| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 22. Oktober - 28. Oktober | unabhängig - überparteilich |
|
![]() |
![]() |
|
Bereit zur Grundsteinlegung für die Errichtung des einstigen
Leuchtfeuers von Ranzow am Kap Arkona. Von links: Landrätin Kerstin
Kassner (PDS), Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes
Stralsund und Falk Meyer, der Vorgänger in der heute von Holger Brydda
ausgeübten Funktion. Fotos (2): Urban |
Noch ein freundlicher Blick in Richtung des Publikums bei der Grundsteinlegung und dann ging es mit der von Bürgermeister Heinemann geholten Leiter wieder in die Höhe. Das Foto verdeutlicht zugleich die neue Lage des "Ranzower Leuchtfeuers", denn im Hintergrund sind die beiden Leuchttürme am Kap zu sehen. |
Von Wolfgang Urban
Arkona. Am Sonntag wurde die Grundsteinlegung für das einstige
Orientierungsfeuer Ranzow am Kap Arkona vollzogen (Siehe Fotos). "Es
war für die Schifffahrt nicht mehr zu gebrauchen", erklärte
der ehemalige Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Falk Meyer.
Wäre es am alten Standort belassen, dann hätte das Amt weiter die
Verkehrssicherungspflicht gehabt, und einfach nur verrosten lassen, wollte
man das Bauwerk auch nicht.
Daher habe man es abgebaut und gehofft, dass es an einem anderen Ort zur
Besichtigung wieder aufgebaut werden kann. Diese Möglichkeit bot sich
am Kap Arkona, wo nach und nach die Ausstellung zur Seenotrettung immer
mehr erweitert wird. Jetzt erhält sie mit dem alten Ranzower
Orientierungsfeuer auch auf dem Freigelände ein weiteres sichtbares
Zeichen.
Das Leuchtfeuer wurde 1904 baugleich mit dem Leuchtturm am Kolliker Ort
errichtet. Der nur 6,6 Meter hohe Stahlturm war 14 Seemeilen weit sichtbar,
da er 55 Meter über Mittelwasser stand. Das Orientierungsfeuer diente
vor allem dem Fährverkehr zwischen Sassnitz und Trelleborg. Dazu
besaß es ursprünglich eine Gaslampe.
Sie wurde 1936 gegen elektrisches Licht ausgetauscht. Die
Fernüberwachung des Orientierungsfeuers von Ranzow begann 1978. Am 1.
Oktober 1999 wurde es dann gelöscht und im Sommer 2002 wurde der
kleine Leuchtturm zurückgebaut.
Die Zwischenlagerung seiner Teile erfolgte auf der Insel Dänholm bei
Stralsund. Mit seinem Wiederaufbau am Kap Arkona wird er musealen Zwecken
zugeführt. Künftig wird man dann wohl nicht mehr von den zwei,
sondern von den drei Leuchttürmen am Kap Arkona sprechen.
|
![]() |
![]() |
| Über 500 Hobbyradler fuhren von Stralsund und Bergen im Rahmen der Radsternwanderung nach Binz. | Radsportstar Jan Ulrich (li.) gab den Startschuss für das Prominentenrennen, rechts neben ihm Steffen Wesemann. |
![]() |
![]() |
| Das Prominentenrennen konnte Lutz Heßlich (re.) knapp vor Bernd Drogan (mi.) und Erik Baumann (li.) für sich entscheiden. | Ebenso zahlreich wie am Sonnabend waren auch hunderte von Schaulustigen am Sonntag zu den Pferderennen im Rahmen des Herbstfestes der Kurverwaltung am Strand von Binz erschienen. Sie sahen spannende Rennen im Binzer Sand. Fotos (4) : Günther |
Ostseebad Binz (gü). "Wo kann man schon mal ohne Waffenschein
eine Pistole abfeuern ?", fragte Radprofi Jan Ullrich am Sonnabend und
gab den Startschuss für das Prominentenrennen im Rahmen der 9. Tour d'
Allée. Über 20 ehemalige und aktive Radsportler, viele von
ihnen Welt-, Europa- und Deutsche Meister aus fast 30 Jahren (alle wohnten
im Seehotel "Binz-Therme") hatten sich eingetragen, um dieses
unwiderruflich letzte Rennen der Saison zu gewinnen.
Spannend waren die zehn Runden durch Binz allemal. Ständig wechselte
die Führung, bis Uwe Raab in der drittletzten Runde versuchte, sich
vom Feld abzusetzen. Das gelang ihm nur bis in die letzte Runde, wo er dann
doch vom alten Hasen Lutz Heßlich überholt wurde und dieser das
Rennen für sich entscheiden konnte. Ihm folgten auf den Plätzen
zwei und drei Bernd Drogan und Erik Baumann.
Die Macher der Tour d' Allée hatten an diesem Tag wieder einmal den
Wettergott auf ihrer Seite. Bei lauen Temperaturen und strahlendem
Sonnenschein starteten am Vormittag die Radsternwanderungen von Stralsund
und Bergen sowie die Familienrunde rund um Binz.
