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13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 24. Juli - 30. Juli 2001 unabhängig - überparteilich

Idyllische Landschaft soll Bebauung weichen

Ranzower wehren sich gegen das Entstehen
eines Eigenheimneubaugebietes auf der grünen Wiese


Von Wolfgang Urban

Ranzow.
"Das ist eine heiße Kiste", sagt Lohmes Bürgermeister Burwitz (BfR) zur Frage nach dem Stand der Planungen für ein neues Wohngebiet in Ranzow. Der kleine Ortsteil der Gemeinde Lohme liegt unmittelbar am Nationalpark Jasmund, sieben Häuser und ländliche Idylle erwarten den Besucher. "Zu uns kommen Urlauber, die genau dies möchten." Mit diesen Worten verdeutlicht die Ranzowerin Monika Trautmann zugleich ihre Sorge, dass dies bald vorbei sein könnte.

Das befürchtete Ende der ländlichen Idylle von Ranzow stimmt auch Siegfried Köpke sauer. Gerade noch stand er ganz gemächlich klönend in der Nähe von weidenden Pferden, da beginnt er sich zu erregen und zu schimpfen. Die Ursache war die Frage nach seiner Haltung zu den Eigenheimen, die dort entstehen sollen, wo die Pferde weiden. Die dörfliche Sprache mit ihrer Direktheit der Ausdrücke passt indes wohl nicht zur Atmosphäre von Hotelrezeptionen, wo allwöchentlich Der Rüganer seinen Weg zu Urlaubern findet.

Wo jetzt noch Pferde weiden, soll ein Eigenheimneubaugebiet entstehen. Im Hintergrund Schloss Ranzow.

Foto: Urban

Und Rüganer mit nicht zugebauter Sicht aus dem Fenster brauchen sich bei der Lektüre dieser Zeilen nur vorstellen, dass sie demnächst auf Bebauung schauen. Dann kommen sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Worte von Siegfried Köpke.

Doch die Geschichte ist zu kompliziert, um einfach nur zu schimpfen. Die grünen Flächen, auf denen jemand bauen möchte, gehören zum größten Teil zum Schloss Ranzow, das sich nach den Vorstellungen des Investors in eine Schlosshotelanlage mit Wellness- und Sportmöglichkeiten verwandeln soll. Dagegen haben viele Ranzower auch nichts.

Vielmehr heißt es in einem Protestbrief : "Da sich die Hotelanlage nach Aussage des Architekten... wirtschaftlich nicht rechnet, ist geplant, um die Schlossanlage herum bis angrenzend an den Ortsteil Ranzow ein Eigenheimneubaugebiet (27 Eigenheime) zu konzipieren. Durch die Parzellierung der zum Schloss gehörenden Grundstücksflächen und deren geplanten Verkauf soll das fehlende Geld beschafft werden." Gegen dieses angestrebte Baugebiet wendet sich der Protest.

Bevor jedoch Eigenheime gebaut werden können, ist die Umwandlung der grünen Flächen in Bauland notwendig. Was sagte doch Bürgermeister Burwitz am Anfang des Artikels (?) : "Das ist eine heiße Kiste !" Mehr dazu demnächst.


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