Erste Saison mit Siegel absolviert
Vermieter und politische Verantwortungsträger
werten das Jahr 2001 als anerkannter Erholungsort aus
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Die Gemeinde Lancken-Granitz bekam vor der diesjährigen Saison das
Prädikat "Staatlicher anerkannter Erholungsort" vom
Schweriner Sozialministerium verliehen.
Foto : Günther
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Lancken-Granitz (gü).
"Fünf Vermieter haben noch keine
Kurtaxe für die vergangene Saison abgeführt", sagte
Bürgermeister Klaus Golle (WG) während einer Veranstaltung mit
den Vermietern des Ortes. Diese fünf könnten sich allerdings
darauf gefasst machen, dass sie von der Gemeinde einen
Gebührenbescheid in Höhe von 85,62 Mark für jedes ihrer
Betten bekommen.
Das ist nämlich die durchschnittliche Summe an Kurtaxe, die in dieser
ersten Saison als staatlich anerkannter Erholungsort mit jedem der
gemeldeten 470 Betten eingenommen wurde, wie der Bürgermeister in
diesem Zusammenhang ergänzte.
Er und Martina El Dugla, Mitarbeiterin der am 1. Mai eröffneten
Tourist-Information, hatten am zurückliegenden Freitag die Vermieter
eingeladen, um eben diese erste Saison mit dem begehrten Siegel des
Sozialministeriums auszuwerten. Und immerhin 16 Vermieter fanden sich auch
ein, um gemeinsam ihre Erfahrungen auszutauschen und einen Blick auf das
Jahr 2002 zu richten.
Immerhin 35.362 Mark Kurtaxe sind per Stichtag 1. November eingenommen
worden. Dazu kommen noch Bescheide in Höhe von 4.700 Mark für die
zu zahlende Fremdenverkehrsabgabe, die dieser Tage an die Vermieter und
Gastronomen ergehen werden. Zusätzliche 600 Mark konnten über
Jahreskurkarten realisiert werden, wurde den Anwesenden die Finanzsituation
dargestellt. Damit sind unterm Strich 40.662 Mark Einnahmen erzielt, der
Ansatz im Haushalt der Gemeinde lag bei 40.000 Mark.
Trotz der "fünf schwarzen Schafe" unter den Vermietern
lobte Bürgermeister Golle ausdrücklich die gute Zahlungsmoral des
Großteils der Vermieter. Für das kommende Jahr sind insgesamt
46.200 Mark Einnahmen für die Tourist-Information veranschlagt,
erklärte Golle den Etat. Davon werden unter anderem folgende Kosten zu
bezahlen sein: 25.000 Mark für die Tourist-Information, 5.000 Mark
für Werbung und Prospekte, 3.000 Mark für neue Bänke im Ort
und andere Investitionen, 2.000 Mark für Telefon und Porto, insgesamt
3.200 Mark für Veranstaltungen (unter anderem das Dorffest und
Zuschüsse für Kirchenkonzerte), 1.400 Mark Hygieneuntersuchungen
des Badewassers und 10.000 Mark Geschäftsbesorgung für die
Kurverwaltung Ostseebad Sellin. Diese Kosten sind allerdings vorerst
geschätzt, wie der Bürgermeister betonte. Die Buchhaltung der
Selliner Kurverwaltung bearbeitet die Unterlagen der Tourist-Information
mit. Hier bleibt abzuwarten, wie die reellen Kosten ausfallen werden.
Ansonsten waren sich die anwesenden Vermieter einig, dass die Arbeit von
Martina El Dugla bei den Gästen gut angekommen sei. "Es gab keine
Beschwerden und gute Resonanzen auf die Öffnungszeiten der Info",
so die einhellige Meinung. Auch die Akzeptanz der Gäste auf die
erstmals erhobene Kurtaxe sei gut gewesen, hieß es dazu.
Im kommenden Jahr bezahlen Erwachsene ab 18 Jahre einen Euro in der
Hauptsaison und 0,50 Euro in der Nebensaison. Eine angedachte
Gästebefragung soll allerdings nächstes Jahr noch nicht
durchgeführt werden, hieß es abschließend.
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