| 15. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 14. Juli - 20. Juli 2004 | unabhängig - überparteilich |
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Um diese fünf Plätze
perspektivisch wirtschaftlich zu unterhalten und zu betreiben, sind mehrere
Faktoren erforderlich, schrieben Sandner und Billion dem Landkreis und auch
der Hotellerie ins Stammbuch. Pro Platz müssen rund 25.000 Runden gespielt
werden. Die Golfsaison dauert in aller Regel von April bis Oktober. |
Ostseebad Binz (gü). Jürgen Drews von der Wählerinitiative für Binz (WFB)
geht als Gemeindevertretervorsteher in seine dritte Wahlperiode. Darauf
verständigte sich die neue Gemeindevertretung während ihrer konstituierenden
Sitzung am letzten Donnerstag, Drews wurde bei einer Enthaltung einstimmig
in das Ehrenamt gewählt.
Zu Beginn der Sitzung stellte die FDP-Fraktion den Antrag, alle im
Gemeinderat vertretenen Abgeordneten auf eine hauptamtliche oder
inoffizielle Mitarbeit im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der
DDR zu überprüfen. Der Antrag wurde einstimmig auf die Tagesordnung
aufgenommen und im nichtöffentlichen Teil beraten. Wie Der Rüganer erfahren
konnte, ist er dort ebenfalls mit großer Mehrheit der Abgeordneten
angenommen worden, so dass die Überprüfungen stattfinden werden.
Spannend wurde es im weiteren Verlauf der Sitzung bei den Wahlen zum ersten
und zweiten Stellvertreter des Gemeindevertretervorstehers. Hierbei standen
mit Gisela Lemke (CDU) und Frank Siepelt (SPD) zwei Kandidaten für den
ersten Stellvertreter zur Wahl. Mit 15 Stimmen konnte sich Gisela Lemke
deutlich gegen den SPD-Mann durchsetzen.
Im zweiten Wahlgang gab es drei Kandidaten : Helmut Klement (PDS), Andreas
Horn (FDP) und wieder Frank Siepelt bewarben sich um das Stellvertreteramt.
Hierbei konnte sich Helmut Klement mit zehn Stimmen durchsetzen und wurde
zum zweiten Stellvertreter gewählt. Anschließend hatten die Abgeordneten
noch die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters für die neue
Legislaturperiode zu wählen.
Mit Gudrun Reimer (Leiterin Bauamt) und Rita
Köster (Leiterin Sozialamt) wurden die bisherigen Stellvertreter bestätigt.
Die erfolgte Wahl der Mitglieder der einzelnen Ausschüsse können Sie, liebe
Leserinnen und Leser, unter diesem Artikel entnehmen.
Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen. Als "Wohnen mit Service" bezeichnet die
Wohnungsgenossenschaft Rugard den Gebäudekomplex in Bergen - Süd, für den in
der vergangenen Woche der Grundstein gelegt wurde. Insgesamt 30
Wohneinheiten für betreutes Wohnen werden auf dem Grundstück, das einst der
sogenannte "Fresswürfel" zierte, bis August 2005 entstehen. Zwei
Gebäudeteile mit fünf bzw. drei Geschossen verbunden durch einen Flachbau
sollen sich nach den Vorstellungen der Wohnungsgenossenschaft harmonisch in
das Gesamtensemble einfügen. "Mit diesem Objekt wollen wir der
demografischen Entwicklung in Bergen Rechnung tragen", betonte Dr. Helmut
Voltz vom Vorstand der Genossenschaft.
Er verwies darauf, dass man den künftigen Bewohnern des Hauses das Altern in
ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen wolle. Aus diesem Grund wurde eigens
ein Betreuungskonzept entwickelt und die notwendigen Serviceleistungen mit
in das Haus integriert. So werden eine Zahnarztpraxis, eine Physiotherapie
sowie eine ambulante Krankenpflege im Gebäude zu finden sein. Ein weiterer
Standortvorteil sind laut Voltz die kurzen Wege zum Einkaufen oder zur
Apotheke.
Damit auch die Kommunikation zwischen den Bewohnern nicht zu kurz
kommt, ist ebenfalls ein Saal für "gesellige Veranstaltungen" angedacht. Und
wie im Zuge der feierlichen Grundsteinlegung zu vernehmen war, ist das
Interesse an den betreuten Wohnungen unheimlich groß. Alle Wohnungen
verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon und sind über einen für
Elektrorollstühle geeigneten Aufzug erreichbar. Voltz betonte weiterhin,
dass dieser Bau ohne Fördermittel errichtet wird, wobei die Aufträge zumeist
an einheimische Firmen vergeben wurden, getreu der Unternehmensphilosophie
"Auftragsvergabe zum Wohle des lokalen Wirtschaftskreislaufes".
