D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 7. Januar - 13. Januar 2004 unabhängig - überparteilich

Theaterferien nach einem erfolgreichen Jahr

Buntes Bühnenprogramm erwartet die Besucher ab 12. Februar

Das Theater Putbus macht Ferien und startet ab 12. Februar wieder mit einem bunten Bühnenprogramm.

Foto: privat

Putbus (DR). Seit 2. Januar ist das Team des Putbusser Theaters in den wohlverdienten Ferien. Bis 12. Februar bleibt die Bühne leer. Die Theaterkasse öffnet bereits ab 9. Februar wieder zu den gewohnten Zeiten.

Das Jahr 2003 war für das Theater Putbus sehr erfolgreich. 32.244 Besucher erlebten 182 Veranstaltungen. Das entspricht einer Auslastung von 72,7 Prozent. So ein Ergebnis zählt in den weniger guten Zeiten mit knappen Kassen um so mehr.

Für 2004 gibt es zahlreiche interessante Projekte. Erst einmal werden die Ferien genutzt, um Reparaturen durchzuführen. Das Foyer muss gestrichen werden, ein Fenster wird repariert, der Wasserspeicher für die Sprinkleranlage erhält einen Deckel. Der neue Spielplan bis Mai 2004 ist bereits gedruckt. Im Februar wird er an alle Kunden verschickt. Das Theater Putbus ist bei den Putbus-Festspielen 2004 zwischen Himmelfahrt und Pfingsten erstmals als Veranstalter tätig.

Die künstlerische Leitung und die Finanzierung erfolgt weiterhin durch die Fördervereine der Putbus - Festspiele und des Theaters Putbus. Auch der Theatersommer ist bereits komplett vertraglich abgesichert. Im Juni, Juli und August wird es 37 Vorstellungen "Caveman" geben, Klassik am Meer e.V. gastiert mit fünf Vorstellungen "Nathan der Weise" und fünf Vorstellungen "Eifersucht" von Esther Vilar.

Fünf mal wird "Fisch zu viert" von der Musikalischen Komödie Berlin gespielt. Das ist eine Musicalfassung mit der Musik von Arthur Sullivan. Der Vorverkauf für den Theatersommer läuft bereits.

Auch wenn die Theaterkasse wegen der Theaterferien geschlossen bleibt, können im Internet unter www.theater-putbus.de oder über die Kartenhotline (01 80) 5 05 24 25 rund um die Uhr Karten bestellt werden.


Dritte Jugenddisco im M3

Sonderveranstaltung für Jugendliche

Prora / Rügen (chn). Am Samstag, 6. März, ist es endlich wieder soweit. Nach fast einem halben Jahr steigt die dritte Jugenddisco in Rügens größter Diskothek M3". Eingeladen sind alle Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren.

An dem besagten Samstag geht es um 17 Uhr los. In der 4-stündigen Veranstaltung wird es auch einige Überraschungen geben. So wird ein bekannter DJ in der "Main-Aria" der Disko die neuesten "Scheiben" auf den Plattenteller legen. Der Eintritt beträgt einen Euro. Es erwartet die Jugendlichen nicht nur vier Stunden Partyspaß, sondern auch einige Überraschungen.

Diejenigen, die nicht von ihren Eltern oder Bekannten gefahren werden, können mit den Zügen der Deutsche Bahn AG fahren. Diese fahren aus allen Richtungen der Insel und sogar vom Festland und sammeln die Teilnehmer der Jugenddisco ein.

Auskünfte zur Jugenddisco sind im Internet unter www.jugenddisco.com abrufbar. Für Fragen steht der Organisator unter (01 73) 6 04 93 66 zur Verfügung. Eine weitere Jugenddisco in dieser Form wird es nur geben, wenn die drei Regeln eingehalten werden.

1. Keine Drogen
2. Kein Alkohol
3. Keine Gewalt

Die Idee einer kostenfreien Veranstaltung im "M 3" wurde übernommen von der Sassnitzer Jugenddisco. Seit fast zwei Jahren treffen sich dort einmal im Monat die Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren in der Tanzbar "Güterboden". Dank der Hilfe vieler Sponsoren konnte die Veranstaltungsreihe durchgeführt werden. Mehr dazu demnächst im RÜGANER.


Kadetrinne bleibt gefährlich

Greenpeace fordert Lotsenpflicht / WWF fordert erweiterten Schutzstatus

Rostock / Rügen (gü). Der Tanker "Artic Swan" ist ein Albtraum für die Aktivisten der international agierenden Naturschutzorganisation Greenpeace. Dabei handelt es sich um einen unter panamesischer Flagge fahrenden Tanker, der 33 Jahre alt ist und nur eine einwandige Schutzhülle besitzt.

Dieser "Oldtimer" schipperte seit September 2003 über zehn Mal durch die Kadetrinne, die seit Jahren von Greenpeace als potenzieller Unfallort für eine Tankerkatastrophe und damit einen verheerenden Ölunfall angesehen wird. Dieses Öl könnte auch die Strände der Insel Rügen erreichen, Vertreter von Greenpeace waren bereits im Kreistag und haben vor den Gefahren gewarnt.

Die "Artic Swan" wird von Greenpeace-Schifffahrtsexperte Christian Bussau als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Deshalb erneuert er die Forderung der Naturschutzorganisation, in der Kadetrinne die Lotsenpflicht einzuführen. Mit Schweröl beladene, einwandige Schiffe unter 5.000 Tonnen können nach wie vor europäische Hafenstädte anlaufen, seit einiger Zeit ist dies den größeren untersagt. Ausgenommen ist auch der Durchgangsverkehr.

Nach Aussagen von Greenpeace nehmen derzeit rund 95 Prozent der knapp 60.000 Schiffe, die jährlich durch die Kadetrinne fahren, freiwillig Lotsen an Bord. Doch die restlichen fünf Prozent sind nach wie vor gefährlich für die Umwelt, wenn sie im Nadelöhr Kadetrinne vom Kurs abkommen.

Und der Verkehr in der Ostsee werde zunehmen. Besonders von Russland aus sollen verstärkt Öltransporte starten, sie müssen zwischen Dänemark und Deutschland durch die Kadetrinne. Das könnte bis zu 1.000 Tanker bedeuten, nur jeder zweite hat eine Doppelwandhülle.

Auch der World Wide Fund for Nature (WWF) mischt sich mit Forderungen in die Diskussion um die Kadetrinne ein. So fordert der WWF in einer der Redaktion vorliegenden Mitteilung einen "erweiterten Schutz".

"Die Kadetrinne ist eine der Lebensadern der Ostsee, durch die das Binnenmeer den größten Teil seines lebenswichtigen Salzwasserzustroms erhält", erklärt WWF-Ostsee-Experte Jochen Lamp. Gleichzeitig kritisiert er, dass durch das Bundes-umweltministerium "nur ein unzureichender Streifen als Schutzgebiet ausgewiesen ist".



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