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Bergen auf Rügen (gü).
Die Zeit für Ämter- und / oder
Gemeindefusionen wird knapp ! Darüber sind sich FDP und SPD der Insel
einig, wie entsprechende Informationsveranstaltungen und Kreisparteitage
der jüngsten Zeit widerspiegelten. Kritiker halten dem entgegen, dass
der Innenminister zuerst die Katze aus dem Sack in Sachen Funktionalreform
lassen muss.
Wie dem auch sei, es ist Bewegung in das Thema gekommen. So ist nun bekannt
geworden, dass die Ämter Bergen-Land und Gingst über eine
mögliche Fusion bereits konkrete Verhandlungen führen. In diesem
Zusammenhang wurde offenbart, dass die Gemeinde Lietzow aus dem Amt
Bergen-Land eventuell ihre Zukunft eher bei der Hafenstadt Sassnitz
sieht.
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Das Thema Gemeindegebietsreform mit all seinen
Facetten bestimmt seit
geraumer Zeit das politische Handeln in den Gemeinden Rügens. Nun
kommt Bewegung in die Diskussion, konkrete Fusionen werden besprochen, die
Ämter und Gemeinden reichen sich die Hände.
Foto: Günther
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Der Rüganer fragte bei Bürgermeisterin Marlies Gonschior nach.
Sie bestätigte Überlegungen der Gemeindevertretung und verwies
auf zwei Varianten, die für die Gemeinde durchaus in Betracht
kämen. Variante eins betrifft das Verwaltungsmodell "Stadt
Rügen".
"Sollten die Gemeinden in diesem Fall nicht schlechter gestellt
werden, könnten wir uns das durchaus vorstellen", so Marlies
Gonschior. Aus diesem Grund sollen aber während der nächsten
Sitzung der Gemeindevertretung am 7. Mai Vertreter des Landkreises anwesend
sein, um den politischen Verantwortungsträgern vor Ort darzustellen,
ob dieses Modell ernsthafte Aussichten auf Erfolg hat.
Die Variante zwei beträfe eine mögliche Fusion mit Sassnitz.
"Nicht nur aus geografischer Sicht würde ein Zusammengehen mit
Sassnitz vorstellbar sein", so die Bürgermeisterin und verweist
dabei nicht nur auf das zu entwickelnde Industriegebiet rund um den
Fährhafen Sassnitz in Neu Mukran (zwei Drittel des Areals liegen auf
Lietzower Territorium).
Aber auch andernorts wird über die Zukunft der Gemeinden debattiert.
So informierte Bürgermeister Horst Schaumann von Binz auf eine
entsprechende Nachfrage dieser Zeitung, dass er sich mit seinen Kollegen
von Putbus und Zirkow in der letzten Woche zu einem Gespräch getroffen
habe.
"Die Initiative ging von Putbus aus, wir stehen Gesprächen offen
gegenüber", so der Binzer Gemeindechef. Er verweist aber auch auf
die Entscheidungsfindung innerhalb der Gemeindevertretung. Diese soll sich
am 10. April im nichtöffentlichen Teil der Sitzung einen Standpunkt
bilden.
Das Ostseebad Binz hatte in der letzten Zeit mit der Gemeinde Zirkow
über eine mögliche Fusion sprechen wollen. "Allerdings kam
aus der Gemeinde keine Reaktion", beklagt Schaumann. In das Thema ist
also Bewegung gekommen.
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