D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 12. Juni - 18. Juni unabhängig - überparteilich

Weitere Beamte zum Bäderdienst begrüßt

26 Polizisten der Bereitschaftspolizei versehen auf Rügen
und in Nordvorpommern ihren Dienst

Ostseebad Binz (gü). Die Beamten der Bäderpolizei sind nochmals durch 26 Beamte der Bereitschaftspolizei verstärkt worden ! Gustav Lüth, Polizeidirektor der Polizeidirektion Stralsund, Hartmut Posch, Staatssekretär im Schweriner Innenministerium, Kerstin Kassner (PDS), Landrätin der Insel Rügen, sowie Bürgermeister und Verantwortungsträger aus den Kommunen begrüßten die Beamten während einer kleinen Feierstunde am letzten Freitag im Strandhotel "Arkona".

Von den 26 Beamten werden 19 der Bäderpolizei auf den Insel Rügen und Hiddensee unterstellt (die anderen versehen ihren Dienst in Nordvorpommern). Die Bäderpolizei wurde bereits 1993 das erste Mal eingesetzt. Es handelt sich einerseits um Beamte aus der Polizeidirektion, die für die Zeit vom 3. Juni bis 8. September innerhalb der Direktion umgesetzt werden, und andererseits um Bereitschaftspolizisten (die erste Phase der Bäderpolizei wurde bereits begrüßt, Der Rüganer berichtete).

Gustav Lüth bezeichnete in seiner Ansprache die anderen staatlichen Organe wie Zoll, Bundesgrenzschutz und Wasserschutzpolizei als "wichtige Partner" der Bäderpolizei. Gemeinsam stehen sie für Sicherheit für den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes Mecklenburg-Vorpommern - den Tourismus.

Lüth mahnte neben einer klaren Präsenz der Beamten in den Badeorten aber auch ein "sensibles und schnelles Vorgehen" an. In Erinnerung waren dem Polizeidirektor dabei wohl die negativen Schlagzeilen der letzten Jahre, als es im Land besonders auf Campingplätzen immer wieder zu Übergriffen gekommen ist.

Um solche und auch andere schädliche Vorkommnisse bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und abzuwenden, halten die Beamten der Bäderpolizei während ihres Dienstes ständig Kontakt zu den Behörden und privaten Sicherheitsdiensten. Hartmut Posch bezeichnete den Bäderdienst als "große Herausforderung" der Polizei. Denn, so der Schweriner Gast, der Tourismus in unserem Land erfordert Sicherheit.

Gleichzeitig lobte er die Polizei des ganzen Landes, da die Aufklärungsquote in M-V bundesweit eine der besten sei. Auch er bezeichnete die anderen Behörden als Partner, mit denen gemeinsam Sicherheit erreicht werden muss.


Künstler in Not

Kunstverein Rügen startet Hilfe

Bergen auf Rügen (DR). Am 3. Juni ist das Wohnhaus des Stahlplastikers Bernard Misgajskis in Wreechen, vermutlich durch Brandstiftung, abgebrannt. Das Kunstvereinsmitglied befand sich zu dieser Zeit auf der Insel Vilm, um mit Rügener Kollegen eine Ausstellung vorzubereiten und verlor alles Hab und Gut. Besonders tragisch für ihn als Künstler ist der völlige Verlust aller Dokumente zur eigenen Biographie, wie Vita, Werkverzeichnisse, Kataloge.

Der Kunstverein Rügen solidarisiert sich mit seinem aktiven Mitglied in einer Spendenaktion. Wir sammeln Spenden zum Ankauf einer Stahlplastik aus der Serie der "Wasserzeichen" von Bernard Misgajski. Die Stahlplastik wird im Park der ehemaligen Klosteranlage Rambin aufgestellt. Wir bedanken uns bei den Spendern, indem wir sie auf Wunsch namentlich auf einer zugeordneten Tafel erwähnen und eine Spendenbescheinigung ausstellen.

