D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Historisches auf dem Wasser

Kurverwaltung präsentiert
: Bäderschiffverkehr zwischen Stettin und Rügen

Zahlreiche interessierte Gäste wohnten der Eröffnung bei und besichtigten die Schautafeln nach der Eröffnung.

Foto : Günther

Ostseebad Sellin (gü). Der Bäderschiffverkehr zwischen dem polnischen Stettin und der Insel Rügen seit 1826 steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung der Kurverwaltung. Kurdirektorin Roswitha Kempe und Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) übergaben diese auf neun Tafeln zusammengestellten Informationen am letzten Sonnabend im Beisein von zahlreichen Gästen auf der Seebrücke. Maßgeblichen Anteil an der Erarbeitung hat Ortschronist Gerd Parchow, unterstrich die Kurdirektorin. Die Ausstellung ist ab sofort im Lesesaal der Kurverwaltung in der Warmbadstraße zu sehen.


Keine Probleme an Rügens Badestränden

14-tägige Kontrollen des Badewassers durch das Hygieneamt
des Kreises sorgen für Klarheit

Hygieneinspektor Rainer Jenk kehrt von seinem "Ausflug" ins ein Meter tiefe Wasser zurück und hat seine Proben für die Untersuchung des Badewassers dabei.

Foto : Günther

Ostseebad Sellin (gü). Ungetrübtes Badevergnügen an Rügens insgesamt 48 Badestellen ! Dass das auch so bleibt, dafür trägt wie in den Vorjahren auch das Gesundheitsamt des Landkreises Verantwortung. So werden in der nun begonnenen Badesaison (15. Mai bis 10. September) 14-tägige Kontrollen durchgeführt.

Hygieneinspektor Rainer Jenk, Dr. Roswitha Martens, Leiterin des Gesundheitsamtes, und Dr. Ulrike Lucas (SPD), verantwortliche Dezernentin im Landkreis, standen in der vergangenen Woche der regionalen Presse zum Prozedere der Untersuchung und zum aktuellen Geschehen an Rügens Badestellen Rede und Antwort.

"Wir haben bisher drei Überprüfungen in diesem Jahr vorgenommen und konnten keine Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte feststellen", so Dr. Roswitha Martens. Die Badestelle in Neukamp bei Putbus wurde 2002 von der Liste gestrichen.

Dies geschah nicht wegen unzumutbarer Werte, sondern weil die Stelle schwer erreichbar ist und somit keine offizielle Badestelle mehr darstellt, ergänzte Dr. Ulrike Lucas. Die Urlauber können somit sicher ihrem Badevergnügen frönen, nunmehr muss nur noch der Sommer beginnen.


Frisch und regional aufgetischt

Fünf touristische Einrichtungen mit dem Logo
"Regionale Eßkultur" ausgezeichnet

Vertreter der ausgezeichneten Häuser und der Wertungskommission nach der Verleihung der Logos "Regionale Eßkultur" beim Gruppenbild.

Foto : Günther

Ostseebad Binz (gü). Kochmützen für weitere fünf touristische Einrichtungen im Rahmen des Logos "Regional Eßkultur" ! Damit haben insgesamt 28 Betriebe diese Auszeichnung seit 1996 bekommen. Gestartet wurde sie allerdings bereits ein Jahr früher.

Landrätin Kerstin Kassner (PDS) und DeHoGa-Kreischef Wilfried Rothkirch überreichten am 11. Juni Vertretern der fünf jetzt ausgezeichneten Unternehmen die Emailleplaketten und Urkunden mit der weißen Kochmütze. Willkommen im Club: Das "Kurhaus Binz", die Strandhotels "Arkona" und "Rugard", das Bootshaus Binz sowie die Kindertheaterküche von Hanns-Georg Kupky.

Landrätin Kassner betonte, dass es sich bei der Verleihung nicht um "eine beliebige Veranstaltung" handelt. Die Kriterien sind hoch, die Prüfer hätten von den kulinarischen Angeboten geschwärmt", so die Verwaltungschefin. "Rügener Qualität in der Gastronomie muss über sehen und schmecken zu genießen sein", fordert Wilfried Rothkirch und beglückwünschte die Ausgezeichneten.