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| Dr. Helmut Voltz beim ersten Hammerschlag. Im Hintergrund seine Vorstandskollegen Renate Eckardt und Egon Mikolajtschek sowie Architekt Peter Jacobsen (li.) Foto: Schäfer | Diese Planungszeichnung vermittelt einen umfassenden Eindruck zur architektonischen Gestaltung des neuen Gebäudekomplexes "Wohnen mit Service". Bild : Privat |
Lohme (ur). Im Rüganer der vergangenen Woche wurde ausführlich über die
geplante Dorfplatzerneuerung in Lohme berichtet und angekündigt, dass sich
die alte Lohmer Gemeindevertretung am 8. Juli trifft, um die Details zu
beraten.
Zum Ergebnis erklärte der amtierende Stellvertretende Lohmer Bürgermeister
Joachim Ahlgrimm (Wählergemeinschaft Lohme) am Montag auf Nachfrage: "Ich
habe mich gefreut, dass so viele Lohmer Einwohner an der Beratung
teilnahmen. Wir sind die einzelnen Punkte der Planung durchgegangen und
haben dazu Festlegungen getroffen."
So soll die im vergangenen Rüganer als "zu teuer für den Lohmer Haushalt
kritisierte Fahrradüberdachung ganz wegfallen. Anstelle dessen sind einfache
Anlehnbügel geplant. Ferner wird der Informationspunkt in seiner Größe
verkleinert und in seiner Form neu gestaltet. Auch die ursprüngliche
Verlegung der Verbindungsstraße von der Dorfstraße zum Hafen um einige Meter
in Richtung Parkplatz wird es nicht gegen. Sie sollte ursprünglich dazu
führen, dass die Straße links und rechts eine Baumreihe erhalten kann. Die
Baumreihe rechts der Straße wird angelegt, dann folgt ein Fußgängerweg und
die zweite Baumreihe in Richtung Parkplatz." Festlegungen gab es ebenfalls
zur Ausstattung des Dorfplatzes mit Papierkörben, der Pflasterung und
Sitzgelegenheiten sowie der Beleuchtung.
Laut Joachim Ahlgrimm erhält jetzt das Planungsbüro das Festlegungsprotokoll
der Gemeindevertretersitzung. Es kann damit die Details der
Ausschreibungsunterlagen noch im Rahmen der zentral vorgegebenen Fristen für
die Fördergelder fertigstellen.
Von Wolfgang Urban
Glowe. Am vergangenen Donnerstag fand die konstituierende Sitzung der Glower
Gemeindevertretung statt. Die markanteste Veränderung gegenüber der
Vergangenheit besteht in dem Fehlen jedweder SPD-Präsenz in der neuen
Gemeindevertretung. Der SPD-Einzelkandidat Jürgen Csallner erreichte keinen
Sitz, und Heide Großnick, die 1999 auf der SPD-Liste ein Mandat errang,
sammelte dieses Mal Stimmen auf der CDU-Liste, ohne selbst erneut ein
Abgeordneten-Mandat zu erreichen.
Bereits in der vergangenen
Gemeindevertretung war sie im "kommunalpolitischen Lager" von Thomas
Feistauer und Jürgen Oeser (beide CDU) sowie Thomas Jäcker (FDP) zu finden,
die alle erneut gewählt wurden. Allerdings sind diese drei Abgeordneten
jetzt als Fraktion eindeutig in der Minderheitensituation von 3:6, da das
einstige SPD-Mandat von Heike Großnick durch den Wahlverlauf zum Bündnis für
Rügen (BfR) "wanderte".
Mit fünf von neun Abgeordneten hat dieses damit
sogar die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung. Eigentlich ist es
daher nicht mehr auf die Stimme von Dieter Schäfer (PDS) angewiesen. Als das
BfR nur vier Mandate hatte und SPD, FDP sowie CDU ebenfalls zusammen vier
Mandate war Dieter Schäfer bei den 5:4 Abstimmungen in der Glower
Gemeindevertretung meist das Zünglein an der Waage zugunsten des BfR.
Im
Vorfeld der konstituierenden Sitzung wurde daher darüber spekuliert, ob er
jetzt seinen Einfluss verliert und das siegreiche BfR künftig allein
regieren wird. Dem ist offensichtlich nicht so, denn in der jetzigen
Gemeindevertretung bilden das BfR und die PDS eine Fraktion.
Im
Hauptausschuss haben sie eine Mehrheit von 3:2 (Hasselberg, Radeisen,
Schäfer / Feistauer, Jäcker), im Bauausschuss von 3:1 (Blöthner, Mielke,
Schäfer / Oehser) und im Ausschuss für Soziales, Kultur, Altenpflege und
Tourismus ebenfalls von 3:1 (Hasselberg, Hartlieb, Radeisen / Jäcker). Der
letztgenannte Ausschuss erhielt erst im Rahmen einer Satzungsänderung den
Zusatz "Tourismus". Damit soll dessen Rolle in der Arbeit der
Gemeindevertretung gestärkt werden. In ihn sowie in den Bauausschuss wurden
auch noch jeweils zwei fachkundige Bürger berufen. Zum 1. Stellvertreter des
Bürgermeisters wurde Thomas Mielke gewählt und zum 2. Stellvertreter Birgit
Hasselberg.
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