D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 9. April - 15. April 2003 unabhängig - überparteilich

Erfolgreiches Laufteam-Rügen

Empfang bei Bürgermeister Dieter Holtz
für einen Verein mit Spaß an der Freude

René Uhlig und der Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz . Uhlig ist 1. Vorsitzender des Vereins Laufteam Rügen und Marathon-Landesmeister von M-V in der Altersklasse Männer 30-40 Jahre.


Fotos (4): Urban

Von Wolfgang Urban

Sassnitz.
Dass die Sassnitzer René Uhlig und Arno Tetzlaff in ihrer Altersklasse Marathon-Landesmeister in Mecklenburg-Vorpommern wurden, war für den Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz Anlass zu einem Empfang des Laufteam Rügen e.V. Dabei erfuhr er, dass es vor allem um Spaß an der Freude geht.

Zwar sorgen Landesmeistertitel wie der von René Uhlig für Respekt vor der Leistung des Laufteam Rügen, aber im Team kämpft man nicht verbissen um Plätze. Rentner und Landesmarathonmeister Arno Tetzlaff verdeutlichte, wie sehr er sich mit dem regelmäßigen Laufen in einer gesundheitlich schwierigen Lage selbst geholfen habe.

Rügenwerbung der besten Art. Mehr Infos auch beim Vereinsvorsitzenden (0160-99516006). Frauen vom Laufteam Rügen während des Empfangs durch den Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz (PDS) Arno Tetzlaff, Marathon-Landesmeister von M-V in der Altersklasse Männer 60-70 Jahre.

Andere führte einfach der Ärger über Gewichtsprobleme ins Laufteam. So sagte einer der Läufer, dass er einfach keine Lust auf Diät hatte, dazu esse er zu gerne. Und eine der Frauen betonte, wie sehr Laufen beim Abreagieren helfe. Unterschiedlichste Motive führen also in das Laufteam Rügen. Aber einmal dort angekommen, gibt es offensichtlich einfach nur noch Spaß an der Freude, die das Laufen mitsamt der spürbaren körperlichen und geistigen Ertüchtigung bereitet.

Hinzu kommen die frohen Erlebnisse bei der gemeinsamen Fahrt zu Laufveranstaltungen in ganz Deutschland und in Schweden. Der nächste Treff für Interessierte ist am Sonntag um 9.30 Uhr in Mukran auf dem Parkplatz gegenüber der Gaststätte Hülsenkrug.


Die Blicke schweifen lassen und sich freuen

Thiessows neuer Lotsenturm feierlich übergeben
Vodafone und T-Mobile übergeben Wahrzeichen

Historische Lotsenwache und neuer Lotsenturm sind gemeinsam eine Attraktion für Gäste des Ostseebades.

Foto : Günther

Ostseebad Thiessow (gü). Ein Ort hat sein Wahrzeichen wieder ! Zahlreiche Einwohner, die Gemeindevertreter, Verantwortungsträger anderer Kommunen des Amtes Mönchgut-Granitz sowie Vertreter der Unternehmen Vodafone und T-Mobile wohnten am letzten Mittwoch der feierlichen Eröffnung und Übergabe des neuen Lotsenturms auf dem Lotsenberg bei.

Gerd Kronser, Niederlassungsleiter Nord-Ost von Vodafone D2, übergab während der Feierstunde einen Schlüssel an Bürgermeisterin Gisela Zorn (parteilos), die sich augenscheinlich riesig über diesen Moment für ihre Kommune und für sich selbst freute. "Wir haben am heutigen Tag unser altes Wahrzeichen wieder", konstatierte sie nach der symbolischen Schlüsselübergabe gegenüber den Anwesenden.

Mit der Übergabe ist ein langer Weg zu Ende, der vor dem Neubau des Turms beschritten werden musste, wie sich die Bürgermeisterin erinnert. Allein konnte das kleine Ostseebad die Wiedererrichtung des Turms nicht realisieren, es musste ein Partner gefunden werden. Der war mit dem Unternehmen Vodafone D2 auch gefunden.

Das Mobilfunkunternehmen wollte in der Region eine Sendeantenne zur besseren Versorgung seiner Kunden installieren. In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, beide Vorhaben miteinander zu verbinden, wie sich Zorn und Kronser erinnern.

