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15.000 Jugendliche kommen zu Prora 03

Junge Menschen aus der ganzen Republik werden
vom 22. bis 24. August zu Gast sein

Das Logo steht für ein Event, welches es so noch nicht gab. Prora 03 - das Jugendevent auf der Insel Rügen verspricht vom 22. bis 24 August ein Erfolg zu werden. Damit die Kids besser zum Veranstaltungsgelände finden, wurden auf der Insel Rügen acht dieser Schilder aufgestellt. Ricarda Goers von der Veranstaltungsorganisation des Büro VIP stellte das Logo offiziell der Presse vor.

Von Christian Niemann

Prora.
Nur noch knapp zwei Wochen bis zu dem Jugendevent. von dem bereits ganz Deutschland spricht. Es haben sich schon über 10.000 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren angemeldet. Die Mehrzahl kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, aber auch aus den neuen und den alten Bundesländern haben sich zahlreiche Jugendliche für diese Veranstaltung angemeldet.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer ist mit 18,2 Jahren überaus niedrig, so die Organisatoren. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden verschiedene Wettbewerbe durch den Verein Prora 03 ausgeschrieben. Dabei haben sich 70 Bands angemeldet. Um ihr Können vor einer professionellen Jury unter Beweis zu stellen, wie es heißt. Weiterhin gab es einen Literaturwettbewerb und einen Fotowettbewerb.

Alle, die sich bisher angemeldet haben, erhalten ab nächster Woche ihre kompletten Unterlagen zum Jugendevent zugesandt. Darunter auch das 122 Seiten starke Veranstaltungsbuch. Das Projekt "Prora 03" wird mit Mitteln aus dem Fonds "Zukunft für die Jugend in M-V" und mit einem extra aufgelegten Fonds der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung (DKJS) finanziert.

Der Teilnehmerbeitrag von derzeit 20 Euro pro Person fließt ebenfalls in die Finanzierung mit ein. So dass am Ende das Projekt mit 2,3 Millionen Euro finanziert wird. Viele Unternehmen aus dem Bundesgebiet haben auch Sach- und Arbeitsleistungen gesponsert.

50 Stunden Filme, Jam-Sessions, Clubbing, Theater, Zirkus, Kabarett, Ausstellungen und Kunst auf 89 In- und Outdoor-Bühnen werden an diesem Wochenende geboten. Dazu anderthalb Kilometer feinster Sandstrand, eine Kletterwand, zwölf Beachvolleyball-Felder und zigtausend Würstchen ­p; die Jugendlichen von Mecklenburg-Vorpommern wollen es wissen: Für 15 000 ist Platz, übernachtet wird in mitgebrachten Zelten.

Außerdem wimmelt es an den drei Tagen von zukünftigen Chefs und prominenten Talkrunden-Gästen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Diskussionshighlight wird die Veranstaltung am Samstag sein. Prora03 fragt: "Wer regiert die Welt?" Als Antwortgeber angefragt sind Bundesaußenminister Joschka Fischer und Michael Gorbatschow, außerdem hofft man auf einen Gast aus Polen.

Nicht vorbei kommt man an diesem Wochenende auch an der Geschichte. Der insgesamt 4,8 Kilometer lange Gebäude-Komplex Prora war einst von den Nazis als Kdf-Bad gebaut worden, später zog die Nationale Volksarmee der DDR ein. Sich der Geschichte des Ortes zu stellen und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, ist daher auch ein Ziel von Prora03.

Wer live bei Prora03 dabei sein will, sollte sich schnellstens auf der Homepage unter www.prora03.de anmelden.


Bildungsoffensive gestartet

Kreishandwerkerschaft hält breites Seminarangebot bereit

Gemeinsam für die Weiterbildung im Handwerk : (v.l.) Uwe Ambrosat (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rügen), Cosima Weise und Manfred Hartz (ÜAZ Waren)

Foto: Schäfer

Von Knut Schäfer

Bergen auf Rügen.
Die Nachfrage nach zukunftsorientierten Weiterbildungsangeboten war kaum größer als jetzt, wie bundesweite Untersuchungen belegen. Um diesem Trend auch im Handwerk künftig noch besser Rechnung tragen zu können, stimmten die Kreishandwerkerschaften in M - V Anfang März einem gemeinsamen "Konzept zur Entwicklung eines Netzwerkes im Handwerk" zu.

Im Rahmen dieses Bildungsnetzwerkes, das in Zusammenarbeit mit dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) Waren erarbeitet wurde, können die Weiterbildungsangebote der Kreishandwerkerschaften noch intensiver auf die regionalen Anforderungen kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe abgestimmt werden.

