DRK-Einrichtung vor dem Aus !
Sparmaßnahmen der Landesregierung wirken sich auf
Familienbildungsstätte aus
Bergen auf Rügen (DR).
Seit 1994 gab es sie - die
Familienbildungsstätte des Roten Kreuzes im Bergener Kosmonautenweg.
Bis über die Kreisgrenzen hinaus war sie bekannt. Yoga, Reki,
Seniorentanz, Gymnastik, PEKIP Spiel- und Kontaktgruppen für Kinder
und Familien, InternetCafé und jedes Jahr Behindertenfreizeiten,
Rollstuhlfahrertreffs und vieles mehr. Ein breites Angebot, welches durch
Fördermittel und Eigenmittel des Roten Kreuzes zu moderaten
Gebühren empfohlen werden konnte. Kurse, die viele Menschen gern
angenommen haben, weil Sie halt bezahlbar waren.
Zwei über die Jahre gut qualifizierte Sozialpädagoginnen waren
mit sämtlichen "Tickets" ausgerüstet worden, um das zu
halten, was das DRK versprach : Fachliche und kompetente Betreuung und
stets aktuelle Angebote mit viel Wärme und Herz seitens der
Mitarbeiter. Selbst vier Honorarkräfte wurden auf Kosten des Roten
Kreuzes und Landesförderungen qualifiziert, um den vielen Nachfragen
aus Bergen, Baabe Dreschvitz, Samtens, Wiek und Binz gerecht werden zu
können.
Das Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern fährt als ein
wichtiger Zuwendungsgeber seine Förderung für das Jahr 2002 um 85
Prozent nach unten. Somit wird das Rote Kreuz mit Wirkung vom 22. Juli 2002
die Arbeit der Familienbildungsstätte in der Art, wie es über
Jahre angeboten wurde, einstellen. In geringem Umfang will man einige
wenige Kurse weiterführen. Darüber informoert das DRK Rügen
jetzt in einer entsprechenden Mitteilung.
Acht Jahre DRK - Investitionen in Höhe von 100.000 Mark,
Förderungen des Landes in Höhe von 252.000 Mark, 42.000 Mark
Mittel aus dem Bergener Haushalt und Kreismittel in der Dimension von
20.700 Mark verfehlen somit ihre weitere Wirkung. Hätte man da nicht
schon eher reagieren und entscheiden müssen? Diese Frage bleibt bei
allen Betroffenen im Raum stehen.
Die Option auf eine Weiterführung der Familienbildungsstätte
ließe sich in dieser Situation nur über eine erhebliche
Erhöhung der Gebühren für Kursangebote realisieren. Dies ist
finanziell durch Rügener Familien nicht zu leisten. Der Kreisverband
möchte es auch nicht versäumen, sich bei den
Sozialausschüssen der Stadt und des Landkreises für die
jahrelange Unterstützung und Partnerschaft zu bedanken.
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