D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Arbeitsbesuch auf der Insel Hiddensee

Kommt es zur Klärung und Lösung von Problemen
auf dem Söten Länneken?

Wirtschaftsminister Ebnet (SPD) und Bürgermeister Leonhard (FDP) in Vitte.

Foto. Urban

Hiddensee (ur). Zum umfangreichen Arbeitsprogramm von Dr. Otto Ebnet (SPD), Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg - Vorpommern, gehörte am Freitag auch ein Kurzbesuch auf Hiddensee. Über die brisanten Probleme auf der Insel wurde im Rüganer immer wieder berichtet.

Zur Zeit deuten sich Klärungen an. Es wäre erfreulich, wenn demnächst über gelöste Probleme berichtet werden könnte oder zumindest über Fortschritte auf dem Weg der Verständigung statt über neue Konfrontationen, Intrigen und Zankereien.

Vielleicht konnten der Arbeitsbesuch des Wirtschaftsministers und auch die Gespräche der Landtagsabgeordneten Angelika Peters (SPD), die sich in seiner Begleitung befand und Hiddensee bestens kennt, einen Beitrag dazu leisten.


Endspurt in Wiek

Neue Kräne / Hafeneinweihung am 21. Juni

Daniel Hammer, Lehrling in der Wieker Boote GmbH hält die Richtkrone für eine der beiden neuen Krananlagen im Wieker Hafen bereit.


Richtfest im Wieker Hafen: Zu sehen ist eine der beiden neuen Krananlagen der Wieker Boote GmbH. Sie ermöglichen jetzt u.a. Hebungen von Booten. (links)

Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) beim Knopfdruck für die Richtfestkrone (rechts).Von links: Landtagsabgeordnete Angelika Peters (SPD), Uwe Ahlers (FDP), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Kreistages Rügen und Ottomar Spiering, Geschäftsführer der Wieker Boote GmbH.
Fotos (2): Urban

Wiek auf Rügen (ur). Am 21. und 22. Juni wird in Wiek die Einweihung des sanierten, neu gestalteten und modernisierten Hafens gefeiert. Mit der Hafeneinweihung ist die Gewißheit verbunden, dass die Zeit vorüber ist, in der ausgerechnet der Hafen nicht nur ein Spekulationsobjekt und Gegenstand langwieriger Auseinandersetzungen war, sondern auch der Schandfleck des Ortes.

Zu jenen Unternehmen, die unter den üblen Zuständen der Vergangenheit besonders zu leiden hatten, gehörte die im Hafen ansässige Wieker Boote GmbH. Um so größer war dort die Freude, als man vom Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg - Vorpommern einen Investitionszuschuss für die Anschaffung und den Aufbau von zwei Krananlagen erhielt. Am vergangenen Freitag wurden die Kräne im Wieker Hafen eingeweiht.

Am Freitag besuchte Dr. Otto Ebnet (SPD), Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg - Vorpommern die Wieker Boote GmbH. Dabei wurde auch die Richtkrone auf eine der beiden neuen Krananlagen der Wieker Boote GmbH gesetzt. Anschaffung und Aufbau der beiden Krananlagen wurden vom Wirtschaftsministerium mit einem Investitionszuschuss von 24.900 Euro gefördert.

Das gesamte Investitionsvolumen betrug rund 80.000 Euro. Mit der Investition in die Krananlagen werden wasser- und landseitige Hebungen von Booten möglich. Damit verbessern sich die Geschäfts- und Servicebedingungen des kleinen Betriebes im Wieker Hafen. Im Betrieb sind zur Zeit 10 Mitarbeiter und ein Lehrling mit dem Bau von Booten, Serviceleistungen und dem Vertrieb beschäftigt.

Sowohl Ruder-, Motor- als auch Segelboote gehören zum Neubau-Leistungsspektrum der Werft im Wieker Hafen. Dabei hat sie sich auf Polyesterboote spezialisiert. Besonders bekannt ist der Jollenkreuzer vom Typ "Kajüt - Rügenjolle" geworden. Im vergangenen Jahr erhielt die moderne Konstruktion dieser Jolle den Design - Preis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Absatz finden die jährlich in Wiek gebauten rund 100 Boote vor allem auf dem überregionalem Markt. Dabei ist auch die Wieker Werft von der anhaltenden Konjunkturflaute in der Bootsbaubranche sowie der Billigkonkurrenz ausländischer Anbieter betroffen. Um so wichtiger ist es für die Wieker Werft, dass der Wieker Gemeindehafen endlich saniert wurde und sich damit auch die Serviceleistungen der Werft erweitern lassen.

Mit der feierlichen Übergabe und Einweihung des Hafens am 21. Juni erweitern sich auch für die Wieker Boote GmbH die Möglichkeiten. Um diese auch hinreichend zu nutzen, wurde beim Wirtschaftsministerium der Antrag auf einen Investitionszuschuss für die beiden erwähnten Krananlagen gestellt. Dass er gewährt wurde und sich die beiden Krananlagen jetzt im Wieker Hafen befinden, ist eine Hilfe auf dem Weg nach vorn.

