D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 16. Juli - 23. Juli 2003 unabhängig - überparteilich

Straßenbauamt gibt nach

Alleebäume in Streu bleiben auf Grund des Veto`s der Kreisstadt verschont

Bergen auf Rügen (ks). "Fällung? Nicht mit uns", so die klare Aussage von Bauamtsleiter Rainer Starke auf der Stadtvertretersitzung im April. Grund für diese Äußerung, war die damalige Meinungsverschiedenheit zwischen dem Bauamt der Kreisstadt und dem Straßenbauamt Stralsund. Wie damals vom Stadtbauamtsleiter zu erfahren war, plant die Stadt in diesem Jahr die Durchfahrtstraße im Bergener Ortsteil Streu im Rahmen des Förderprogrammes "Ländlicher Wegebau" zu sanieren. Das Straßenbauamt Stralsund hat, laut Starke, Bedenken gegen die Planung angemeldet. Im Klartext: Drei Alleebäume (rechts, an der B 196; Anm. d. Red.) sollten nach Auffassung des Amtes in Stralsund gefällt werden. "Das Straßenbauamt Stralsund hat aufgrund einer erneuten Überprüfung Abstand von der Forderung der Fällung von drei Alleebäumen auf der L 293 (Zufahrt Streu) genommen. Der Landkreis Rügen hat signalisiert, dass für das Haushaltsjahr 2003 Fördermittel für die Maßnahme bereit gestellt werden. Nach Vorliegen des entsprechenden Zuwendungsbescheides kann mit der Ausschreibung der Maßnahme begonnen werden", so Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) vor wenigen Tagen.
Die Ausführungsplanung ländlicher Wegebau Streu wurde durch das Planungsbüro ausgeliefert. Die Genehmigung vom STAUN liegt noch nicht vor. Die Fördermittel durch den ZWAR für die Abwasserleitung sind beantragt. Sobald der Zuwendungsbescheid vorliegt, kann mit der Ausschreibung begonnen werden, so Köster weiter.


Letzter Schultag

Förderschule Sellin hat Anfang Juli nach 49 Jahren Schulbetrieb eingestellt

Ostseebad Sellin (gü). Ein trauriger Tag für die Schüler der fünf Klassen der Förderschule war der vergangene 4. Juli. An diesem Tag wurde der Betrieb der Schule nach 49 Jahren eingestellt.
Im Rahmen des durch den Kreistag Rügen beschlossenen Schulentwicklungsplanes ziehen die Schüler nach Sassnitz, das Gebäude in der Ostbahnstraße mit angrenzender Turnhalle wird möglicherweise zur Jugendherberge umgenutzt, teilt Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) gegenüber dieser Zeitung mit.
Das zugehörige Gebäude vis a vis dem Kleinbahnhof soll abgerissen und das Areal dem angedachten Großparkplatz zugeschlagen werden. Die Gemeinde will sich auf diesem Wege für die gute Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper bedanken, so Liedtke weiter. Immerhin sieben Pädagogen lehren an neuen Schulen, sechs technische Kräfte sind
vermittelt worden und von den vier Erziehern wurden drei übernommen. Eine Kollegin schied aus dem Beruf aus.


Ein Schilderer Mönchguts

Anlässlich des 140. Geburtstages von Fritz Worm Gedenktafel enthüllt

Ostseebad Baabe (gü). Er ist eine Rügener Persönlichkeit, davon ist der Förderverein der Mönchguter Museen überzeugt und widmete dem Lehrer und Heimatdichter Fritz Worm im Rahmen der gleichnamigen Bücher ein eigenes Büchlein. Eine weitere Ehrung wurde ihm am letzten Freitag mit der Enthüllung einer Gedenktafel in der Fritz-Worm-Straße / Ecke Strandstraße zuteil.
Bürgermeister Dieter Mathis (CDU) und die Gemeinde nahmen den 140. Geburtstag am 11. Juli zum Anlass, um auf den eigentlich in Barth geborenen, aber im Mönchguter Land sehr bekannten Worm aufmerksam zu machen. So versammelte sich eine bunte Gästeschar, um der feierlichen Laudatio von Margot Mandelkow, Vorsitzende des Fördervereins der Mönchguter Museen, zu lauschen und der Enthüllung durch die Urenkelin Doris Teutenberg beizuwohnen. Mit dem Middelhägener Bürgermeister Ulrich Kliesow gibt es einen zweiten Urenkel im Mönchgut.
Laudatorin Margow Mandelkow (links) und Doris Teutenberg, Urenkelin von Fritz Worm vor der enthüllten Tafel zu Ehren des Lehres und Heimatdichters.
Foto : Günther

Margot Mandelkow hob in ihrer Rede die besonderen Verdienste von Fritz Worm (1863 bis 1931) hervor, so unter anderem die Entdeckung des Herzoggrabes in der Mönchguter Forst. Worm lehrte die Kinder im Mönchgut in der Schule Alt Reddevitz von 1892 bis 1928 rechnen, lesen und schreiben.
Neben seinem Beruf war das Schreiben und Verfassen von Geschichten, Gedichten und weiteren Aufsätzen seine große Leidenschaft, so Mandelkow.


