| 13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 23. Juli - 30. Juli 2003 | unabhängig - überparteilich |
| ||||||||||||||||||||||||
![]() |
Rügen (tw). Sie steht im Halbfinale des SAT.1 Ausscheidungswettbewerbs "Star Search". In der Kategorie "Music Act ab 16" setzte sich Stefanie Krämer aus Sassnitz jetzt im Viertefinale durch. Mit ihrem Song "Think twice" (Celine Dion) erzielte sie das Maximum von glatten 20 Punkten bei der Jury. Jenny Elvers, Jeanette Biedermann, Hugo Egon Balder und Alexandra Kamps belohnten ihren Auftritt mit Beifall, Lob und der vollen Punkzahl. Stefanie Krämers Konkurrentin im Viertelfinale, Tesireè, konnte ebenfalls mit ihrem Song "Finally" die Jury überzeugen - 20 Punkte. So musste das Publikum per TED entscheiden. Zugegeben auch ich habe angerufen und für Stefanie votiert. Es war nicht der Lokalpatriotismus, sondern die phantastische Stimme der 19-jährigen Sassnitzerin, die mich überzeugte. Und es reichte zum Sieg. Jetzt heißt es am Sonntag, 3. August, Daumen drücken, wenn es um den Einzug ins Finale geht. Daumen drücken, dass Stefanie wieder so toll singt und die Töne wiederum perfekt trifft. Doch das alleine wird nicht reichen. Liebe Rüganerinnen und Rüganer: Schauen Sie sich die Sendung um 20.15 Uhr in SAT.1 selber an und rufen Sie dann an, um für Stefanie zu stimmen. |
| Stefanie Krämer mit "Star-Search"-Moderator Kai Pflaume. Gespannt erwartet sie die Wertung der Jury: Volle Punktzahl für das Rügener Riesentalent Foto: Wuitschik | |
Im Internet steht bei SAT.1: "Runter von der Insel und rein ins Musik - Business" lautet das Motto von Stefanie Krämer. Für ihre Karriere geht die quirlige 19-jährige Schülerin weite Wege: Nach dem Motto "Rumsitzen gilt nicht" hat sie in L.A. und Miami schon eigene Demo-CDs an Plattenfirmen verteilt. "Ich will nicht darauf warten, dass mich jemand entdeckt." Chancen dazu gäbe es zuhauf: Im Januar 2002 hatte sie im Sat.1-Frühstücksfernsehen als "Morning Star" ihren ersten TV-Auftritt, als singende Hälfte des Duos "The Diffrence" tourt sie durch Norddeutschland. Ruhe und Rückhalt findet sie bei ihrer Schwester, die ebenfalls singt, bei ihrer Mutter, von der beide die Stimme geerbt haben,und in der traumhaften Natur Rügens." |
|
| ||||||||||||||||||
Von Wolfgang Urban Rügen. Vor zwei Wochen erschien im Rüganer ein mehrseitiger Beitrag unter dem Titel "Landkreis auf dem Weg zum Gesetzesbruch. Dem Jugendhilfeausschuss vorgelegte Kürzungen führen zur Verweigerung von Pflichtleistungen." Wie Ilona Wulff, Leiterin der AWO - Familienberatungsstelle, informierte, übergab Sie am 1. Juli, also nach dem Redaktionsschluss des damaligen Rüganer-Beitrages an Landrätin Kerstin Kassner (PDS) Listen mit 831 Unterschriften. Zu lesen war und ist auf diesen Protestlisten: "Bürgerprotest an die Landrätin des Landkreises Rügen! Wir protestieren gegen die geplanten Einschränkungen bei Hilfeleistungen an Kindern / Jugendlichen und Familien. Wir haben einen Rechtsanspruch auf Beratung. Im Bedarfsfall monatelang zu warten, weil hier auf der Insel Personalstellen gestrichen werden und Beratungsstellen ersatzlos schließen, lehnen wir ab!" Mit Erstaunen habe sie dann wahrgenommen, so Illona Wulff, dass diese Willensbekundung von so vielen Bürgern des Landkreises Rügen es nicht wert war, im Bericht von Landrätin Kassner vor dem Kreistag am 3. Juli erwähnt zu werden. Auch habe es keine Reaktion auf Briefe gegeben, die sie zusammen mit drei weiteren Beratern im Bereich der Jugendhilfe an alle Kreistagsmitglieder übermittelt habe. Hauptgegenstand