Wir erbitten auch Ihre Spende!
Kunstverein Rügen
Stichwort: "Wasserzeichen"
Sparkasse Rügen Bankleitzahl (130 510 42) und Kontonummer (33 00 20 53)

Auch die Stadt Putbus hat ihre Bürger und die Insel Rügen aufgerufen, der Familie Misgajski Spenden zukommen zu lassen.
Hier ein anderes Konto der Kreissparkasse : BLZ (130 510 42 und Konto 49 13 58 92.


Feuerteufel gefasst !

Brandserie um Putbus ist aufgeklärt

Putbus (gü). Der Feuerteufel, der seit einiger Zeit sein Unwesen in der Fürstenstadt und ihren Ortsteilen getrieben hat, ist endlich gefasst ! Darüber informiert die Polizei in einer der Redaktion vorliegenden Pressemitteilung. Polizeidirektor Gustav Lüth hat am vergangenen Montag aufgrund dieses Fahndungserfolges eine Pressekonferenz einberufen, die bei Redaktionsschluss allerdings noch andauerte.

Wir werden in der kommenden Ausgabe darüber informieren. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am zurückliegenden Sonnabend auf der L 293 zwischen Karow und Kiekut. Zwei Angehörige der Bundeswehr befuhren mit ihren Dienstkrädern die Straße von Karow in Richtung Prora. Der vorausfahrende Fahrer musste verkehrsbedingt bremsen.

Der nachfolgende Fahrer bemerkte dies, leitete eine Bremsung ein und versuchte nach links auszuweichen. Dabei berührten sich die Kräder, einer der Fahrer stürzte und prallte mit einem entgegenkommenden Transporter zusammen. Er wurde schwerverletzt ins Krankenhaus verbracht.


DRK-Einrichtung vor dem Aus !

Sparmaßnahmen der Landesregierung wirken sich auf Familienbildungsstätte aus

Bergen auf Rügen (DR). Seit 1994 gab es sie - die Familienbildungsstätte des Roten Kreuzes im Bergener Kosmonautenweg. Bis über die Kreisgrenzen hinaus war sie bekannt. Yoga, Reki, Seniorentanz, Gymnastik, PEKIP Spiel- und Kontaktgruppen für Kinder und Familien, InternetCafé und jedes Jahr Behindertenfreizeiten, Rollstuhlfahrertreffs und vieles mehr. Ein breites Angebot, welches durch Fördermittel und Eigenmittel des Roten Kreuzes zu moderaten Gebühren empfohlen werden konnte. Kurse, die viele Menschen gern angenommen haben, weil Sie halt bezahlbar waren.

Zwei über die Jahre gut qualifizierte Sozialpädagoginnen waren mit sämtlichen "Tickets" ausgerüstet worden, um das zu halten, was das DRK versprach : Fachliche und kompetente Betreuung und stets aktuelle Angebote mit viel Wärme und Herz seitens der Mitarbeiter. Selbst vier Honorarkräfte wurden auf Kosten des Roten Kreuzes und Landesförderungen qualifiziert, um den vielen Nachfragen aus Bergen, Baabe Dreschvitz, Samtens, Wiek und Binz gerecht werden zu können.

Das Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern fährt als ein wichtiger Zuwendungsgeber seine Förderung für das Jahr 2002 um 85 Prozent nach unten. Somit wird das Rote Kreuz mit Wirkung vom 22. Juli 2002 die Arbeit der Familienbildungsstätte in der Art, wie es über Jahre angeboten wurde, einstellen. In geringem Umfang will man einige wenige Kurse weiterführen. Darüber informoert das DRK Rügen jetzt in einer entsprechenden Mitteilung.

Acht Jahre DRK - Investitionen in Höhe von 100.000 Mark, Förderungen des Landes in Höhe von 252.000 Mark, 42.000 Mark Mittel aus dem Bergener Haushalt und Kreismittel in der Dimension von 20.700 Mark verfehlen somit ihre weitere Wirkung. Hätte man da nicht schon eher reagieren und entscheiden müssen? Diese Frage bleibt bei allen Betroffenen im Raum stehen.

Die Option auf eine Weiterführung der Familienbildungsstätte ließe sich in dieser Situation nur über eine erhebliche Erhöhung der Gebühren für Kursangebote realisieren. Dies ist finanziell durch Rügener Familien nicht zu leisten. Der Kreisverband möchte es auch nicht versäumen, sich bei den Sozialausschüssen der Stadt und des Landkreises für die jahrelange Unterstützung und Partnerschaft zu bedanken.


