D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Gesundes auf den Tisch!

Agrarminister Backhaus startet neue ökologische Projekte auf Rügen

Landrätin Kerstin Kassner (PDS), Carola Ketelhodt vom Bioland-Landesverband und Agrarminister Till Backhaus (SPD) schneiden letzte Woche Donnerstag das erste Brot der Bioland-Bäckerei während der Präsentation an.

Foto : Günther

Ostseebad Göhren (gü). Agrarminister Till Backhaus (SPD) ist ein Politiker, der gern pünktlich erscheint. So ließ es sich der SPD-Landesvorsitzende, der gegenwärtig einige kleinere politische Klippen zu umschiffen hat, nicht nehmen, am letzten Donnerstag um Punkt 7.30 Uhr im Hotel "Hanseatic" zu erscheinen und neue ökologische Modellprojekte zu starten.

Konkret ging es an diesem Tag um die Eröffnung der ersten Bioland-Bäckerei Mecklenburg-Vorpommerns auf der Insel Rügen, und zwar in Serams. Mit von der Partie auch Ulrich Langer von der Service Biosphäre GmbH, die das Projekt "Biosphäre Hotels / Biosphäre Ferienwohnungen und Biosphäre Restaurants Rügen" vorstellte.

Ziel der Biosphäre-Partner ist es, nicht nur ökologische Projekte im Biosphärenreservat zu initiieren und eine eigene Marketingkampagne aufzubauen, sondern auch den eigenen Absatzmarkt für ökologische und regionale Produkte zu öffnen, sagte Langer gegenüber den Anwesenden. Minister Backhaus unterstützte verbal die Ansprüche der neuen Projekte, die jetzt im Tourismus etabliert werden sollen.

So werden gegenwärtig vier Hotels und Pensionen mit den Erzeugnissen der Bioland-Bäckerei beliefert. Diese wiederum bieten ihren Gästen mit diesen und anderen frischen Produkten ein spezielles Angebot in punkto gesunder Ernährung bei Wellness- und Gesundheitsangeboten der Häuser.

Mit dem Bioland-Landesverband sitzt der Partner im Boot, der auf die Qualität der Produkte einwirkt und die Regionalentwicklung fördern will, so Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Verbandes ergänzend dazu.


Ein wunderbarer Abend

Rund 450 Zuschauer beim 1. Klassik Open Air Konzert
auf dem Rügenhof Arkona

Viel Beifall für einen unvergeßlichen Abend. Und der gute Ausblick: Das war "nur" der Anfang von Klassik Open Air Konzerten im Norden von Rügen. Die Termine für 2004 stehen schon jetzt fest. Thomas Schmutzler, Leiter der Semper Brass Dresden, die mit 12 Akteuren am Kap musizierte.

Putgarten (ur). Eine aufgelockerte und wohltuende Stimmung gab es am Sonntagabend ab 21 Uhr von Anfang an beim 1. Klassik Open Air Konzert auf dem Rügenhof Arkona. Dabei herrschte durchaus auch nicht nur eine "ernste Klassik-Stimmung".

So war gleich zu Beginn der Dank an die Schirmherrin des Konzertes, Landrätin Kerstin Kassner (PDS), mit der Bemerkung verbunden, dass sie nicht den Schirm aufspannen brauche. Das Wetter spielte tatsächlich in bester Weise mit. Erfreulich viele Zuschauer konnten sich so ganz von dem Können der Semper Brass Dresden überzeugen. "Von Barock bis Jazz" gab es ein vielfältiges und immer wieder beeindruckendes Programm.

Nach dem Konzerterlebnis lud noch ein Lagerfeuer in stimmungsvoller Weise zum Verweilen ein. Das erste Klassik Open Air Konzert im Norden von Rügen soll im Jahr 2004 eine Fortsetzung finden. Die Spielstätte wird dann die Freilichtbühne am Kap Arkona sein.

"WOMEN IN BRASS" heißt das Programm am 20. August 2004 ab 21 Uhr. Am Tag darauf soll die Konzertreihe um die gleiche Uhrzeit mit "DRESDNER KAPELLSOLISTEN" fortgesetzt werden.


Berliner Finale um Pokal im Beach-Soccer

Der 1. FC Bacardi Cola aus Berlin gewinnt den Wanderpokal
des Rüganer-Verlages gegen 15 weitere Teams

Das Team des 1. FC Bacardi Cola aus Berlin (Mitte) ist Sieger der Hotelmeisterschaften. Links das Team der Beach-Kicker aus Berlin und rechts das Team der Strandhotels "Arkona" und "Rugard".

