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Von Wolfgang Urban
Ranzow.
"Das ist eine heiße Kiste", sagt Lohmes
Bürgermeister Burwitz (BfR) zur Frage nach dem Stand der Planungen
für ein neues Wohngebiet in Ranzow. Der kleine Ortsteil der Gemeinde
Lohme liegt unmittelbar am Nationalpark Jasmund, sieben Häuser und
ländliche Idylle erwarten den Besucher. "Zu uns kommen Urlauber,
die genau dies möchten." Mit diesen Worten verdeutlicht die
Ranzowerin Monika Trautmann zugleich ihre Sorge, dass dies bald vorbei sein
könnte.
Das befürchtete Ende der ländlichen Idylle von Ranzow stimmt auch
Siegfried Köpke sauer. Gerade noch stand er ganz gemächlich
klönend in der Nähe von weidenden Pferden, da beginnt er sich zu
erregen und zu schimpfen. Die Ursache war die Frage nach seiner Haltung zu
den Eigenheimen, die dort entstehen sollen, wo die Pferde weiden. Die
dörfliche Sprache mit ihrer Direktheit der Ausdrücke passt indes
wohl nicht zur Atmosphäre von Hotelrezeptionen, wo allwöchentlich
Der Rüganer seinen Weg zu Urlaubern findet.
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Wo jetzt noch Pferde weiden, soll ein Eigenheimneubaugebiet entstehen. Im
Hintergrund Schloss Ranzow.
Foto: Urban
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Und Rüganer mit nicht
zugebauter Sicht aus dem Fenster brauchen sich bei der Lektüre dieser
Zeilen nur vorstellen, dass sie demnächst auf Bebauung schauen. Dann
kommen sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Worte von Siegfried
Köpke.
Doch die Geschichte ist zu kompliziert, um einfach nur zu schimpfen. Die
grünen Flächen, auf denen jemand bauen möchte, gehören
zum größten Teil zum Schloss Ranzow, das sich nach den
Vorstellungen des Investors in eine Schlosshotelanlage mit Wellness- und
Sportmöglichkeiten verwandeln soll. Dagegen haben viele Ranzower auch
nichts.
Vielmehr heißt es in einem Protestbrief : "Da sich die
Hotelanlage nach Aussage des Architekten... wirtschaftlich nicht rechnet,
ist geplant, um die Schlossanlage herum bis angrenzend an den Ortsteil
Ranzow ein Eigenheimneubaugebiet (27 Eigenheime) zu konzipieren. Durch die
Parzellierung der zum Schloss gehörenden Grundstücksflächen
und deren geplanten Verkauf soll das fehlende Geld beschafft werden."
Gegen dieses angestrebte Baugebiet wendet sich der Protest.
Bevor jedoch Eigenheime gebaut werden können, ist die Umwandlung der
grünen Flächen in Bauland notwendig. Was sagte doch
Bürgermeister Burwitz am Anfang des Artikels (?) : "Das ist
eine heiße Kiste !" Mehr dazu demnächst.
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