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Rügens Werften präsentierten ihre Produkte

"hanseboot 2001" in Hamburg

Auf der "hanseboot" vor zwei Jahren feierte der Motorsegler Vilm 101 seine Weltpremiere. Mittlerweile hat sich diese Yacht im Segment der 10 - Meter-Klasse gut etabliert, was auch durch das große Besucherinteresse auf der diesjährigen Messe belegt wird.

Foto: Schäfer

Von Knut Schäfer

Rügen / Hamburg.
Einmal im Jahr treffen sich fast alle Firmen, die etwas mit Wassersport zu tun haben, zur "hanseboot" in der Hansestadt Hamburg. Gerade wenn die letzten Regatten ausgetragen werden und manch Segler sein Boot schon in den warmen Winterliegeplatz verfrachtet hat, die Neopren-Anzüge der Surfer und Taucher langsam ihren verdienten Winterschlaf beginnen und von so manchem Wellenritt des nächsten Jahres träumen, besuchen Schiffseigner und Wassersportenthusiasten die "hanseboot" in Hamburg, um sich über Neuerungen und Extras für die nächste Saison zu informieren.

Nahezu 900 Aussteller aus 24 Nationen zeigten ihre Produkte, darunter auch die beiden Inselwerften aus Lauterbach und Wiek. Die Motorsegler Vilm 116 und 101 sowie die beliebte Rügenjolle erfreuten sich während der gesamten Messe großen Interesses bei den Messebesuchern.

Neben so bekannten Yachttypen wie Dehler, Hunter und Contest machten Rügens Schiffe wie aus den Jahren zuvor gewohnt eine sehr gute Figur. Und eines war wiederum sichtbar, die Qualität der Rügener Werften auf dem hart umkämpften Markt der Sportboote und Yachten spricht für sich.

Ob sich die Messebesucher für den Kauf einer eigenen Yacht, Jolle, Kajak, Kat, Kanu oder Ruderbootes informieren wollen oder ob das Interesse im Bereich von Schiffstechnik, Navigationsgeräten und anderem Zubehör liegt, in zwölf Ausstellungshallen mit insgesamt 70.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist für jeden Fan des Wassersports etwas zu finden.

Diese Oktobermesse ist für die zwei Unternehmen der Insel Rügen seit Jahren ein Muss, denn hier können sich die Firmen nicht nur in Bezug auf technische Neuheiten und Forschung informieren, sondern auch mit Zulieferern und potenziellen Kunden in Gespräche kommen.


Erste Saison mit Siegel absolviert

Vermieter und politische Verantwortungsträger
werten das Jahr 2001 als anerkannter Erholungsort aus

Die Gemeinde Lancken-Granitz bekam vor der diesjährigen Saison das Prädikat "Staatlicher anerkannter Erholungsort" vom Schweriner Sozialministerium verliehen.

Foto : Günther

Lancken-Granitz (gü). "Fünf Vermieter haben noch keine Kurtaxe für die vergangene Saison abgeführt", sagte Bürgermeister Klaus Golle (WG) während einer Veranstaltung mit den Vermietern des Ortes. Diese fünf könnten sich allerdings darauf gefasst machen, dass sie von der Gemeinde einen Gebührenbescheid in Höhe von 85,62 Mark für jedes ihrer Betten bekommen.

Das ist nämlich die durchschnittliche Summe an Kurtaxe, die in dieser ersten Saison als staatlich anerkannter Erholungsort mit jedem der gemeldeten 470 Betten eingenommen wurde, wie der Bürgermeister in diesem Zusammenhang ergänzte.

Er und Martina El Dugla, Mitarbeiterin der am 1. Mai eröffneten Tourist-Information, hatten am zurückliegenden Freitag die Vermieter eingeladen, um eben diese erste Saison mit dem begehrten Siegel des Sozialministeriums auszuwerten. Und immerhin 16 Vermieter fanden sich auch ein, um gemeinsam ihre Erfahrungen auszutauschen und einen Blick auf das Jahr 2002 zu richten.

Immerhin 35.362 Mark Kurtaxe sind per Stichtag 1. November eingenommen worden. Dazu kommen noch Bescheide in Höhe von 4.700 Mark für die zu zahlende Fremdenverkehrsabgabe, die dieser Tage an die Vermieter und Gastronomen ergehen werden. Zusätzliche 600 Mark konnten über Jahreskurkarten realisiert werden, wurde den Anwesenden die Finanzsituation dargestellt. Damit sind unterm Strich 40.662 Mark Einnahmen erzielt, der Ansatz im Haushalt der Gemeinde lag bei 40.000 Mark.

