Müllkosten im Kreis sinken
Haushalts- und Finanzausschuss des Kreistages empfiehlt neue Gebühren-
und Entgeltbedarfsberechnung
Bergen auf Rügen (gü).
"Alles wird im neuen Jahr teurer,
bloß der Müll wird billiger", offerierte Hans-Ulrich
Taeschner, Betriebsleiter des Eigenbetriebes "Abfallwirtschaft
für Rügen", gegenüber den Mitgliedern des Haushalts-
und Finanz-ausschusses des Kreistages während ihrer letzten Sitzung am
26. November.
Dort verständigten sich die Anwesenden abschließend über
die "Abfallwirtschaftliche Gebühren- und Entgeltbedarfsberechnung
für das Jahr 2002". Demnach werden die Gebühren mit der
Satzung auf Euro umgestellt und ein klein bisschen billiger.
So kostet die 60 Liter Tonne (monatliche Leerung) 48,50 Euro, für die
14-tägliche Leerung müssen 105 Euro bezahlt werden. Bei einer 80
Liter Tonne ist der Preis auf 140 Euro, bei der 120 Liter Tonnen auf 210
Euro, bei der 240 Liter Tonne auf 420 Euro und bei der 1.100 Liter Tonne
auf 1.925 Euro festgesetzt. Alle Leerungen erfolgen 14-tägig.
Ein Liter Müll kostet 1,75 Euro
Für einen 60 Liter Abfallsack müssen künftig 4,03 Euro und
für den 120 Liter Abfallsack 8.05 Euro bezahlt werden. Interessant
für Großkunden in Tourismus und Bauwirtschaft sind die Preise
für Mulden und Pressen. So kostet die drei Kubikmeter große
Mulde künftig 201,36 Euro.
Weitere Preise sind: 5,5 Kubikmeter (369,15 Euro), sieben Kubikmeter
(469,83 Euro), zehn Kubikmeter (671,19 Euro), 15 Kubikmeter (1.006,78
Euro), 25 Kubikmeter (1.677,97 Euro).
Bei den Pressen gestalten sich die Preise ab 1. Januar 2002 wie folgt :
zehn Kubikmeter (1.342,37 Euro), 18 Kubikmeter (2.416,27 Euro) und bei 20
Kubikmeter (2.684,75 Euro).
Mit dieser "Abfallwirtschaftlichen Gebühren- und
Entgeltbedarfsberechnung für das Jahr 2002" liegt der
durchschnittliche Müllpreis pro Liter bei 1,75 Euro. Taeschner
führte anschließend gegenüber den Ausschussmitgliedern
allerdings auch deutlich aus, dass bei sinkendem Restmüllaufkommen
diese niedrigeren Preise auf Dauer durch die AfR nicht zu halten sein
werden.
Deswegen kann es möglicherweise bereits ab 2003 zu einer Kostenumlage
auf weniger Einheiten in den Rügener Haushalten kommen. Und auch
steigende Lohnkosten für die Mitarbeiter des Unternehmens werden
erwartet, so Taeschner abschließend.
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