D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Endrunde bei Namenssuche

Potenzielle Namen für das Besucherzentrum am Königsstuhl stehen fest

Königsstuhl (ur). Am Dienstag der vergangenen Woche tagte die Jury zum Namenswettbewerb für das Besucherzentrum am Königsstuhl. Wie im Rüganer bereits berichtet, waren alle Interessierte aufgerufen, einen Namensvorschlag bei der Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH einzureichen.

Ergänzend besuchten zwei Mitarbeiter der gGmbH und des Nationalparkamtes einzelne Klassen der beiden Rügener Gymnasien, um den Schülern das Projekt Besucherzentrum vorzustellen und gemeinsam nach einem passenden Namen zu suchen. Alle, die einen Vorschlag einreichten, nahmen automatisch an einem Gewinnspiel teil. Insgesamt wurden 71 Namensvorschläge gesammelt.

Dementsprechend schwer fiel es der Jury dann sich zu entscheiden, welche Namen zu Projekt und Haus passen könnten und auch den Besuchern gefallen würden. Fünf Namen wurden schließlich ausgewählt. Diese fünf werden den Besuchern des Nationalparks Jasmund und auf der Homepage des WWF Deutschland vorgestellt.

Die Besucher können dann entscheiden, welcher Name ihnen am besten gefällt und am besten zum Besucherzentrum passt. "Denn die Meinung unserer Besucher ist für uns die wichtigste, da sie es sind, die später unsere Ausstellung besuchen werden," sagt Carsten Hertwig von der Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH. Die ausgewählten Namen sind "Haus der Natur", "Villa Zeitlos", "Weitblick", "Erlebnishaus Jasmund" und "Fagus" (lat. Rotbuche).

Zu den Namen sagte Jurymitglied und Rügens Landrätin Kerstin Kassner: "Der Name ,Weitblick' ist mein absoluter Favorit. Drückt er doch so vieles aus. Jeder Besucher kann sich sein eigenes Bild über die Bedeutung und den Zusammenhang mit dem Nationalpark und der ganzen Insel machen."

Dagegen sagt Sassnitz Bürgermeister Dieter Holtz: "Ich bevorzuge den Namen ,Fagus', steht er doch für die Rotbuche, ein wichtiges Element des Nationalparks und der zukünftigen Ausstellung." Welcher Name es dann letztendlich sein wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen und wird dann natürlich bekannt gegeben.

Die Gewinner des Gewinnspiels sind heute schon bekannt. Gewonnen haben die Klasse 7F3 des Gymnasiums Bergen, die Klasse 11A des Gymnasiums Sassnitz, Erwin Jegodzienski aus Sassnitz, Monika Finger aus Semlow und Mario Fürstenberg aus Neuweiler im Schwarzwald.


Rüganer gegen Schweriner

Vertreter der Wirtschaft wenden sich gegen Landes-Pläne
zum Ausbau der B 96

Bergen auf Rügen (gü). Ein klares Nein zu den Schweriner Plänen betreffend des Ausbaus der B 96 zwischen Strüssendorf und Ralswiek ! Vertreter der Rügener Wirtschaft sind mit dem Vorgehen von Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) nicht einverstanden. Dieser hatte sich für einen parallelen Neubau des Abschnittes zur jetzigen Straße ausgesprochen, um die Alleebestände zu schützen (Der Rüganer berichtete).

Vertreter von Unternehmen, Vereinen und Verbänden sprachen sich während der zweiten Rügener Wirtschaftsgespräche bei Landrätin Kerstin Kassner dieser Tage gegen den Schweriner Willen aus. Das geht aus einer der Redaktion vorliegenden Mitteilung des Landratsamtes hervor.

Die Kritiker des Minister-Willens sehen in diesem Zusammenhang "deutlich höhere" Kosten sowie einen "erheblichen" Zeitverzug, da die Fertigstellung des neues Abschnittes nicht vor 2008 erwartet wird. Somit ergeben sich "wirtschaftliche Nachteile" für den Fährhafen Sassnitz und die damit verbundene Entwicklung des Gewerbe- und Industriestandortes in dieser Region.

Weiterhin sei die Entscheidung des Ministers "naturschutzfachlich die schlechtere", da der Neubau einen größeren Eingriff in die Natur bedeuten würde, ist der Mitteilung weiterhin zu entnehmen. Die auch vom Kreistag Rügen befürwortete Variante sah die Fällung einer Alleereihe vor, um die vorhandene B 96 auf eine ordentliche Breite auszubauen. Neue Bäume sind für den Bau des straßenbegleitenden Radweges bereits zum damaligen Zeitpunkt als Ersatzmaßnahme gepflanzt worden, heißt es ergänzend.