Trotz der "fünf schwarzen Schafe" unter den Vermietern lobte Bürgermeister Golle ausdrücklich die gute Zahlungsmoral des Großteils der Vermieter. Für das kommende Jahr sind insgesamt 46.200 Mark Einnahmen für die Tourist-Information veranschlagt, erklärte Golle den Etat. Davon werden unter anderem folgende Kosten zu bezahlen sein: 25.000 Mark für die Tourist-Information, 5.000 Mark für Werbung und Prospekte, 3.000 Mark für neue Bänke im Ort und andere Investitionen, 2.000 Mark für Telefon und Porto, insgesamt 3.200 Mark für Veranstaltungen (unter anderem das Dorffest und Zuschüsse für Kirchenkonzerte), 1.400 Mark Hygieneuntersuchungen des Badewassers und 10.000 Mark Geschäftsbesorgung für die Kurverwaltung Ostseebad Sellin. Diese Kosten sind allerdings vorerst geschätzt, wie der Bürgermeister betonte. Die Buchhaltung der Selliner Kurverwaltung bearbeitet die Unterlagen der Tourist-Information mit. Hier bleibt abzuwarten, wie die reellen Kosten ausfallen werden.

Ansonsten waren sich die anwesenden Vermieter einig, dass die Arbeit von Martina El Dugla bei den Gästen gut angekommen sei. "Es gab keine Beschwerden und gute Resonanzen auf die Öffnungszeiten der Info", so die einhellige Meinung. Auch die Akzeptanz der Gäste auf die erstmals erhobene Kurtaxe sei gut gewesen, hieß es dazu.

Im kommenden Jahr bezahlen Erwachsene ab 18 Jahre einen Euro in der Hauptsaison und 0,50 Euro in der Nebensaison. Eine angedachte Gästebefragung soll allerdings nächstes Jahr noch nicht durchgeführt werden, hieß es abschließend.


Gemeinde votiert für Promenadenausbau

Politische Verantwortungsträger
entscheiden mehrheitlich für Nießen-Projekt

Ostseebad Göhren (gü). Die Wahl ist gefallen, die poltischen Verantwortungsträger haben sich entschieden. Die ausführende Planung für die Neugestaltung der Strandpromenade im Bereich des Nordstrandes wird durch das Büro "Nordprojekt" Nießen und Partner GbR ausgeführt. Das Votum fiel nach den Vorstellungen der Planungen durch Thomas Nießen und seinen Mitarbeiterstab während der Gemeindevertretersitzung am 29. Oktober.

Auch Dirk Evert vom gleichnamigen Planungsbüro hatte während dieser Sitzung seine Vorstellungen für die künftige Gestaltung vorgetragen. Seine Ideen waren allerdings nicht mehrheitsfähig. Nunmehr scheint der Weg für die angedachte Rekonstruktion der Strandpromenade geebnet.

Hardmund Bartels, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes, erklärte unlängst, dass das politische Votum wichtig sei, um die nächsten konkreten Schritte zu beraten und in die Wege zu leiten. Damit wird sich nunmehr eine Arbeitsgruppe beschäftigen, die sich aus mehreren Gemeindevertretern zusammensetzt.

Sie soll zwischen dem Planungsbüro, den Bau ausführenden Unternehmen und der Kommune alle relevanten Fragen und Probleme klären, die während der Bauphase auftreten können. Wenn alles nach Plan verläuft, kann das Projekt Strandpromenade zur IGA 2003 in Rostock fertig sein. Angemeldet als Außenstelle der IGA ist es bereits. Thomas Nießen zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Vorhaben auch als Außenstelle zugelassen wird.

Wie die konkreten Planungen aussehen, darüber haben wir an dieser Stelle bereits ausführlich berichtet. Für neugierige Leserinnen und Leser sind diese Planungen auch an der Promenade nachvollziehbar dargestellt worden.

Ergänzend bemerkte Thomas Nießen, dass die Promenade im Kernbereich auf elf Meter verbreitert werden soll. Der Kurpavillon wird abgetragen und originalgetreu wieder aufgebaut, weil er unter Denkmalschutz steht. Wasserspiele, großzügige Pflanzungen und ein entwickeltes Hinterland dieser Promenade sind angedacht.

Denn in einem Punkt sind sich alle einig: Die Göhrener Strandpromenade mit Pavillon und Parkanlagen ist an der Ostseeküste wohl einmalig. Und diese Einmaligkeit soll durch die komplette Rekonstruktion wieder unterstrichen werden. Ergänzend soll ein Bereich für Kneipp-Anwendungen entstehen

Für die spätere Unterhaltung der Anlagen sind, laut Nießen, anderthalb bis zwei Arbeitsplätze nötig. Dies beantwortete der Planer auf Nachfrage mehrerer Abgeordneter, die nach den Kosten der Unterhaltung der rekonstruierten Strandpromenade fragten. "In den ersten beiden Jahren sei ein solcher Komplex förderwürdig", ergänzte Thomas Nießen abschließend.



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