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Startschuss fällt im Juli

Bergen saniert untere Dammstraße

Ab Juli soll die untere Dammstraße saniert werden.

Foto: Schäfer

Bergen auf Rügen (ks). Dem wohl letzten großen Knüppeldamm in Bergen, der unteren Dammstraße, geht es ab 15. Juli ans "Pflaster". Dies teilte Bergens Bauamtsleiter Rainer Starke in einem Rüganer - Gespräch mit. Laut seinen Aussagen soll die Sanierung bis Ende November dieses Jahres abgeschlossen sein.

Da die neue Kanalisation und Wasserversorgung bereits im Zuge der Sanierung der oberen Dammstraße realisiert wurde, betreffen die Bauarbeiten vor allem die Fahrbahn, Gewege sowie die Haus-anschlüsse. Bereits vor mehreren Monaten stand der Oberflächenbelag im Mittelpunkt der Diskussionen.

Eine Pflasterung wie in der oberen Dammstraße hätte die Ausdehnung der "Zone 30" auf diesen Bereich zur Folge gehabt. Da das Straßenbauamt Stralsund für Straßen in der 30 km / h-Zone aber keine finanzielle Förderung ausgibt und bei 50 km / h die Abrollgeräusche auf der Pflasterstraße zu hoch sind, blieb Verwaltung und Stadtvertretung nichts anderes übrig, als sich für einen Asphaltbelag mit gepflastertem Rinnstein zu entscheiden.

Positiver Nebeneffekt der Sanierung wird sicherlich auch die Entschärfung der derzeitigen Parkplatzsituation sein. Parken die Fahrzeuge momentan noch ziemlich verkehrsbehindernd am linken und rechten Fahrbahnrand, wird dies nach der Fertigstellung nur noch in Parktaschen möglich sein.


CDU beginnt mit Vorbereitung der Kommunalwahl

Nominierung in den Ortsverbänden soll bis Ende November abgeschlossen sein

Bergen auf Rügen (ks). Die Christdemokraten der Insel haben offiziell den Startschuss für die Kommunalwahlen 2004 gegeben, geht aus einer der Redaktion vorliegenden Pressemitteilung des Kreisverbandes hervor. Wie weiter zu erfahren ist, beschäftigt sich der Kreisvorstand seit Anfang des Jahres intensiv mit Fragen der Personalpolitik im Kreisverband.

Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, welche dem Kreisvorstand Vorschläge untcrbreitet und den Ortsverbänden unterstützend für die im Sommer des Jahres 2004 durchzuführenden Kommunalwahlen zur Seite steht. "Derzeit sind wir damit beschäftigt, unsere bisherigen Mitglieder in Gemeinde- und Stadtvertretungen und im Kreistag auf eine erneute Kandidatur anzusprechen, sowie mit potenziellen Neukandidaten ins Gespräch zu kommen", so die CDU - Kreisvorsitzende Andrea Köster.

Der genaue Zeitplan sieht vor, dass die Ortsverbände die Nominierung der Kandidaten für die Gemeinde- und Stadtvertretung bis zum 17. November 2003 ab-schließen ist. "Nach jetziger Planung wird die Kreismitgliederversammlung, welche der Nominierung der Kandidaten für den Kreistag dient, voraussichtlich am 17. Januar 2004 stattfinden", so die Kreisvorsitzende weiter.

Gleichzeitig gibt Köster die Zielstellung aus, die guten Ergebnisse der letzten Kommunalwahl noch weiter zu verbessern : "Die letzte Land- und Bundestagswahl hat auf Rügen gezeigt, dass aufgrund der guten Sacharbeit die CDU in der Bevölkerung stark verankert ist."


Markttreiben

1. Handwerker- und Flohmarkt im Klosterhof

Bergen auf Rügen (DR). Der Klosterhof in Bergen wird zum ersten Mal Schauplatz eines Handwerker- und Flohmarktes, teilt die Stadtverwaltung in einer diesbezüglichen Pressemitteilung mit. Die Gewerbetreibenden der Schauwerkstätten und die Stadtverwaltung laden Sie dazu herzlichein.

