| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 10. September - 16. September | unabhängig - überparteilich |
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Auf der Plattform des Radarturmes in Varnkevitz. Von links: Oberleutnant
Hampel, Oberleutnant John und Oberstleutnant Perschke. Im Hintergrund die
Leuchttürme von Arkona.
Foto: Urban |
Von Wolfgang Urban
Varnkevitz / Lancken. Am Samstag führte der in Lancken (Gemeinde
Dranske) und Varnkevitz (Gemeinde Putgarten) stationierte Abgesetzte
Technische Zug 164 einen Tag der Begegnung in der Radarstellung in
Varnkevitz durch. Geboten wurden Führungen durch den Radarturm und die
technischen Einrichtungen. Es gab auch eine Handwaffenschau und die
Möglichkeit, das Leben im Biwak kennenzulernen.
Für das leibliche Wohl war mit Kuchenbasar und zünftigem
Grillstand gesorgt. Damit setzte der Zug seine jährlichen Begegnungen
mit der Wittower Bevölkerung auf neue Weise fort, denn wie im
vergangenen Jahr angekündigt, zog sich der Zug aus seiner
ehrenamtlichen Unterstützung der Boddenparty in Dranske in diesem Jahr
zurück, da das Fest einen kommerziellen Charakter angenommen hatte.
Ab diesem Jahr soll ein jährlicher Tag der Begegnungen wie am Samstag
zur Tradition in der Einheit werden. Erfreut verwies Oberleutnant Hampel
darauf, dass trotz der Leistungsschau Rügana (siehe Titelseite),
weiterer Veranstaltungen und Strandwetter rund 120 Gäste der Einladung
zum Tag der Begegnung folgten. Enttäuscht äußerte er sich
indes darüber, dass nur relativ wenige Schüler der eingeladenen
Schulen den Weg nach Varnkevitz für einen Samstagausflug
wählten.
"Hier hätten sie viel Interessantes über den Arbeitsplatz
Bundeswehr erfahren können", sagte Oberleutnant Hampel am
Samstagabend. Für ihn war dies seine letzte öffentliche
Veranstaltung vor seiner Verabschiedung als Zugführer und
Standortältester. Angesichts dessen freute er sich besonders
darüber, dass unter seinen Gästen auch Landrätin Kerstin
Kassner (PDS) und Landtagsabgeordnete Angelika Peters (SPD) sowie sein
Kommandeur, Oberstleutnant Perschke, waren.
Dieser war zu seinem Antrittsbesuch als neuer Kommandeur der
Radarführungsabteilung 16 in den Norden von Rügen gekommen. Auf
dem Foto ist er bei einem Blick vom Radarturm über das Windland zu
sehen. An seiner Seite steht dabei Oberleutnant John. Er ist seit Montag
dieser Woche Zugführer des Abgesetzten Technischen Zuges 164 und
löste damit Oberleutnant Hampel ab, der ab heute (10. September) die
Technische Kompanie 162 in Neubrandenburg führen wird.
Rückblickend sagte er: "Es waren schöne drei Jahre auf
Wittow. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Dranske und Putgarten war
außerordentlich kooperativ sowie effektiv und hat mir viel Freude
bereitet. Persönlich lasse ich hier viele Freunde zurück und
werde bestimmt öfter wieder nach Rügen kommen."
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| In der Knotenschule konnten die Landratten richtige Seemansknoten lernen,
die garantiert halten. Fotos (2) : Günther |
Musikalisch unterhielt Seemann Mücke die Gäste. |
Ostseebad Göhren (gü). Donnerwetter, so viele Landratten auf
einem Haufen ! Über 1.000 Gäste kamen am letzten Mittwoch zum
ersten Mönchguter Fischertag, der vom Mönchguter Museum
organisiert, auf dem Freigelände am Frachtensegler "Luise"
stattfand.
Dr. Michael Schimek, Leiter der Mönchguter Museen, und sein Team
zeigten sich am Abend des Tages sichtlich zufrieden mit der Resonanz durch
Gäste und Einwohner, die neugierig auf Seemannsknoten, Reusentechnik,
Schiffsbau und maritime Unterhaltung waren. Besonders dicht umlagert waren
die Stände der ehemaligen Fischer und Seefahrer Ulrich Kliesow, Bernd
Epperlein und Hans Peter.
Immer wieder "nervten" die wissensdurstigen Gäste die drei
gestandenen Seebären. Und sie informierten über die Kunst der
Seemannsknoten, der Reusenfischerei und den Umgang mit Netzen und anderen
fischereiwichtigen Handwerksgeräten. Bootsbauer Wolfgang Husmann
informierte während eines Talks die Gäste über die
hundertjährigen Traditionen des Handwerks und konnte auch viel
Wissenswertes über den Frachtensegler "Luise" berichten.
Ulrich Kliesow plauderte aus dem Leben eines Fischers und bemerkte mit
einem verschmitzten Lächeln gegenüber unserem Reporter, dass man
morgens mit dem Erzählen über die Fischerei anfangen und nachts
aufhören könne, und am nächsten Tag das gleiche nochmal.