Vorbereitungen

Arbeiten am Gastgeberkatalog 2003 beginnen

Ostseebad Sellin (DR). Die Vorbereitungen für den Gastgeberkatalog des Ostseebades Sellin 2003 haben begonnen. Die Werbegemeinschaft freut sich auf die bevorstehende Zusammenarbeit und dankt den Unternehmern für das entgegengebrachte Vertrauen. Das geht aus einer der Redaktion vorliegenden Pressemeldung des Fremdenverkehrsvereins hervor.

Der neue Gastgeberkatalog 2003 mit Anzeigenteil wird in einer Auflagenhöhe von 27.000 Stück wieder pünktlich zum Beginn der Tourismusmessen im Herbst erscheinen. Die Titelseite erhält ein neues Outfit. Die Inhalte der Imageseiten werden aktualisiert und ergänzt.

Der Gastgeberkatalog bietet den Hoteliers und Vermietern eine hervorragende Möglichkeit, ihre Quartiere darzustellen und direkt einen großen Kreis von Buchungsinteressenten anzusprechen. Wie bereits in den vergangenen Jahren erlaubt sich der FFV auch für die Ausgabe 2003, die Anzeigenformulare zuzusenden. Es werden unterschiedliche Anzeigenformate und der Eintrag in die Vermieterzeilen zu unveränderten Konditionen angeboten. Die Mitarbeiter des FFV erwarten diese Auftragsunterlagen zum Bearbeiten. Anzeigenschluss ist bereits der 17. Juni.

Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information gern unter (03 83 03) 8 70 06 oder fvv@ostseebad-sellin.de zur Verfügung. Geöffnet ist die Geschäftsstelle montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 17 Uhr.


Etat bestätigt

Landkreis verfügt über Haushalt 2002

Schwerin / Bergen auf Rügen (DR). Mit Erlass vom 3. Juni wurde die Haushaltssatzung 2002 des Landkreises Rügen vom Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Darüber informiert die Landkreisverwaltung in einer der Redaktion vorliegenden Pressemitteilung.

Von dem festgesetzten Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen in Höhe von 2,352 Millionen Euro wurde ein Teilbetrag in Höhe von 1,444 Millionen Euro genehmigt. Die Einzelgenehmigung für Kreditaufnahmen hat sich das Ministerium vorbehalten, heißt es weiter.

Laut Satzung wird der Haushaltsplan 2002 im Verwaltunghaushalt in den Einnahmen auf 53.429.600 Euro und in den Ausgaben auf 54.458.900 Euro sowie im Vermögenshaushalt in der Einnahme und Ausgabe auf jeweils 6.934.800 Euro festgesetzt.

Die Kreisumlage wird auf 26,789 v. H. der Umlagegrundlagen festgesetzt. Umlagegrundlagen sind die Steuerkraftmess-zahl 2000 und die Schlüsselzuweisungen 2001, wird in diesem Zusammenhang ergänzt.

Die Haushaltssatzung des Landkreises Rügen für das Haushaltsjahr 2002 ist im Amtsblatt des Landkreises Rügen, Sonderdruck Nr. 33, vom 10. Juni 2002 öffentlich bekannt gemacht. Sie tritt nach dem Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft, wie es in der Mitteilung abschließend heißt.
Interessierte Bürger können sich das Amtsblatt in der Landkreisverwaltung in der Billrothstraße 5 oder aber auch in den Ämtern selbst abholen.


Brandschutzgutachten für Insel

Landkreis will verstärkt Alarmierungsübungen durchführen

Bergen auf Rügen (DR). Für den Landkreis Rügen soll ein Brandschutzgutachten erarbeitet werden. Darauf verständigten sich Vertreter der Kommunen und der Freiwilligen Feuerwehren während einer Beratung, zu der der stellvertretende Landrat Rainer Feit (parteilos) eingeladen hatte.

