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Sascha Gluth, der neue Klaus Störtebeker, und Intendant Peter Hick
suchen noch Mitstreiter. Foto: Wuitschik |
Ralswiek (tw).
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt vor tausenden
von Zuschauern zu schauspielern und dafür minutenlangen Applaus zu
ernten? Jetzt ist diese Chance gekommen.
Am 22. Juni 2002, um 20 Uhr, werden die Störtebeker Festspiele in
Ralswiek mit dem Stück "Die Strandräuber" ihre nunmehr
zehnte Spielzeit eröffnen.
Nach dem letztjährigen tragischen Ende von "Klaus
Störtebeker", beginnt in diesem Jahr ein neuer Zyklus um diese
legendäre Figur. Es werden über die nächsten Jahre weiter
spannende und unterhaltende Geschichten auf der Naturbühne Ralswiek zu
erleben sein.
Also, wer Lust, Zeit und Spaß am Theaterspielen hat und wer über
den Sommer mit einem motivierten Team zusammenarbeiten möchte, der
meldet sich am 16. März 2002, um
14 Uhr, im "Gasthaus zum Störti" beim Eingang des Theaters.
Beginn der Proben für
die Kleindarsteller, die immer abends stattfinden, ist der 1. Juni 2002.
Als Kostenaufwand für die Spielzeit gibt es eine Gage von 960
EURO.
Gespielt wird ab dem 22. Juni 2002 bis zum 31. August 2002, jeden Tag
außer Sonntag, um 20 Uhr. Anzumerken ist (leider) noch, dass keine
Kinder mehr gesucht werden - also, wer zwischen 14 und 80 Jahre alt
ist (bevorzugt auch Männer, von wg. "Piraten") kann sich
noch melden und hat die Chance mit dabei zu sein. Also, nichts wie los
- bis zum 16. März im "Störti".
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Walter Lonskowski ist neuer Vorsitzender des Kreisbauernverbandes
Foto: Wuitschik |
Putbus (DR).
Am 7. März fand im Lauterbacher Hotel
"Victoria" der 11. Kreisbauerntag statt. Im Rechenschaftsbericht
des Vorstandes wurde durch Walter Lonskowski die Arbeit des Vorstandes
analysiert. Aber es wurden auch Forderungen der Landwirte gegenüber
der Politik laut. Besonders kritisch wurde sich mit der Politik der
Bundesregierung auseinandergesetzt.
Das Jahr 2001 war durch BSE und MKS geprägt von einer großen
Verunsicherung der Landwirte aber auch der Verbraucher.
Glücklicherweise blieben Rügens Tierbestände verschont. Die
Art und Weise, wie politisch mit dem Thema umgegangen wurde, hat die
Landwirte erschüttert. Das Grundvertrauen in die Verlässlichkeit
der Agrarwirtschaft hat gelitten.
Die Reaktion war der Zusammenbruch des Rindfleischmarktes. Die Rinderpreise
liegen erheblich unter denen des Vorjahres, was die miserable
wirtschaftliche Lage der Rindererzeuger erklärt, obwohl die Preise im
Handel um bis zu 20 Prozent gestiegen sind. Gute Erfolge konnten
Rügens Landwirte auf dem Gebiet der Pflanzenproduktion aufweisen, eine
gute Ernte wurde eingefahren. Die Erträge liegen über dem
Landesdurchschnitt.
Tausende einheimische Besucher, aber auch Touristen, besuchten das
traditionelle Kreiserntefest, den Tag des offenen Hofes und die NDR-Tage,
um sich vom Wirken der Landwirte zu überzeugen.
Die Teilnahme am Wettbewerb "Regionen aktiv" ist eine neue
Zusammenarbeit, um zwischen Produktion, Verarbeitung, zentralem und
dezentralem Markt, Marketing und Logistik einen Konsens zu erreichen. Dies
sehen die Landwirte positiv. Man müsse mehr miteinander und nicht
übereinander reden.
Der Berufswettbewerb nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. So ermitteln
die Rügener Landwirte jährlich den besten Melker, am 25. April
wird die Agrarprodukt Neuenkirchen der gastgebende Betrieb sein. Der
Pflügerwettbewerb findet gemeinsam mit Vertretern anderer
Kreisbauernverbände aus Grimmen, Stralsund, Ribnitz-Damgarten und
Rügen in der Agrargesellschaft Gustow am 11. Mai statt. Große
Unterstützung gibt hier die Drees Agrartechnik GmbH in Scharpitz.
Einen Termin sollten sich alle Rüganer jetzt schon merken: am 21.
September findet das Kreiserntefest wieder in Lauterbach statt.
