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13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 10. März - 16. März 2004 unabhängig - überparteilich

Wieker Geldsegen sichert Bergener Projekte

Kreisstadt kann sich über zusätzliche 475.000 Euro
für Innenstadtsanierung freuen

Von Knut Schäfer

Bergen auf Rügen.
"Bis einschließlich zum Programmjahr 2003 wurden insgesamt 17,64 Millionen Euro an Fördermittel (zur Innenstadtsanierung, Anm. d. Red.) bewilligt. Der darin enthaltene Eigenanteil der Stadt beträgt 4,72 Millionen Euro. Das Volumen der Bewilligungen zum jeweiligen Programmjahr hat sich bei etwa 1,05 - 1,08 Millionen Euro eingependelt. Der Bedarf, der notwendig ist, um die erforderliche Zügigkeit in der Durchführung der Gesamtmaßnahme zu gewährleisten, liegt wesentlich höher. Das Auftragsvolumen beträgt daher regelmäßig das doppelte.


Mit der Sanierung der Calandstraße soll noch vor Jahresende begonnen werden.
Foto: Schäfer

Auf Grund des erreichten Fortschritts wurden von den bewilligten Mitteln bereits erhebliche Anteile für Investitionen verwendet, so dass die noch verfügbaren Mittel nicht ausreichen, um die in 2004 notwendigen Maßnahmen finanzieren zu können. Die Finanzierungslücke konnte durch eine Umschichtung von bewilligten Zuwendungen einer anderen Gemeinde, die nicht in der Lage ist, die erforderlichen Eigenanteile aufzubringen, gedeckt werden. Der Stadt Bergen wurden so zusätzlich 454.000 Euro bewilligt Dadurch wurde es möglich das Programmjahr 2004 ohne Kreditaufnahmen zu finanzieren" , betonte Werner Willmes von der GSOM, dem städtischen Sanierungsträger, auf der letzten Stadtvertretersitzung.


Doch woher stammte das "Geschenk des Himmels, in Form von 454.000 Euro ? "Der Stadt Bergen auf Rügen wurden aus dem Sondervermögen der Gemeinde Wiek zugunsten der Maßnahme Sanierungsgebiet Innenstadt diese 454.000 Euro durch Umschichtung durch das Landesförderinstitut bewilligt. Die notwendigen Eigenmittel konnten durch uns abgedeckt werden", war von Bergens Stadtoberhaupt Andrea Köster (CDU) zu erfahren.

Für das Programmjahr 2004 ist die Realisierung folgender Maßnahmen vorgesehen: Die Errichtung von Stellflächen für das Bergener Rathaus. Weitere Investitionen im Bereich des Klosterhofes. Wie bezüglich der zu Ostern 2003 eröffneten Schauwerkstatt von der GSOM zu hören war, wurden zwei Einheiten zum März 2004 gekündigt. Eine davon wird von den verbleibenden Mietern selbst übernommen. Dort soll eine historische Backstube mit Café - Betrieb entstehen. Für die andere gibt es bereits Interessenten.

Weiterhin soll bis Ende 2004 das sogenannte Pförtnerhaus auf dem Klosterhof von außen fertiggestellt werden. Seit Januar wird ebenfalls an den Freiflächen im Klosterhof im Abschnitt Zuwegung und Kreuzgang gearbeitet. Die Ausführung der restlichen Flächen hängt, laut GSOM, vom Abschluss der Maßnahme "Pförtnerhaus" ab. Für die Sanierung der südlichen Klostermauer wird derzeit die Ausschreibung vorbereitet. Der Baubeginn ist für den 19. April vorgesehen.

Als neue Maßnahmen werden neben der Sanierung der Calandstraße, deren Realisierung in Abhängigkeit mit dem ZWAR, laut Willmes, noch bis Ende 2004 begonnen wird, auch der B - Plan und die Planung der öffentlichen Freiflächen für die "Hängenden Gärten" mit ins Programmjahr 2004 mit aufgenommen.


ZWAR reinigt Fischabwasser

Einleitung in die Kläranlage Bergen noch bis 31. März / Grenzwerte sind o.k.

Neu Mukran (gü). Ärger mit dem neuen Fischwerk der "Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH" gab es im Februar reichlich. Sah sich doch das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) aus Stralsund gezwungen, die Einleitung des geklärten Produktionsabwassers in die Ostsee zu stoppen. Grund hierfür : Erhöhte Schadstoffgrenzwerte, die sich negativ auf den Lebensbereich Ostsee auswirken.

Der Stopp des StAUN wurde am 13. Februar ausgesprochen, am 16. Februar wandte sich das Unternehmen der holländischen Gruppe Parlevliet und van der Plas an den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR). Der hatte nun dieser Tage eingeladen, um die jetzige Übergangslösung vorzustellen. Das vorgereinigte Produktionsabwasser wird bis zum 31. März in der Kläranlage Bergen gereinigt und somit geklärt in den Kleinen Jasmunder Bodden abgeleitet. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 18. Februar geschlossen, wie Carsten Schultz, Ingenieur Abwasser beim ZWAR, gegenüber dieser Zeitung informiert.

Bisher hatte der ZWAR die Sanitärabwasser aufgenommen, nun sind seit dem 18. Februar die Produktionsabwasser hinzu gekommen. Maximal 515 Kubikmeter am Tag, so Schultz, kann das Fischwerk nach Bergen schicken. Die entsprechende Druckleitung führt von Mukran über Prora nach Bergen. "In der Vereinbarung sind Maximalbelastungen des Produktionsabwassers festgelegt worden, die durch kontinuierliche Beprobungen überprüft werden", will der zuständige Ingenieur unterstrichen wissen. Sollte sich der Fall einstellen, dass die Einleitung die Betriebs- und Funktionsweise der Bergener Kläranlage beeinträchtigt, kann der ZWAR sofort stoppen. Denn die 92.000 Einwohnergleichwerte fassende Kläranlage muss gerüstet sein für die Saison. Immerhin nimmt sie dann auch die Abwasser des Seebades Binz auf. Und die Saison steht vor der Tür, deswegen auch die zeitliche Begrenzung der Vereinbarung zwischen ZWAR und Fischwerk, so Carsten Schultz weiter.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe sind die Grenzwerte allerdings eingehalten, wie seitens des Mitarbeiters betont wird. In einer sog. Anordnungsverfügung des Umweltamtes des Landkreises Rügen sind bis zum Ende dieses Monats zusätzliche behördliche Überwachungen festgelegt worden.

Ab 1. April muss die "Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH" wieder mit ihrer Kläranlage die notwendigen Vorschriften sicherstellen. Dazu hat sie seitens der Universität Rostock Hilfe bekommen, Auch der ZWAR und andere fachliche Institutionen unterstützen das im Oktober letzten Jahres eröffnete Fischwerk, damit die Werte stimmen und die Binzer und Sassnitzer Gäste beruhigt baden gehen können.



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