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Genehmigung für Hafen Kuhle liegt vor

Wirtschaftsministerium begrenzt Genehmigung allerdings bis Mai 2005

Die Gemeinde Dranske freut sich per 30. Mai über die Genehmigung zum Betrieb des Hafens in Kuhle. Und sicher nicht nur die Kommune, sondern auch interessierte Unternehmen atmen nach dem langen Streit auf.

Foto : Urban

Kuhle / Bergen auf Rügen (gü). Der umstrittene Hafenbetrieb ist genehmigt ! Aufatmen in der Gemeinde Dranske und bei den betreffenden Unternehmen.

Das Schweriner Wirtschaftsministerium erteilte per 30. Mai die Genehmigung zum Betrieb des Hafens nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 Wasserverkehrsgesetz (WVG) in der Fassung vom 17. Februar 1993. Der erste Antrag der Gemeinde stammt aus dem Jahre 1996, er wurde dieses Jahr erneuert.

Demnach kann die Kommune in Kuhle nunmehr eine maritime Nutzung mit interessierten Partnerunternehmen anstreben. Die Genehmigung erlaubt die Nutzung durch Fahrgastschiffe, Fischereifahrzeuge, Sportboote und sonstige Kleinschifffahrt, wie es in dem Rüganer vorliegenden Schreiben heißt.

Das Schweriner Wirtschaftsministerium entschloss sich zur Genehmigung nach einem unlängst entbrannten Streit (Der Rüganer berichtete mehrmals), nachdem die Genehmigungsvoraussetzungen per Schreiben vom 23. Mai 2002 erbracht worden waren. Die jetzt vorliegende Genehmigung ist bis zum 31. Mai 2005 begrenzt worden. Damit trägt die Schweriner Behörde der baulichen Zustandsbewertung des Hafens Rechnung, wie es abschließend in dem Schreiben heißt.


Binzer Tourismuskonzept beschlossen

Gemeindevertretung votiert einstimmig
Beschlüsse zum Tourismus müssen im Einklag zum Konzept stehen

Im Ostseebad Binz gibt es ein beschlossenes Tourismuskonzept. Die Umsetzung der darin niedergeschriebenen Grundsätze geht jedermann an, sind sich die Befürworter einig.

Foto : Archiv

Ostseebad Binz (gü). Das Tourismuskonzept ist beschlossen ! Einstimmig votierten die 12 anwesenden Gemeindevertreter während ihrer letzten Sitzung am zurückliegenden Donnerstag für den vorliegenden Beschlussvorschlag. Damit beginnt im größten Rügener Seebad eine neue Ära, sind sich Beobachter und politische Verantwortungsträger sicher, wie Der Rüganer am Rande der Sitzung erfahren konnte.

Auffällig an diesem Abend war allerdings, dass der Beschluss besonders bei Hotellerie und Gastronomie kaum auf Interesse gestoßen ist. Lediglich Dr. Thomas Gelshorn von der Tourismus AG Binz wurde in den Zuschauerreihen gesichtet. Das Fehlen von Hoteliers und Gastronomen steht für manch einen Abgeordneten im Widerspruch zu den bisher durchgeführten Arbeitsgruppen in Vorbereitung des Konzeptes und der Bürgerveranstaltung, die Ende März im "Haus des Gastes" rund 600 Interessenten zählen konnte.

Katja Matznick und Stephanie Schmidt von der für das Konzept verantwortlichen Agentur "Ahrens & Behrent" stellten vor der Beschlussfassung die Eckpfeiler des Papiers nochmals vor und betonten, dass sich die politischen Verantwortungsträger über die "Konsequenzen" bewusst sein sollten. Denn, so die beiden Mitarbeiter, alle politischen Entscheidungen, die unmittelbar mit dem Tourismus zu tun haben, müssen auf ihre Vereinbarkeit mit dem dann beschlossenen Konzept im Vorfeld geprüft werden. Die Abgeordneten hörten es und legten mit dem Beschluss die Grundlage für den neuen Weg.


Neue Wetterstation

Jörg Kachelmann jetzt am Königsstuhl vertreten

Nationalpark Jasmund (gü). Wetterfrosch Jörg Kachelmann ist wieder mit einer weiteren Wetterstation präsent! Und zwar eröffnete er im Beisein von zahlreichen Gästen am letzten Sonntag eine Wetterstation vis a vis dem neuen Besucherzentrum des WWF Deutschland am Königsstuhl.

Somit verfügt Kachelmanns Wetter-Unternehmen, die Meteomedia AG, über eine zusätzliche Wetterstation neben der auf der Insel Hiddensee und einigen auf der Insel Rügen.

Die Wetterstation am "beliebtesten" Ausflugspunkt des Eilandes ist die nunmehr sechste ihrer Art. Insgesamt verfügt Kachelmann bundesweit über 400 Wetterstationen, davon allein 31 in Mecklenburg-Vorpommern. Aus dieser Fülle von Daten "mixt" er täglich seine Wetterberichte fürs Fernsehen in Deutschland, aber auch in den Benelux-Staaten, Frankreich, der Schweiz und Liechtenstein.