Dabei ist zu bedenken, dass es gerade auch der Wieker Boote GmbH nicht leicht gemacht wurde. So gelang es erst im September 2002 nach gerichtlichen Auseinandersetzungen und erfolgreicher Vermittlung einen Erbbaurechtsvertrag für die Dauer von 99 Jahren zwischen der Gemeinde Wiek und der Wieker Boote GmbH zu schließen.

Er ist jetzt die Voraussetzung für weitere Investitionen des Betriebes. Wie dies in einem schwierigen konjunkturellem und kommunalpolitischem Umfeld zu bewerkstelligen ist, war Gegenstand der Diskussion am Freitag.


Richtfest am Königsstuhl

Im März 2004 soll das Nationalparkzentrum KÖNIGSSTUHL
in Betrieb gehen

Moderne Energietechnik: Ostseeblick vom Dach eines der beiden Gebäude des Besucherzentrums am Königsstuhl.

Foto: Urban

Von Wolfgang Urban

Königsstuhl.
"Das Besucherzentrum am Königsstuhl nimmt Gestalt an. Rügen bekommt... ein neues Schmuckstück", sagte Dr. Otto Ebnet (SPD), Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg - Vorpommern, am vergangenen Donnerstag beim Richtfest für das Besucherzentrum am Königsstuhl.

In einer diesbezüglich verbreiteten Pressemeldung betont das Wirtschaftsministerium: "Nach der Eröffnung des Hauses werden hier mindestens 20 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz haben. Das werden keine Saisonkräfte sein, denn zwei Drittel aller Besucher im Nationalpark kommen außerhalb der Badesaison."

Hervorgehoben wird, dass der im Nationalpark Jasmund gelegene Kreidefelsen "Königsstuhl" mit "jährlich 700.000 Gästen das meist besuchte Ausflugsziel der Insel Rügen" ist. "Der Kreidefelsen ist nicht nur Wahrzeichen und touristischer Hauptanziehungspunkt der Insel, sondern dank Caspar David Friedrich weltweit bekannt. Um die Umgebung des Naturdenkmals noch attraktiver zu gestalten und damit den Besuchern ein angenehmeres Ambiente zu bieten, wurde mit dem Bau eines Besucherzentrums am Königsstuhl begonnen.

Benutzt wird dafür ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude (ehemals Hotel Stubbenkammer), das bis 1989 militärisch genutzt wurde. Der Umbau des Hauses wird durch einen neuen Anbau komplettiert. Das Haus bietet für seine Gäste eine zentrale Besucherinformation, ein Restaurant, sanitäre Anlagen und Ausstellungsräume für Themen aus der Region.

Das sogenannte ,Haus des Nationalparkgastes' wurde mit einem Investitionszuschuss von über 3,5 Millionen Euro durch das Wirtschaftsministerium gefördert. Insgesamt werden in den Bau sowie der Gestaltung der Außenanlagen 6,2 Millionen Euro investiert."

Nach der offiziellen Feierstunde erwartete die Besucher des Richtfestes im zukünftigen Eiszeit-Raum ein "bläulich leuchtender Eisblock. Kühles Licht waberte zu Eismeer-Geräuschen an den Wänden, und ab und zu huschte der Schatten eines Fisches vorbei." So beschreibt Sirid Heuts vom Nationalpark - Zentrum KÖNIGSSTUHL diese eigenwillige Atmosphäre.

Sie hebt hervor: "Den Eisblock hatten die Ausstellungsgestalter nur für den Feiertag gebaut, aber er gab den Gästen einen realistischen Eindruck dessen, was ab März 2004 eine Rügen-Attraktion mehr werden soll: Nationalpark zum Anfassen, unterstützt von moderner Technik."

Schritt für Schritt wächst also das Besucherzentrum am Königsstuhl. Auffallend war beim Richtfest erneut das offiziell geäußerte gute Einvernehmen von Wirtschaft und Naturschutz bei diesem Vorhaben. Das Projekt ist laut Wirtschaftsminister Ebnet ein "Paradebeispiel, wie Wirtschaft und Umweltschutz Hand in Hand miteinander gehen, wenn man bedenkt, dass für den gesamten Bau fast nur ökologische Baustoffe verwendet werden."

Das Projekt sei das "größte gemeinsame Projekt" des Wirtschaftsministeriums mit dem Umweltministerium und "größte Projekt des Wirtschaftsministerium im Bereich der touristischen Infrastruktur". Für ihn sei es zwingend, dass "wir Natur und wirtschaftliche Entwicklung zusammenbekommen und zusammenhalten."

Bei der wirtschaftlichen Bedeutung des Projektes wird zudem immer wieder auch hervorgehoben, dass 33% der vergebenen Bauleistungen" auf der Insel Rügen verblieben seien und 73% in Mecklenburg-Vorpommern. Wegen seiner Vorbildhaftigkeit fördert auch das Bundesamt für Naturschutz das Projekt am Königsstuhl. Dessen Vertreter, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, betonte die Einzigartigkeit des Vorhabens.