Ostseebad Binz (gü). Die 8. Beach-Soccer-Meisterschaften der Binzer Hoteliers live im spanischen Rundfunk ! Der Radioreporter Dee Ross weilte am letzten Sonnabend während des sportlichen Events am Strand des größten Ostseebades der Insel und setzte einen Bericht per Telefon für einen deutschen Sender nach Marbella ab. Er berichtete von den Hotelmeisterschaften im Beach-Soccer, dem herrlichen Wetter und der Insel Rügen.

Sportlich gesehen waren die Meisterschaften ein Knaller der Extraklasse in der zu Ende gehenden Saison, wie Organisator Kay Albrecht von der Kurverwaltung und Kult-Moderator Jörg Hinz gegenüber dieser Zeitung nach insgesamt acht Stunden und 32 Spielen bestätigen konnten. Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann doch. Mit dem 1. FC Barcardi Cola entführte ein Team aus Berlin den Wanderpokal des Rüganer-Verlages in die deutsche Hauptstadt.

Überhaupt, die Berliner : Sie waren am letzten Sonnabend gleich mit drei Mannschaften vertreten, sorgten für sportliche Bereicherung des Turniers, tolle Kicks gegen die Mannschaften aus dem Ostseebad Binz und waren sogar so gut, dass mit dem Team Beach-Kicker Berlin ein Hauptstadtfinale um den Wanderpokal stattfand.

Den dritten Platz spielten die Teams des Seehotel "Binz-Therme" Rügen sowie der Strandhotels "Arkona" und "Rugard" unter sich aus. Letztgenanntes Team konnte als Titelverteidiger des Jahres 2002 in einem dramatischen Siebenmeterschießen den dritten Platz erringen und somit indirekt seinen Titel als bestes Rügener Team verteidigen. Hoteldirektorin Birte Löhr spendierte für Team und Gäste einen leckeren Cocktail, der anlässlich der Hotelmeisterschaften kreiert worden ist.

Die beiden Berliner Teams zeigten im Herzschlagfinale ihre technische Finesse und Kampfgeist, den Wanderpokal zu erringen. In einem tollen Spiel bezwangen die Spieler des 1. FC Bacardi Cola die Beach-Kicker schließlich mit 4 zu 2 Toren, verbuddelten nach dem Abpfiff ihre T-Shirts im Strandsand und sprangen anschließend in die kühlen Fluten der Ostsee, ehe sie sich von den mitgereisten Fans und auch Binzer Mannschaften und Zuschauern feiern ließen.

Am Abend kamen die Spieler der insgesamt 16 Mannschaften (so viele wie nie !) zur Players-Party am Strand auf Höhe der Bar de Brazil nochmals zusammen und feierten gemeinsam den Abschluss der 8. Beach-Soccer-Meisterschaften der Binzer Hoteliers 2003. Viele sagten ihr Kommen für 2004 bereits zu, damit nächstes Jahr der Wanderpokal möglichst wieder auf der Insel bleibt, sind sich Lokalpatrioten einig.


Gingst und Lietzow im Rennen

Sieger des Ortsbildwettbewerbs Rügen
für Landesausscheid M-V nominiert

Bergen auf Rügen (DR). Die Siegergemeinden im Ortsbildwettbewerb des Tourismusverbandes Rügen e.V. in der Kategorie ländliche Orte, die Gemeinden Gingst und Lietzow, können am Landesausscheid zum 21. Bundeswettbewerb / 5. Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen. Dies wurde dem Landkreis Rügen vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei des Landes Mecklenburg-Vorpommern mitgeteilt.

Landrätin Kerstin Kassner (PDS) hatte sich nach Abschluss des Ortsbildwettbewerbes hierfür eingesetzt und beim Landwirtschaftsminister erreichen können, dass der Ortsbildwettbewerb als Vorentscheid für die Landes- bzw. Bundesausscheidungen gelten kann. Dies war vom Land zunächst nicht so gesehen worden.

Sowohl für Kerstin Kassner als auch für Sönke Reimers als Vorsitzenden des Tourismusverbandes stellt dies einen großen Erfolg dar. Es zeigt, dass die vor Ort-Aktivitäten auf Kreisebene auch vom Land anerkannt werden.

