D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 13. März - 19. März unabhängig - überparteilich

Es werden noch Piraten gesucht

"Die Strandräuber" in Ralswiek brauchen noch Mitstreiter

Sascha Gluth, der neue Klaus Störtebeker, und Intendant Peter Hick suchen noch Mitstreiter.

Foto: Wuitschik

Ralswiek (tw). Wer hat nicht schon einmal davon geträumt vor tausenden von Zuschauern zu schauspielern und dafür minutenlangen Applaus zu ernten? Jetzt ist diese Chance gekommen. Am 22. Juni 2002, um 20 Uhr, werden die Störtebeker Festspiele in Ralswiek mit dem Stück "Die Strandräuber" ihre nunmehr zehnte Spielzeit eröffnen.

Nach dem letztjährigen tragischen Ende von "Klaus Störtebeker", beginnt in diesem Jahr ein neuer Zyklus um diese legendäre Figur. Es werden über die nächsten Jahre weiter spannende und unterhaltende Geschichten auf der Naturbühne Ralswiek zu erleben sein.

Also, wer Lust, Zeit und Spaß am Theaterspielen hat und wer über den Sommer mit einem motivierten Team zusammenarbeiten möchte, der meldet sich am 16. März 2002, um 14 Uhr, im "Gasthaus zum Störti" beim Eingang des Theaters. Beginn der Proben für die Kleindarsteller, die immer abends stattfinden, ist der 1. Juni 2002. Als Kostenaufwand für die Spielzeit gibt es eine Gage von 960 EURO.

Gespielt wird ab dem 22. Juni 2002 bis zum 31. August 2002, jeden Tag außer Sonntag, um 20 Uhr. Anzumerken ist (leider) noch, dass keine Kinder mehr gesucht werden - also, wer zwischen 14 und 80 Jahre alt ist (bevorzugt auch Männer, von wg. "Piraten") kann sich noch melden und hat die Chance mit dabei zu sein. Also, nichts wie los - bis zum 16. März im "Störti".


Landwirte mit Sorgen und Erfolgen

Es sind Rügens Bauern, die auf Deutschlands größter Insel für herrliche Landschaften sorgen

Walter Lonskowski ist neuer Vorsitzender des Kreisbauernverbandes

Foto: Wuitschik

Putbus (DR). Am 7. März fand im Lauterbacher Hotel "Victoria" der 11. Kreisbauerntag statt. Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes wurde durch Walter Lonskowski die Arbeit des Vorstandes analysiert. Aber es wurden auch Forderungen der Landwirte gegenüber der Politik laut. Besonders kritisch wurde sich mit der Politik der Bundesregierung auseinandergesetzt.

Das Jahr 2001 war durch BSE und MKS geprägt von einer großen Verunsicherung der Landwirte aber auch der Verbraucher. Glücklicherweise blieben Rügens Tierbestände verschont. Die Art und Weise, wie politisch mit dem Thema umgegangen wurde, hat die Landwirte erschüttert. Das Grundvertrauen in die Verlässlichkeit der Agrarwirtschaft hat gelitten.

Die Reaktion war der Zusammenbruch des Rindfleischmarktes. Die Rinderpreise liegen erheblich unter denen des Vorjahres, was die miserable wirtschaftliche Lage der Rindererzeuger erklärt, obwohl die Preise im Handel um bis zu 20 Prozent gestiegen sind. Gute Erfolge konnten Rügens Landwirte auf dem Gebiet der Pflanzenproduktion aufweisen, eine gute Ernte wurde eingefahren. Die Erträge liegen über dem Landesdurchschnitt.

Tausende einheimische Besucher, aber auch Touristen, besuchten das traditionelle Kreiserntefest, den Tag des offenen Hofes und die NDR-Tage, um sich vom Wirken der Landwirte zu überzeugen.
Die Teilnahme am Wettbewerb "Regionen aktiv" ist eine neue Zusammenarbeit, um zwischen Produktion, Verarbeitung, zentralem und dezentralem Markt, Marketing und Logistik einen Konsens zu erreichen. Dies sehen die Landwirte positiv. Man müsse mehr miteinander und nicht übereinander reden.

Der Berufswettbewerb nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. So ermitteln die Rügener Landwirte jährlich den besten Melker, am 25. April wird die Agrarprodukt Neuenkirchen der gastgebende Betrieb sein. Der Pflügerwettbewerb findet gemeinsam mit Vertretern anderer Kreisbauernverbände aus Grimmen, Stralsund, Ribnitz-Damgarten und Rügen in der Agrargesellschaft Gustow am 11. Mai statt. Große Unterstützung gibt hier die Drees Agrartechnik GmbH in Scharpitz. Einen Termin sollten sich alle Rüganer jetzt schon merken: am 21. September findet das Kreiserntefest wieder in Lauterbach statt.

