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Ilse Ebel, geb. 1912, in ihrer Wohnung in Vitte. Ihre Worte "Na
fabelhaft !" wurden zum Titel des gerade über sie erschienenen
Buches von Saskia Thomas, das äußerst empfehlenswert ist.
Foto: Urban |
Von Wolfgang Urban
Hiddensee. Mit großer Neugierde habe ich ein Buch erwartet, es in
einem Zug durchgelesen und auf diese Weise Stunden des Wohlbefindens
genossen. Danke Saskia Thomas und Gratulation zu dem Vollbrachten, das wohl
nicht nur Liebhaber der Insel Hiddensee erfreuen wird. Die Schilderung von
"Fotolust und Lebenskunst der Fotografenmeisterin von Hiddensee, Ilse
Ebel", bewirkt im Buch "Na fabelhaft !" angenehmste
Sympathiegefühle.
In einfühlsamer Weise schildert die 1960 in Berlin geborene Saskia
Thomas in "Na fabelhaft !" die eigensinnige Lebenswelt der 1912
ebenfalls in Berlin geborenen Ilse Ebel. Ihre Lebenswege führten sie
auf Hiddensee zueinander. "Ich will, dass von Ihnen etwas
bleibt", sagte Saskia Thomas eines Tages zu der damals fast
90-Jährigen in deren Wohnung in Vitte. "Ach was denn, ich bin
doch keine Berühmtheit", hatte die lebensfrohe
Fotografenmeisterin geantwortet und sich dann doch auf das Vorhaben
eingelassen.
Dabei wusste sie, dass Saskia Thomas schon als Kind oft auf Hiddensee
weilte und für sie der Name Ilse Ebel "wie
selbstverständlich mit dieser Insel verbunden ist". Zwischen der
Kindheit von Saskia Thomas und dem "Ilse Ebel Buch-Projekt" lagen
ein Studium der Kultur- und Kunstwissenschaften sowie Arbeitsjahre.
Was sie dabei zu prägen begann, erlebte in den Begegnungen mit Ilse
Ebel eine Zeit der produktiven Verunsicherung. "Schon bald
während der Arbeit mit Ilse Ebel, ging eine Veränderung mit mir
vor", schreibt Saskia Thomas und fügt hinzu: "Spitzer Humor,
Sarkasmus, Bitternis - all dies war mir abhanden gekommen. Alles war
wahr.
Das Leben Staunen. Sie brachte mich, einfach nur dadurch, dass sie ist, wie
sie ist, in ein Gespinst aus Haltungen und Gefühlen, die ich schon
für verloren hielt und an innere Dinge, über die es sich lohnt,
nachzudenken. Sie brachte meine Gedanken in die Zeitläufe, in den
Spielraum des Lebens.
Immer sehe ich sie vor mir: Ihr Gesicht, die Art, wie sie geht, sitzt oder
steht, wie sie sich kleidet, wie sie lacht - oh ja! - wie sie lacht! Ich
spürte ihren Arm, und wie sie sich bei mir eingehakt hat, als wir
durch den Schneesturm gingen - ich hatte sie an meinem Arm! Eine lebhafte
Frau, die kleine Schritte macht und beim Gehen schwingt. Schwingt, als
wollte sie eigentlich springen. Ich glaube in Ilse Ebel wohnt das
Glück."
Über ein Jahr hat Saskia Thomas Ilse Ebel immer wieder auf Hiddensee
begleitet. Als ich ihnen begegnete, prägte sich mir ein Bild von
"beschwingten Frauen auf den Wegen des Glücks ein". Sie sind
sich offensichtlich mit jener Wahrhaftigkeit nahe gekommen, die das
menschlich so fabelhafte Buch über die eigenwillige Lebensart der Ilse
Ebel ermöglichte. In ihm künden auch zahlreiche Fotos von
Hiddensee und seinen Berühmtheiten in längst vergangenen Zeiten.
In nachdenkenswerter Weise wird zudem der Wandel auf der Insel in den
letzten 12 Jahren reflektiert. Im Henni-Lehmann-Haus in Vitte wird "Na
fabelhaft !" (ISBN 3-935319-41-X) am Ostersonntag um 16 Uhr in einer
Lesung von der Autorin vorgestellt.
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Reiseleiter Hartmut Gums (links) und Jörn Fenske von der Kurverwaltung
Göhren überreichen Hannelore Walther das Zertifikat zur Teilnahme
an der Qualitätsoffensive Göhren. Foto : Günther |
Ostseebad Göhren (gü). Die Kurverwaltung des Ortes setzt auf
Qualität ! "Wir haben aus dem Leitbild heraus im letzten Winter
die Qualitätsoffensive für Göhren gestartet", sagt
Jörn Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes, und verweist in
diesem Zusammenhang auf das erste von fünf geplanten Seminaren.