des Briefes, der bereits Ende Mai versandt wurde, war es, die Konsequenzen der geplanten Einsparungen in der Jugendhilfe für die betroffenen Eltern und Kinder aufzuzeigen. Die geplanten Einsparungen wurden dafür in einer vom Landratsamt am 9. Juli verbreiteten Mitteilung so dargestellt, dass dies auf heftige Kritik in den Beratungsstellen des Landkreises stieß. Angesichts des ausdrücklichen Wunsches der stellvertretenden Landrätin Dr. Ulrike Lucas, die seit zwei Jahren für Jugend und Soziales in der Kreisverwaltung zuständig ist, wird diese Mitteilung dennoch nachfolgend im Wortlaut veröffentlicht. Dies ist allerdings mit dem Wunsch an Sie, liebe Leserinnen und Leser, verbunden, es nicht beim Lesen dieser "Selbstdarstellung" des Landratsamtes zu belassen. Lesen Sie auch die Kritik weiter unten. |
| ||||||||||||||||
Bergen (LRA / 09.07.03): Der Landkreis Rügen hat die Ausgaben im Jugendhilfebereich in den vergangenen Jahren nicht gekürzt, sondern erhöht. Und zwar um 200.000 Euro von 2001 zu 2002 und noch mal um 100.000 Euro in diesem Jahr. Der Landkreis stellt somit 5,9 Millionen Euro für den Jugendhilfebereich zur Verfügung. "Besondere Aufmerksamkeit wird der präventiven Arbeit gewidmet. Mehr als 900.000 Euro fließen in diesen Bereich. Mit dem Geld werden in erster Linie die Erziehungsberatung und die sozialpädagogische Familienhilfe finanziert", erklärt die stellvertretende Landrätin Dr. Ulrike Lucas, die seit zwei Jahren für Jugend und Soziales in der Kreisverwaltung zuständig ist. Rügen sei mit Abstand der Landkreis mit den höchsten Ausgaben im präventiven Jugendhilfebereich in Mecklenburg-Vorpommern. Vergleichbare Kreise wie Mecklenburg-Strelitz oder Müritz würden rund 300.000 beziehungsweise 220.000 Euro weniger dafür ausgeben. "Uns ist sehr daran gelegen, das gute Beratungsangebot, das sich in den 90er Jahren herausgebildet hat, auch künftig zu erhalten. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln ist dies zweifellos möglich", ist Ulrike Lucas optimistisch. Mit erfolgreicher Prävention könne bei jungen Leuten viel bewirkt werden. Für sie habe diese Art der Unterstützung in jedem Fall Vorrang. Dennoch seien auch immer wieder Heimeinweisungen notwendig, die stationäre Betreuung finanziere der Kreis ebenfalls. "Obwohl der Landkreis im Zuge seiner Haushaltskonsolidierung zu Einsparungen gezwungen ist, wird es im Jugendhilfebereich zu keinen gravierenden Veränderungen in der Beratungslandschaft kommen", versichert Dr. Ulrike Lucas. Die Diakonie gebe zwar ihre Beratungstätigkeit auf, es werde derzeit aber mit anderen Vereinen zur Übernahme dieser Aufgaben verhandelt. Die Aussichten, dass bald ein Abschluss erfolge, stünden gut. Die Arbeiterwohlfahrt müsse eine von drei Beratungsstellen aufgeben, da das Land, das die Stelle bislang gemeinsam mit dem Kreis finanziert hat, seinen Förderanteil "wegen mangelnden Bedarfs" einstellt und der Kreis diesen Anteil nicht übernehmen kann. Andere Veränderungen gebe es demnächst nicht. Auf Vorschlag des Jugendhilfeausschusses erarbeiten das Jugendamt und die Vereine als Träger der Jugendhilfe gegenwärtig eine Vereinbarung zur Leistungs- und Qualitätssicherung. Auf dieser Grundlage soll u.a. auch die Höhe des Entgelts, das der Kreis an die Vereine beispielsweise für deren Beratungstätigkeit zahlt, überprüft und neu festgeschrieben werden. Die Geltungsdauer will man von jetzt einem Jahr auf zwei bis drei Jahre verlängern, so dass Landkreis und Vereine bessere Voraussetzungen für ihre Planungen erhalten. Die aktuelle Vorgabe