Rügens Bauern erwarten zukünftig keine deutschen Alleingänge
mehr. Richtlinien müssten allgemeingültig in ganz Europa sein. Es
müsse ebenso eine Chancengleichheit für die konventionelle und
die ökologische Landwirtschaft geben. Die Gäste,
Staatssekretär Dr. Kreer und der Vizepräsident des
Landesbauernverbandes bestärkten Rügens Landwirte in ihren
Forderungen. Sie, wie auch Landrätin Kerstin Kassner versicherten eine
enge Zusammenarbeit.
Walter Lonskowski, Geschäftsführer in der Gut Mattchow GbR wurde
als neuer Vorsitzender des Verbandes gewählt. Er tritt damit die
Nachfolge von Egon Bauer an, der das Rentenalter erreicht hat. Bauer stand
dem Verband elf Jahre vor und hat wesentlichen Anteil am Entstehen und
Wachsen dieser einheitlichen Interessenvertretung der Landwirte
Rügens.
Für seine großen Verdienste wurde er im vergangenen Jahr mit der
Ehrennadel des Deutschen Bauernverbandes ausgezeichnet. Stellvertretender
Vorsitzender wurde Max Ott, Landwirt aus Lubkow. Sieben Delegierte werden
Rügen auf dem Landesbauerntag am 22. März in Stavenhagen
vertreten.
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Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen.
Es war im Jahr 1999, als Bergens Stadtvertreter nach
langer Diskussion die Sanierung des Ernst - Moritz - Arndt - Turms
beschlossen. Und schon jetzt lässt sich rückblickend sagen :
"Es war die richtige Entscheidung", denn der Zahn der Zeit
hinterließ an Bergens markantem Wahrzeichen so manche unschöne
Spur, die intensiver Sanierungsarbeiten bedurfte.
Nicht nur, dass Regenwasser von den Rundumgängen ins Mauerwerk des
Turmes lief, auch rein äußerlich war eine Verjüngungskur
unumgänglich. Im Mai 2000 begannen die umfangreichen
Sanierungsarbeiten, für die immerhin ein Kostenvolumen von 550.000
Euro eingeplant wurde. Zunächst wurde das Mauerwerk mit
"Hochdruck" von den Witterungsspuren der vergangenen Jahrzehnte
befreit und mittels eines modernen Verfahrens vor weiteren
Witterungseinflüssen geschützt.
Aber auch die Fenster, Natursteinelemente sowie die wunderschöne
gusseiserne Treppe wurden mit viel Liebe und Sorgfalt zu neuem Leben
erweckt. Im Herbst des vergangenen Jahres hieß es dann "Hut
ab!" Denn durch einen erneuten Beschluss der Stadtvertreter war nun
der Weg frei, dem Turm statt des alten Schieferdaches eine gläserne
Krone oder besser gesagt Kuppel aufzusetzten. (Der Rüganer berichtete
damals über das komplizierte Unterfangen.)
Ein wichtiger Beschluss, konnte der Turm doch schon seit Jahren seinen
angedachten "weitsichtigen" Zweck nicht mehr erfüllen. Nur
künstlich geschaffene Sichtschneisen ermöglichten dem Besucher
ein wenig den Blick in die Ferne, jedoch nur von der obersten Plattform.
Künftig wird der Turmbesucher wieder die Rundumsicht auf die Weiten
der Insel genießen können.
Pünktlich zum 125-jährigen Turmgeburtstag ist die Sanierung des
klinkerroten Wahrzeichens abgeschlossen. Aus Anlass der feierlichen
Neueröffnung des Turmes zum Osterfest, am 30. und 31. März,
veranstaltet die Stadtverwaltung einen mittelalterlichen Markt. Rund um den
Turm werden verschiedene Handwerkszünfte, wie Besenbinder,
Kerzenzieher, Bernsteinschleifer und Filzer, ihre Stände aufbauen und
dem Besucher einen Einblick in ihre Arbeit und Herstellungstechniken geben.
Neben Musikanten mit ihren historischen Instrumenten und Kostümen
treten Gaukler und Jongleure auf, werden Ritterturniere für Kinder
ausgetragen und für allerlei Gaumenfreuden ist natürlich auch
gesorgt. Nach der feierlichen Übergabe des
"Turmschlüssels" an den Pächter können sich die
Besucher selbst ein Bild über das rekonstruierte Denkmal und die darin
aufgebaute Ausstellung zur Gesichte des Turmes machen.
Übrigens, sucht die Stadtverwaltung für diesen Tag noch einen
Töpfer, eine Spinnerin, einen Porträtmaler und weitere Akteure,
die ihre Handwerkskünste live dem Publikum präsentieren
möchten.
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