Neben der Öffnung der Schauwerkstätten wird im Rahmen des Handwerkermarktes an diesem Tag auch die Möglichkeit sein, Flohmarktartikel anzubieten. Auch für das leibliche Wohl wird durch die "Klosterschenke" gesorgt. Alle Bergener, Rüganer und anderweitige Interessenten sind aufgerufen sich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit allem was "Gebraucht und Alt" ist , zu beteiligen.

Nicht zugelassen sind allerdings Neuwaren, Luxusgüter aber auch kein Kriegsspielzeug, Edelmetalle, Medikamente, Wochenmarktartikel oder gar lebende Tiere. Ein Standgeld wird nicht erhoben.

Voranmeldungen sind bis zum 23.05.2003 im Ordnungsamt der Stadt, Abt. Gewerbe/Erlaubniswesen, Markt 5 oder telefonisch unter 811482 oder 811408 möglich. Im Rahmen der Möglichkeiten werden auch noch am 24.05.2003 Standplätze vor Ort vergeben.


Einbruch

Täter drangen in Kirche ein

Vilmnitz (DR). Unbekannte Täter zerschlugen in der Tatzeit vom 10 Mai, gegen 14 Uhr, bis 11. Mai, gegen 13 Uhr, an der Rückseite der Evangelischen Kirche ein Bleiglasfenster. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Polizeidirektiron Stralsund hervor, der der Redaktion vorliegt.

Nachdem sie mit einer Leiter in das Kircheninnere gelangten, hebelten die Täter zwei Kollektekästen auf. Die Kästen waren jedoch leer, weil am letzten Sonntag kein Gottesdienst stattfand. Der Einbruchsschaden beläuft sich auf rund 800 Euro, wie es abschließend in der Meldung heißt.


"Lebensmittel sind mehr wert!"

"Kampf gegen fortschreitende Wertevernichtung..."

Rügen. Nach der Fahrt entlang von Wiesen und Weiden der Gut Mattchow GbR beantwortet Walter Lonskowski nicht nur als Geschäftsführer dieser GbR, sondern auch als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Rügen e.V. Fragen.

Wolfgang Urban (ur):
Sie sagten auf der Fahrt, dass es bald kaum noch Kühe auf Rügen geben werde, wenn die Entwicklung so weiter geht. Warum?

Walter Lonskowski:
In diesem Jahr wurde zum ersten Mal die Milchquote im Land Mecklenburg-Vorpommern nicht ausgeschöpft. Immer mehr Landwirte ziehen sich aus der Milchproduktion zurück. Ein Grund dafür sind die geringen Preise, die der Landwirt für Milch bekommt.

(ur):
Wie sieht das konkret in Ihrem Betrieb aus?

Walter Lonskowski:
Wir bekommen gegenwärtig für einen Liter Milch ca. 27 Cent. Der Verbraucher bezahlt für den Liter Milch im Discounter rund doppelt so viel. Diese Milch ist dann allerdings bereits bis auf z.B. 2,5 Prozent Fett entrahmt. Ihr sind also schon wertvolle Inhaltsstoffe entzogen worden, die für Produkte wie Butter, Käse, Joghurt und andere Produkte Verwendung fanden.

Das Problem besteht dabei darin, dass wir im letzten und in diesem Jahr für die Milch als Erzeuger immer weniger Geld bekommen haben, aber unsere Erzeugerkosten, wie z.B. Diesel und Strom, sind gestiegen. Die Schere klafft also immer weiter auseinander. Das führt dazu, dass Landwirte zunehmend aus der Milchproduktion aussteigen.

Das ist aber problematisch, da viele Landwirte in den 90er Jahren stark in die Milchproduktion investiert haben und zum Teil die Refinanzierung noch nicht abgeschlossen ist.

(ur):
Bleiben wir noch einmal konkret bei Ihrem Betrieb, also der Gut Mattchow GbR. Welche Konsequenzen hatte der geringer werdende Rinderbestand?