Allein aus der Hansestadt brachen fast 250 Teilnehmer auf und
"sammelten" auf der Strecke weitere Hobbyradler auf, so dass das
Feld auf über 300 Radfahrer anstieg, das schließlich auf dem
Festplatz begrüßt werden konnte. Insgesamt waren es weit
über 400 Fahrer, die im gemütlichen Tempo mit den Helden des
Radsports durch die Alleen Rügens radelten.
Einen neuen Rekord konnte Gunther Reymann, Präsident des Vereins Tour
d' Allée auch bei der 100 Kilometer langen RTF-Tour rund um den
großen Jasmunder Bodden melden. Insgesamt 240 Fahrer hatten sich in
die Startliste eingetragen und waren auf der Jagd nach dem begehrten
RTF-Stempel. Der erste Fahrer konnte nach etwas über drei Stunden im
Ziel begrüßt werden. Zahlreiche Gäste und Einwohner der
Insel kamen im Laufe des Vormittags auf den Festplatz, um mit Radlern und
Sportlern diese 9. Tour d' Allée zu ver- und erleben.
Zahlreich waren die Zuschauer auch einen Tag später am Strand bei den
traditionellen Pferderennen im Rahmen des Binzer Herbstfestes anzutreffen.
Hier kämpften die Reiter der Insel und Gäste vom Festland um die
ersten Plätze. Im Wind flatternde Drachen, ein Lagerfeuer und jede
Menge Musik rundeten dieses herbstliche Wochenende ab.
|
![]() |
"Alle noch nicht sanierten Straßen, sind grundsätzlich auf
ihre Kompatibilität mit dem integrierten Verkehrskonzept zu
prüfen", so die Anweisung des Bauamtes. Dies trifft sicherlich
auch auf die Bergener Calandstraße zu. Foto: Schäfer |
Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen. Dass Verkehrsprobleme auf Rügen keine
Seltenheit sind, ist längst bekannt. Gerade im Sommer, wenn
unzählige Urlauber mit ihren Pkws die Insel bevölkern, droht
einigen Orts der Kollaps.
Auch die Kreisstadt weiß um ihre diesbezüglichen Problempunkte.
Aus diesem Grund, verabschiedeten die Stadtvertreter am 21. Mai eine
Beschlussvorlage, die zehn Thesen zur Neuordnung des Verkehrs in Bergen zum
Inhalt hatte. "Diese zehn Thesen stellen für uns eine
kommunalpolitische Zielstellung dar", so Bauamtsleiter Rainer Starke,
der mit seinen Mitarbeitern seit Monaten an einem "Integrierten
Verkehrsentwicklungskonzept" arbeitet, das die Umsetzung der Thesen
zum Inhalt hat.
"In den letzten Tagen haben wir die Analyse des Verkehrsaufkommens und
die Zustandsbegutachtung der wichtigsten Straßen abgeschlossen",
so Starke im Rüganer - Gespräch. Wie weiter zu erfahren war, soll
bis Ende Oktober die Erstabstimmung innnerhalb der Verwaltung abgeschlossen
sein, so dass ab November die Fachausschüsse über die Ergebnisse
informiert werden können.
Angesprochen auf die inhaltlichen Schwerpunkte des Konzeptes nannte Bergens
Bauamtsleiter zum einen das Thema "Verkehrsberuhigung", das
sicherlich Vor- und Nachteile mit sich bringt, aber für die Zukunft
eine klare Handhabung benötigt (Anm. d. Red.). Desweiteren sind, laut
Starke, die Erstellung eines Verkehrsleit- sowie eines Parkleitsystems, das
zur Verringerung des Parksuchverkehrs führt, zukünftig
unabdingbar.
Angesprochen auf das Thema "ruhender Verkehr", gab Starke zu
verstehen, dass grundsätzlich die vorhandenen Ressourcen innerhalb
der Kreisstadt erschlossen werden müssen. Im Klartext: "Keine
weiteren neuen Großparkplatzanlagen in der Kreisstadt". Eine
dieser vorhandenen Parkressourcen befindet sich zum Beispiel an der
Kreuzung Dammstraße - Stralsunder Chaussee. Der Parkplatz, der vor
Jahren als Alternativstandort diente, um den "ungeliebten"
Wochenmarkt aus der Innenstadt zu vertreiben, erhält besonders nach
der Sanierung der Dammstraße eine wichtige strategische
Bedeutung.
Ein weiterer Problempunkt für Starke sind die Fremdparker, die den
öffentlichen Verkehrsraum nutzen. Demzufolge wäre eine neue
Parkordnung denkbar. "Eine Möglichkeit wäre die Schaffung
von Anliegerparkplätzen", so der Bauamtsleiter, der
grundsätzlich auch einen autofreien Marktplatz nicht
ausschließt. Auch der Umgang mit den Touristenbussen bedarf nach
Meinug der Verwaltung einige Änderungen.
"Eine Bustasche auf dem Markt wird bei weitem nicht ausreichen",
betont Rainer Starke.
Ein weiterer Schwerpunkt ist neben der fußläufigen
Verknüpfung der drei Bergener Stadtteile auch die Schaffung eines
"Schülerfördernden Systems", das einen Beitrag zur
positiven Entwicklung des Schulstandortes Bergen leisten soll.
|
|
|
|
Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel". © DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! |
![]() |
Informationen zur Insel Rügen | © wild-east®marketing | |