Wolkenbruch ließ Fest absaufen

Trotzdem feierte hunderten Gäste beim Binzer Seebrückenfest mits

Herzlich willkommen zum Seebrückenfest! Entertainer Jörg Hinz sorgte für gute Unterhaltung. Auch kleine Gäste kamen auf ihre Kosten, bis der Regen kam.

Fotos (2) : (gü)

Ostseebad Binz (gü). Nasser ging es nicht Ein Wolkenbruch mit Haselnuss großen Hagelkörnern ließ das Seebrückenfest am Sonnabendnachmittag im wahrsten Sinne des Wortes "absaufen". Eine viertel Stunde goss es wie aus Kannen, schlugen die Hagelkörner gegen Scheiben, Autos und auf die Köpfe der Gäste des Seebrückenfestes.

Als der enorme Regenguss vorbei war, stand die Wendeschleife des Seebrückenvorplatzes komplett unter Wasser, waren die Urlauber geflüchtet, hatten die Musiker auf dem Seebrückenvorplatz und auf dem Kurplatz kein trockenes Fleckchen mehr am Leib!

"Ärgerlich" kommentierte Jörg Hinz den Schauer und räumte seine Technik ein. "Jetzt muss Plan B her", sagte Kurdirektorin Petra Wolter mit Blick auf das Radar, das keine Unwetterwand mehr anzeigte. Und fürwahr. Als das Nordmagazin des Fernsehsenders N 3 mit der Live-Sendung um 19.30 Uhr begann, kamen noch ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken, wurde das große Seebrückenfest auf dem Kurplatz doch noch ein Erfolg.

Schließlich hatten die Binzer zum 100. Geburtstag ihrer Seebrücke geladen. Und Petrus hatte am Sonntag ein Einsehen. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Aktionskünstler ihre Späße mit den Gästen treiben, konnten die Musiker ihre Auftritte trockenen Fußes absolvieren. Selbst das Höhenfeuerwerk am Abend des Samstags klappte und somit war das Fest zumindest am Abend und für einen Tag gerettet und zog hunderte Neugierige in seinen Bann.


Haus und Grundstücke versteigert

Sommerauktion bringt für Sellin 256.300 Euro
Weitere Immobilien auf Rügen erfolgreich veräußert

Rostock / Rügen (gü). Grund zur Freude hatte Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) am vorletzten Sonnabend! Bei der Sommerauktion der Grundstücksauktionen AG ist das Haus "Heimkehr" in der Wilhelmstraße für 206.000 Euro versteigert worden. Aufgerufen war das aus den 20er-Jahren stammende Haus mit 95.000 Euro. Der Entscheidung war ein spannendes Bieterduell im mit 600 Gästen dicht gefüllten Saal des "Tri-Hotels" in Rostock und am Telefon vorausgegangen, wie die verantwortliche Firma berichtet.

"Wir werden den Erlös in unseren Verwaltungshaushalt einstellen", so Liedtke auf eine Nachfrage des Rüganer. Mit dem Geld sollen notwenige Investitionen in der Bollwerk- und Hauptstraße angeschoben werden, erläuterte der Bürgermeister. Die Gemeinde plant, vom ehemaligen Kuhstall beginnend einen Rad- und Gehweg zu bauen. Zusätzlich soll auch die Bollwerkstraße erneuert werden.

Bevor die Maßnahmen allerdings beginnen, wird der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZWAR) neue Leitungen verlegen müssen, ergänzte der Bürgermeister.
Dringend benötigtes Geld für den allgemeinen Hauhalt kann die Gemeinde auch durch die Versteigerung von Grundstücken einstellen.

