Modegala im Saal des Hotel "Kurhaus"?
Agentur XÄM stellt Konzept vor / Entscheidung dieses Jahr treffen /
88.000 Euro Kosten für Partner
Ostseebad Binz (gü).
Eine Modegala in Rügens größtem
Seebad ? Oft wurde über ein Mode- und Promi-Event gesprochen, bisher
haperte es immer an der Umsetzung und den Interessenlagen. Das könnte
jetzt vielleicht anders werden ! Karl-Rainer von der Ahé von der
Agentur XÄM jedenfalls hat ein Angebot auf den Tisch der Binzer
Hotellerie gelegt. Dieses wurde während der letzten Sitzung des
Betriebsausschusses der Kurverwaltung auch der interessierten
Öffentlichkeit vorgestellt. Knapp 20 Hoteliers und touristische
Leitungsträger versammelten sich im "Haus des Gastes" um den
Ideen des Agenturinhabers zu lauschen.
Mittlerweile sind Mode-Events in Mekclenburg-Vorpommern nichts Neues mehr,
haben sich in den Veranstaltungskalendern anderer Regionen ihren festen
Platz erkämpft und sorgen für Schlagzeilen. "Es sollte aber
kein Abklatsch der Heringsdorfer Veranstaltung werden", wurde seitens
des Ausschusses gefordert. Nach einem Streit der Usedomer Hoteliers
über die finanzielle Beteiligung im Frühjahr wurde spekuliert, ob
das Event "Heringsdorf goes Fashion" eventuell nach Binz kommen
würde (Der Rüganer berichtete).
Jetzt haben sich die Usedomer aber für ihr Event entschieden, das
neulich auch bereits zum neunten Male stattfand, wie von der Ahé
berichtete. Und die Gefahr eines Abklatsches muss von vornherein durch ein
eigenes Konzept natürlich verhindert werden, sah er die
Befürchtungen ähnlich. Also unterbreitete er spontan zwei
Vorschläge, die für Binz in Frage kommen könnten.
Einerseits eine Modegala nur mit Designern aus Mecklenburg-Vorpommern,
andererseits vielleicht eine Gala mit den Siegern der inzwischen durch das
Land ausgelobten Modepreise. "Diese Gewinner können sie nie auf
einer Veranstaltung zusammen sehen, hier würde sich eine Chance
bieten", so der PR-Mann, der mit seiner Agentur beispielsweise auch
die Imagekampagne des Landes einmal aufpolierte und für Aufsehen
sorgte.
Als Veranstaltungsort käme für ihn der Saal des Hotels
"Kurhaus Binz" in Frage, wie er betonte. "Dieser Saal hat
solche Vorzüge, dass es in Binz keinen besseren Platz gibt",
kommentierte von der Ahé. Der Charakter dieses Events könnte in
der Vorweihnachtszeit den Stil eines klassischen, gesetzten Dinners haben,
das mit einem Charity-Aspekt kombiniert wird, verwies er auf den
möglichen Zeitpunkt. Die Anwesenden zeigten sich von der Idee
mehrheitlich angetan, um damit auch den Standort Binz zu kommunizieren.
Jedoch, es müssen Partner gefunden werden, die nicht nur ins Boot
einsteigen wollen. "Sie müssen auch mitrudern, damit das Event
finanziell abgesichert ist und diese Last auf mehreren Schultern
liegt", hieß es seitens einiger Redner. Bürgermeister Horst
Schaumann (parteilos) stellte an dieser Stelle bereits klar, dass "die
Kommune nicht alles bezahlen kann und auch nicht wird.
Hier sind die Hoteliers gefragt", so Schaumann. Dieses Jahr sollte
eine grundlegende Entscheidung getroffen werden, forderte
Ausschussvorsitzender Harald Schewe (CDU). Immerhin nannte von der
Ahé in seinem Konzept Kosten von rund 88.000 Euro.
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