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13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 16. Oktober - 22. Oktober 2002 unabhängig - überparteilich

Sanierung der Nebelbeobachtungsstation

Aufwändige denkmalpflegerische Arbeiten am "Nordkap Deutschlands"

Von Wolfgang Urban

Kap Arkona.
In der vergangenen Woche fiel nicht nur der Zaun der früheren militärischen Liegenschaft der NVA (Nationalen Volksarmee) am Kap Arkona. Vielmehr nahmen auch die schon vor zwei Jahren begonnenen Restaurierungsarbeiten an der einstigen Nebelbeobachtungsstation ihren Fortgang.

Die Station bestand in ihrer Betriebszeit aus einem Maschinenhaus und einem Werkstattgebäude mit Waschküche. Vor den beiden Gebäuden stand das Nebelsignalhorn mit seinem zwei Meter großem Schalltrichter. "Bei den umfangreichen Vorarbeiten zur Gebäudesanierung", so Bürgermeister Heinemann (Bündnis für Rügen), "fanden wir auch die alten Fundamente des Nebelhorns".

Innenansicht des Maschinenhauses der Nebelbeobachtungsstation. Vor zwei Jahren wurden die Fenster komplett erneuert. Einstiges Maschinenhaus von oben betrachtet. Der Dachstuhl wird zur Zeit nach denkmalpflegerischen Aspekten erneuert.

Zur Perspektive sagte Heinemann: "Es werden etwa zwei Jahre Zeit benötigt, um das nördlichste Gebäude Rügens vollständig in Stand zu setzen. Der Sanierungsaufwand beträgt etwa 500.000 Euro. Künftig wird hier der Erlebnisbereich ,Seenotrettung an der Ostseeküste' installiert werden. Dafür gibt es umfangreiche Unterstützung..."

Schinkeltag am 19. Oktober

Unterstützung für die aufwändige Sanierung der Nebelbeobachtungsstation am Kap Arkona kommt laut Bürgermeister Ernst Heinemann "von Behörden, Vereinen und Einzelpersonen." "Hauptpartner" sei "die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit Sitz in Bremen sowie die Gruppe der Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern."

Blick vom "Maschinenhaus" auf die frühere Werkstatt und Waschküche. Ein Museumscafé soll hier entstehen. Fachmännischer Blick von Zimmermeister Sven C. Arlt auf die Balken und Schwellen der Dachkonstruktion des "Maschinenhauses" . Sie mussten wegen Pilzbefall komplett entfernt werden. Die Schwellen waren in Backstein eingemauert.

"Die Entwicklung des Projektes Nebelbeobachtungsstation hat die Gemeinde Putgarten", so Bürgermeister Ernst Heinemann, "dem Förderverein Kap Arkona e.V. auf der öffentlichen Gemeindevertretersitzung im Juli dieses Jahres übertragen. Deshalb ist geplant, dass der Fördervein auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am kommenden Samstag (19. Oktober - d. Red.) den Beschluss fasst, einen Mitarbeiter für dieses Projekt mit Hilfe des Arbeitsamtes einzustellen."

Die öffentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins, zu der alle Interessierten eingeladen sind, beginnt am Samstag um 10 Uhr im Leuchtturmwärterhaus am Kap Arkona. Der Versammlung schließt sich um 12 Uhr ein ebenfalls öffentlicher Vortrag des Kreisdenkmalpflegers des Landkreises Rügen, Dr. Hermann Hoge, an. Sein Thema lautet: "Denkmalschutz auf der Insel Rügen und am Kap Arkona".

Um13 Uhr werden dann die Gemeinde Putgarten und der Förderverein Kap Arkona e.V. zum achten Mal ihren Schinkelpreis verliehen. Doch nicht nur "geistige Kost" wird beim Schinkeltag am Kap Arkona geboten, betont Bürgermeister Ernst Heinemann, auch Markttreiben wird zu erleben sein. Keiner braucht also Sorge haben, dass er am Kap hungern und dursten muss.

Abtransport der Deckenbalken. Sie werden jetzt im Stammbetrieb von Zimmermeister Arlt in Sehlen aufgearbeitet und zum großen Teil wiederverwendet. Ziel: Bis Mitte November Wiedereinbau und Schließen der Dächer der beiden Gebäude der einstigen Nebelbeobachtungsstation am Kap Arkona. Fotos (5): Urban

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