Soviel gibt es zu berichten über die
Männer und Frauen, die mit dem Fischfang ihren Lebensunterhalt
verdienten und auch heute noch verdienen.
Rund 150 Kinder beteiligten sich an dem vom Museum ausgeschrieben
Wissensquiz und waren allerorten anzutreffen, um die richtigen Antworten
rund um die "Luise" zu finden. Auch sie hatten riesigen
Spaß an diesem Nachmittag, wie die abgegebenen Zettel bewiesen.
Die Mönchguter Museen danken an dieser Stelle den Kurverwaltungen
Baabe, Göhren und Middelhagen für die logistische Hilfe, den
ehrenamtlich an diesem Tag auftretenden Fischern und Seefahrern sowie auch
den Museumspartnern.
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Bergen auf Rügen (ks). Der Landkreis Rügen feiert am 14.
September den EU - weiten "Tag des offenen Denkmals",
darüber informierte Dr. Christian Schnitzer in der vergangenen Woche
in einer Pressekonferenz. "Getreu des diesjährigen Mottos
'Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal' möchten wir die
Öffentlichkeit mit den Festlichkeiten für den Schutz der Denkmale
auf Rügen sensibilisieren", so Schnitzer, in seiner Position als
Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
"Der Tag des offenen Denkmals erfreut sich großer Beliebtheit.
Im vergangenen Jahr konnten knapp 1.000 Besucher gezählt werden. Wir
hoffen natürlich auf eine ähnlich große Resonanz in diesem
Jahr", so Schnitzer rückblickend auf das Jahr 2002. "Es ist
unser Anliegen, die Öffentlichkeit für Denkmalschutz und
Denkmalpflege zu sensibilisieren. Der Tag der offenen Tür bietet
Gelegenheit, gute Beispiele bekannt zu machen", betonte der ehemalige
Vize - Landrat ebenfalls.
In diesem Zusammenhang erinnerte er auch daran, dass es auf Rügen
einst über 250 Herrenhäuser gab, von denen jetzt nur noch 14
Schlösser und 100 Gutshäuser übrig geblieben sind.
Insgesamt gibt es auf Rügen etwa 900 Baudenkmale und rund 3.000
Bodendenkmale, teilte Dr. Marcus Sommer-Scheffler von der unteren
Denkmalbehörde in der Kreisverwaltung mit.
Damit verfügt Rügen im Vergleich zu anderen Regionen über
eine besonders hohe Dichte an Denkmälern. Wie schon in den Jahren
zuvor wird es auch diesmal wieder eine zentrale Auftaktveranstaltung geben,
die der Landkreis Rügen gemeinsam mit dem Ortskuratorium der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz diesmal auf Wittow organisiert.
Auf die Frage, warum die zentrale Auftaktveranstaltung in diesem Jahr auf
Wittow stattfindet, antwortete Dr. Christian Schnitzer: "Im
vergangenen Jahr war es der Bereich Trent, jetzt ist es Wittow, wir wandern
also im Uhrzeigersinn. Für das nächste Jahr existieren bereits
Planungen, die Auftaktveranstaltung auf Jasmund
durchzuführen".
Nach einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 14. September, in der
Kirche zu Wiek ist für 11.30 Uhr die Festversammlung in der Turnhalle
Wiek geplant. Dort wird nach einer kurzen Ansprache von Landrätin
Kerstin Kassner der Rügener Diplom-Restaurator Andreas Weiß
einen Festvortrag zum Thema "Restaurierung zwischen Authentizität
und Nostalgie" halten. Von 14 bis 17 Uhr besteht für
interessierte Rüganer und Gäste die Möglichkeit,
verschiedene Baudenkmale auf Wittow, die zum Teil auch genutzt werden, zu
besichtigen.
In Bergen lädt der "Verein zur Erhaltung von St. Marien und der
historischen Innenstadt" am Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu einer
Ausstellung des Altstadtvereines unter dem Motto "Bergen im
Spiegelbild der Historie seiner Denkmäler und das Bergener Handwerk in
seiner Kunst" ein. Neben Führungen durch das Benedixsche Haus
besteht ebenfalls am Sonntag von 11.30 bis 15 Uhr die Möglichkeit sich
durch die älteste Kirche Rügens, die St. Marienkirche,
führen zu lassen.
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Die Mönchguter Museen laden bei verbilligten Eintrittspreisen zu einer
bauhistorischen Füh-rung ein. Foto : Privat |
Göhren (DR). Historische Gebäude sind steinerne Zeugen der
Vergangenheit. Wie kaum eine andere historische Quelle gewähren sie
spannende Einblicke in die Lebens-, Arbeits- und Vorstellungswelt
längst vergangener Zeiten. Gerade wo andere Überlieferungen- etwa
Schrift- oder Bildquellen - vielfach schweigen, geben Häuser und
andere Bauwerke beredt Auskunft. Das gilt vor allem bei Fragen nach dem
Alltag unserer Vorfahren. Schließlich bildeten Gebäude die
bauliche Hülle für ihren tagtäglich realisierten
Lebensvollzug.