Die Bürgermeisterin lobte in ihren Worten die "Hartnäckigkeit des Gemeinderates und des Unternehmens", das schließlich noch den Mitbewerber T-Mobile ins Boot holte, um den aufwändigen Neubau des Lotsenturms zu realisieren.

Die Baumaßnahme begann im Herbst 2002, nun ist der Lotsenturm für die Öffentlichkeit frei zugänglich und stellt in Verbindung mit der benachbarten historischen Lotsenwache das Ausflugsziel innerhalb der Gemeinde dar.

Von der immerhin 13 Meter hohen Aussichtsplattform erschließen sich Gästen und Rüganern atemberaubende Ausblicke über die Weiten der Ostsee, nach Göhren hinüber und in das Mönchguter Land hinein. Ein Ausblick, den Sie, liebe Leser, kennen sollten.


Der Naturschutz und die B 96 Strüßendorf-Ralswiek

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. Sektion Rügen stellt Fragen zum Thema

Der Abschnitt der B 96 zwischen Strüßendorf und Ralswiek in Fahrtrichtung Bergen

Foto: Wuitschik

Rügen (DR). Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. erinnert die Rüganer am Beispiel des Ausbaus der B 96 / Abschnitt Ralswiek ­p; Strüssendorf, welche Folgen (fehlende Infrastruktur für Straßenverkehr z.B. für den Fährhafen, Verschwendung von Steuergeldern) und Auswirkungen ziellos und nur ideologisch geprägte Endlosdiskussionen haben und stellt die Frage: "Wer soll das bezahlen?"

Eine kurze Presse(rück)schau

Tageszeitung 14.05.1991:
B 96 wird verbreitert ... Abschnitt Bergen - Sagard; Als sehr konstruktiv und in dieser Form wünschenswert für ähnliche Projekte in der Zukunft bezeichnete Kleinke, Kreisnaturschutzbeauftragter und Chef der Aufbauleitung Rügen, die Zusammenarbeit."

Rüganer Febr. 1992:
B 96: Politisches Debakel zieht sich hin; Verzicht auf breitere Transitstrasse ­p; Aus für Rügens Skandinavienanbindung

Rüganer Juni 1992:
"Staureisende": Hungrig, müde, kein Sprit mehr im Tank; " .... wie katastrophale Verkehrsbedingungen auf Rügen Freunde vergrätzen"

TAGESZEITUNG Juli 1992:
Kraftfahrer sind verzweifelt: " .... Das Nadelöhr Ralswiek - Strüssendorf bleibt, obwohl es nachweislich die meisten Verkehrsunfälle nach sich zieht ... Hier sind wir machtlos. Um die Strasse zu verbreitern müssten Bäume gefällt werden. Und da spielt ja nun der Umweltschutz nicht mit."

Rüganer März 1994:
Konzept mit schweren Folgen; 600.000 DM Kosten " ... der Kreistag berät in 2. Lesung ökologisches Verkehrskonzept"

TAGESZEITUNG März 1994:
Schlechtes Straßennetz - Hebel für Konkurrenz

TAGESZEITUNG Okt. 1994:
Straßenbau auf Rügen in der Sackgasse; Bundesnormen und Naturschutz stoßen aufeinander

TAGESZEITUNG Mai 1994:
NABU fordert sachliche Diskussion; " ... gegen die Auffassung des Wirtschaftsvereins zur Verkehrs- und Wirtschaftspolitik ... fordert Marlies Preller, NABU - Projekt Rügen, eine fachkompetente und sachliche Diskussion über Straßenbau-maßnahmen, die alle Belange Rügens berücksichtige."

Rüganer Juni 1995:
B-96 : Na endlich! Die Bundesstraße 96 zwischen Ralswiek und Strüßendorf wird ausgebaut!; "die Modernisierung der B96 ist eine Investition, die langfristig Nutzen bringt. Bürgers Kohle geschluckt haben aber auch hier endlose Debatten ..."

Rüganer Mai 1996:
Geißel Arbeitslosigkeit; " Brennpunkt des gesellschaftlichen Problems ist die Arbeitslosigkeit. Die Quote stieg von 1991 13,6 % (5.677 Arbeitslose) zum Stichtag 31.03.1996 auf 22,9% (8.149 Arbeitslose)."

