| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 11. September - 17. September | unabhängig - überparteilich |
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Dagmar Jaeger und Michael Nitzel von der Distel mit dem Programm
"Bombenstimmung" im Theater Putbus. Foto: Urban |
Putbus (ur). Wieder hat Christa Gruhn, die verdienstvolle Initiatorin und
Organisatorin der Rügener Kabarett-Regatta, Spitzenteams und Solisten
der "Kabarett-Bundesliga" nach Rügen geholt.
Eine begeisternde Steilvorlage der Weltklasse lieferten Gayle Tufts &
Rainer Bielfeldt bei der Eröffnung der Regatta mit ihrem Programm
"Absolutely unterwegs". Die Distel setzte den Reigen des
Spitzenkönnens mit vielen Spaß-Treffern fort.
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Prof. Dr. Lothar Späth sprach in Stralsund. Foto: Wermke |
Stralsund (ow).
Ein Großteil der Besucher war sich nach der
Veranstaltung am Abend des 3. September, dem CDU Wirtschaftsforum im Saal
der Alten Brauerei, einig - der Mann weiß wovon er spricht und er
konnte dies auch verständlich rüberbringen.
Gemeint ist das Kompetenzmitglied des CDU/CSU Kanzlerkandidaten Edmund
Stoiber (CSU) für die Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Aufbau Ost,
Professor Dr. Lothar Späth (CDU). Der 64 - jährige Politiker, der
auch schon eine eigene wöchentliche Talkshow im Fernsehen hatte und
heute Chef des Ostdeutschen Vorzeigeunternehmens Jenoptik ist, setzte sich
in seinem Vortrag vor den rund 500 Gästen mit der Thematik
auseinander, in welcher Weise der Mittelstand künftig noch mehr der
Motor des Aufschwungs sein kann und muss.
"Der Mittelstand hat sehr wohl den Eindruck, Rot-Grün behandelt
die großen Unternehmen gut und die kleineren schlecht, aber neue
Arbeitsplätze entstehen eben nur im Mittelstand", betonte Dr.
Späth.
An mehreren Beispielen belegte er, mit welchen Schwierigkeiten
mittelständische Unternehmen zurzeit zu kämpfen haben. Dabei
wurde seine Rede immer wieder durch Zwischenapplaus unterbrochen, denn
unter den Anwesenden waren auch zahlreiche Unternehmer, die das Gesagte nur
bestätigen konnten. Sei es die gegenwärtige Steuerpolitik oder
die undurchdringbare Bürokratie ­p; alles sind Hindernisse, um
Unternehmen erfolgreich zu führen.
Vehement wandte er sich u.a. auch gegen das Gesetz der
Scheinselbständigkeit und er machte sich für die Einführung
von 400 Euro Jobs stark (bisher 325 Euro). "Diese werden, so wir die
Wahlen am 22. September gewinnen, sofort eingeführt", sagte Dr.
Späth. Dies ist aber nur eine Form, wie laut des Politikers die
"Geißel Arbeitslosigkeit" von einer CDU/CSU-Regierung
künftig bekämpft werden soll. Dass dies nicht unrealistisch ist,
bewies der Redner an Beispielen aus Bayern, Baden Würtemberg und eben
Jenoptik.
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Als "sibirische Verhältnisse" bezeichnet Ausschussmitglied
Dr. Felix Barth die derzeitgen Zustände am Nordstrand.
Foto : (gü) |
Von Robby Günther
Ostseebad Göhren.
"Es ist bestürzend zu hören, wie sie
gerade zu solch einem wichtigen Punkt diskutiert haben ! Sie haben keinen
politischen Willen, sie schaffen keine Rahmenbedingungen für
Unternehmer, damit diese im Ort investieren !" Georg Heissler,
Geschäftsführer der Appartement Vermietung Rügen (AVR),
formulierte scharfe Kritik an die anwesenden Mitglieder des
Tourismusausschusses während ihrer letzten Sitzung.
Die Empörung bei ihm und den anderen Einwohnern schlug hohe Wellen,
nachdem durch eine Pattabstimmung von vier Ja- und vier Nein-Stimmen der
Beschlussvorschlag für die Gemeindevertretung nicht bestätigt
wurde, der grundsätzlich die Ausführung gemeindlicher
Straßenbaumaßnahmen in den Monaten Juni bis August im Ostseebad
regeln soll.