"Im Zuge der notwendigen Verwaltungsstrukturreform im Kreis wird es auch Veränderungen im Brandschutz geben. Es gilt, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu sichern und die Aufgaben nach dem Brandschutzgesetz zu erfüllen. Ein Gutachten, das die Erfahrungen und Vorstellungen der Kommunen berücksichtigt, wäre eine solide Basis für künftige Entscheidungen", begründet Rainer Feit. Vor einigen Jahren habe man bereits ein Gutachten für den Rettungsdienst im Landkreis erstellen lassen, das inzwischen weitestgehend umgesetzt worden ist. Der Rügener Rettungsdienst gehöre heute zu den leistungsstärksten im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits jetzt wird es zunehmend schwieriger, die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren zu gewährleisten. Vor allem in der Woche tagsüber treten hier Probleme auf. Dies ist u.a. darauf zurück zu führen, dass immer noch junge Leute abwandern und viele Mitglieder der Feuerwehren oftmals nicht am Wohnort arbeiten. In den kommenden Wochen sollen verstärkt Alarmierungsprüfungen durchgeführt werden.

Als äußerst wichtig erachteten die Vertreter der Feuerwehren und Kommunen, dass sie eng zusammen arbeiten und sich gegenseitig über die wesentlichen Angelegenheiten im Brandschutz unterrichten. Hauptamtliche Mitarbeiter der Amtsverwaltungen sollten an den Wehrführerversammlungen teilnehmen.


Wellness ist auf Rügen im Trend

Tourismuszentrale Rügen will mit Angebotskatalog
Nebensaison befördern

Bergen auf Rügen (DR). Wellness liegt im Trend ! Aktuelle Anfragen und auch Buchungszahlen verdeutlichen dies eindrucksvoll. Studien bestätigen, dass über 15 Prozent der Bevölkerung Urlaub in den sogenannten "Wohlfühl-Tempeln" bucht - und das mit steigender Tendenz. Besonders werden auch Angebote auf der Insel Rügen nachgefragt.

Dieser Entwicklung will jetzt die Tourismuszentrale Rügen GmbH (TZR) mit einem Angebotskatalog entsprechen. Bisher gab es keine Zusammenfassung der Häuser und Offerten, die das Thema Wellness auf Rügen betrafen.

Die gebündelte Darstellung aller Wellness-Anbieter, aber auch der Saunalandschaften, Vital-Restaurants, Kureinrichtungen, Bäder, Fitnessstudios und Kosmetiksalons füllt eine Lücke in der Angebotspalette Rügens. Auch Kreideanwendungen werden nicht fehlen, stellen sie doch einen unverwechselbaren Bestandteil im Gesundheitsspektrum der Insel dar.

Rechtzeitig zur Herbstsaison soll die Broschüre erscheinen und mit buchbaren Angeboten auf die Nachfragesteigerung im boomenden Wellnessbereich reagieren. Sie ist mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren konzipiert. So ist sichergestellt, dass zu den großen Tourismusmessen den potenziellen Rügenurlaubern auch ein gutes Produkt in ausreichender Zahl an die Hand gegeben werden kann. Begleitend wird dann auch über die Homepage www.ruegen.de das neue Druckwerk beworben und kostenlos über die TZR versandt.

Zwar ist der Wellness-Begriff noch nicht so richtig definiert. Aber dies eröffne auch Möglichkeiten, ähnlich geartete Angebote an den Gast zu bringen. "Nur qualitätsorientiert müssen sie sein", so Raymond Kiesbye, Geschäftsführer der TZR. Etwa 35 Hotel- und Pensionsbetriebe gibt es auf Rügen, die sich explizit der Wellness-Bewegung verschrieben haben.

"Eine ausgezeichnete Möglichkeit der Saisonverlängerung", so Kiesbye. Gesundheit sei oftmals ein Thema für die dunklere Jahreszeit. Und da habe Rügen bekannterweise auch seine Qualitäten - und freie Betten.

Wer mehr über die Möglichkeiten im Wellness-Angebotskatalog wissen möchte, wende sich unter Telefon (0 38 38) 80 77 50 an die Tourismuszentrale in Bergen und erhält von Sylvia Ulbig weitere Informationen.



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