Gesundheitsinsel !
Komplexe Zusammenarbeit aller Anbieter geplant
Bergen auf Rügen (gü). Die Rüganer wollen sich ein neues Marktsegment erschließen ! Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Gesundheitstourismus und niedergelassene Ärzte, Reha-Kliniken, Einrichtungen für Gesundheitsanwendungen, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das SANA-Krankenhaus und der Landkreis Rügen wollen künftig kooperativer und effektiver zusammenarbeiten. Das unterstrichen Dr. Ulrike Lucas (SPD), Sozialdezernentin und stellvertretende Landrätin, Dietrich
Goertz, SANA-Geschäftsführer, Mathias Coordt, Facharzt für innere Medizin, und Dr. Marianne Linke (PDS), Sozialministerin des Landes, am letzten Mittwoch nach einem Work-shop. Dieser fand im SANA-Krankenhaus statt, und es wurde eine konkrete Zusammenarbeit vereinbart.
Dabei kann die Insel durchaus als Pilotprojekt angesehen werden, wie die Schweriner Ministerin unterstrichen wissen wollte. Denn alle gesundheitsrelevanten Dienstleistungen unter einem Dach, das wäre auch für andere Regionen ein Modell, das Kosten spart.
Durchgesprochen wurde eine Konzeption zur "Gesundheitsinsel Rügen", die durch eine zu gründende Gesellschaft untersetzt werden soll, wie Dietrich Goertz sagte. Der Gesellschaft gehe bisher ein Runder Tisch voraus, an dem sich zahlreiche Anbieter auf der Insel bereits eingefunden haben, um gemeinsame Kooperationen zu besprechen. Die angeführte Gesellschaft soll bis zum 1. Juli gegründet sein und ihre Arbeit aufnehmen. Unterstützt wird sie durch das Land mit Fördermitteln in Höhe von 80.000 Euro.
Die ersten konkreten Projektanträge seien zwischen den Partnern ebenfalls besprochen worden, wie es am letzten Mittwoch zur inhaltlichen Arbeit hieß. Es wird demnach zwei Anträge aus dem medizinischen und zwei Anträge aus dem touristischen Bereich geben. Hier wollten sich die Akteure allerdings noch nicht genauer in die Karten schauen lassen. Lediglich ein Antrag wurde näher benannt. Hierbei geht es um die Notfallmedizin. Dabei sollen regionale Lösungen gefunden werden, die sich mit den unterschiedlichen Situationen auf Rügen beschäftigen. Denn regional gibt es nicht immer ausreichend Ärzte, die diesen Part abdecken können.
Auch für bestimmte Patientengruppen sollen mit der "Gesundheitsinsel Rügen" der Alltag und die notwendigen Leistungen effektiver und auch attraktiver gestaltet werden.
"Rasender Roland" schnauft am sanierten Kleinod vorbei
Kurverwaltung Binz eröffnet am Sonnabend saniertes Objekt - Touristeninformationen, Fahrkartenausgabe, Ausstellung und Gastronomie
Von Robby Günther
Ostseebad Binz. Eine weitere Visitenkarte des Ortes erstrahlt im neuen Glanz ! Die Kurverwaltung unter Leitung von Kurdirektorin Petra Wolter freut sich auf den kommenden Sonnabend, 15. Mai. An diesem Tag wird im Rahmen einer feierlichen Einweihung der Kleinbahnhof in der Jasmunder Straße übergeben.
"Bereits 1996 haben wir unser Interesse gegenüber dem Landkreis als Eigentümer für eine Nutzung der Liegenschaft angezeigt", blickt Petra Wolter auf die Anfänge zurück. Das war im November, im September des Jahres 1998 (fast zwei Jahre später) wurde die notarielle Bestätigung des Erbbaurechtsvertrages erlassen. Noch im gleichen Jahr wurde seitens der Kurverwaltung ein Antrag auf Förderung beim Wirtschaftsministerium des Landes gestellt, der mit Datum 5. März 1999 allerdings abgelehnt worden ist.
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Der Binzer Kleinbahnhof erstrahlt in neuem Glanz: Am kommenden Sonnabend sind alle interessierten Einwohner und Gäste des Ortes eingeladen, gebührend die Eröffnung des Kleinods mitzufeiern. Um 14 Uhr geht es los, alle 20 Minuten fährt die Bäderbahn.