Zwischen der Kreishandwerkerschaft Rügen und der Kreishandwerkerschaft Rostock - Bad Doberan wird es künftig eine enge Zusammenarbeit bei der Organisation, Beratung und Durchführung der Weiterbildungsangebote geben. Die Rügener Handwerksbetriebe partizipieren so vom umfangreichen Erfahrungsschatz von Cosima Weise (Kreishandwerkerschaft Rostock - Bad Doberan), die seit langem im Bereich Weiterbildung tätig ist.

Sie wird im Auftrag der KHS Rügen den Kontakt zu Firmen auf der Insel suchen und sie hinsichtlich der Bildungsmöglichkeiten beraten. Auf Wunsch werden auch Firmenschulungen organisiert, um die firmenspezifischen Besonderheiten zu der gewünschten Thematik berücksichtigen zu können.

Für Führungskräfte im Handwerk besteht die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit dem ÜAZ Waren, Wochenendseminare in der Villa "Seestern" am Malchower See durchzuführen. Für die Durchführung aller Seminare stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, auf Grund dessen das Angebot aller Leistungen zu äußerst günstigen Konditionen erfolgt.

Cosima Weise ist werktags unter der Tel - Nr.: (0381)252 005 20 zu reichen.


Buchtipp: Sagen und Märchen

Zusammengestellt und illustriert von Karlheinz Rümler, hrsg. von Carola Kühl

Wer stürmt dort bei dem Ruf "Schipp up Strann!" aus der Himmelstür? Sind es die Hiddenseer?

Illustration: Karlheinz Rümler

Von Wolfgang Urban

Wittow.
Seit dem Anfang der 1960-iger Jahre verlebte der Diplom-Ingenieur für Gießereitechnik Karlheinz Rümler (1930-1990) seinen Urlaub immer wieder am Kap Arkona. Dabei entstand eine so enge Verbundenheit mit der Gemeinde Putgarten, dass er schließlich zu derem ehrenamtlichen Ortschronisten und sogar Ehrenbürger wurde.

Vieles hat der vielseitig interessierte und mit Rügen eng verbundene Rümler zusammengetragen, nicht nur von Putgarten, sondern auch von deren Nachbargemeinden und darüber hinaus. Gerne hat er dem Gesammelten eigene Illustrationen hinzugefügt.

So kommt auch im Buch "Sagen und Märchen aus Putgarten auf Rügen, zusammengestellt und illustriert von Karlheiz Rümler" nicht nur die Gemeinde im Nordosten von Rügen vor.
Zu den Geschichten im Buch gehören u.a.: "De Seejungfer up Wittow", "Arkona", "Swantevit", "Der Teufelsstein bei Putgarten", "Riesensage aus der ersten Zeit der Überflutung", "Der brennende Schatz", "Mieskater Martinchen", "Das brennende Geld", "Der letzte Gruß des Fischers", "Der Steinsatz von Nobbin", "Die Riesen auf Wittow", "Die Sage von Juliusruh", "Das Spukschiff vor der Wittower Küste" und "Schipp up Strann".

Bei der Geschichte "Schipp up Strann" geht es um die Mentalität und Verhaltensweise der Wittower und Hiddenseer. Glaubt man der Geschichte dann fand ein Wittower nach seinem irdischen Tod keinen Einlaß in den Himmel, da die letzten freien Plätze gerade von Hiddenseern eingenommen worden waren.

Da kam er auf die Idee, Petrus zu fragen, ob er nicht wenigsten einmal in den Himmel reinschauen könnte. Als Petrus die große Tür öffnete, da rief der Wittower: "Schipp up Strann!" Kaum waren die Worte verklungen, da stürzten die Hiddenseer aus der Tür und der Wittower konnte rein, "nu ist dor jo Platz genoog west." Doch es könnte auch anders gewesen sein: "Up Hiddensee", so Rümler, "ward diese Geschicht ook vertellt, bloß 'n lütt bäten anners. Dor is dat 'n Hiddenseer west, de in den vullen Himmel rinroopen hett, un die rutkamen sünd, dat wir'n Wittower."

Herausgegeben wurden die "Sagen und Märchen aus Putgarten auf Rügen" von Karlheiz Rümlers Tochter Carola Kühl. Im Vorwort des Buches schreibt sie u.a.: "Die in diesem Buch enthaltenen Sagen und Märchen um Putgarten hat mein Vater während seiner Zeit als Ortschronist gesammelt und illustriert." Das Buch ist u.a. bei der Touristeninformation am Parkplatz in Putgarten und auf dem Rügenhof erhältlich.


Verkehrschaos

Einwohner beklagen Ampel beim LIDL

Ostseebad Baabe (gü). "Notorischen Unsinn" nennen Mönchguter Unternehmer und Einwohner die Ampel an der Bundesstraße 196 auf Höhe des LIDL-Marktes, die sich jetzt aufgrund des massiven Einwirkens auf den Saison-Verkehr mit diesem Problem an den Rüganer gewandt haben. "Warum muss diese Ampel in der Hochsaison geschaltet sein ?", lautet die Frage, die in Richtung Untere Verkehrsbehörde beim Landkreis und Straßenbauamt Stralsund gestellt wird.