Carl-Albrecht von Treuenfels, Präsident des WWF Deutschland, erinnerte in seiner Ansprache während des Richtfestes u.a. an die Geschichte des Projektes, das der WWF als Projekt-Initiator mit 1,5 Millionen Euro fördert. Während des Richtfestes wurde auch die Photovoltaikanlage des Besucherzentrum offiziell durch den Staatssekretär des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Stegemann (PDS) eingeweiht.

Betont wird in diesem Zusammenhang immer wieder, dass noch in diesem Jahr der Photovoltaikanlage eine Solaranlage und eine Erdwärmepumpe folgen sollen. "Damit das Gebäude ein Null-Energie-Haus wird."

Landrätin Kerstin Kassner (PDS) erklärte in ihrer Ansprache beim Richtfest am Königsstuhl, dass sie sich schon "jetzt riesig auf den März 2004" freue, wenn das Besucherzentrum in Betrieb genommen werden soll. Sie betonte die im Zentrum möglichen "Ferienerlebnisse unabhängig vom Wetter" und hob damit dessen saisonverlängernde Möglichkeiten hervor.

Auch Edith Wahl (CDU), stellvertretende Bürgermeisterin von Sassnitz, betonte die touristische Bedeutung des Projektes. Die starke Hinwendung zum Tourismus gehöre neben der Festigung als Wohn- und Hafenstandort zur Strategie der Sassnitzer Stadtentwicklung. Sassnitz sei das Tor zum Nationalpark und das Nationalparkzentrum Königsstuhl untrennbar mit Sassnitz verbunden. Dieses Miteinander möge wachsen und gedeihen.

Dr. Michael Weigelt, Leiter des Nationalparkamtes Rügen, hob die besondere Bedeutung des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL hervor. Dabei machte er darauf aufmerksam, dass sich ab März 2004 im kleinsten Nationalpark Deutschlands das modernste Besucherzentrum befinden werde.

Nach dem Richtfest ist indes noch viel zu tun, um den Zeitplan bis zur Fertigstellung im März 2004 einzuhalten. Dazu sagte Carsten Hertwig, Projektleiter vor Ort: "Ab dem Sommer werden wir die sogenannten ,Hands-On'-Exponate einbauen, Mitmach-Exponate für Groß und Klein wie zum Beispiel Kurbel-Bildschirme, aber auch Aquarien und interaktive Quiz-Terminals.

Dann möchten wir zuerst alle Rüganer einladen, sich selbst ein Bild zu machen." Das genaue Datum der offenen Baustelle wird noch bekannt gegeben.


Premiere im Varieté "Boddenbarsch"

Gäste applaudierten für "FUN-tastisch"
Vorstellungen jeweils mittwochs bis sonntags ab 20 Uhr

Kraftvolle Akrobatik gibt es von den "Petits Freres" zu sehen und zu bestaunen.

Fotos (2) : Gestaltungsbüro Pocha
Geglückte Premiere :

Die Künstler lassen sich nach Ende der premiere von den Zuschauern verdient feiern.n

Ostseebad Binz (gü). Bravo-Rufe, lang anhaltender Beifall und strahlende Gesichter bei den Künstlern des Varieté "Boddenbarsch" ! Die Premiere des neuen Programms "FUN-tastisch" dieser Tage war ein voller Erfolg, Management und Hotelleitung des renommierten Hotels "Kurhaus Binz" zeigten sich zufrieden und gratulierten den Künstlern zum gelungenen Auftakt der neuen Show.

Diese ist ab sofort jeweils mittwochs bis sonntags ab 20 Uhr im Kurhaus-Saal zu sehen.
Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, sollten sich "FUN-tastisch" ansehen. Wer bereits im letzten Jahr im Varieté "Boddenbarsch" zu Gast war, der wird sich vielleicht gesagt haben, einmal reicht. Mitnichten ! Denn diese Show ist anders, ganz anders.

Sie ist schnell, sie ist witzig, sie ist überschlagend. Wieder ist es dem künstlerischen Leiter Udo Püschel gelungen, international gefeierte Stars und Künstler zu verpflichten, die dem Programm ihren eigenen Stempel aufdrücken. Spaß, Artistik und Zauberei entführen die Gäste zwei Stunden in eine andere Welt, lassen alles ringsum vergessen.

Zum ersten Mal ist mit dem Duo "Ulali" eine Trapez-Nummer hoch über den Köpfen der Gäste zu sehen. Für Kraft, Tempo und "Alarm" sorgen die "Randol´s", die "Petits Freres" und "The Farelos". Allesamt Nummern, die Respekt und viel Beifall für diese Höchstleistungen artistischen Könnens verdienen.

Aber auch Witz und Musik kommen nicht zu kurz. So sind die "KGB-Clowns" Meister der Pantomime und reizen die Lachmuskeln des Publikums aufs Äußerste. Tamara Teslenko ist eine brillante Geigerin und rahmt mit ihren Stücken die Aufführungen ein. Kristina Kokorina ist mit Charme, Eleganz und Können im Jonglieren ein weiterer Programmpunkt.

Und schließlich wäre da noch JUNO, der Sie durch das Programm führt und einen roten Faden hat. Was es damit allerdings auf sich hat, das sollten Sie selbst herausfinden. Infos & Karten : (0 18 04) 66 56 65.



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