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Nach Beendigung der Bauarbeiten verfügt die Kreisstadt über ein
echtes Schmuckstück. Im Unterschied zum alten Stadion besitzt das neue
dann auch eine umlaufende Sitzreihe. Der Leichtathletikverband M-V hat
bereits signalisiert, in Bergen einen Trainingsstützpunkt zu
errichten. Zeichnung: Planungsbüro |
Von Knut Schäfer
Bergen auf Rügen.
Wo sonst Bergens Fußballer und Leichtathleten
dem sportlichen Wettkampf nachgingen, werden in den nächsten Monaten
nur noch Bagger und Radlader zu bestaunen sein. Seit vergangenem Donnerstag
sind die Sanierungsarbeiten am Bergener Ernst - Moritz - Arndt - Stadion
angelaufen.
"Eine schöne Aufgabe für die Stadt Bergen", gab
Bauamtsleiter Thomas Tannigel im Rüganer - Gespräch zu verstehen.
"Die Submission ist abgeschlossen und die Ergebnisse sind
geprüft. Der Auftrag wird in Kürze erteilt. Bis die
Tiefbauarbeiten beginnen, wird das Baufeld durch den Stadtbauhof
beräumt", betonte der für die Sanierung verantwortliche
Mitarbeiter des Bauamtes, Rüdiger Kunkel.
Die Arbeiten werden bis Juli/August 2002 andauern und umfassen ein
Finanzvolumen von 1,6 Millionen Mark. Bis es soweit ist und die Kreisstadt
über eine Kampfbahn Typ B, so der Fachausdruck, verfügt, steht
noch einiges an Arbeit an. Die Tiefbauarbeiten, zu denen auch die
Errichtung einer neuen Be- und Entwässerung gehört, müssen
bis zum Frühjahr abgeschlossen sein.
Dann nämlich beginnen die Arbeiten an den Tatarnbahnen. Insgesamt
verfügt das Stadion dann über sechs Umlauf- und acht
Sprintbahnen. Wobei die Bahnbreite statt der derzeit ca. 0,8 Meter dann
1,21 Meter betragen wird. Im Klartext : Das Stadion muss
vergrößert werden.
Aus diesem Grund müssen
etwa zehn Pappeln an der Nordwest - Seite weichen. "Hierfür wurde
schon die Fällgenehmigung beantragt. Nach der Sanierung wird das
Gesamtbild dann wieder durch eine schnellwachsende Bepflanzung
hergestellt", gab Rüdiger Kunkel zu verstehen.
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Giuliano Guerra, Geschäftsführer der
"Travel-Charme"-Hotels (links), überreichte Hoteldirektorin
Elke Hallerbach anlässlich der offiziellen Eröffnung Brot und
Salz. Foto : Günther |
Von Robby Günther
Ostseebad Sellin.
Trotz erfolgreicher Saison schließen sich die
Türen des neuen Hotels "Kurhaus" an der Kliffkante am 31.
Oktober. Und zwar bis zum 1. März 2002. Dann beginnt die nächste
Saison, und diese soll auf alle Fälle länger werden. Das
verspricht Hoteldirektorin Elke Hallerbach anlässlich der jetzt
durchgeführten offiziellen Eröffnung des Hauses am
zurückliegenden Freitag.
Im Beisein von rund 100 Gästen überreichte Giuliano Guerra,
Geschäftsführer der "Travel-Charme"-Hotels Brot und
Salz an die Direktorin und wünschte mit dem "jungen Haus in
frischen und freundlichen Farben" alles Gute sowie viel Erfolg.
Dieser scheint sich perspektivisch ablesen zu lassen. Immerhin konnten seit
der Eröffnung am 15. Mai dieses Jahres rund 22.000 Gäste
begrüßt werden, so Elke Hallerbach. Über die damit erzielte
Auslastung von gut 80 Prozent zeigte sie sich zufrieden.
Rund 60 Mitarbeiter sorgten in den letzten Monaten dafür, dass es den
Gästen an nichts mangelte, sie einen erlebnisreichen Aufenthalt
genießen konnten.
Auch das Schweriner Wirtschaftsministerium entsandte seine Grüße
zur Eröffnung. Dr. H. Rühle, Staatssekretär im Hause von
Minister Ebnet (SPD), verwies in seinen Worten darauf, dass in
Mecklenburg-Vorpommern rund zehn Milliarden Mark Umsatz pro Jahr im
Tourismus erzielt werden. "Unsere Zuwachsraten sind durchaus
steigerbar", so der Schweriner Gast. Und fand auch gleich das
Beispiel, wie dies erreichbar ist.