des Kreistages, in jedem Amt der Kreisverwaltung ein Prozent des Budgets einzusparen, um die Haushaltskonsolidierung nicht zu gefährden, verlangt gerade im Jugendbereich große Anstrengungen. Ob das Geld reicht - dazu kann frühestens im Herbst eine Aussage getroffen werden. Ursache sind bestimmte Entwicklungen, wie zum Beispiel Heimeinweisungen, die in manchen Fällen kurzfristig erfolgen müssen. Diese sind weder vorhersehbar noch planbar, kosten aber viel. "Selbstverständlich richten wir unsere Anstrengungen darauf, mit den vorhandenen Finanzen klar zu kommen und die Vorgaben einzuhalten", so Ulrike Lucas. Gegebenenfalls werde man innerhalb des Dezernates, zu dem insgesamt vier Ämter gehören, Ausgleichsmöglichkeiten nutzen. |
| ||||||||||||||
Rügen (ur). Für die gerade durch die Schließung der Beratungsstelle der Diakonie in Bergen arbeitslos gewordene Diplomsozialpädagogin Döring klingt es wie Hohn, wenn in der oben gedruckten Mitteilung des Landratsamtes festgestellt wird: "Uns ist sehr daran gelegen, das gute Beratungsangebot, das sich in den 90er Jahren herausgebildet hat, auch künftig zu erhalten. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln ist dies zweifellos möglich". Kritisch äußerte sich Silke Döring zur Feststellung des Amtes: "Die Diakonie gebe zwar ihre Beratungstätigkeit auf, es werde derzeit aber mit anderen Vereinen zur Übernahme dieser Aufgaben verhandelt. Die Aussichten, dass bald ein Abschluss erfolge, stünden gut." Dies ist laut Döring eine "unsachliche Darstellung. Im Gespräch ist lediglich die Übernahme einer halben Stelle im Bereich der Schwangerenberatung. Der Anteil der Erziehungsberatung ist ersatzlos gestrichen worden. Der Bereich der Ehe- und Lebensberatung wird angesichts fehlender Förderung in der Beratungslandschaft auf Rügen leider künftig ganz fehlen." Das bedauert Doris Hensen, Leiterin der Erziehungsberatungsstelle des Kinder-, Jugend und Familienhilfe e.V., ganz besonders, da damit "gerade für die Trennungs- und Scheidungsberatung ein wichtiges Netz weggebrochen ist". In diesem Zusammenhang verwies Ilona Wulff, Leiterin der AWO - Familienberatungsstelle, darauf, dass bei den geplanten Einsparungen des Landkreises Rügen 25 Prozent der Leistungen im Bereich der Erziehungsberatung verschwinden würden. Daher habe sie mit Verwunderung die folgende Feststellung von Dr. Lucas in der Erklärung des Landratsamtes zur Kenntnis genommen: "Obwohl der Landkreis im Zuge seiner Haushaltskonsolidierung zu Einsparungen gezwungen ist, wird es im Jugendhilfebereich zu keinen gravierenden Veränderungen in der Beratungslandschaft kommen." Mehr Kritik weiter unten. |
vernebelt werden? | ||||||||||||
Von Wolfgang Urban
Rügen. "Bereits im vergangenen Jahr", so Ilona Wulff von der AWO, "wurde der Bereich der Pflichtleistung Erziehungsberatung um 30 % bei allen Trägern der freien Jugendhilfe im Landkreis Rügen gekürzt. Die Gelder aus dem Bereich Erziehungsberatung wurden umverteilt auf präventive Ausgaben." Damals gab es "kräftigen Streit dazu", so AWO-Geschäftsführer Christian Waedow: "Wir waren der Meinung, dass es bei einer über 100-prozentigen Auslastung der Beratungsangebote keine Einschnitte hätte geben dürfen, sondern nur eine Aufstockung im Präventionsbereich. Letztendlich haben wir jedoch zunächst für ein Jahr nachgegeben. So kam es zu einer Umverteilung vom Beratungs- in den Präventionsbereich." Ganz anders klingt dies in der vom Landkreis Rügen verbreiteten Presseerklärung, in der Dr. Lucas mit den Worten zitiert wird: "Besondere Aufmerksamkeit