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Das landschaftlich reizvolle Gebiet um die Feuersteinfelder soll
künftig stärker interessierten Gästen zugänglich
sein. Foto : (gü) |
Prora (gü).
"Viele Regionen der Insel im Osten sind
landschaftlich so schön, dass wir sie verstärkt interessierten
Gästen zugänglich machen wollen", beschreibt Dr. Bernd
Rost, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes
Ostrügen e. V., die Ansinnen des Verbandes in diesem Jahr.
Die durch den Verein in den letzten Jahren durchgeführten
Pflegemaßnahmen waren unter anderem Bestandteil der jetzt
stattgefundenen Vereinsversammlung, auf der Rechenschaft abgelegt wurde.
Und der Bericht umfasste so viel Geschaffenes und Geschafftes, dass sich
die Mitglieder des Verbandes zufrieden mit dem Blick zurück und
optimistisch mit dem Blick nach vorn für die weitere Arbeit zufrieden
bzw. gespannt geben können.
Eine der gravierendsten Aufgaben 2002 wird die weitere Pflege der
Landschaft westlich der Feuersteinfelder sein. Der zu diesen
Geröllfeldern führende Weg soll in diesem Jahr als Rundweg
vollendet werden. So kann der Gast seine Wanderung zu den Feuersteinfeldern
auf dem jetzigen Weg beginnen und nimmt seinen Rückweg auf dem sog.
"Schweineweg" zurück.
"Besucherlenkung durch das NSG Schmale Heide", nennt sich das von
Dr. Rost formulierte Vorhaben. Dazu kommen Wasserregulierungen in der
Blohmer Weide und die Erstmahd nach der Bultenbekämpfung.
"Für die Umsetzung des Projektes hat das Bundesforstamt bereits
signalisiert, dass es auf die Nutzung als Forstweg verzichten würde,
so dass wir hier die Besucher gut lenken könnten", verweist der
Geschäftsführer auf den Stand der Dinge. So würden die
Feuersteinfelder als Ausflugsziel aufgewertet werden, ist sich der Verband
insgesamt sicher.
Weitere Schwerpunkte der Arbeit in diesem Jahr sind weiterhin die
Rekonstruktion des Schmachter Sees (hier : Antrags- und
Genehmigungsmanagement), die Renaturierung des Nordostpolders Neuensien,
Rückbau von Altlasten auf der Halbinsel Pulitz und eventuell in Lobbe.
"Wir haben als Landschaftspflegeverband wie in den letzten Jahren auch
in diesem Jahr wieder jede Menge Aufgaben zu erfüllen", blickt
Dr. Bernd Rost auf die kommenden Monate. Der Verband wird in 2002 rund
620.000 Euro für seine Arbeit ausgeben, so der Plan.
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Hauptkommissar Rainer Hietel zeigte im Anschluss an das Pressegespräch
die Steckkarten, an denen alle Unfälle in unterschiedlichen Farben
festgehalten werden.
Foto: Besch |
Bergen auf Rügen (bs).
Zum Thema "Unfallstatistik 2001"
luden Kriminalrat Frank Piotrowski und sein Kollege Hauptkommissar Rainer
Hietel in der vergangenen Woche zum Pressegespräch in die
Polizeiinspektion Bergen ein. Denn immerhin waren im Jahr 2001 bei 75.144
Einwohnern 53.257 Fahrzeuge, davon 40.126 Pkw zugelassen.
"Im Jahr 2000 hatte die Insel noch 25 Unfalltote zu beklagen. Im Jahr
2001 wurden hingegen 21 Tote bei Verkehrsunfällen registriert. Das
bedeutet einen Rückgang um 16 Prozent. Das ist zwar sehr erfreulich
aber eben noch lange nicht ausreichend.", so Kriminalrat Piotrowski im
Gespräch.
"Insgesamt ereigneten sich 3.345 Verkehrsunfälle (5,8 Prozent
mehr als im Jahr 2000) auf der Insel Rügen. Dabei gab es 660 Verletzte
(Steigerung um 11,2 Prozent zum Vorjahr) und eben die 21 Unfalltoten.
Ursachen der Unfälle sind meistens eine unangemessene Geschwindigkeit
gefolgt von dem nicht beachten der Vorfahrt bzw. des Vorranges und
natürlich aufgrund des Alkoholeinflusses der Fahrer".
Zudem konnte der Kriminalrat aussagen, dass die häufigste Zahl der
Unfälle zwischen 12 und 21 Uhr, also der Zeit, in der die Masse der
Bürger unterwegs ist, passierten. Und auch am Wochenende ist die
Unfallhäufigkeit am größten. Ein örtlicher schwerpunkt
ist dabei nicht zu erkennen, jedoch werden hauptsächlich die Bundes-
und Landesstraßen genannt, die auch die höchste
Verkehrsbelastung haben.
Was der Polizei jedoch besonders auffiel, sind die Wildunfälle, die im
Gegensatz zum Vorjahr 2000 um 30,9 Prozent gestiegen sind. Das liege zum
einen am allgemein höheren Wildbestand im Landkreis und zum anderen
wird einfach weniger gejagd. Die fehlenden Erfolgsprämien lassen die
Attraktivität für die Jäger natürlich verloren gehen.
Kriminalrat Piotrowski betonte im Zusammenhang mit den Unfalltoten, dass
nicht nur die "jugendlichen Inselraser" diese Gruppe ausmachen,
sondern das eben auch die 50 bis 60-Jährigen in Unfälle mit
Todesfolge verwickelt waren. Jedoch ist natürlich die Gruppe der 18
bis 25-Jährigen besonders anzusprechen. Aus diesem Grund bietet die
Polizei auch ein Sicherheitsfahrtraining an.
Um nun aber die Verkehrstotenzahl (im Jahr 2002 bereits zwei Tote) noch
weiter in den Keller zu derigieren, hat die Polizei seit dem 3. Dezember
letzten Jahres einen Verkehrsüberwachungsdienst mit sieben Beamten ins
Leben gerufen. Diese sind tagtäglich in zwei Schichten mit dem
Videowagen unterwegs und führen Geschwindigkeitskontrollen durch. Das
Entdeckungsrisiko ist nun größer. Also, so oder so, Fuß
vom Gas!
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