Für die beiden Gemeinden, die den ersten und zweiten Platz errungen hatten, bedeutet dies ebenfalls einen Erfolg und die berechtigte Chance, auch im Landeswettbewerb erfolgreich zu sein. Rügen kann damit erstmals zwei Gemeinden in den Landesentscheid entsenden.

Beide Gemeinden hatten sich auf der Insel gegen starke Konkurrenten durchzusetzen und zu beweisen, dass sie mit großer Zielstrebigkeit und mit hohem Engagement an der Aufgabe der Ortsbildverschönerung arbeiten. Landkreis und Tourismusverband wünschen nicht nur viel Erfolg, sondern bieten beiden Gemeinden auch weitere Unterstützung bei der Bewerbung an.


Unvernünftige Pedalritter auf den Straßen

Landkreis appelliert an Gäste und Einwohner
- dort wo möglich - die vorhandenen Radwege zu nutzen

Bergen auf Rügen (DR). Die Insel Rügen entwickelt sich zunehmend auch als Reiseziel für Urlauber und Gäste, die per Fahrrad die Insel erkunden möchten. Noch ist das Radwanderwegenetz nicht komplett ausgebaut, dennoch haben Pedalritter inzwischen schon eine beträchtliche Auswahl an Wegen, die abseits von stark frequentierten Straßen oder straßenbegleitend zu befahren sind.

Umso unverständlicher ist es, wenn Fahrradfahrer trotz vorhandener Radwege teilweise die Straße für ihre Radtour benutzen und damit nicht nur den Fahrzeugverkehr behindern, sondern ebenso die eigene Gesundheit gefährden. Über diese gefährliche Handlungsweise von Radfahrern gehen beim Landkreis Rügen zunehmend Beschwerden ein. Das ist einer aktuellen Mitteilung der Verwaltung zu entnehmen, die der Redaktion vorliegt.

Landrätin Kerstin Kassner (PDS) bittet daher alle Gäste und Rüganer, die per Rad auf der Insel unterwegs sind, doch - so weit vorhanden - die straßenbegleitenden Radwege und die gemeinsamen Geh- und Radwege zu benutzen. Die Vermeidung von unnötigen Staus und vor allem die eigene Sicherheit als Radfahrer sollten Grund genug sein, die stark befahrenen Straßen möglichst zu meiden.

Selbst wenn der Weg etwas länger werden sollte; die schöne Natur entschädigt dafür. Allerdings soll zugleich auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei entsprechender Beschilderung eine Benutzungspflicht für Radwege besteht, deren Einhaltung durch die Polizei kontrolliert wird. Ortsunkundige, die oftmals ihre Radtouren von Autoparkplätzen aus beginnen, sind gut beraten, sich vor Fahrtantritt über vorhandene Radwege zu informieren. Auch Vermieter sollten ihren Gästen möglichst umfassende Informationen über das bestehende Radwegenetz geben.


Bürgerservice vor dem Aus ?

Spezielle Fachämtersprechtage komplett abgeschafft
Antragsausgabe und Ämter-Wegweiser einzige Aufgaben

Bergen auf Rügen (gü). Steht der Bürgerservice, Prestigeprojekt von Landrätin Kerstin Kassner (PDS), vor dem Aus ? Im vergangenen Juni meldete das Landratsamt, dass der Bürgerservice "nun fester Bestandteil der Verwaltung" sei. Von "überstandener Probezeit" war in der Mitteilung die Rede. Doch die Realitäten scheinen anders auszusehen.

Wie Der Rüganer aus informierten Kreisen erfahren konnte, ist das Projekt innerhalb der Verwaltung nicht unumstritten. Besonders der Personalrat monierte den Einsatz von Fachpersonal während der sog. Fachämtersprechtage und den damit verbundenen Einsatz von Mitarbeitern während der Öffnungszeiten des Bürgerservice. Von nicht ausgelasteten Kollegen während der Arbeitszeiten ist die Rede hierbei, da die eigentliche Arbeit in den Büros nicht erledigt werden konnte.

Auf eine entsprechende Rüganer-Nachfrage zur Akzeptanz seitens der Bürger informierte das Landratsamt am 3. Juli, dass der Bürgerservice seit seiner Eröffnung (8. Januar 2003) bisher rund 600 Mal in Anspruch genommen wurde (Ausnahme Kfz-Zulassung und Grundsicherungsanliegen). Besonders die eingeführten speziellen Sprechtage der Fachämter wurden einer "Sinuskurve" gleich von interessierten Bürgern angenommen. Daher wurden auch Öffnungszeiten ab dem Juli modifiziert, wie es weiter heißt.