wird der präventiven Arbeit gewidmet. Mehr als 900.000 Euro fließen in diesen Bereich. Mit dem Geld werden in erster Linie die Erziehungsberatung und die sozialpädagogische Familienhilfe finanziert." Zu dieser Darstellungsweise erklärte Ilona Wulff: "Unzulässig erscheint mir, die Prävention und Beratung in einem Zusammenhang zu nennen, denn es handelt sich einmal um freiwillige und zum anderen nach § 28 KJHG um Pflichtleistungen des Landkreises. Ohne Zweifel gibt es natürlich inhaltliche Zusammenhänge." Ergänzend fügte Christian Waedow hinzu: "Die Erziehungsberatung und die sozialpädagogische Familienhilfe sind reine Pflichtleistungen entsprechend dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und die sind einklagbar. Der Landkreis Rügen braucht sich also mit diesen Zahlen nicht zu rühmen. Es handelt sich um Pflichtleistungen." Problematische Vergleichszahlen und Merkwürdigkeiten Höchst problematisch sind offensichtlich auch die vom Landkreis in Umlauf gebrachten Vergleichszahlen mit anderen Kreisen. Dazu erklärte Christian Waedow: "Die Zahlen sind nicht nachvollziehbar. Außerdem stellt sich die Frage, ob sich hier Landkreise im Weglauf vor gesetzlichen Ansprüchen befinden. Geht der Sieger dieses Wettlaufs ehrenhalber wegen Mißachtung deutschen Rechts ins Gefängnis? Insofern ist es natürlich gut, wenn der Landkreis Rügen noch nicht an der Spitze des Rennens liegt." Zu den in der Mitteilung des Landratsamtes genannten Ausgaben im Jugendhilfebereich sagte Waedow: "Die 5,9 Mio. Euro sind unstreitig sehr viel Geld, wobei sich die Steigerung aus Tarifabschlüssen und anderen Kostenentwicklungen ergeben. Bedacht werden muss, dass trotz der finanziellen Steigerungen Wartelisten entstanden sind und sich diese angesichts der geplanten Einsparungen weiter deutlich erhöhen werden." Zu Kopfschütteln führte bei der AWO die folgende Darstelllung des Landratsamtes: "Die Arbeiterwohlfahrt müsse eine von drei Beratungsstellen aufgeben, da das Land, das die Stelle bislang gemeinsam mit dem Kreis finanziert hat, seinen Förderanteil ,wegen mangelnden Bedarfs einstellt und der Kreis diesen Anteil nicht übernehmen kann. Andere Veränderungen gebe es demnächst nicht." Angesichts dieser Behauptung erklärte AWO - Geschäftsführer Waedow: "Hierzu ist festzustellen, die AWO betreibt nur eine und nicht drei Beratungsstellen. In diese Beratungsstellen fließen keine Landesmittel. Zum mangelnden Bedarf kann festgestellt werden, dass die Warteliste im Landkreis bekannt ist und in Not geratene Familien bis zu einem halben Jahr auf Beratung warten müssen. Fast alle diese Familien besitzen nicht die finanziellen Mittel, um sich privat Hilfe leisten zu können oder ihren Anspruch rechtlich durchzusetzen. Dies ist unerträglich." Ergänzend fügte Ilona Wulff hinzu: "Es ist Aufgabe der Politik, diesen Anspruch durchzusetzen!" In diesem Zusammenhang betonte Doris Hensen, dass z.B. ihre Beratung allen Familien mit Kindern zusteht und sich ihre Klientel auch aus allen sozialen Schichten zusammensetze. "Keine Einigung über Weg und Ziel der Einsparungen" Mit Kritik versah AWO - Geschäftsführer Waedow auch den Passus in der Erklärung des Landratsamtes, in dem u.a. davon die Rede ist, dass "das Jugendamt und die Vereine als Träger der Jugendhilfe gegenwärtig eine Vereinbarung zur Leistungs- und Qualitätssicherung" erarbeiten. Dazu Waedow: "Der in diesem Abschnitt der Mitteilung des Landratsamtes postulierte Gedanke, dass Einigkeit über Ziel und Wege der Einsparung vorhanden sei, ist weit gefehlt. Es kam lediglich zu einer