| 15. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 23. Juni - 29. Juni 2004 | unabhängig - überparteilich |
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Lauterbach. "Am Sonntag, dem 13.06.2004, wurde nachmittags auf polnischem Territorium eine männliche Leiche aufgefunden. Hierbei könnte es sich um den vermissten Werftbesitzer aus Lauterbach handeln. Auf Anforderung der polnischen Polizei fuhren gestern Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Stralsund zu der örtlich zuständigen Dienststelle. Ziel war und ist eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung der dortigen Behörden", so die nüchterne Mitteilung der Polizei.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit dem Bootsbauer aus Lauterbach. Ende der 90er-Jahre zog es mich als Jungredakteur in die Bootswerft von Wolfgang Lenz. Als Segelinteressierter ging es mir vor allem um das Aushängeschild des Unternehmens, den Motorsegler "Vilm", der seit 1967 in Lauterbach vom Stapel läuft und der kleinen Werft am Greifswalder Bodden unter Kennern zu Weltruhm verhalf. Beim Betreten seines Büros muss Wolfgang Lenz wohl das Funkeln in meinen Augen angesichts der wunderschönen und liebvoll gestalteten Büromöbel aufgefallen sein. "Ja wir bauen nicht nur Schiffe. Auch diese Möbel werden von uns gefertigt. Und siehst Du? Nicht eine Ecke oder Kante. Die Möbel haben zwar ihren Preis, dafür sind es Unikate aus Mahagoni", so die Worte des Werfteigners. Ja, diese spürbar vollendete Schönheit der Produkte der kleinen leistungsfähigen Werft wurde und wird vielerorts geschätzt. Auf die Frage ob ich denn ein Foto von ihm machen könne, antwortete Wolfgang Lenz freundlich aber bestimmt: "Fotografiere lieber unsere Schiffe, die sind wichtiger !"
Das handwerkliche Geschick von Wolfgang Lenz und seinen Mitarbeitern lebt jedoch nicht nur in den nahezu 250 Motorseglern weiter. Jedes Jahr zur gleichen Zeit wenn Klaus Störtebeker und seine Mannen den Kampf gegen das Böse aufnehmen und für mehr Gerechtigkeit auf Nord- und Ostsee kämpfen, tun sie dies auf historisch nachgebauten Koggen der Lauterbacher Bootswerft. Der Höhepunkt war sicherlich die für die letzte Festspielsaison gebaute spanische Karavelle. Die Insel trauert um Wolfgang Lenz, einen Großen des Bootsbauhandwerks. Ein Mensch, der sich durch Charaktereigenschaften wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Bodenständigkeit, gepaart mit dem ab und an so inseltypischen (heute leider viel zu selten gewordenen) Dickkopf auszeichnete. Gemeinsam steuerte er mit seinen Mitarbeitern ein Unternehmen erfolgreich durch die Untiefen der Marktwirtschaft. Ihm ist es zu verdanken, dass ein Stück Rügener Handwerkskunst auf den Weltmeeren unterwegs ist, ob nun in Nordschweden oder in den Gewässern vor Namibia, Wolfgang Lenz lebt auch in seinen Schiffen weiter.
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Ostseebad Sellin (gü). Schnipp-schnapp und das Band war durchschnitten ! Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG) sowie Vertreter des ausführenden Bauunternehmens BBG Rügen Tiefbau GmbH, übergaben am letzten Donnerstag im Beisein von zahlreichen Anwohnern den ersten Bauabschnitt der rekonstruierten Hauptstraße. In das Objekt wurden in den letzten neun Monaten insgesamt 1,25 Millionen Euro investiert.
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| Durchschnitten das obligatorische Band : Bürgermeister Reinhard Liedtke (SWG, li.) sowie Vertreter der verantwortlichen Baufirma BBG Rügen Tiefbau GmbH. Foto : Günther |
Bergen auf Rügen (DR). Mit 11,7 Prozent und sechs Mandaten im Kreistag haben die Insel-Liberalen nicht nur den erhofften Zuwachs prozentual und mandatsmäßig erzielt, sondern sind auch noch zur drittstärksten Partei vor den Sozialdemokraten aufgestiegen. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung entstanden, um die gesteckten politischen Ziele in den nächsten fünf Jahren und darüber hinaus entscheidend beeinflussen zu können. Dies geht aus einer Mitteilung von FDP-Kreischef Weber hervor.
An erster Stelle steht dabei nach wie vor der Erhalt der Eigenständigkeit des Kreises Rügen. Mit über 92 Prozent Zustimmung der Bürger im Bürgerentscheid zum Erhalt der Eigenständigkeit müssen nun in erster Linie kreisinterne Voraussetzungen geschaffen werden um dieses Ziel gegen die rot-rote Landesregierung zu erreichen. Dazu bedarf es keiner neuer Arbeitsgruppen wie es die Landrätin anstrebt, sondern vornehmlich einer konsequenten Finanz- und Personalpolitik, heißt es dort weiterhin.
In 20 der nunmehr 42 Inselkommunen ist die FDP mit insgesamt 50 Gemeinde- bzw. Stadtvertretern präsent. Erfreulich hier ein Mandatszuwachs in Putbus, Binz, Putgarten, Wiek und Dranske, der Einzug in die Stadtvertretung Bergen und der erstmalige Einzug in die Gemeindevertretung Altenkirchen überhaupt.
Olaf Braumann in Dreschvitz, Burkhard Bartel in Thesenvitz, Andre Wittkamp in Rappin und Christian Thiede in Rambin sind die Bürgermeister der FDP. Bei der Europawahl stimmten 1345 Bürgerrinnen und Bürger aus dem Kreis für die FDP, das sind erstmals 5 %. Die Insel-FDP sieht sich gut gerüstet für die Aufgaben der nächsten fünf Jahre, so Weber abschließend.
Ostseebad Binz (DR / gü). Inhaltlich spannend stellte sich der letzte Themenabend des Wirtschafts- und Kulturvereins Binz e. V. vor der Kommunalwahl dar. Es ging unter dem Motto "120 Jahre Badebetrieb in Binz" um einen Blick in die Vergangenheit und Visionen für die Zukunft. Rund 40 interessierte Vereinsmitglieder und Binzer Bürger fanden sich ein, um den Ausführungen der Referenten an diesem Abend zu lauschen, wie Pressesprecher Ulf Dohrmann jetzt gegenüber dem
Rüganer informierte.
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| Hotelier Arne Kurowski (im Hintergrund) erläuterte den interessierten Gästen während des Themenabends sein Projekt. Foto : (gü) |
Stralsund (DR). DZum achten Mal infolge lud die Stralsunder Brauerei unzählige Gäste auf ihr Hofgelände, um das alljährliche Brauerei-Hoffest zu feiern. Schon Ende März waren die Tickets für den Freitag Abend ausverkauft. Grund für die Histerie war das Kommen der Ärzte und der Sportfreunde Stiller. Doch bevor sie auf die Bühne kamen, dauerte es noch eine Zeit. Um 19 Uhr schlug dann die Stunde von EL*KE. Die Newcomer aus dem Berliner Stadtteil Kreuzberg präsentierten schöne handgemachte Rockmusik mit deutschsprachigen Texten. Kurz nach 20 Uhr kamen dann die Sportfreunde Stiller auf die Bühne.
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| Am 11. und 12 Juni war Big-Party auf dem Gelände der Stralsunde Brauerei. Foto: Ronny Witt |
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