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Hoffnungsvoll: "Ich gebe noch nicht auf!"

Hiddensee: "Heiße Eisen" bald mit Lösungschance
oder stirbt zuletzt die Hoffnung?


Von Wolfgang Urban

Hiddensee.
Am 8. Mai 2002 erschien das Foto nebenan bereits einmal auf der Titelseite des Rüganer. Hoffnungsvoll wurde das Blatt in den Händen von Bürgermeister Gino Leonhard als "Papier der Einigkeiten" bezeichnet. Doch diese Hoffnung starb schon bald.

Dabei stammte das Papier sogar aus dem Wirtschaftsministerium in Schwerin. In ihm wurde mitgeteilt, in welchen Punkten Einigkeit beim "Vollzug der Satzung über Erlaubnisse für die Sondernutzung an Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen in der Gemeinde Seebad Hiddensee" erzielt wurde. Hintergrund waren permanente Verstöße gegen diese Satzung.

Dieses Bild erschien bereits am 8. Mai 2002 im Rüganer. Es kündet von Bürgermeister Gino Leonhards Bemühen um Einigkeit auf Hiddensee. Manches glückte bislang nicht. "Aber", so Gino Leonhard, "Ich gebe noch nicht auf !"

Foto: Urban

Bereits am 9. Januar 2002 hatte Der Rüganer mit Fotos belegt, wie E-Fahrzeuge der HLG (Hiddensee Logistik GmbH) Transporte durchführten, die eigentlich laut erwähnter Satzung von Pferdefuhrwerken transportiert werden müssen. Dagegen hatten sich Fuhrwerksunternehmer gewandt, die an einer Umsetzung der Satzung interessiert waren.

Mit Hilfe des "Papiers der Einigkeiten" sollte nach einer Übergangsfrist eine volle Umsetzung der Satzung erreicht werden. Doch dazu ist es bis heute nicht gekommen. Verstöße gegen die Satzung führten in den vergangenen Monaten immer wieder zu Ordnungswidrigkeitsverfahren. "Dabei sind uns auch Fehler unterlaufen," räumt Bürgermeister Leonhard ein.

Sie wurden von einem pfiffigen Rechtsanwalt zugunsten seiner Mandanten genutzt, so dass auch schon auf dem Gemeindehof angekettete Fahrzeuge von Handwerkern wieder ihren Besitzern übergeben werden mussten.

Nach mehreren gerichtlichen Erörterungsterminen scheint sich jetzt eine Lösung abzuzeichnen, die sowohl von der Gemeinde als auch den beiden einheimischen Handwerkern auf Hiddensee akzeptiert werden kann. Während hier die Zeit der Ordnungswidrigkeitsverfahren vielleicht ein Ende finden wird, gibt es noch weitere Verfahren dieser Art gegen andere Unternehmen.

"Fakt ist", sagt Bürgermeiser Leonhard, "dass es sich um eine rechtlich schwierige Materie handelt, daher mussten auch wir bei der Durchführung der Verfahren Lehrgeld zahlen. Doch von Mal zu Mal wurden unsere Bescheide wasserdichter. Dabei ist es für uns besonders wichtig, dass vor Gericht die Rechtmäßigkeit der Satzung festgestellt wurde.

Nach wie vor bin ich der Hoffnung, dass wir für die einzelnen Unternehmen, die gegenwärtig noch gegen die Satzung verstoßen, auch solche Lösungen für ihre wirtschaftlichen Belange finden werden, die weitere Verstöße sinnlos machen. Ich bin hoffnungsvoll."


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