Rügens Bauern erwarten zukünftig keine deutschen Alleingänge mehr. Richtlinien müssten allgemeingültig in ganz Europa sein. Es müsse ebenso eine Chancengleichheit für die konventionelle und die ökologische Landwirtschaft geben. Die Gäste, Staatssekretär Dr. Kreer und der Vizepräsident des Landesbauernverbandes bestärkten Rügens Landwirte in ihren Forderungen. Sie, wie auch Landrätin Kerstin Kassner versicherten eine enge Zusammenarbeit.

Walter Lonskowski, Geschäftsführer in der Gut Mattchow GbR wurde als neuer Vorsitzender des Verbandes gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Egon Bauer an, der das Rentenalter erreicht hat. Bauer stand dem Verband elf Jahre vor und hat wesentlichen Anteil am Entstehen und Wachsen dieser einheitlichen Interessenvertretung der Landwirte Rügens.

Für seine großen Verdienste wurde er im vergangenen Jahr mit der Ehrennadel des Deutschen Bauernverbandes ausgezeichnet. Stellvertretender Vorsitzender wurde Max Ott, Landwirt aus Lubkow. Sieben Delegierte werden Rügen auf dem Landesbauerntag am 22. März in Stavenhagen vertreten.


Turmeröffnung pünktlich zum Osterfest

Aus Anlass der abgeschlossenen Sanierungsarbeiten am Arndt
Turm veranstaltet die Stadt Bergen einen historischen Handwerkermarkt

Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen.
Es war im Jahr 1999, als Bergens Stadtvertreter nach langer Diskussion die Sanierung des Ernst - Moritz - Arndt - Turms beschlossen. Und schon jetzt lässt sich rückblickend sagen : "Es war die richtige Entscheidung", denn der Zahn der Zeit hinterließ an Bergens markantem Wahrzeichen so manche unschöne Spur, die intensiver Sanierungsarbeiten bedurfte.

Nicht nur, dass Regenwasser von den Rundumgängen ins Mauerwerk des Turmes lief, auch rein äußerlich war eine Verjüngungskur unumgänglich. Im Mai 2000 begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten, für die immerhin ein Kostenvolumen von 550.000 Euro eingeplant wurde. Zunächst wurde das Mauerwerk mit "Hochdruck" von den Witterungsspuren der vergangenen Jahrzehnte befreit und mittels eines modernen Verfahrens vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt.

Aber auch die Fenster, Natursteinelemente sowie die wunderschöne gusseiserne Treppe wurden mit viel Liebe und Sorgfalt zu neuem Leben erweckt. Im Herbst des vergangenen Jahres hieß es dann "Hut ab!" Denn durch einen erneuten Beschluss der Stadtvertreter war nun der Weg frei, dem Turm statt des alten Schieferdaches eine gläserne Krone oder besser gesagt Kuppel aufzusetzten. (Der Rüganer berichtete damals über das komplizierte Unterfangen.)

Ein wichtiger Beschluss, konnte der Turm doch schon seit Jahren seinen angedachten "weitsichtigen" Zweck nicht mehr erfüllen. Nur künstlich geschaffene Sichtschneisen ermöglichten dem Besucher ein wenig den Blick in die Ferne, jedoch nur von der obersten Plattform. Künftig wird der Turmbesucher wieder die Rundumsicht auf die Weiten der Insel genießen können.

Pünktlich zum 125-jährigen Turmgeburtstag ist die Sanierung des klinkerroten Wahrzeichens abgeschlossen. Aus Anlass der feierlichen Neueröffnung des Turmes zum Osterfest, am 30. und 31. März, veranstaltet die Stadtverwaltung einen mittelalterlichen Markt. Rund um den Turm werden verschiedene Handwerkszünfte, wie Besenbinder, Kerzenzieher, Bernsteinschleifer und Filzer, ihre Stände aufbauen und dem Besucher einen Einblick in ihre Arbeit und Herstellungstechniken geben.

Neben Musikanten mit ihren historischen Instrumenten und Kostümen treten Gaukler und Jongleure auf, werden Ritterturniere für Kinder ausgetragen und für allerlei Gaumenfreuden ist natürlich auch gesorgt. Nach der feierlichen Übergabe des "Turmschlüssels" an den Pächter können sich die Besucher selbst ein Bild über das rekonstruierte Denkmal und die darin aufgebaute Ausstellung zur Gesichte des Turmes machen.

Übrigens, sucht die Stadtverwaltung für diesen Tag noch einen Töpfer, eine Spinnerin, einen Porträtmaler und weitere Akteure, die ihre Handwerkskünste live dem Publikum präsentieren möchten.


Stadtvertretung erteilt Haushaltsatzung ihren Segen

Diskussionen um Stellenplan der Bergener Stadtverwaltung

Von Knut Schäfer

Bergen auf Rügen.
Zwar nicht ohne Diskussionen dennoch mehrheitlich stimmten Bergens Stadtvertreter auf ihrer letzten Sitzung dem Entwurf der Haushaltssatzung für 2002 zu. Die durch die Bergener Kämmerei in gewohnt vorbildlicher Art und Weise erarbeitete Satzung lässt vor allem eine negative Entwicklung erkennen.