TAGESZEITUNG Jan. 1997 :
B 96 Ausbau voran treiben

TAGESZEITUNG Dez. 2000:
Rügen segelt achter aus; "... B 96 zwischen Bergen und Ralswiek ist eine reine Achterbahn, einziges Mittel für die Sicherheit ist Tempo 80 km/h. ..."

TAGESZEITUNG Aug. 2001:
Bundesstrasse soll Nadelöhr bleiben; Minister legt Ausbau 96 auf Eis; " ... Um die Allee zu erhalten, soll die Bundesstrasse 96 zwischen Ralswiek und Strüßendorf nicht verbreitert werden. ...."

Rüganer Okt. 2001:
Herr Minister, wie weiter mit Strüßendorf; " ... Um die Befahrbarkeit der Strecke Ralswiek - Strüßendorf zu sichern, wird diese kurzfristig instand gesetzt. Als entgültige Lösung ist vorgesehen, dass eine Verlegung der B 96 parallel zur vorhandenen Trasse erfolgt. Diese Lösung ermöglicht es, die Alleen der jetzigen B 96 zu schonen..."

TAGESZEITUNG Nov. 2001:
NABU ist für neue B 96 Trasse; "... wir haben mit dieser Variante keine Probleme, erklärt Marlies Preller am... "

Bei diesen Zitaten wollen wir es zunächst belassen, gleichwohl wäre es einfach, die Chronologie fortzuführen, jedoch am "Nicht-Ergebnis" hat sich bis heute nichts geändert.

Spätestens hier seien folgende Fragen gestattet:
- Ist ein paralleler Verlauf der Trasse Strüssendorf - Ralswiek Naturschutz? Wie viel Planungskosten und Kosten für Gutachten wurden offensichtlich sinnlos ausgegeben? Will man überhaupt noch "...eine fachkompetente und sachliche Diskussion ... die alle Belange Rügens berücksichtigt!?"

Ist es nicht endlich Zeit im wahrsten Sinne, proaktiv an die Lösung unser ursächlichen Probleme zu gehen? - Steuergelder so einzusetzen, dass ein volkswirtschaftlicher Gewinn erzielt wird, indem mit Arbeitsplätzen Steuergelder erwirtschaftet werden!

Was ist Naturschutz in diesem konkreten Fall? - nur zusätzliche Fördermittel (Steuergelder) und ausschließlich visionäre Zukunftsgestaltung?! Wie sieht denn die Vision aus? Was soll noch zusätzlich, wie kürzlich angekündigt, als FFH-Gebiete auf unserer Insel ausgewiesen werden und was für Konsequenzen ergeben sich daraus für die Rüganer?

An dieser Stelle noch einmal: Lasst uns alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in diesem Sinne bündeln und gemeinsam fachkompetent und sachlich unsere Probleme lösen! Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Rüganer, Vereine und Verbände sich mit einer sachlichen Meinung dazu äußern würden!


Tariferhöhung ?

Aufsichtsrat der RPNV mbH mit Mehrheit dafür

Bergen auf Rügen (gü). Wird es eine Erhöhung der Tarife bei der RPNV mbH zum 1. Juni geben? Geht es nach dem mehrheitlichen Willen des Aufsichtsrates, kann die Frage mit einem deutlichen JA beantwortet werden. Leider kein Aprilscherz war die letzte Sitzung des Gremiums am 1. April, bei der einer Erhöhung zugestimmt wurde.

Die drei CDU-Kreistagsmitglieder im Aufsichtsrat haben mit NEIN gestimmt, wie Aufsichtsratschef Ferdinand Pieper (CDU) auf eine entsprechende Rüganer-Nachfrage informierte. Somit hat also auch Landrätin Kerstin Kassner von der PDS neben den drei Vertretern der Kreistagsfraktionen von FDP, SPD und PDS für die Erhöhung votiert.

Laut Pieper geht der Vorschlag nunmehr am kommenden Montag, 14. April, in den Haushalts- und Finanzausschuss des Kreistages und wahrscheinlich wird ein entsprechender Vorschlag auch auf der Tagesordnung des nächsten Kreistages am 8. Mai stehen.

