Feuerwehr genießt Priorität
Haushalt der Gemeinde beschlossen: Neubau des Gerätehauses 2003
Lancken-Granitz (gü).
Die Pro-Kopf-Verschuldung mit 460 Euro je
Einwohner ist laut Bürgermeister Klaus Golle (WG) im Vergleich zu
anderen Kommunen "nicht sehr viel". Allerdings ist die
Finanzkraft der Gemeinde nicht sehr hoch, daher ist auch eine hohe
Verschuldung nicht möglich, informierte der Bürgermeister
während der letzten Gemeindevertretersitzung am zurückliegenden
Mittwoch während der Haushaltsdebatte. Und betonte weiter, dass es der
Kommune finanziell gut gehe und zumindest unter diesem Gesichtspunkt
Fusionen mit anderen Kommunen nicht auf der Tagesordnung stehen
würden.
Die Verschuldung des Ortes am Eingang des Amtes Mönchgut-Granitz liegt
derzeit bei rund 180.000 Euro. Und sie soll nicht steigen, so Golle weiter.
Vielmehr sieht sich Lancken-Granitz ab dem Haushaltsjahr 2003 in der Lage,
Überschüsse in die kommunale Rücklage zu geben.
Die sechs anwesenden Gemeindevertreter beschlossen einstimmig den Etat
2002. Dieser sieht im Verwaltungshaushalt bei den Einnahmen und Ausgaben
358.000 Euro und im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben in
Höhe von 167.000 Euro vor.
Es sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen, was den Haushalt nicht
genehmigungspflichtig macht, so der Bürgermeister. Die aktuelle
Rücklage liegt derzeit bei rund 25.000 Euro. Um den
Verwaltungshaushalt allerdings auszugleichen, musste die Gemeinde auf Teile
der Rücklagen zurück greifen. "Wir werden aber zum
Jahresende wieder die selbe Rücklagen haben", sagte Golle in
diesem Zusammenhang.
Investitionen bis zum Jahr 2005
Mit dem Haushalt 2002 wurde auch das Investitionsprogramm bis 2005
verabschiedet. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses genießt
absolute Priorität. Denn die Feuerwehr-Unfallkasse hat die Genehmigung
zur Nutzung zeitlich eingeschränkt, sagte Gemeindevertreter Arne
Fründt (WG), der Kamerad der FFw ist.
Demnach sind 2002 rund 22.500 Euro für die Planung des neuen
Gebäudes vorgesehen. Der Bau ist mit 296.600 Euro im kommenden Jahr
geplant. Der Straßenausbau in Klein-Lancken, der im letzten Jahr
begonnen wurde, schlägt sich 2002 mit 128.400 Euro im Etat nieder. Mit
15.400 Euro soll in diesem Jahr die Planung für den Ausbau der
Straße an der Bäckertrift vorbereitet werden.
Im nächsten Jahr könnte das Vorhaben mit einem Wert von 139.000
Euro umgesetzt werden. Weitere Straßenbaumaßnahmen in
Blieschow, im Fritz-Furthmann-Weg und anderswo sind in den Investitionsplan
eingestellt. "Welche Maßnahme wann zeitlich greift, wird durch
die Gemeindevertretung bei der Verabschiedung der kommenden Haushalte
entschieden", so Golle weiter.
Der Schullastenausgleich für die 36 Grund- und Realschüler ist
mit rund 25.000 Euro eingestellt. Falls die vom Kreistag getroffene
Schul-Entscheidung im Amt Mönchgut-Granitz zu Gunsten von Göhren
durch das Schweriner Kultusministerium bestätigt wird, wird "das
für unseren Haushalt ab 2004 unangenehme Auswirkungen haben",
blickt Bürgermeister Golle bereits in die schulpolitische Zukunft.
Von den rund 102.770 Euro Steuereinnahmen und Landeszuweisungen gibt
Lancken-Granitz rund die Hälfte für die Kreis- und die Amtsumlage
aus, ergänzte der Bürgermeister seine Ausführungen. Bitterer
Wermutstropfen: Während die Amtsumlage sinkt, klettert die
Kreisumlage, hieß es abschließend zu diesem Thema, das jedes
Jahr aufs Neue bewegt.
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