Wie Der Rüganer weiter in Erfahrung bringen konnte, sind die Fachämtersprechtage nunmehr komplett abgeschafft, die Tätigkeiten des Bürgerservice beschränken sich auf die Antragsausgabe für Bürger, wenn sie in der Zulassungsstelle sind sowie als Wegweiser durch die einzelnen Ämter der Verwaltung.

Ein ähnliches Projekt im Landkreis Waren-Müritz wurde nach einer Untersuchung durch den Landesrechnungshof wieder geschlossen.


Kommunales

Wählergemeinschaft positioniert sich

Altefähr (DR). Am 5. August versammelte sich die Wählergemeinschaft Altefähr zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung. Die 1994 gegründete Vereinigung sieht ihre Aufgabe darin, "engagierten und parteilosen Einwohnern der Gemeinde Altefähr die Kandidatur zur Übernahme von Ehrenämtern zu ermöglichen und die Vorbereitung und Durchführung von Kommunalwahlen zu unterstützen.

Zwischen den Wahlperioden fordert die Wählergemeinschaft regelmäßige Bilanz von ihren gewählten Mitgliedern", ist der Satzung zu entnehmen und dies wurde während der Zusammenkunft auch nochmals deutlich betont. Darüber informiert der neue Vorsitzende Gero Schwedhelm gegenüber dieser Zeitung.

Kommunalwahlen 2004 werfen ihre Schatten voraus

Zwischen den Wahlen ist es erfahrungsgemäß etwas "ruhiger" um die Vereinigung, so Schwedhelm weiter. Die anstehende Kommunalwahl 2004 wirft jedoch ihre Schatten voraus und war daraufhin wichtiges Thema der Versammlung Anfang des Monats. "Im Gegensatz zu Parteiprogrammen, Reformbeschlüssen und Vorstandserlassen wirkt die Satzung der Wählergemeinschaft sehr wenig administrativ auf unsere Mitglieder", sagt der Vorsitzende mit Blick auf mögliche Kandidaten.

"Wer mindestens 16 Jahre alt ist, keiner Partei angehört und seine Wählbarkeit nicht auf Grund eines Richterspruches verloren hat, hat hier die Gelegenheit, seine Ideen, sein Engagement und seinen Enthusiasmus einzubringen. Häufig werden ganz unterschiedliche Gedanken eingebracht, manchmal sehr persönliche Befindlichkeiten und nicht selten schlagen auch Emotionen hoch, aber immer geht es um das Wohl der Gemeinde Altefähr. Beschlüsse werden dann demokratisch im Rahmen von Grund- und Kommunalgesetz getroffen", heißt es weiter.

An die guten Wahlerfolge von 1999 anknüpfen

Mit diesem Konzept war die gegenwärtig 16 Mitglieder zählende Gemeinschaft bisher recht erfolgreich. In der Kommunalwahl 1999 sprachen ihr 41,6 Prozent der Bevölkerung das Vertrauen aus. Vier Gemeindevertreter und zwei berufene Bürger setzten sich in den zurückliegenden Jahren aktiv und engagiert für die Belange der Gemeinde ein.

"Aus eigener Erfahrung kann ich beurteilen, welch kraftzehrender Beitrag hier von unseren gewählten Vertretern geleistet wurde", so Schwedhelm weiter. "Gerade in einer kleinen Gemeinde wie Altefähr wird diese Arbeit sehr kritisch und sehr persönlich von den Einwohnern beurteilt", ergänzt er. So soll auch in Zukunft die Wählergemeinschaft Altefähr "kritisch und persönlich" für das Wohl der Gemeinde und jeden einzelnen Bewohner tätig sein.

In diesem Sinne plant die Wählergemeinschaft auf ihrer Hauptversammlung, zu Beginn des Jahres 2004 einen schon traditionell gewordenen "Bürgerbrief" herauszugeben ­p; eine sehr "individuelle, kleine Dorfzeitung". Weiteren Einwohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, in der Wählergemeinschaft tätig zu sein.

Dazu nochmals der neue Vorsitzende : "Zunehmend sind die Einwohner Altefährs bereit, für ihre Gemeinde aktiv zu werden. Auch »Zugezogene« und »Häuslebauer« kommen zur Ruhe, und schauen, was in ihrem Umfeld passiert, wollen sich engagieren . . ."



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