Ausschussvorsitzende Carola Koos (CDU) versprach zwar, dieses Thema
trotzdem auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung am 23. September zu
bringen, doch die vornehmlich anwesenden Vermieter waren außer sich.
"Wir können den Gästen nichts mehr erklären",
verwies eine Unternehmerin auf die Tatsache der scheinbar
"unkontrollierten" Baumaßnahmen in der Strandstraße
und am Nordstrand. "Meine Gäste fahren nach Thiessow und nach
Mukran an den Strand", äußerte sich eine weitere
Vermieterin.
Die verantwortlichen Baufirmen hatten am 2. September (mitten in der
Göhrener Hauptsaison) begonnen, die alte Strandpromenade zu
schreddern. Dazu kommen die massiven Arbeiten in der Strandstraße,
die die Gäste der AVR einem "Aufruhr" gleich flüchten
ließen, wie Georg Heissler sagt.
Er kündigte während der Sitzung an, dass "die AVR ab dem 7.
September keine Kurtaxe mehr von den Gästen einnehmen werde". Die
Werbegemeinschaft hat sich während eines Treffens am 4. September
seinen Worten zufolge über das Problem ebenfalls verständigt.
Dort wurden zwei Meinungen laut : Kurtaxe komplett aussetzen oder zumindest
für die Betroffenen. "Der Ort hat unserer Meinung nach keine
Handhabe mehr, die Kurtaxe in Höhe von derzeit 2,05 Euro pro Person
und Tag einzukassieren", brachte es Heissler für sein Unternehmen
auf den Punkt. Spontaner Beifall der anderen Vermieter bestätigte aus
deren Sicht das Gesagte.
Der Tourismusausschuss wollte sich am letzten Mittwoch auf eine
Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung einigen, dass eingangs
erwähnte Baumaßnahmen von Juni bis August zu unterbleiben haben.
"So, wie es übrigens in einigen Gemeinden nicht nur auf
Rügen seit Jahren üblich ist", bemerkte Carola Koos. Dieser
Beschluss soll gleichzeitig als Grundlage für weitere
Baumaßnahmen in Göhren angewendet werden. Denn die Sanierung der
Post- und Alte-Kirchstraße steht ebenfalls noch an.
Ausschussmitglied Heidemarie Tilly (Bündnis für Rügen) sah
das grundsätzliche Verbot für "schwierig" an und
brachte einen Ergänzungsantrag ein. Dieser lautete
sinngemäß, dass "nicht gravierende Baumaßnahmen
trotzdem durchgeführt werden können". Er wurde bei drei
Ja-Stimmen mit fünf Nein-Stimmen abgelehnt.
Auch Dr. Felix Barth versuchte sich mit einer Ergänzung, die
beinhaltete, dass "Reparaturen und unvorhersehbare Arbeiten von dem
Beschluss ausgeschlossen sein sollen". Mit einer Patt-Abstimmung
(4/4/0) war auch er abgelehnt. Ein enttäuschter Gast verließ die
Sitzung: "Es lebe das Bündnis für Chaos !"
Varieté-Saison auf einen Blick
Ostseebad Binz (gü).
Der Vorhang ist gefallen, die Künstler des
Varieté "Boddenbarsch" sind abgereist - doch damit wird
der Kurhaus-Saal nicht geschlossen ! Insgesamt 8.519 Gäste haben die
Vorstellungen der "Rügener Sommernachtsträume" gesehen.
"Das sind im Schnitt 170 Gäste pro Vorstellung. Eine gute Zahl
für die erste Saison im Vergleich zu unserer Kapazität und zu
anderen Varietés in Deutschland", sagt Sven Rothkirch, Manager
im Kurhaus-Saal gegenüber dem Rüganer. |
Kreistag am 12. September
Ostseebad Sellin (DR). Der Kreistag trifft sich am kommenden Donnerstag,
12. September, zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung. Diese
beginnt um 13 Uhr im Cliff-Hotel in der Siedlung am Wald 22.
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