Die von der Geschäftsführung angestrebte Erhöhung von Tarifen wäre nach Einschätzung von Ferdinand Pieper zum jetzigen Zeitpunkt "nicht nötig", so das Kreistagsmitglied weiter. Die CDU hatte im Aufsichtsrat eine Erhöhung zum 1. Januar 2004 ins Gespräch gebracht.

"Wir haben ein gesundes Unternehmen, und wir haben es geschafft, bei der Bergener Stadtlinie Kosten zu reduzieren, so dass ein Zuschuss in Höhe von 75.000 Euro seitens der RPNV mbH nicht mehr nötig wird", sagt Pieper.

Somit fahren die beiden Stadtlinien in Sassnitz und der Kreisstadt fast kostendeckend, wie er ergänzt. Durch Reduzierungen der Kosten innerhalb des Unternehmens kann die kreiseigene Tochter den Wirtschaftsplan 2002 mit einer "großen schwarzen Null" abschließen, interpretiert der Aufsichtsratschef gegenüber dieser Zeitung die ersten Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer, die in diesen Tagen im Haus waren.

Drei Gründe der CDU dagegen

Deutlich unterstreicht er die Positionen der CDU in diesem Fall. "Wir haben drei Gründe genannt, die bei einem Umsatz von sechs Millionen Euro pro Jahr gegen eine Erhöhung sprechen. Wir belasten die Einwohner der Insel mit zusätzlichen Kosten, steigende Tarife machen das Bus fahren für Rüganer unattraktiver.

Zweitens wollen wir erreichen, dass der Kostendruck auf dem Unternehmen bleibt. Das bedeutet, dass die Geschäftsführung täglich auf den Wettbewerb reagieren muss und drittens sind wir als CDU der Meinung, dass es sich um einen geplanten Fehlbedarf handelt, der jetzt mit der Erhöhung um drei Prozent stattfinden soll (die Erhöhung bringt rund 38.000 Euro in die Kasse der RPNV mbH - Anm. d. Red.). Denn wir sind der Meinung, dass das Unternehmen aufgrund seiner soliden Basis in der Lage ist, diese Gelder selber zu sparen bzw. zu erwirtschaften", führt Pieper aus.

Laut Beschlussvorschlag ist vorgesehen, den Einzelfahrschein von 1,10 auf 1,15 Euro zu erhöhen. Auch die Tageskarten sollen, wie das Schüler-Ferienticket, von 15 auf 20 Euro erhöht werden. Ebenso die Wochen-Netzkarten und die Tages-Netzkarten in Sassnitz und Bergen. Zudem soll eine Fahrrad-Tageskarte eingeführt werden, weiterhin sind verschiedene Tarife bei den Verbindungen vom Parkplatz Hagen zum Königsstuhl im Gespräch.

Alle Hunde werden gleichgestellt, es gibt keine Ausnahmen mehr, dass getragene Hunde als Handgepäck gelten sollen. Auch an die Wochen- und Monatskarten wollen die Verantwortlichen ran: An den Wochenenden wird die Nutzungsmöglichkeit für Wochenkarten erweitert. Diese gilt dann für zwei Erwachsene und zwei Kinder (von sechs bis ein-schließlich 13 Jahre) oder für einen Erwachsenen sowie drei Kinder (von sechs bis einschließlich 13 Jahre), Kinder bis fünf Jahre werden zusätzlich kostenlos befördert.

Wie bereits eingangs erwähnt, dieser Vorschlag wird am kommenden Montag im Haushalts- und Finanzausschuss besprochen. Sollte der Kreistag im Mai der Erhöhung zustimmen, hätten die Rüganer innerhaln von elf Monaten eine Erhöhung des Tarifs von zehn Cent zu schultern. Die letzte Erhöhung wurde zum 1. Juli 2002 in Kraft gesetzt.

Ferdinand Pieper sieht in diesem Zusammenhang einen "Automatismus" bei den Kosten des Unternehmens, wenn statt an Kostenkontrolle und interne Einsparungen immer wieder an der Tarifschraube gedreht wird, wie er abschließend sagt.


Punktlandung Ausbau Güttin ?