Foto:Günther |
"Also mussten wir neue Wege gehen und haben im Mai 1999 einen Antrag auf Förderung bei der Kommunalgemeinschaft Pomerania e. V. gestellt", so die Kurdirektorin weiter, die anschließend den Bauantrag für das Vorhaben stellte. Am 29. April 2003 fand die Anlaufberatung statt, das 1,3 Millionen Euro teure Vorhaben konnte begonnen werden.
Von den Gesamtausgaben in Höhe genau 1.332.349 Euro stammen 1.140.300 Euro aus Fördertöpfen. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Gemeinsamen Regionalprogramms des deutsch-polnischen Grenzraumes im Gebiet der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Zachodniopomorskie gefördert. Der entsprechende Vertrag datiert vom 20. September 2001, die Zuwendung erfolgte aus der Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIa, aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Verbindung mit Mitteln des Landes M-V, erklärt der stellvertretende Kurdirektor Norbert Diener in diesem Zusammenhang.
Nunmehr kann nach der aufwändigen Sanierung des Gebäudes eine Touristeninformation inklusive Fahrradverleih, die Fahrkartenausgabe der Rügenschen Kleinbahn, die Dauerausstellung "Pommersche Kleinbahnen" des Fördervereins Rügenschen Kleinbahn e. V. sowie eine Gastronomie übergeben werden.
Mit Blick auf die genannte Ausstellung wollen die Mitglieder des Fördervereins interessierten Gästen die historische Entwicklung der Kleinbahnen Pommerns, insbesondere des "Rasenden Roland" bildlich näher bringen. Eine Modelleisenbahnanlage wird die Herzen aller Eisenbahnfreunde sicher höher schlagen lassen und die Ausstellung abrunden, ist sich die Kurverwaltung sicher.
Am kommenden Sonnabend findet ab 14 Uhr die Eröffnungsfeier statt, zu der alle neugierigen Binzer und ihre Gäste herzlich willkommen sind. Sollten Sie mit dem eigenen Pkw anreisen, nutzen Sie bitte die Parkplätze bei ALDI, denn das Gelände beim Kleinbahnhof wird durch eine große Bühne und die darauf stattfindenden Veranstaltungen gebraucht. Die Bäderbahn des Ortes verkehrt allerdings an diesem Tag alle 20 Minuten, so dass Sie, liebe Leser, ihr Auto beruhigt stehen lassen können.
Nach den offiziellen Ansprachen durch Landrätin Kerstin Kassner (PDS), Landtagsabgeordnete Gesine Skrzepski (CDU) und Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos) wird Kurdirektorin Petra Wolter den 19 am Bau beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit danken. An-schließend wird ein Schild vor dem Eingang zur Erinnerung an die Eröffnung des Kleinbahnhofes enthüllt.
Korbflechter-Schauwerkstatt und Museumstag
Korbflechter Jens Stegemann am 12. Mai bei den Mönchguter Museen zu Gast / Internationaler Museumstag lockt am 16. Mai
Ostseebad Göhren (DR). Wenn Korbflechter Jens Stegemann einen antiken Stuhl repariert, dann sammelt sich schon mal eine Menschentraube um den geschickten Handwerker in seiner Schauwerkstatt auf dem Rügenhof in Putgarten. "Nur wenige nehmen sich der aufwendigen Arbeiten an", weiß er zu berichten, deshalb sind seine Fähigkeiten sehr gefragt. Seit 1995 flechtet er. "Hat sich aus dem Verkauf heraus entwickelt", erzählt er. Seit dem repariert und fertigt er fast täglich Korbwaren aus Weide, Peddigrohr und Rattan. Erhältlich sind die Kunstwerke aber auch am 12. Mai von 10 bis 17 Uhr auf dem Museumshof. Da kann man dem Korbflechter über die Schulter schauen und die Kinder können beim Kinderkorbflechten selbst Hand anlegen.
Wer sich alle vier Museen auf einmal ansehen möchte, dem sei der Internationale Museumstag am Sonntag, 16. Mai, ans Herz gelegt. Er steht diesmal unter dem Motto: "Kulturelle Tradition als lebendiges Erbe". Die Mönchguter Museen bieten dann nicht nur stark verbilligte Eintrittspreise, sondern auch kostenlose Sonderführungen in allen vier Museen an.