Ein Baugrundstück in Sellin fand für 30.000 Euro einen neuen Besitzer, aufgerufen war es mit 17.000 Euro. Auch vier unbebaute Grundstücke im Ortsteil Neuensien erfreuten sich großer Beliebtheit. Mit 5.000, 1.000 bzw. 2.500 und 500 Euro aufgerufen, fiel der Hammer bei jeweils 20.500, 14.500 und 12.500 sowie 2.800 Euro. Macht zusammen 50.300 Euro zusätzlich für den gebeutelten Selliner Etat 2002.

Aber auch zwei Wohnhäuser in Bergen auf Rügen, ein unbebautes Grundstück mit Teich in Dußvitz (bei Dreschvitz) und Grundstücke in Zudar, Gingst und Muhlitz fanden neue Besitzer, so die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG.

Interessenten können bei der vom 20. bis 25. Juni in Berlin stattfindenden Sommerauktion insgesamt 302 Immobilien deutschlandweit, darunter 14 Immobilien aus dem Ostseeraum, erwerben. Hierunter befinden sich auch drei Objekte in Sagard, Dranske und Neuenkirchen. Sie sind mit jeweils 1.500, 5.000 bzw. 20.000 Euro aufgerufen. Die Ostsee-Immobilien kommen am 25. Juni zum Aufruf. Weitere Informationen : (03 51) 89 91 10.


Feuerwehrmann war Brandstifter

Ermittlungsgruppe hat einen 18-jährigen Mann aus Putbus
der insgesamt 12 Brandstiftungen überführt

Putbus (gü). Der Feuerteufel, der seit April in der Gegend um Putbus sein Unwesen trieb, ist gefasst ! Aufatmen bei der eigens für die Brandserie eingesetzten Ermittlungsgruppe, aber auch unter den Putbussern selbst.

Ein 18-jähriger Mann aus der Fürstenstadt wurde am 7. Juni von den Beamten festgenommen. Auf einer am 10. Juni im Putbusser Rathaus stattgefundenen Pressekonferenz wurde über die Einzelheiten berichtet.

Der arbeitslose Heranwachsende ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt ! Er soll seit dem 4. April insgesamt 12 Brände gelegt haben. Seine Motive sind noch weitgehend unklar. Allerdings wird vermutet, so Manfred Diekmann, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Stralsund, dass das sog. "Feuerwehrmotiv" zutrifft. Dabei handelt es sich leider um einige wenige schwarze Schafe innerhalb der Feuerwehren bundesweit, die durch Brandstiftung und die damit verbundenen Einsätze zu mehr Anerkennung und Selbstbestätigung in der Öffentlichkeit finden wollen.

Der nunmehr Festgenommene hat bereits seit einiger Zeit auf der Liste der Ermittlungsgruppe gestanden, heißt es weiter. Da er als einer der ersten am letzten Unglücksort war (Waldstück hinter Lauterbach), vernahm ihn die Polizei als Zeuge. In den Aussagen gegenüber den Beamten verstrickte er sich in Widersprüche. "Er wusste Dinge zu berichten, die nur der Täter wissen konnte", so Manfred Diekmann.

Da sich unter seinen Brandstiftungen auch zwei Wohngebäude (Hotel "Wreecher Hof" und Alte Wassermühle) befinden, wird dem 18-Jährigen schwere Brandstiftung vorgeworfen. Diese kann mit einigen Jahren Haft geahndet werden. Abschließend unterstrich die Polizei, dass die Brandserie in und um Putbus mit der Festnahme aufgeklärt sei.


Raku

Schaubrand am 22. Juni

Sehlen (ur). Am Samstag, den 22. Juni, findet bei der Künstlerin Antje Grotelüschen in der Raku-Keramik-Werkstatt in Sehlen wieder ein Raku-Schaubrand statt. Beim Rakubrand handelt es sich um eine alte japanische Brenntechnik, die heute sehr selten praktiziert wird.

Die Keramik wird zwischen 900oC und 1.200oC dem Ofen entnommen und im glühenden Zustand, z.B. in Sägemehl oder Sand, reduziert. Die Teilnahme am öffentlichen Rakubrand, der in der Zeit von 10 bis 16 Uhr stattfindet, ist kostenlos.



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