Tag der Sehbehinderten
Erste Anerkannte Beratungsstelle für Sehbehinderte auf Rügen
Bergen auf Rügen (gü).
Rund 5.000 Menschen in
Mecklenburg-Vorpommern leiden an einer "wesentlichen
Sehbehinderung". Das heißt, dass die Betroffenen nicht mehr nur
durch eine Brille zu einem normalen Sehen gelangen. Hier unterscheiden
Fachleute zwischen einer Fehlsichtigkeit und der Sehbehinderung.
Am morgigen Donnerstag, 6. Juni, findet der Tag der Blinden und
Sehbehinderten statt. Einen "Lichtblick" für die
Sehbehinderten auf der Insel Rügen gibt es jetzt mit der ersten
anerkannten Beratungsstelle für sie. Und zwar in den
Fachgeschäften des Optiker-Unnehmens "Oehmichen-Optik" in
Bergen auf Rügen, Sassnitz sowie dem Ostseebad Binz.
Darüber informiert die Geschäftsleitung im Zusammenhang mit dem
bevorstehenden Tag der Blinden und Sehbehinderten gegenüber dieser
Zeitung. Die Hilfeleistungen werden mit dem Fachbegriff
"LOW-VISION-REHABILITATION" umschrieben. Auf Initiative des
Blinden- und Sehbehindertenvereins M-V entstand bereits vor einiger Zeit
das "LOW-VISION-Projekt M-V, aus dem ein sogenanntes
"LOW-VISION-Center enstehen sollte.
Vorschlag der Augenoptiker
Da allerdings keine finanzielle Hilfe seitens des Landes zu erwarten war,
griff der Verein den Vorschlag der Augenoptiker auf, landesweit ein Netz
von Beratungsstellen zu schaffen, damit den Sehbehinderten geholfen werden
kann, wie es weiter heißt. Damit wurde zudem bundesweit ein
völlig neuer Weg der Hilfe für Sehbehinderte gegangen.
Mittlerweile haben sich 14 Augenoptikermeister in M-V durch den Besuch von
fachspezifischen Vortragsveranstaltungen und Wochenendseminaren der
Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie
qualifiziert, dass sie aus den Händen von Martina Bunge (PDS),
Sozialministerin des Landes M-V, die entsprechende Urkunde als
"Anerkannte Beratungsstelle für Sehbehinderte" in Empfang
nehmen konnten.
In der Praxis sieht die Hilfe für Sehbehinderte, die eine
Restschärfe von unter 30 Prozent haben, wie folgt aus. Der Patient
besucht zuerst seinen Augenarzt, der seinerseits die Ursache der
Sehbehinderung und die Indikation für eine vergrößernde
Sehhilfe untersucht.
Der Augenoptiker wird aus dem breiten Sortiment der optischen und
elektronischen Sehhilfsmittel eines empfehlen, mit der der beste Seherfolg
unter Berücksichtugung der vorhandenen Sehschärfe und
gewünschten Sehaufgaben erreicht werden kann.
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