Wirtschaftsausschuss des Kreistages votiert für Planfeststellungsverfahren

Güttin (gü). Die Planungen für den weiteren Ausbau des Verkehrslandeplatzes stehen kurz vor dem Abschluss, das notwenige Planfeststellungsverfahren soll zum Ende des zweiten Quartals 2003 eröffnet werden. Darüber informierte Michael Kuminowski, Mitarbeiter des Bauamtes Rügen, gegenüber den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des Kreistags. Dieser traf sich, passend zum Thema, am letzten Donnerstag im Tower des Verkehrslandeplatzes.

Der Kreis sieht sich aufgrund geänderter Normen innerhalb der Europäischen Union (EU) ab 2005 damit konfrontiert, den Verkehrslandeplatz in der Nähe von Bergen auf Rügen auszubauen (Der Rüganer berichtete). Das Büro "Infrastruktur consult" stellte einen möglichen Ausbau bereits im Februar 2001 vor. Demnach soll die Start- und Landebahn von derzeit 960 auf 1.320 Meter verlängert werden.

Kosten für Gutachten

Nach der damaligen Vorstellung hat das Bauamt rund 200.000 Euro für Gutachten ausgegeben, nunmehr liegen fast alle nötigen Akten vor, so Kuminowski. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Entwässerungsanlagen stark sanierungsbedürftig sind, der betreffende Graben durch den Ausbau umverlegt werden muss. Damit einher geht ein notwendiger Grunderwerb von zehn Hektar Ackerfläche. Derzeit werden mit dem Eigentümer Gespräche geführt, so der Mitarbeiter der Verwaltung weiter.

Da durch den Ausbau des Verkehrslandeplatzes ein Instrumentenanflug möglich sein soll, muss eine Hindernisfreiheit gegeben sein. Dies ist aber momentan nicht so. In östlicher Richtung befindet sich der Burkvitzer Wald, von dem acht Hektar gerodet werden müssen. Als Ersatzmaßnahme dafür ist eine Aufforstung von 16 Hektar vorgeschrieben, hieß es dazu weiter.

"Die Stadt Stralsund als Eigentümer des betreffenden Waldes hat bereits positive Zustimmung zur Umwandlung der Fläche gegeben", so Michael Kuminowski weiter. Insgesamt umfassen die Ausgleichsmaßnahmen für den ehrgeizigen Ausbau des Verkehrslandeplatzes 17 Hektar. Zu den bereits aufgezählten 16 Hektar Wald käme nach den Worten des Mitarbeiters der Verwaltung noch ein Hektar weiterer Fläche.

"Was soll der Ausbau nun kosten ?", wollten die Ausschuss-mitglieder wissen. Insgesamt sechs Positionen stehen in diesem Zusammenhang zur Planung, die Michael Kuminowski mit Zahlen hinterlegte:

Der komplette Tiefbau mit etwaigen Folgekosten ist mit 3,112 Millionen Euro veranschlagt. Dazu kommen 629.000 Euro für weitere Leistungen wie beispielsweise die komplette Einzäunung des Areals, 290.000 Euro für die Herstellung der Hindernisfreiheit und weitere 725.000 Euro zur Anschaffung der technischen Voraussetzungen des Instrumentenanfluges.

Dazu kommen nochmals 638.000 Euro für die genannten Kompensationsmaßnahmen und weitere 73.660 Euro für sonstige Kosten im Zuge des Ausbaus. Würde eine Summe von 5,468 Millionen Euro machen, zusätzlicher 1,425 Millionen Euro für sog. optionale Maßnahmen, wie es der verantwortliche Mitarbeiter nannte.

Die Leistungen für die Planungen werden seitens des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert, ergänzte Verwaltungsmitarbeiter H. Langkammer. Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) sagte während eines Besuchs im letzten (Wahlkampf)jahr eine mögliche Förderung zu, wollte sich allerdings nicht auf die Linie von Landrätin Kassner (PDS) einlassen, die damals 90 Prozent für möglich hielt.

Ein Beschluss

Mit dem erfolgten Ausbau könnten dann Maschinen mit 30 bis 50 Plätzen landen (derzeit sind es lediglich neun Plätze fassende Maschinen). Für den Tourismus eine durchaus interessante Zahl, war sich der Ausschuss einig, um die Erreichbarkeit der Insel auch auf dem Luftwege zu forcieren. Einstimmig beschlossen die anwesenden Ausschuss-mitglieder, das Planfeststellungsverfahren zu eröffnen.



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