Besonderheit der neuen Wetterstation ist die Höhe, in der die Daten aufgezeichnet werden. Immerhin 112 Meter hoch steht sie über den Klippen der Kreideküste, ist aus den vorliegenden Unterlagen zu ersehen.

Die aktuellen Daten des Kliffklimas werden alle sechs Stunden und zusätzlich um 6, 7 und 8 Uhr auf der Internet-Adresse von Kachelmann, www.meteomedia.ch, aktualisiert, wie das Unternehmen in diesem Zusammenhang mitteilt.

Mit der Wetterstation werden Niederschlagsmenge, Temperatur und Wind- und Sonnendaten erfasst und entsprechend in die wetterliche Berichterstattung integriert. Das o. g. Kliffklima hat einen eigenen "Charakter" und unterscheidet sich vom herkömmlichen Klima in verschiedener Form, wissen die Experten zu berichten.

Wie immer sorgte Jörg Kachelmann mit seiner betont lockeren und witzigen Erscheinung für eine gelungene Veranstaltung, so dass auch Laien mit der komplexen Materie des Wetters zurecht kamen.


Tag der Sehbehinderten

Erste Anerkannte Beratungsstelle für Sehbehinderte auf Rügen

Bergen auf Rügen (gü). Rund 5.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern leiden an einer "wesentlichen Sehbehinderung". Das heißt, dass die Betroffenen nicht mehr nur durch eine Brille zu einem normalen Sehen gelangen. Hier unterscheiden Fachleute zwischen einer Fehlsichtigkeit und der Sehbehinderung.

Am morgigen Donnerstag, 6. Juni, findet der Tag der Blinden und Sehbehinderten statt. Einen "Lichtblick" für die Sehbehinderten auf der Insel Rügen gibt es jetzt mit der ersten anerkannten Beratungsstelle für sie. Und zwar in den Fachgeschäften des Optiker-Unnehmens "Oehmichen-Optik" in Bergen auf Rügen, Sassnitz sowie dem Ostseebad Binz.

Darüber informiert die Geschäftsleitung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Tag der Blinden und Sehbehinderten gegenüber dieser Zeitung. Die Hilfeleistungen werden mit dem Fachbegriff "LOW-VISION-REHABILITATION" umschrieben. Auf Initiative des Blinden- und Sehbehindertenvereins M-V entstand bereits vor einiger Zeit das "LOW-VISION-Projekt M-V, aus dem ein sogenanntes "LOW-VISION-Center enstehen sollte.

Vorschlag der Augenoptiker

Da allerdings keine finanzielle Hilfe seitens des Landes zu erwarten war, griff der Verein den Vorschlag der Augenoptiker auf, landesweit ein Netz von Beratungsstellen zu schaffen, damit den Sehbehinderten geholfen werden kann, wie es weiter heißt. Damit wurde zudem bundesweit ein völlig neuer Weg der Hilfe für Sehbehinderte gegangen.

Mittlerweile haben sich 14 Augenoptikermeister in M-V durch den Besuch von fachspezifischen Vortragsveranstaltungen und Wochenendseminaren der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie qualifiziert, dass sie aus den Händen von Martina Bunge (PDS), Sozialministerin des Landes M-V, die entsprechende Urkunde als "Anerkannte Beratungsstelle für Sehbehinderte" in Empfang nehmen konnten.

In der Praxis sieht die Hilfe für Sehbehinderte, die eine Restschärfe von unter 30 Prozent haben, wie folgt aus. Der Patient besucht zuerst seinen Augenarzt, der seinerseits die Ursache der Sehbehinderung und die Indikation für eine vergrößernde Sehhilfe untersucht.

Der Augenoptiker wird aus dem breiten Sortiment der optischen und elektronischen Sehhilfsmittel eines empfehlen, mit der der beste Seherfolg unter Berücksichtugung der vorhandenen Sehschärfe und gewünschten Sehaufgaben erreicht werden kann.


Rügener Immobilien aufgerufen

14 Objekte bei der Sommerauktion am kommenden Sonnabend zu versteigern

Bergen auf Rügen / Rostock (gü). "Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten" heißt es wieder am kommenden Freitag und Sonnabend. Dann wird die auf Rügen bekannte Norddeutsche Grundstücksauktionen AG ihre Sommerauktion im Rostocker "Trihotel" durchführen.

Besonders der Sonnabend steht im Interesse hier auf dem Eiland. Werden an diesem Tag doch wieder 14 Rügener Immobilien aufgerufen. Zu den spektakulärsten Objekten gehört wohl das Haus "Wiederkehr" in der Selliner Wilhelmstraße aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Es wird mit 95.000 Euro aufgerufen.

Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) setzt große Hoffnung in die Auktion und verspricht sich einen ordentlichen Preis für die Immobilie, wie er während der letzten Gemeindevertretung sagte. Zwei weitere Objekte stammen ebenfalls aus Sellin. Und zwar zwei Grundstücke, die mit jeweils 60.000 bzw. 17.000 Euro aufgerufen werden.

Als "Schnäppchen" preist die Grundstücksauktionen AG ein rund 640 Quadratmeter großes Wassergrundstück in Neuensien für nur 500 Euro an. Die Versteigerung beginnt um 13 Uhr im "Trihotel".



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