So gehen die sogenannten Landeszuweisungen, für die meisten Kommunen die wichtigste Einnahmequelle, von Jahr zu Jahr immer weiter zurück. Betrug diese Einnahme im Jahr 2001 noch 6,131 Millionen Euro, so belaufen sich die Zuweisungen für das laufende Jahr nur noch auf 5,779 Millionen Euro. Im Klartext, also eine Mindereinnahme von 352.000 Euro.

"Auf der einen Seite liegt die Steuerkraft einer Kommune in den neuen Bundesländern immer noch unter 40 Prozent einer westdeutschen Kommune, obwohl gleiche Aufgaben mit wesentlich weniger Einnahmen bewältigt werden müssen. Auf der anderen Seite verzeichnet die Stadt Bergen im Vergleich zu kleineren Gemeinden noch relativ hohe Steuereinnahmen.

Ursache hierfür ist zum Beispiel bei Gewerbesteuern die zentrale Lage Bergens und seine Funktion als Mittelzentrum, die zur Ansiedlung von Firmen führt", so Bergens Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU). Die beiden größten Investitionsmaßnahmen der Stadt Bergen im laufenden Jahr, die Sanierung des Busbahnhofes und des Stadions, sind ebenfalls im Haushaltsplan enthalten.

Wie bereits erwähnt, gab es vor allem beim Stellenplan der Verwaltung einige Diskussionen. Grund dafür ist die Schaffung einer neuen Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Verwaltung. "Aus meiner Sicht ist es für die Stadt Bergen auf Rügen dringend notwendig, sich in der heutigen

Zeit wichtigen Medienvielfalt zu stellen und über die Vorgänge, Abläufe, Aufgaben und Zielstellungen einer öffentlichen und bürgernahen Verwaltung in der gegebenen Vielfalt zu berichten", begründete Andrea Köster die Einführung dieser Stelle. Vor allem die SPD - Fraktion und Wolfgang Jepp konnten diese Meinung nicht teilen und votierten bei der abschließenden Abstimmung zum Haushaltsplan, zu dem ebenfalls der Stellenplan gehört, gegen den Entwurf der Verwaltung.


Name für das Besucherzentrum am Königsstuhl gesucht

Einsendeschluss am 22. März :
Bei Abgabe eines Vorschlages automatische Teilnahme an einem Gewinnspiel

Jasmund (ur). Wie im Rüganer bereits ausführlich berichtet, entsteht im Nationalpark Jasmund in der Nähe des Königsstuhls ein Besucherzentrum. Es soll die zentrale Anlaufstelle für die Besucher des Nationalparks Jasmund werden. Doch wie das Besucherzentrum am Königsstuhl heißen soll, ist noch nicht entschieden.

Damit das "Kind" möglichst bald einen Namen bekommt, fordern die Umweltstiftung WWF und die Stadt Sassnitz die Rüganer zur Mithilfe auf. "Wir wünschen uns, dass viele Menschen mithelfen, einen passenden Namen für das neue Infozentrum zu finden. Schließlich entsteht hier ein Haus für unsere ganze Insel," sagt Carsten Hertwig, Projektleiter für den Aufbau des Besucherzentrums.

Der Namenswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Landrätin Kerstin Kassner. Jeder, der bei dem Wettbewerb mitmachen will, kann seinen Namensfavoriten an die Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH, Hafenstraße 12d, 18546 Sassnitz schicken. Wer einen Vorschlag abgibt, nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil.

Die fünf besten Vorschläge werden prämiert und die Gewinner erhalten je zwei Freikarten für das Stralsunder Meeresmuseum. Der Einsendeschluss ist bis zum 22. März 2002 verlängert worden. "Mit der Verlängerung soll möglichst vielen Interessenten die Möglichkeit zur Teilnahme gegeben werden. Wir möchten eine große Vielfalt an Namens-Ideen entstehen lassen," sagt Carsten Hertwig.
Zur Einstimmung auf die Namenssuche teilen die Verantwortlichen mit: "Rund 600.000 Menschen kommen jedes Jahr zum Königsstuhl. Ziel des Informationszentrums ist es, diese Menschen für die Natur und Nationalparke zu begeistern. In der geplanten Multivisionsshow und der interaktiven Ausstellung können die Besucher zum Beispiel die Entstehung der Kreideküste, das Leben unter der Meeresoberfläche oder in der Erde miterleben.

Das Besucherzentrum wird in die Räume eines zuletzt durch die Nationale Volksarmee (NVA) genutzten, denkmalgeschützten Gebäudes am Königsstuhl einziehen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt und wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert."

Infounterlagen zum Namenswettbewerb gibt es bei der Stubnitzhaus Sassnitz gGmbH, Hafenstraße 12d, 18546 Sassnitz; Tel. 038392 / 6617-0. An diese Telefonnummer kann man sich auch zwecks weiterer Infos zum Besucherzentrum wenden.



Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel".
© DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages!

Ruegen-Logo Informationen zur Insel Rügen   © wild-east®marketing
Impressum