Martin Dimaczek vom Straßenbauamt Stralsund kennt das Problem. "In den letzten Jahren sind öfter Probleme in Zusammenhang mit dieser Lichtschaltanlage bei uns aufgelaufen", erinnert er sich. Doch der Behörde in Stralsund sind die Hände gebunden. Verantwortlich für die Einrichtung ist die Straßenmeisterei, sprich der Landkreis Rügen. Das Straßenbauamt Stralsund hat lediglich die Aufgabe, die Schaltzeiten optimal für den Verkehr zu schalten, so Martin Dimaczek weiter.

Auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung, ob die Ampel gerade in den jetzt stark frequentierten Saisonmonaten ganz abgeschaltet werden kann, antwortet das Landratsamt : "Bei der betreffenden Lichtzeichenanlage sind die Beziehungen zwischen dem Hauptverkehr, den Linksabbiegern, den Fußgängern und Radfahrern sowie dem ausfahrenden Verkehr zu realisieren.

Dabei ist die Anlage so geschaltet, dass dem Hauptverkehr auf der Bundesstraße unter Berücksichtigung aller Belange grundsätzlich die meiste Zeit zum Räumen gewährt wird." Mit Blick auf die Schaltzeiten heißt es weiter, dass bei den Wartezeiten in der Nebenstraße die "Schmerzgrenze" erreicht ist.

Die Untere Verkehrsbehörde lehnt ein generelles Abschalten der Ampel aus Gründen der Verkehrssicherheit ab. Damit wollen sich die Beschwerde führenden Unternehmer nicht zufrieden geben. Ihre Frage lautet : Warum wurde damals die Ampel bei der Tankstelle wieder abgeschafft ? Der Rüganer wird dazu weiter berichten.


Kommunalwahlen im Blick

Wählerinitiative für Binz tritt mit einem politischen Schwergewicht an

Ostseebad Binz (gü). Der ehemalige Bürgermeister Prof. Dr. Dieter Reinhardt wird im kommenden Jahr für die Wählerinitiative für Binz (WfB) bei den Kommunalwahlen antreten. Er und sieben Mitglieder der WfB hätten bereits ihre Zustimmung für eine Kandidatur gegeben, informiert der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, der Unternehmer Roger Pieniak gegenüber dieser Zeitung.

Die rund 40 Mitglieder der WfB trafen sich dieser Tage und wählten einen neuen Vorstand. Diesem gehören neben Pieniak auch Prof. Dr. Reinhardt als Sprecher sowie der derzeitige Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung, Gernot Padur, an.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen haben auch die Arbeiten für das Wahlprogramm begonnen. Die WfB hofft natürlich auf ein gutes oder besseres Abschneiden zur Wahl (derzeit drei Abgeordnete), um die Inhalte des Programms in der Gemeindevertretung auch mehrheitsfähig einzubringen, so Pieniak. Weitergehende politische Ambitionen, wie Kreistagskandidaturen, schließt der Vorsitzende aus. "Wir sind eine Wählerinitiative für Binz, das ist unser Name und das soll auch Programm sein", ergänzt Prof. Dr. Reinhardt in diesem Zusammenhang.

Die Mitglieder sind mit den Grundlagen des Wahlprogramms derzeit aufgerufen, die grundlegenden Themen zu detaillieren, damit im kommenden Oktober eine umfassende Diskussion stattfinden kann. Während dieser Beratung soll das Wahlprogramm in eine entsprechende Form gegossen werden, eine zweite inhaltliche Beratung findet im Januar 2004 statt, werfen Pieniak und Reinhardt einen Blick in die nahe Zukunft.

Die Kandidatenliste soll im März 2004 beschlossen werden. Ebenso wie das Wahlprogramm. "Anschließend wird sich die Wählerinitiative für Binz aktiv im Wahlkampf in Binz und Prora darstellen", so die beiden Vorstandsmitglieder.

Durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde bei der Kommunalwahl sieht die WfB besonders die Gefahr, dass "sich rechte Parteien in der Gemeindevertretung etablieren können. Hier muss eine klare Absage erfolgen, hier müssen die Argumente der Parteien und Wählergemeinschaften überzeugend sein, dass keine rechten Abgeordneten in der Gemeindevertretung zu finden sind", sagt Prof. Dr. Reinhardt.

Zum "Dauerbrenner" Prora wird sich die WfB nach der Septembersitzung der Gemeinde äußern. Dort sollen die derzeit vorliegenden Projekte einzelner Unternehmer(gruppen) nochmals vorgestellt werden. Prof. Dr. Reinhardt war von 1994 bis 2001 Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Binz.



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