. Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht wollen die
Partner enger zusammen arbeiten. So geht es im Rahmen der Pomerania auch um
die Gewinnung von Fördermitteln für entsprechende Vorhaben in
Binz und Bialogard.
Vor der Vertragsunterzeichnung informierte Kurdirektorin Petra Wolter
gegenüber der polnischen Delegation über das "Haus des
Gastes" und die touristische Struktur des größten
Rügener Seebades.
Bürgerentscheid auf Hiddensee
Von Wolfgang Urban |
Vorfahrt für Fußgänger
Ostseebad Binz (gü). Zwei Jahre Bauzeit, vier Bauabschnitte und 3,8
Millionen Euro Baukosten - das sind die Rand-daten für die
angedachte komplette Erneuerung der Haupt- und der
Schmachter-See-Straße. Thomas Nießen vom Planungsbüro
Nordprojekt stellte als Vertreter der beauftragten Projektgruppe
während der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am
zurückliegenden Donnerstag die vorliegenden Planungen der
Öffentlichkeit vor. |
|
Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel". © DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! |
![]() |
Informationen zur Insel Rügen | © wild-east®marketing | |