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Das Duo "Klaus und Klaus" sowie Produzent Rainer Felsen
gehören zu den "alten Bekannten" des Rügen-Talk.
Foto: privat |
Ostseebad Binz (DR). Unter dem Motto "Familienabend" trafen sich
am Mittwoch letzter Woche wieder Stars und Sternchen aus Funk und Fernsehen
im IFA Ferienpark Rügen. Einige der Promis sind bereits schon zum
zweiten Mal beim Rügen-Talk dabei gewesen.
Nach leichten Startschwierigkeiten ging es richtig in die Vollen. Zuerst
nahmen die beiden Powerfrauen Ilona Schulz-Baumgart und Journalistin
Kerstin Stein auf der Couch platz und sprachen mit Moderator André
Holst über das "Verfallsdatum der Frauen". Ilona
Schulz-Baumgart ist bereits schon seit 17 Jahren mit dem "Dicken"
von Klaus & Klaus verheiratet und hatte während des dritten
Rügen-Talks ihren persönlichen "Kennenlerntag"
gefeiert.
Nach diesem "fraulichen" Auftakt kam Startrompeter Peter Beil zu
Wort. Der musikalische Leiter der Sesamstraße sprach über die
Synchronisation bei der amerikanischen Kinderserie. In einer Session, wie
es Moderator André Holst betitelte, erlebten die Zuschauer
anschließend Erfolgsproduzent Rainer Felsen und Peter Beil sowie
Klaus mit dem Titel "Icecream".
Im Rügen-Talk ist es bereits schon gute Tradition geworden, dass
Politiker während der Plauderrunden auftreten und über die
große Politik aus Berlin berichten. Die FDP-Generalsekretärin
Cornelia Pieper befasst sich in der Hauptstadt mit Bildungspolitik. Das war
auch das beherrschende Thema in der Gesprächsrunde. Mit kritischen
Fragen löcherte Holst die Politikerin. Der Moderator sprach auch mit
ihr über die heutige Glaubwürdigkeit der Volksvertreter.
Die beiden Vollblut-Entertainer Andreas Holm und Thomas Lück sorgten
anschließend für Stimmung im "Saal Hiddensee". Mit
viel Musik und Sketchen brachten sie das Publikum zum Lachen und sorgten
für gute Unterhaltung der rund 180 Gäste.
Die beiden Radiomoderatoren Jürgen Rümmel vom Berliner
Radiosender "Spreeradio" und Friedhelm Möller vom Hamburger
NDR Hörfunksender "90,3". sprachen mit André Holst
über die Zukunft des Hörfunks.
Abschließend kam das Duo "Klaus und Klaus" auf die
Bühne. Beide hinterließen einen bleibenden Eindruck beim
Publikum, wie der tosende Applaus bewies. Aber vorher musste André
Holst noch seine musikalische Seite zeigen. Erstmals dieses Jahr sang er
einen Song, den Klassiker "New York, New York".
Der nächste Rügen-Talk findet übrigens heute Abend statt.
Bei der vorletzten Veranstaltung in dieser Saison werden mit dabei sein :
Die Buchautorin und Sängerin Kerstin Rodger, Kammersänger Rainer
Süß, die Comedystars Emmi & Herr Willnowsky, die
Sängerin Marion von Richly und die Kulturmanagerin Karin Müller.
Für die musikalische Unterhaltung sorgen heute ab 21 Uhr im Saal
"Hiddensee" des IFA Ferienpark Rügen Schlager-interpret Gerd
Christian, der Sänger Peter Rafael und der Entertainer Frank Zander.
Der Eintritt für den Rügen-Talk 2003 beträgt acht Euro pro
Person, der Kartenverkauf läuft unter (03 83 93) 9 20 80. Viel
Spaß wünscht Der Rüganer !
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Nach der Vertragsunterzeichnung. Von rechts: : Ernst Heinemann (Putgarten),
Sönke Reimers (TVR), Reinhard Liedtke (Sellin), Carola Koos
(Göhren), Dieter Mathis (Baabe), Horst Schaumann (Binz) Foto: Wuitschik |
Rügen (DR). Nach Einschätzung des Vorstandes des
Tourismusverbandes Rügen (TVR) ist die Ausweitung der FFH-Gebiete
beschlossene Sache. Daher strebe der TVR eine Aufweichung der
verhärteten Fronten von Gegnern und Befürwortern an. Dafür
müsse die Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene gebracht werden.
"Schaffen wir das nicht, werden zukünftige Vorhaben verhindert,
da die Gesprächsfäden dauerhaft zerschnitten sind", mahnt
Sönke Reimers, Vorstandsvorsitzender des TVR, bei den Kontrahenten
Einsicht an.
"Die Naturschutzmüdigkeit mündet sonst in negativen
Erscheinungen für Natur und Wirtschaft", ist sich Reimers der
negativen Folgen sicher. Fakt ist, dass nach einer Untersuchung des
Landkreises zwar trotz FFH-Richtlinien alle laufenden Investitionen in
Schutzgebieten genehmigt wurden. Die Kosten für zusätzliche
Untersuchungen stiegen aber sprunghaft an. Gleichzeitig wurden erhebliche
Zeitverzögerungen bei den Vorhaben registriert.
Als sicher gilt auch, dass geplante Schutzgebiete Investoren von vornherein
abschreckten. Die Verunsicherungen über nicht einschätzbare
Folgen von Schutzgebietsausweisungen seien enorm. Unberechenbare,
schwammige oder noch gar nicht vorhandene Ausführungsvorschriften
trügen dafür die Schuld. Negative Erfahrungen aus der
Vergangenheit täten ein Übriges.
Die Unsicherheit von unkalkulierbaren Folgen der Schutzgebietsausweisungen
träfe auch die Kommunen. Planungen würden eingeschränkt oder
gar nicht erst aufgenommen, Umsetzungen stünden vor dem Aus. Besonders
der Entwicklung des maritimen Tourismus würden erhebliche Probleme
entstehen. Der TVR sieht die einzige Möglichkeit der Einflussnahme
jetzt noch in der Mitgestaltung der zukünftigen
"Behandlungsrichtlinien" für die neuen FFH-Gebiete.
Gleichzeitig müssten entstandene Widersprüche zwischen
Naturschutz und Förderprojekten auch in der Landesregierung
ausgeräumt werden. Der TVR erkenne, dass die intakte Natur die
Grundlage einer funktionierenden Tourismuswirtschaft sei. Nicht
abschätzbare Folgen der Schutzgebietsausweisung führten aber auch
zu wirtschaftlichen Einschränkungen, die Arbeitsplätze und
Einkommen vernichtet.
Und dies leistet letztendlich der anhaltenden Abwanderung Vorschub. Der TVR
ist der Meinung, dass die Naturschutzbehörden sich mit der
FFH-Richtlinie einen Bärendienst erwiesen haben. Die Frustration
über den behördlichen Naturschutz nehme zu, die Polarisierung
zwischen Gegnern und Befürwortern erreiche neue Höhepunkte.
Aufgabe des Tourismusverbandes wird es sein, alle Beteiligten zu
veranlassen, zur Sachdiskussion zurückzukehren.
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