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Korbflechter Jens Stegemann wird am heutigen Mittwoch sein Können in den Mönchguter Museen unter Beweis stellen.
Foto:Museum |
Um 10 Uhr lädt der Schiffbauingenieur Wolfgang Husmann zum Thema "Boots- und Schiffbau auf Mönchgut" auf das voll begehbare Museumsschiff "Luise" am Göhrener Südstrand ein. Ulrich Kliesow lädt Sie um 15 Uhr ins Rookhus an der Thiessower Straße zum Thema "Die beschwerlichen Arbeits- und Lebensverhältnisse der Mönchguter um das 17. / 18. Jahrhundert" ein.
Das "Rookhus" wurde um 1720 erbaut und zählt damit zu den ältesten Gebäuden Rügens. Das Mönchguter Heimatmuseum veranschaulicht das Leben auf Rügens südöstlicher Halbinsel Mönchgut von seinen historisch fassbaren Anfängen bis in die jüngere Vergangenheit. Hier wird 15 Uhr zur Führung
"Leben der Mönchguter im Wandel der Zeit" eingeladen. Der Mönchguter Museumshof ist der älteste und größte Museumshof auf der Insel Rügen. Hier wird ebenfalls um 15 Uhr eine thematische Führung unter dem Motto "Das Leben und Wirken der Mönchguter Fischerbauern" angeboten.
Alle vier Museen sind in originalen historischen Gebäuden bzw. in einem richtigen Küstenfrachter untergebracht und stehen unter Denkmalschutz, so dass sich allein schon deshalb ein Besuch der Museen lohnt. Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass die kostenlosen Führungen durch das Heimatmuseum weiterhin jeden Dienstag um 14 Uhr und über den Museumshof jeden Mittwoch um 14 Uhr stattfinden.
Jeden Montag und Donnerstag um 11 Uhr startet zudem eine Museums- Entdeckungstour auf dem Museumshof, bei der Familien mit Kindern, mit Stift und Fragezettel ausgerüstet, die Museen erkunden können.
Lassen Sie sich, liebe Leser, von den vielfältigen Angeboten der Mönchguter Museen überzeugen und starten Sie eine Reise durch die Vergangenheit der Mönchguter Menschen. Erleben Sie, wie sie gearbeitet und täglich immer wieder schwierige Zeiten zu bewältigen hatten.
Zwei Millionen umgeschuldet
2.175.796,16 Euro Kredit zur Deckung von Schulden
Sassnitz (chn). Das wars. Die letzte Stadtvertretersitzung in dieser Legislaturperiode ist nun auch schon Geschichte. Am Montag trafen sich 24 Stadtverterter im Rathaussaal, um unter anderem einen Beschluss über eine Kreditaufnahme zur Umschuldung eines Kredites mit einer Restschuld in Höhe von 2.175.796,16 Euro zu fassen.
In einer Stadtvertretersitzung im Jahre 1994 wurde die Stadtverwaltung dazu ermächtigt,
ein Darlehnen in Höhe von 2.313.084,40 Euro aufzunehmen. Das Darlehnen wurde am 7. Dezember 1994 bei der BfG-Bank AG in Frankfurt mit einem Zinssatz von 7,51 Prozent und einer Zinsbindung von zehn Jahren aufgenommen.
Die Zinsbindung läuft am 30. Dezember diesen Jahres aus. Die Restschuld in Höhe von 2.175.796,16 Euro muss umgeschuldet bzw. getilgt werden. Da die Stadt über keine freien finanziellen Mittel zur Tilgung des Kredites verfügt, muss ein Kredit in Höhe der Restschuld zur Umschuldung aufgenommen werden. Es wurde am Montag beschlossen, dass der Kreditvertrag mit einen Kreditinstitut abgeschlossen wird, welches die günstigten Konditionen bietet. Diese Restschuld stammt aus der Insolvenz der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (STEG).
Kämmerer Peter Ulrich soll sich jetzt auf die Suche nach dem billigsten Kreditinstitut machen. Neben dem Beschluss über die Kreditaufnahme in Höhe von 2.175.796,16 Euro wurde der "Beschluss über die Billigung des Entwurfs und die Auslegung des B-Planes Nr. 21 Industriegebiet Mukran Südstraße" enstimming beschlossen. Außerdem waren sich die Stadtvertreter über die erste Änderung zum B-Plan Nr. 22 "Seepark Staphel" einig.
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