Übereinstimmung, den Leistungsgegenstand genau zu beschreiben, um dann in faire Kostenverhandlungen treten zu können." Verwundert zeigte er sich darüber, dass in der Pressemitteilung des Landkreises in diesem Zusammenhang von den Kosten für Beratungstätigkeit die Rede sei: "Darüber ist bislang einfach gar nicht verhandelt worden. Es gibt dazu bislang auch keine Einigung im Jugendhilfeausschuss." Auf einem Treffen von Beraterinnen des Landkreises Rügen im Bereich der Jugend- und Familienhilfe gab es in der vergangenen Woche eine breite Einigkeit darin, dass die gegenwärtigen Einsparpläne nicht nur schlimme Konsequenzen für die Hilfesuchenden haben können, sondern auch erhebliche Folgekosten, u.a. für den Kreis: "Je später geholfen wird, desto teurer wird es. Beratung ist billiger als Plätze in Heimen oder in der Psychiatrie. Das mag dem Kreis vielleicht gleichgültig sein, aber nicht dem Steuerzahler. Wie teuer wird also die geplante Sparpolitik des Kreises für den Steuerzahler?" Kommentierend sei hinzugefügt: Was zur Zeit an Einsparungen im Jugendhilfebereich geplant ist, bedeutet die Verabschiedung von gesetzlichen Verpflichtungen. Da eigentlich nicht sein darf, was gesetzwidrig ist, wird die reale Situation mit Schönfärberei vernebelt. Was wird aus Rügen, wenn es zu keiner erfolgreichen Gegenwehr kommt? |
| ||||||||||
Sassnitz (DR). Der Fährhafen Sassnitz unterstützt den Hafen Ust-Luga des Leningrader Gebietes beim Bau und beim späteren Betrieb seines Fährkomplexes. Eine entsprechende Vereinbarung wurde Anfang Juli in Anwesenheit des stellvertretenden Gouverneurs des Leningrader Gebietes, Ivan M. Brachnov, sowie des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff (SPD), in Ust-Luga von der Fährhafen Sassnitz GmbH und auf russischer Seite von der offenen Aktiengesellschaft Baltijskij Parom, die als Investor des Fährkomplexes fungiert, unterzeichnet. Aufgrund dieser Vereinbarung bringen die Sassnitzer Spezialisten ihr umfangreiches Know-how bereits bei der Projektierung des Fährkomplexes ein. Auch beim Betrieb, der 2005 beginnen soll, ist das Wissen des Fährhafens Sassnitz gefragt. So sieht die Vereinbarung u.a. eine Zusammenarbeit bei der Optimierung der Logistik für Güterströme zwischen beiden Häfen vor. In diese Logistik wird auch der Hafen Baltijsk (früher Pillau) einbezogen. Daneben unterstützt Sassnitz den Partnerhafen in vielfältiger Weise, angefangen von den Leistungen im technischen Bereich, über die Ausbildung des Personals bis hin zur personellen Unterstützung im Management. Ust-Luga - rund 130 Kilometer westlich von St. Peterburg gelegen - ist ein aufstrebender Hafen in der Kommunalgemeinschaft Kingisepp. Dieser Hafen investiert derzeit in Terminals für den Umschlag von Kohle, Düngemittel, Holz und Container sowie in einen Fährkomplex. Allein im Fährbereich sollen bis 2004 fast 100 Millionen Euro verbaut werden. Die letzten Weichenstellung für die Vereinbarung waren bei einem Besuch des Ministers für Transport der Russischen Föderation, Sergej Frank, zu dessen Delegation u.a. der stellvertretende Eisenbahnminister Wladimir Jukarin gehörte, im November 2002 im Fährhafen Sassnitz in Gesprächen mit dem stellvertretenden Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Wolfgang Methling (PDS), Staatssekretär Reinhard Meyer sowie Staatssekretär Tilo Braune gestellt worden. |
|
Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel". © DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! |
![]() |
Informationen zur Insel Rügen | © wild-east®marketing | |