Aus aller Welt kommen Gäste nach Rügen
Woher kommen ausländische Gäste in die Orte Welchen Anteil
haben sie an der Statistik (Teil I)
Bergen auf Rügen (gü).
Rund 180.000 Gäste aus dem Ausland
haben im letzten Jahr ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verlebt.
Darüber informierte dieser Tage der Landestourismusverband. Öfter
sehen auch die Rüganer fremde Kennzeichen auf den Straßen der
Insel. Kein Wunder, Skandinavien liegt fast vor der Haustür, die mit
Wohnmobil reisenden Holländer sind in vielen Ecken Europas unterwegs
und auch Schweizer Eidgenossen haben Rügen für sich entdeckt.
Grund genug, einmal bei den Kurverwaltungen und Gästeinformationen an
der Südost-Rügener Bäderküste sowie auf Jasmund und
Wittow, in Bergen und Stralsund nachzufragen, wieviele ausländische
Gäste 2002 in den einzelnen Regionen weilten. Wo kommen sie her, was
sehen sie sich an und welche Aktivitäten werden gestartet, um im
Ausland zu werben ?
Ostseebad Binz
Kurdirektorin Petra Wolter informiert, dass aufgrund der aktuellen
Statistik (noch nicht komplett) über 7.700 Gäste in Binz weilten,
die für 27.600 Übernachtungen sorgten. Die Schweden sind mit
4.270 Gästen Spitzenreiter, gefolgt von den Schweizern mit 1.208 und
den Holländern mit 626 Gästen. Auch die Österreicher sind
mit fast 500 Gästen stark vertreten. Die Aufenthaltsdauer schwankt von
1,9 bis 6,6 Tagen. Mit Australiern, Mexikanern und Südafrikanern waren
einige "Exoten" im Ostseebad.
Die Kurverwaltung Binz belegt mittlerweile Messen in Schweden und der
Schweiz, betreut Journalisten aus diesen Ländern, ist laut Petra
Wolter sporadisch in Österreich präsent und arbeitet
gegenwärtig an der schwedischen Übersetzung der
Imagebroschüre. Besonders nachgefragt durch die ausländische
Gäste ist der "Koloss von Rügen" in Prora sowie
Historisches zu Binz, informiert die Kurdirektorin abschließend.
Ostseebad Sellin
Auch im zweitgrößten Seebad der Insel fühlen sich Schweden
und Schweizer wohl. Hier konnten im letzten Jahr 846 Schweden und 528
Schweizer bei den Ankünften gezählt werden. Es folgen mit 204
Gästen die Österreicher und mit 133 Gästen die
Holländer. Über 2.100 ausländische Gäste konnten 2002
in Sellin begrüßt werden, informiert Kurdirektorin Roswitha
Kempe.
Diese sorgten für über 9.000 Übernachtungen in den Selliner
Betten. Mit Iren und Griechen hat Sellin auch seine Exoten. Allerdings, so
sagt Roswitha Kempe weiter, betreibe die Kurverwaltung derzeit noch keine
gezielten Marketingmaßnahmen wie beispielsweise Binz.
Ostseebad Göhren
Als "verschwindend gering" bezeichnet Jörn Fenske von der
Kurverwaltung Göhren den Anteil ausländischer Gäste im
drittgrößten Seebad der Insel. Gerade einmal 1.657 Gäste
kamen nach Göhren und sorgten somit für knapp 10.000
Übernachtungen. Die Schweizer sind mit 182 Gästen vor den
Holländern mit 112 Gästen in der Statistik führend. Es
folgen 97 Schweden, jeweils 44 Österreicher und Dänen und jeweils
40 Luxemburger und Norweger.
Japaner, Kanadier und Amerikaner sind die "Exoten". Die
Kurverwaltung beteiligt sich an Messen im Ausland, hat ihre
Internet-Homepage teilweise in englischer und schwedischer Version
gestaltet und arbeitet in punkto Werbung im Auland auch mit Journalisten
zusammen. Nachgefragt sind der "Koloss von Rügen", die
Kreidefelsen, das Kap Arkona und auch die Mönchguter Museen, wie
Jörn Fenske abschließend informiert.
Seebad Hiddensee
Auch auf dem söten Länneken sind die Schweizer mit 190
Gästen die führende Kraft. Immerhin 355 ausländische
Gäste konnten im Jahr 2002 (Kurkarten noch nicht komplett)
begrüßt werden. 51 Österreicher und 21 Franzosen folgen den
Schweizern auf Platz zwei und drei. Chinesen und Australier kamen ebenfalls
auf die kleine Insel.
Deren Insel-Information beteiligt sich an der TUR in Göteborg und will
aber in den kommenden Jahren weitere Marketingmaßnahmen ergreifen, um
Hiddensee im Ausland bekannter zu machen. Soweit unser erster Teil dieses
Artikels. Wir setzen nächste Woche mit den Städten Bergen und
Stralsund fort.
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