Dammstraße geht`s ans Pflaster

Fertigstellung der Raddasstraße für Ende Juli vorgesehen

Bergen auf Rügen (ks). Dem wohl letzten großen Knüppeldamm in Bergen, der unteren Dammstraße geht es seit dem 7. Juli ans altgediente "Pflaster", dies teilte Bergens Bürgermeisterin Andrea Köster auf der letzten Stadtvertretersitzung mit. Laut ihren Aussagen erhielt die BBG Rügen den Auftrag für die Hausanschlüsse und die Ergänzung des Regenwasserkanals. Den Zuschlag für das Los "Straßenbau" erhielt die Firma Rösing.
Wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, sicherlich schon bemerkt haben, erfolgte mit dem Baubeginn im unteren Bereich der Dammstraße auch die Vollsperrung. Der öffentliche Nahverkehr im Bereich der Innenstadt wurde in Absprache mit dem RPNV abgesichert. Der Abschluss der Bauarbeiten, so die Bürgermeisterin, ist für den 15. November 2003 geplant. Die Bauarbeiten in der Raddasstraße werden noch weitergeführt. Die Rohrverlegerarbeiten im 1. Bauabschnitt sind abgeschlossen.
An der Dammstraße haben die Arbeiten begonnen. Damit hat die Innenstadt neben der Raddasstraße (Foto), deren Fertigstellung sich auf Grund der unerwarteten Bergung einer alten Tankanlage verzögerte, eine weitere Großbaustelle.
Foto: Schäfer
Zurzeit werden die neue Trinkwasserleitung sowie Regen- und Schmutzwasserleitung zur Anbindung der Gebäude in der Stichstraße zwischen Markt und Raddasstraße gebaut. Damit werden die im Auftrag des ZWAR ausgeführten Tiefbauarbeiten abgeschlossen. In der Raddasstraße werden zurzeit die Gehwegbereiche und Fahrbahnflächen gepflastert. Als Fertigstellungstermin ist der 30. Juli 2003 geplant.


Renault-Beach-Cup verwandelte Strand in Hexenkessel

Favoriten bei den Damen gewannen souverän / Überraschungssieg bei den Männern / Rund 35.000 begeisterte Besucher

Ostseebad Binz (DR). Morten Klein und Christopher Sonnenbichler haben es geschafft! Nach ihrem Sieg beim Renault Beach Cup in Mannheim triumphierten die Modell-Athleten auch in Binz.
Einen wahren Krimi lieferten sie sich im Finale gegen die Studenten-Weltmeister Eric Koreng und Marcus Popp: Nach dem Verlust des ersten Satzes (17:21) drehten Morten Klein und Christopher Sonnenbichler das Spiel und entschieden Satz zwei (21:12) und drei (15:13) für sich. "Diese Energieleistung heute war nur dank der fantastischen Zuschauer möglich", erklärten die gefeierten Sieger nach dem Match, die bereits im Halbfinale für die Sensation des Turniers gesorgt hatten und das an Position eins gesetzte deutsche Nationalteam Christoph Dieckmann /Andreas Scheuerpflug mit 2:1 besiegten. "Vielen Dank für die Unterstützung! Die Zuschauer hier sind unglaublich! Hut ab!" So lautete der Dank der strahlenden Siegerinnen Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich an das Binzer Publikum.
Der Strand von Binz unterhalb des Kurplatzes war ein Hexenkessel - Spannung und Hitze an drei Tagen.

Den zweiten Matchball verwandelte Hella Jurich mit einem präzisen Schmetterschlag zum 2:0-Finalerfolg (21:16, 21:14) über das Duo Mireya Kaup / Silke Kerl. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Finale gegen Mireya und Silke zu spielen", zollten die beiden Spielerinnen vom USC Münster ihren Gegnerinnen nach dem Match Respekt. Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich, die in Binz an Position eins gesetzt waren, wurden ihrer Favoritenrolle voll gerecht und konnten verdient ihren ersten Turniererfolg in diesem Jahr feiern.
Die Spiele um den dritten Platz konnten aufgrund verletzungsbedingter Absagen nicht ausgetragen werden. So erreichten Gabriele Freytag und Martina Stoof vom TSV Spandau Berlin kampflos den dritten Platz, weil das deutsche Nationalteam Geeske Banck / Martina Stein zum "kleinen Finale" wegen einer Rückenverletzung von Geeske Banck nicht antreten konnte.
Bei den Männern kletterte das Duo Sven Anton / Malte Holschen aufs Treppchen, nachdem Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug für das Spiel um Platz drei passen mussten. Wie bereits im letzten Jahr herrschte am Strand von Binz eine einmalige Atmosphäre: Insgesamt 35.000 Zuschauer verwandelten an diesem Wochenende das Eventgelände vor dem Kurhaus in einen Hexenkessel. Die Zuschauer gingen bei den mitreißenden Matches begeistert mit und feuerten die Beacher lautstark an.
Strahlende Sieger bei den Damen : Das Duo Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich aus Münster.
Fotos (2) : Redaktion




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