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Von Wolfgang Urban
Kap Arkona. In der vergangenen Woche fiel nicht nur der Zaun der
früheren militärischen Liegenschaft der NVA (Nationalen
Volksarmee) am Kap Arkona. Vielmehr nahmen auch die schon vor zwei Jahren
begonnenen Restaurierungsarbeiten an der einstigen Nebelbeobachtungsstation
ihren Fortgang.
Die Station bestand in ihrer Betriebszeit aus einem Maschinenhaus und einem
Werkstattgebäude mit Waschküche. Vor den beiden Gebäuden
stand das Nebelsignalhorn mit seinem zwei Meter großem
Schalltrichter. "Bei den umfangreichen Vorarbeiten zur
Gebäudesanierung", so Bürgermeister Heinemann (Bündnis
für Rügen), "fanden wir auch die alten Fundamente des
Nebelhorns".
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| Innenansicht des Maschinenhauses der Nebelbeobachtungsstation. Vor zwei
Jahren wurden die Fenster komplett erneuert.
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Einstiges Maschinenhaus von oben betrachtet. Der Dachstuhl wird zur Zeit
nach denkmalpflegerischen Aspekten erneuert.
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Zur Perspektive sagte Heinemann: "Es werden etwa zwei Jahre Zeit
benötigt, um das nördlichste Gebäude Rügens
vollständig in Stand zu setzen. Der Sanierungsaufwand beträgt
etwa 500.000 Euro. Künftig wird hier der Erlebnisbereich
,Seenotrettung an der Ostseeküste' installiert werden. Dafür gibt
es umfangreiche Unterstützung..."
Schinkeltag am 19. Oktober
Unterstützung für die aufwändige Sanierung der
Nebelbeobachtungsstation am Kap Arkona kommt laut Bürgermeister Ernst
Heinemann "von Behörden, Vereinen und Einzelpersonen."
"Hauptpartner" sei "die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger mit Sitz in Bremen sowie die Gruppe der Gesellschaft
in Mecklenburg-Vorpommern."
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| Blick vom "Maschinenhaus" auf die frühere Werkstatt und
Waschküche. Ein Museumscafé soll hier entstehen.
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Fachmännischer Blick von Zimmermeister Sven C. Arlt auf die Balken und
Schwellen der Dachkonstruktion des "Maschinenhauses" . Sie
mussten wegen Pilzbefall komplett entfernt werden. Die Schwellen waren in
Backstein eingemauert.
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"Die Entwicklung des Projektes Nebelbeobachtungsstation hat die
Gemeinde Putgarten", so Bürgermeister Ernst Heinemann, "dem
Förderverein Kap Arkona e.V. auf der öffentlichen
Gemeindevertretersitzung im Juli dieses Jahres übertragen. Deshalb ist
geplant, dass der Fördervein auf seiner ordentlichen
Mitgliederversammlung am kommenden Samstag (19. Oktober - d. Red.) den
Beschluss fasst, einen Mitarbeiter für dieses Projekt mit Hilfe des
Arbeitsamtes einzustellen."
Die öffentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins, zu der
alle Interessierten eingeladen sind, beginnt am Samstag um 10 Uhr im
Leuchtturmwärterhaus am Kap Arkona. Der Versammlung schließt
sich um 12 Uhr ein ebenfalls öffentlicher Vortrag des
Kreisdenkmalpflegers des Landkreises Rügen, Dr. Hermann Hoge, an. Sein
Thema lautet: "Denkmalschutz auf der Insel Rügen und am Kap
Arkona".
Um13 Uhr werden dann die Gemeinde Putgarten und der Förderverein Kap
Arkona e.V. zum achten Mal ihren Schinkelpreis verliehen. Doch nicht nur
"geistige Kost" wird beim Schinkeltag am Kap Arkona geboten,
betont Bürgermeister Ernst Heinemann, auch Markttreiben wird zu
erleben sein. Keiner braucht also Sorge haben, dass er am Kap hungern und
dursten muss.
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| Abtransport der Deckenbalken. Sie werden jetzt im Stammbetrieb von
Zimmermeister Arlt in Sehlen aufgearbeitet und zum großen Teil
wiederverwendet. Ziel: Bis Mitte November Wiedereinbau und Schließen
der Dächer der beiden Gebäude der einstigen
Nebelbeobachtungsstation am Kap Arkona. Fotos (5): Urban
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