Für die Urlauber muss Mecklenburg-Vorpommern das
"Gesundheitsland" Nummer eins werden. "Zu
Selbstzufriedenheit besteht kein Anlass. Wir müssen unsere Vorteile
mit einer Standort-Offensive klar heraus arbeiten und unterstreichen",
so Dr. Rühle.
Und weil gerade in dieser Branche interessierter Nachwuchs gebraucht wird,
hat das Hotel "Kurhaus" die Patenschaft für eine Klasse der
hiesigen Schule übernommen, wie Elke Hallerbach informierte. "So
können die Kinder hinter die Kulissen des Hotelgeschäfts
schauen."
Und entdecken dabei vielleicht ihren Berufswunsch?
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Hardmund Bartels, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes, präsentiert
den Förderbescheid des Wirtschaftsministeriums aus Schwerin.
Foto : Günther |
Ostseebad Göhren (gü).
Glücklicher Tag im kommunalen
Eigenbetrieb des Ortes. Hardmund Bartels, Leiter des Eigenbetriebes,
hält seit letzter Woche den unterschriebenen und gesiegelten
Fördermittelbescheid zum Ausbau der Strandpromenade, des Kurpavillons
und des Rettungshau-
ses an der Seebrücke in seinen Händen.
Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) fördert das 6,4 Millionen
Mark (rund 3,28 Millionen Euro) teuere Vorhaben mit insgesamt 5,15
Millionen Mark (rund 2,6 Millionen Euro) aus seinem Haushalt in drei
Jahresscheiben, so Bartels jetzt gegenüber dem Rüganer. In den
Jahren 2002 und 2003 gibt es jeweils rund 2,5 Millionen Mark (rund 1,3
Millionen Euro) und im Jahre 2004 den Rest der Fördermittel, blickt er
voraus.
"Wir wollen dieses Vorhaben, das neben den
Straßenbaumaßnahmen im Ort eines der wichtigsten sein wird,
transparent für die Göhrener gestalten", unterstreicht der
Leiter die weitere Vorgehensweise. Aus diesem Grund wurde auch am letzten
Montag eine erste Informationsveranstaltung im Hotel "Hanseatic"
durchgeführt.
Es soll eine einmalige Anlage im Ostseeraum werden, betont Hardmund Bartels
den Anspruch des Vorhabens. "Wir dürfen jetzt nicht den Fehler
machen und kleine Brötchen backen. Die Promenade und den Pavillon so
auszubauen und zu sanieren, haben wir jetzt die letzte Chance. Doch
dafür können sich mindestens zwei Generationen an der Anlage
erfreuen", zieht er für sich ein persönliches Fazit und
appelliert auch an alle Verantwortlichen.
Die Gemeindevertretung wird auf ihrer Sitzung am 29. Oktober einen
diesbezüglichen Beschluss zu fällen haben. Dort werden die
Möglichkeiten des Ausbaus dargestellt. Nächste Schritte im Hause
des Eigenbetriebes mit dem vorliegenden Förderbescheid sind nun die
Haushaltserarbeitungen für 2002, die Vorbereitungen der bauseitigen
Prüfungen des Vorhabens und die Beteiligungen der Träger
Öffentlicher Belange (TÖB).
Außerdem wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich konkret um die
Umsetzung des Vorhabens kümmern soll. Ihr werden voraussichtlich
fünf Gemeindevertreter und der Leiter des Eigenbetriebes
angehören. Diese tritt nach der Beschluss-fassung der
Gemeindevertretung am 29. Oktober erstmalig zusammen.
Auch die touristischen Leistungsträger begrüßen den Ausbau,
verbinden sie doch damit eine Attraktivität des Ortes, wie eine
Blitzumfrage des Rüganer ergab. Nicht zu vergessen auch der
beabsichtigte Antrag, als Außenprojekt der IGA Rostock 2003.
Bundesweit gibt es derzeit 36 Anträge. "Wir sollten mit unserer
Promenade und dem Pavillon dazugehören", gibt sich Hardmund
Bartels optimistisch. Denn auch damit lassen sich zusätzlich
Gäste nach Göhren locken, die das Außenprojekt der IGA
ansehen wollen.
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