Walter Lonskowski:
Vorhandene Grünländereien können jetzt natürlich nicht mehr so gepflegt und genutzt werden. Aufgrund ihrer Lage ist auch keine Umnutzung in Ackerflächen möglich. Beim gegenwärtigen Bestand an Rindern und den Verkaufsmöglichkeiten z.B. von Heu an Pferdehalter ist für unseren Betrieb die Entwicklung noch nicht so dramatisch. Aber bei einer weiteren Verringerung des Rinderbestandes wäre das Grünland überflüssig. Es würde im landwirtschaftlichen Reproduktionsprozess keine Rolle mehr spielen.

(ur):
Sie würden also bei Ablauf der jetzigen Pachtverträge keine Grünlandflächen mehr pachten?

Walter Lonskowski:
Ja. Die Entwicklung läuft darauf hinaus, dass diese Flächen für die Eigentümer entwertet werden.

(ur):
Dann wird Rügen eine Insel ohne Kühe und mit verwilderndem Grünland? Ist das der Entwicklungstrend?

Walter Lonskowski:
Ja, das könnte der Trend werden. Wenn weiterhin Milchprodukte in den Discountern zu Preisen verramscht werden, die zum Teil unter den Einstandspreisen liegen.

(ur):
Warum unter den Einstandspreisen? Was ergibt das für einen ökonomischen Sinn?

Walter Lonskowski:
Es gibt Discounter, die versuchen über einen Niedrigstpreis von Lebensmitteln wie Milch Kunden anzulocken. Diese kaufen jedoch nicht nur Milch, sondern bekanntlich machen die Verbraucher gerade in Discountern ihre Großeinkäufe. So entsteht der Gewinn dann eben nicht mit der Milch, sondern mit der Masse der eingekauften Produkte.

Daher unterstützen wir als Kreisbauernverband Rügen e.V. die vom Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband gestartete Kampagne "Lebensmittel sind mehr wert!". Wir wollen auf die mit der Preisdruckpolitik verbundenen Zusammenhänge sowie deren fatale Wirkungen aufmerksam machen.

Die heimische Landwirtschaft wehrt sich mit der Kampagne "Lebensmittel sind mehr wert" gegen Preisdumping und Niedrigstpreise für ihre hochwertigen, qualitätsgesicherten Produkte im Lebensmittelhandel und will den Kampf gegen fortschreitende Wertevernichtung bei Lebensmitteln aufnehmen. Gleichzeitig suchen wir den Dialog mit den Verbrauchern.


Stilles Jubiläum

Theater Putbus fünf Jahre "am Markt" / Spielplan

Bergen auf Rügen / Putbus (gü). Klotzen, nicht kleckern heißt die Devise des Theater Putbus. Aus diesem Grund sind die ersten fünf Jahre seit der Wiedereröffnung auch als stilles Jubiläum begangen worden. Dafür will die Theatercrew um Direktor Klaus Möbus am 31. August das 50-jährige Jubiläum der Wiedereröffnung des Theaters nach Ende des zweiten Weltkriegs mit der Öffentlichkeit gebührend begehen.

Und zwar mit einer Aufführung des Theater Bremerhavens, wie der Direktor am Montag informierte. Zu sehen ist ein Lustspiel nach Lessing unter dem Titel "Minna von Barnhelm". Genau mit diesem Stück wurde 1953 das Theater mit dem eigenen Ensemble eröffnet. Die Vorstellung am 31. August beginnt um 20 Uhr.

Klaus Möbus konnte am letzten Montag auf fünf "durchwachsene" Jahre des Theaters blicken. So sind die Veranstaltungen von 93 (1998) auf 152 (2002) gesteigert worden, auch die Gästezahlen stiegen von rund 15.800 (1998) auf knapp 27.900 (2002). Jedoch gab es zwischenzeitlich von 2000 zu 2001 einen Besucherrückgang, wie der vorliegenden Statistik zu entnehmen ist.

