D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 25. September - 1. Oktober 2002 unabhängig - überparteilich

Verfahren eingestellt

Keine Ermittlungen mehr gegen Ferdinand Pieper

Rügen (tw). Das Ermittlungsverfahren gegen den Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Südwest-Rügen, Ferdinand Pieper, wegen des Verdachts der Untreue ist von der Staatsanwaltschaft Stralsund eingestellt worden. Dies wurde dem ehemaligen CDU-Landratskandidaten jetzt in einem Schreiben mitgeteilt. Rechtsgrundlage der Einstellung ist der § 170 der Strafprozessordnung.

Wurde freigesprochen : Ferdinand Pieper (CDU).
Foto: Archiv

Hier heißt es :
§ 170 [Pflicht zur Anklageerhebung oder Verfahrenseinstellung]
(1) Bieten die Ermittlungen genügenden Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage, so erhebt die Staatsanwaltschaft sie durch Einreichung einer Anklageschrift bei dem zuständigen Gericht.
(2) Andernfalls stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. (. . .)

Pieper waren im Zusammenhang mit der geplanten Wohnbebauung in Dreschvitz Verfahrensfehler vorgeworfen worden. Diese Vorwürfe kamen kurz nach seiner Nomierung für den Landratsposten auf.

Das Verfahren dauerte beinahe 18 Monate. Diese Verzögerung wurde unter anderem möglich, weil die Untere Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises zehn Monate brauchte, um eine Stellungnahme abzugeben. Der bis jetzt beurlaubte Pieper könnte somit seinen Dienstgeschäften wieder nachgehen.


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