D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 18. Juni - 24. Juni unabhängig - überparteilich

Neues Umspannwerk übergeben

Ankommende 110.000 Volt werden für Abnehmer runter transformiert

Friedhelm Wolff, Leiter des E.DIS-Regionalzentrums Bergen (re.), stellt gemeinsam mit Hans-Jürgen Cordt, Leiter Betrieb HS-Anlagen / Sekundärtechnik Nord der E.DIS, und Projektleiter Bernd Mücke (v.l.) Bürgermeister Klaus Meißner (SPD) das neue Garzer Umspannwerk vor.

Foto : Günther

Garz (gü). Strom auf kurzen Wegen ! Mit der Übergabe des neuen Umspannwerkes der E.DIS am 10. Juni kann elektrischer Strom für den Süden der Insel direkt vom Festland kommend transformiert und an die Abnehmer abgegeben werden. Bis dato musste der Strom einen "Umweg" über das Umspannwerk Bergen nehmen.

In die neue Anlage sind laut Friedhelm Wolff, Leiter des Regionalzentrums Bergen der E.DIS, insgesamt 2,2 Millionen Euro investiert worden. "Die Qualität der Versorgung ist verbessert worden", so Wolff. Zu Gast an diesem Tag war auch der Garzer Bürgermeister Klaus Meißner (SPD), der sich froh über das neue Umspannwerk zeigte.


Ein Boot in Handarbeit

Auf der Bootswerft von Mathias Lorenz wird ein sog. Spiegelboot gefertigt

Dieses sogenannte Spiegelboot wird gegenwärtig in der Bootswerft von Mathias Lorenz nach alter traditioneller Art und Weise für einen Fischer erbaut .

Foto : Günther

Middelhagen (gü). Traditionelle Bootsbaukunst gibt es gegenwärtig in der Werft von Mathias Lorenz zu sehen. Ein Fischer aus Thiessow hat ein sog. Spiegelboot in Auftrag gegeben, das in solider Handarbeit entsteht.

Mathias Lorenz wird rund 550 Stunden benötigen, um das als Reusenboot vorgesehene Boot aus Eichenholz zu fertigen. Das Holz kommt aus heimischen Wäldern, ist also ein gutes Beispiel für regionale Kreisläufe, die am kommenden Wochenende auch während der Holzmesse eine Rolle spielen werden.

Das Boot entsteht in geklinkerter Bauart, so wie es die Tradition besagt. Die einzelnen Lagen werden mit Kupfernägeln vernietet. Es ist 6,70 Meter lang und knapp 2,50 Meter breit. Nach Fertigstellung wird es mit einem separaten Motor für die Arbeit ausgestattet.


Tank stürzte ab

MIG 29 verlor einen Kerosin-Zusatztank

Middelhagen (gü). Das war knapp ! Eine MIG 29 des in Rostock-Laage stationierten Jagdgeschwaders 73 "Steinhoff" verlor am letzten Freitag bei einem Überflug über die Halbinsel Mönchgut aus noch ungeklärter Ursache einen Kerosin-Zusatztank. Augenzeugen beobachteten den Vorfall am Morgen und informierten umgehend die Polizei.

Der 110 Kilogramm schwere Tank löste sich über den Ortschaften Mariendorf und Alt Reddevitz und stürzte leer auf den Schafsberg und rollte von dort in die nahe gelegene Hagensche Wiek. Normalerweise ist ein Tank dieser Größe mit bis zu 1.500 Liter Kerosin gefüllt, wie ein Sprecher des Jagdgeschwaders im Laufe des Tages sagte.

Nicht nur aus diesem Grund ist die Region mit viel Glück an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Bei den geflogenen Geschwindigkeiten hätte der Zusatztank auch in ein Haus einschlagen oder anderes Unheil anrichten können, waren sich Rettungskräfte und Einwohner der Gegend einig (Zeugen waren lediglich 500 Meter entfernt).