Die Vertreter, die am zweiten Rügener Wirtschaftsgespräch teilnahmen, haben Landrätin Kassner aufgefordert, sich an Minister Ebnet und auch Ministerpräsident Ringstorff (SPD) zu wenden, um eine Korrektur der jetzt vorliegenden Entscheidung herbei zu führen.

Wörtlich heißt es in der Mitteilung abschließend : "Die Teilnehmer ( . . .) waren und sind der Ansicht, dass die Naturschutzverbände der Region und des Landes das Thema Straßenbau nur zu öffentlichkeitswirksamen taktischen Zwecken ausnutzen, um Verzögerungen bei wichtigen Infrastrukturmaßnahmen zu erreichen." Der Kreistag soll nochmals deutlich zu dem
Vorhaben Stellung beziehen, heißt es abschließend seitens des Landratsamtes.


Kaufverhandlungen für Prora

Bundesvermögensamt führt Gespräche
mit vier Interessenten über Block I und II

Ostseebad Binz (gü). Acht Interessenten haben sich aufgrund der Ausschreibung des Bundesvermögensamtes Rostock (BVA) für die Blöcke I und II des "Koloss von Rügen" in Prora beworben. Mit vieren von ihnen hat die o. g. Behörde Kaufverhandlungen aufgenommen, teilte das BVA dieser Tage mit.

Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Gemeinde Ostseebad Binz ist die Liegenschaft als Sondergebiet Ferienwohnungen / Appartement- bzw. Wohnungsbau ausgewiesen. Der B-Plan Nr. 13 "Wohnen in Prora" war im vergangenen Jahr innerhalb der Gemeindevertretung heftig umstritten gewesen (Der Rüganer berichtete).

Dieser ist übrigens noch nicht rechtskräftig nach dem letzten Abwägungsbeschluss durch die Gemeinde seitens Schweriner Behörden bestätigt worden.
Das BVA strebt nunmehr einen schnellen Verkauf der beiden Liegenschaften an, wie Ray-mund Karg ausführt. Bei den nun beginnenden Verhandlungen treffen die Verantwortlichen der Bundesbehörde auch auf einen alten Bekannten. Rechtsanwalt Otto Paulick hat sich ebenfalls wieder beworben, will die Blöcke nach dem Willen des B-Planes entwickeln.

Paulick vertrat in der "ersten Runde" den Firmenzusammenschluss "Euromar", der auch bereits als Investor feststand. Allerdings endete das Interesse eines Partners an der Immobilie, nachdem in Binz die Bedenken gegen das Vorhaben jenes auch zeitlich verzögerten.

Besonders die CDU hatte versucht, mittels kommunalpolitischer Mittel den B-Plan zu stoppen. Das gelang ihr allerdings nicht (Der Rüganer berichtete ebenfalls).


Sassnitzer Hauptstraße

Bürgermeister: "Abschlusstermin der Bauarbeiten
ist Ende Mai / Anfang Juni"

Sassnitz (ur). Zum Ausbau der Hauptstraße teilte Bürgermeister Holtz u.a. mit: "Seit dem 3. April werden die Arbeiten im Abschnitt Hafenstraße / Stubbenkammerstraße fortgeführt. Der Straßenabschnitt von der Bachstraße in Richtung Altstadt / Wedding ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt worden.

Die Stadtbuslinie wird über die Bachstraße - Kreidestraße - Hauptstraße - Hafenstraße - Seestraße - Schult-Kruse-Straße für den Zeitraum des Kreuzungsausbaus Stubbenkammerstraße umgeleitet. In der Schult- Kruse-Straße wurde ein beidseitiges Halteverbot angeordnet. Die Umleitung des öffentlichen Verkehrs erfolgt über die Seestraße - Schult-Kruse-Straße.

Der landseitige Gehweg ist im Abschnitt Lindenallee bis Kreidestraße fertiggestellt. Parallel zu den Arbeiten im Fahrbahnbereich werden die Gehwegsarbeiten im seeseitigen Bürgersteig im Abschnitt Lindenallee / Hafenstraße durchgeführt. Die Fußgänger können hier den landseitigen Gehweg und die Fahrbahn unter Beachtung des Baustellenverkehrs benutzen."


Sitzung der Stadtvertretung

Beschluss zum Steg, der bei einem Sturm von "Klein Helgoland" getrennt wurde

Sassnitz (ur). Bei Redaktionsschluss dieser Rüganer-Ausgabe tagten am Montagabend noch die Sassnitzer Stadtvertreter. Zu einer im Vorfeld besonders heiß diskutierten Beschlussvorlage gab es allerdings schon eine Entscheidung:

Der vom Findling "Klein Helgoland" bei einem Sturm getrennte Steg wird geborgen. Geld zum Wiederaufbau des Steges zum Findling wurde nicht zur Verfügung gestellt.Weitere Infos im nächsten Rüganer.



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