Dieses fand unter dem Motto "Regionalkunde Mönchgut" im
letzten Winter gemeinsam mit der REDEG mbH statt, die bisher für die
erfolgreiche Winterakademie auf Kreisebene verantwortlich zeichnete. Die
Seminare sind besonders für mittelständische und
Kleinbeherbergungsbetriebe gedacht. Das Thema aller Seminare ist mit
"Binnenmarketing - Qualität und Umgang mit dem Urlauber" zu
bezeichnen, so Fenske.
Hannelore Walther von der Pension "Seerose" war eine von 23
Teilnehmern, die erfolgreich daran teilnahmen. Ihr wurde am letzten
Mittwoch durch Jörn Fenske und Hartmut Gums als Seminarleiter die
Urkunde übergeben. Auf der Urkunde ist ein Gütesiegel zu finden,
das auch als Werbung für alle Teilnehmer im Göhren-Katalog
künftig abgedruckt werden soll, wie der Leiter des Eigenbetriebes
sagte.
Reiseleiter Hartmut Gums nutzte die Gelegenheit der Übergabe und dankt
an dieser Stelle allen Teilnehmern für ihr Interesse und ihre
Disziplin während des Seminars.
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Nach dem Museum, das vor knapp zwei Jahren eröffnet wurde, werden am
Wochenende nun auch die Schauwerkstätten feierlich ihrer Bestimmung
übergeben. Foto: Schäfer |
Bergen auf Rügen (ks). Wie Der Rüganer bereits Anfang März
"angekündigt" hat, hält die Stadt Bergen auf Rügen
für das Osterfest 2003 ein ganz besonderes Ereignis bereit: Im
Zentrum der Stadt wurde gemäß dem Städtesanierungsprogramm
nach und nach der Bereich des Klosterhofes zu einem wirkungsvollen
historischen Ensemble umgestaltet. Am Samstag, 19. April, und am
Ostersonntag, 20. April 2003, verwandelt sich der Klosterhof jeweils von 10
bis 18 Uhr in einen mittelalterlichen Markt.
Einen Teil des in mehreren Jahren mühevoll neu gestalteten
Klosterhofes bilden die "Schauwerkstätten" für
historisches Kunsthandwerk und Handwerk, deren Eröffnung zu Ostern
2003 mit einem großen Zwei-Tage-Fest gefeiert werden soll.
Zum diesem Fest und der feierlichen Eröffnung lädt die Stadt
Bergen alle Einwohner und Gäste ganz herzlich ein. Laut Informationen
der Stadtverwaltung wird der offizielle Eröffnungsakt am Samstag um 10
Uhr auf dem Klosterhof in Anwesenheit von zahlreichen Stadtvertretern, der
Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) und Gästen aus Politik,
Kultur und Wirtschaft und sicherlich vielen interessierten Rüganern
vollzogen werden. Anschließend lassen Sie sich von der
Wandertheatergruppe "Los Diletantos" und vielen Händlern in
das Reich der Historie und des Mittelalters entführen.
Wer und Was erwartet Sie außerdem an den beiden Festtagen?
Handwerker, Bauern & Kaufmannsleute zeigen eindrucksvoll wie man
früher lebte und arbeitete. Im historischen Ambiente des Klosterhofes
rahmen mittelalterliche Hütten und Marktstände ungewohnte
Klänge von historischen Instrumenten, Straßentheater und
Gauklereien ein. Für Kurzweil der Kinder ist durch mittelalterliche
Spielattraktionen gesorgt.
Nach Lust und Laune Essen, Trinken, Schauen, Kaufen, Flanieren! Musik -
Show - Promotion - Gauklerspiele - Theater - Handwerk mit mittelalterlichen
Ständen - Färber - Weber - Puppenschnitzer - Drechsler -
Töpfer - Stelzenläufer - Hexen - Bauchladenhändler - Fakir
und Feuershow mit "Nibrennbar" - ein alter Bauernhof mit
Spinnerin, Schmied und Geschichtenerzählerin - Mittelaltermusik mit
der Gruppe "Taktlos" - Stroh - Schafe - Hühner - historische
Kinderspiele: Sackdreschen - Steckenpferdreiten - Kinderritterturnier -
Landfleischerei Gademow - Sanddornhexe - Deftiges vom Grill der
Klosterschenke - und, und, und ... !
Und am Ostersonntag um 10 Uhr startet vor dem Benedix-Haus am Markt der nun
schon traditionelle Bergener Osterspaziergang durch das frühlingshafte
Stadtgebiet. Der sanierte Klosterhof neben der 1193 geweihten St.
Marienkirche mit dem Stadtmuseum, der Klosterschenke, seiner
Freifläche und eben der "Schauwerkstatt" wird für
Einwohner und Touristen zum Anziehungspunkt, lassen auch Sie sich anziehen.
Genießen Sie das besondere Ver-gnügen den Handwerkern bei ihrer
Arbeit über die Schulter zu schauen und das eine oder andere Produkt
käuflich zu erwerben. Also, auf keinen Fall den Osterbesuch in Bergen
vergessen!
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