Laut Möbus sind die Tendenzen in Putbus auch "anders" als bei anderen Theatern im Land. So hat das Theater Putbus durch die Bargeldeinführung des Euro keine Umsatzverluste hinnehmen müssen, die Gästezahlen im Winter sind gut (allerdings mit sechs Wochen Spielpause - Anm. d. Red.), zunehmend kommen auch die Rüganer in die Vorstellungen und als großen Vorteil sieht der Direktor die Tatsache, dass jede Karte storniert werden kann. Zwar gibt es in der Regel kein Geld zurück, sondern eine Gutschrift für eine andere Vorstellung, doch "die Besucher honorieren das", so Möbus.

Gleichzeitig nutzte er das am Montag stattgefundene Pressegespräch, um auf den Sommerspielplan aufmerksam zu machen. Dieser wird von Juni bis September laufen, und mit den PUTBUS-Festspielen beginnen.

Drei Stücke stehen in diesen Monaten auf dem Programm Faust "für Jedermann" mit Jürgen Zartmann und Astrid Bless, das Theater Karlshorst gastiert mit "Salon Pitzelberger" und die Uckermärkische Bühnen Schwedt zeigen "Ladys Night".

Info : www.theater-putbus.de


Alle Ämter niedergelegt !

CDU-Fraktionschefin Cornelia Regulski-Rodrigo gibt auf

Ostseebad Sellin (gü). Politisches Erdbeben in der Gemeindevertretung ! CDU-Fraktionschefin Cornelia Regulski-Rodrigo erklärte ihren sofortigen Rückzug von allen politischen Ehrenämtern innerhalb der Gemeinde aus persönlichen Gründen. Darüber informierte Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) während der letzten Gemeindevertretersitzung gegenüber den anwesenden Abgeordneten und Bürgern.

Damit hat die CDU-Fraktion innerhalb der Gemeindevertretung erst einmal ihren führenden Kopf verloren, und auch der Posten des ersten stellvertretenden Bürgermeisters ist verwaist.
Cornelia Regulski-Rodrigo hinterlässt eine große Lücke im politischen Mosaik der Gemeinde Ostseebad Sellin.

So war die ehemalige Fraktionschefin auch im Haupt-, Bau- und Kurausschuss der Gemeindevertretung sowie im Amtsausschuss des Amtes Mönchgut-Granitz vertreten. Dort hatte sie ebenfalls mehrere Ehrenämter inne, die nun alle neu besetzt werden müssen.
Der Rüganer fragte aufgrund der überraschenden Entscheidung bei CDU-Gemeindevertreterin Dorothea Streck nach, wie die Fraktion ihre personellen Engpässe überwinden will.

"Auf der gültigen Liste der letzten Kommunalwahl von 1999 steht als Nachrücker der Unternehmer Michael Pfeffer. Er hat bereits zugesagt, dass er in die Gemeindevertretung aufrücken wird", so Streck.

Die Stellvertreter von Cornelia Regulski-Rodrigo im Haupt- und Amtsausschuss werden vermutlich als vollständige Mitglieder nachrücken (es handelt sich beide Male um Hans-Peter Hellbach), so die Abgeordnete weiter. Handlungsbedarf gibt es demnach noch für den Bau- und Kurausschuss. "Hier wird sich die Fraktion in den kommenden Tagen beraten und Vorschläge erarbeiten", ergänzt sie dazu.

Doch das größte Problem scheinen die Christdemokraten mit der Besetzung des Postens des ersten stellvertretenden Bürgermeisters zu haben. Wer soll es machen ? Interessierte Leser und ehrenamtlich tätige Einwohner wissen, dass mit diesem Job viel Arbeit verbunden ist.

"Auch hier werden wir eine Lösung finden, die wollen wir aber mit allen Mitgliedern der Selliner CDU besprechen", sagt Dorothea Streck abschließend. Die anderen Fraktionen haben den Rückzug kommentarlos zur Kenntnis genommen.



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