Als besonders kostspieliges Sachgut besitzen Häuser zudem eine
besonders große Lebensdauer und haben daher oft schon vieles
"miterlebt". Gleichzeitig geben historische Gebäude
Landschaften, Dörfern und Städten erst ihr unverwechselbares
Gesicht. Den Einheimischen bieten sie so wichtige Anknüpfungspunkte,
um sich zu Hause und heimisch fühlen zu können. Für die
Gäste und Besucher machen historische Gebäude oftmals erst den
besonderen Reiz eines Ortes aus.
Ihre Sprache verstehen vor allem Hausforscher, Bau- und
Architekturhistoriker. Sie vermögen es, Schmuckformen zeitlich
einzuordnen, Nutzungs- und Umbauspuren richtig zu deuten, den Denkmalwert
eines Gebäudes abzuschätzen. Der am Sonntag, 14. September, auf
Initiative der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" ausgerichtete
elfte "Tag des offenen Denkmals" soll diese Sprache auch den
Laien etwas näher bringen und will dabei in der Bevölkerung um
Verständnis für die Belange des Denkmalschutzes werben.
Dank des denkmalpflegerischen Engagements der Göhrener Lehrerin und
Museologin Ruth Bahls (1909-1994) sind zahlreiche Bauwerke nicht nur auf
Mönchgut, sondern auf ganz Rügen unter Denkmalschutz gestellt und
damit für nachfolgende Generationen gerettet worden. In Göhren
gilt das in ganz besonderem Maße für das Heimatmuseum und den
Museumshof an der Strandstraße, das "Rookhus" an der
Thiessower Straße und das Museumschiff "Luise" am
Südstrand.
Die Mönchguter Museen unterstützen den "Tag des offenen
Denkmals" am Sonntag, 14. September, deshalb mit verbilligten
Eintrittspreisen und einer bauhistorischen Führung um 15 Uhr
(Treffpunkt am Rookhus, Anfragen unter 038308/25627).
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Rund 400 Plätze für Yachten und Segelboote sollen in dem neuen Hafen am Südstrand zur Verfügung stehen. Repro : Der Rüganer |
Ostseebad Göhren (gü). Ein wertvoller und komplizierter Naturraum
zugleich ist das Areal am Südstrand, an dem der neue Hafen entstehen
soll. Darüber sind sich die Planer des Büros "Merkel
Ingenieur Consult" und die Gemeindevertreter des Ortes einig.
Über den aktuellen Sachstand zum wohl ehrgeizigsten Vorhaben der
Kommune in den nächsten Jahren wurden während der letzten Sitzung
der Gemeindevertretung am 28. August umfangreiche Ausführungen
gemacht.
So laufen derzeit die letzten Untersuchungen, die gerade abgeschlossene
Baugrunduntersuchung hat ergeben, dass an der betreffenden Stelle die
Rahmenbedingungen für den Bau des Hafens "gut" sind, so die
Vertreter des Büros. Die vollständigen Unterlagen sollen noch in
diesem Jahr zusammengestellt sein, damit Umweltverträglichkeit und
Raumordnungsverfahren eröffnet werden können. Die
Gemeindevertretung soll, läuft alles glatt, einen Beschluss zum Hafen
Mitte nächsten Jahres fassen, wie es an diesem Abend hieß.
Bei dem Vorhaben handelt es sich um einen Inselhafen, der das Gelände
am Südstrand nachhaltig verändern wird. Diese Meinung vertreten
einige Göhrener, die während der Vorstellung anwesend waren.
Trotzdem sie das Projekt in seiner Grundsätzlichkeit
begrüßen, fürchten sie um ihren schönen Naturstrand,
der vermutlich nach Fertigstellung des Hafens so nicht mehr vorhanden sein
wird.
Denn mit dem Hafen ist eine landseitige Bebauung verbunden, die den
Südstrand als weitere Promenade von Göhren aufwerten soll.
Maritime Wirtschaftszweige, Passagierverkehr durch eine Fähre und
maritime Ausbildungen sind in dem Konzept zu finden. Weiterhin eine Marina
mit Winterlager für bis zu 100 Boote, ein Freilager für bis zu 40
Boote sowie Gastronomie, Ferienwohnungen und Anlagen für
Dienstleistungen.
Die Hafeninsel bietet Platz für fast 400 Segelboote sowie für
acht Fischereifahrzeuge. Für diese ist eine rund 120 Meter lange Pier
geplant. Die Hafeninsel soll über eine 530 Meter lange Brücke
erschlossen werden, die Wassertiefe beträgt fünf bis sechs Meter.
Bis zu drei Meter hohe Steinwälle sind zum Schutz der Hafeninsel
vorgesehen. Die Gemeindevertretung sprach sich nach der Vorstellung
förmlich für die weitere Planung zum Vorhaben aus.
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