Der Pilot hatte den Verlust nicht bemerkt, war mit seiner Maschine wieder sicher auf dem Stützpunkt gelandet. Nachdem der Zusatztank den Schafsberg hinunter und ins Wasser rollte, versank er schnell in der an dieser Stelle nur knapp zwei Meter tiefen Hagenschen Wiek. Rettungskräfte benötigten bis in den späten Nachmittag hinein Zeit, um den Tank zu bergen.

An einen ähnlichen Vorfall im Zusammenhang mit der MIG 29 konnten sich Verantwortliche nicht erinnern, wie es in diesem Zusammenhang hieß. Die Klärung des Vorfalls wird bis zu zwei Wochen dauern, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Eine mögliche Umweltverschmutzung durch auslaufendes Kerosin wurde seitens der Wasserschutzpolizei ausgeschlossen, da der Zusatztank leer gewesen war.


Vertreter votierten für
Pommersche Volksbank eG

Einstimmiger Beschluss macht Weg zur Fusion frei

Stralsund (DR). Die Vertreter der Volks- und Raiffeisenbank Rügen eG und der Stralsunder Volksbank eG stimmten in den Vertreterversammlungen, die unlängst stattfanden, zugunsten einer Verschmelzung der beiden Häuser zur Pommerschen Volksbank eG.

Damit genehmigten sie den bereits von den Vorständen und Aufsichtsräten der Stralsunder Volksbank eG und der Volks- und Raiffeisenbank Rügen eG am 13. März 2003 unterzeichneten Verschmelzungsvertragsentwurf. Der Vertrag sieht rückwirkend zum 1. Januar 2003 die Vereinigung beider Geldhäuser vor.

Durch die Entstehung der Pommerschen Volksbank eG, der größten Genossenschaftsbank in Mecklenburg- Vorpommern, kann in der Zukunft eine Intensivierung des Vertriebs umgesetzt werden. Dabei soll sowohl den Standardprodukten im Privat- und Firmenkun- densegment als auch den qualifizierten Leistungen im Individualgeschäft eine wesentliche Bedeutung zukommen. Durch die Größe der Bank ist eine optimale Marktbearbeitung möglich.

So folgten am 26. Mai 2003 die Vertreter der Volks- und Raiffeisenbank Rügen eG und am 27. Mai 2003 die Vertreter der Stralsunder Volksbank eG in den Vertreterversammlungen in Binz und Stralsund den Empfehlungen der jeweiligen Vorstände und Aufsichtsräte und votierten einstimmig bei nur einer Enthaltung zugunsten einer Fusion zur Pommerschen Volksbank eG. Dieses Ergebnis gibt dem gemeinsamen Vorstand die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Mit der Pommerschen Volksbank eG ist die größte Genossenschaftsbank Mecklenburg-Vorpommerns entstanden. Über 60.000 Kunden werden jetzt in 30 Geschäftsstellen betreut. Die etwa 200 Mitarbeiter haben über 100.000 Konten und ein Vermögen von ca. 540 Mio. Euro zu verwalten.

In den nächsten Wochen und Monaten bleibt noch viel zu tun. "Die Vereinheitlichung der Organisationsabläufe ist die wohl noch größte Herausforderung, die es zu meistern gilt", so Vorstandsmitglied Holger Scheew. Wie der Vorstandssprecher der Pommerschen Volksbank eG, Kurt W. Frey, betont, "wird die EDV aus technischen Gründen im Oktober dieses Jahres zusammengeführt."

Unabhängig davon können alle Kunden in jeder der 30 Geschäftsstellen ihre Bankgeschäfte erledigen oder sich individuell beraten lassen. Rechtlich firmiert die Bank unter "Pommersche Volksbank eG", voraussichtlich ab Juli 2003 nach der registerlichen Eintragung. Damit ist die Fusion endgültig rechtlich vollzogen.



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