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Von Wolfgang Urban
Putgarten.
Wie geht man mit dem immer wiederkehrenden Sturm auf Rügen
am besten um? Zweifelsohne ist es sinnvoll, sich bei stürmischen
Winden mit Glatteis und Schnee nicht unnötig auf Wege zu begeben. Aber
oft bläst der Wind auch ohne Schnee und Eis und die Sonne schaut
seinem Treiben dabei zu. Für Wanderer und Radler ist dann vielerorts
jene wildromantische Schönheit von Rügen zu erleben, die zur
Faszination unserer Heimat gehört.
Vor einigen Wochen kamen zwei junge Frauen nur aus einem einzigen Grund
über das Wochenende von Berlin nach Rügen: Sie wollten gerne
einmal eine stürmische See erleben. Was für uns Rüganer
selbstverständlich und manchmal recht problematisch ist, gehört
für Fremde zu einer unbekannten Welt, die vielleicht immer mehr von
ihnen magisch anzieht. Steril sanierte oder gar verfallende Wohngegenden in
der Ferne fördern diesen Trend ebenso wie Computer- und ähnliche
Arbeitsplätze, an denen der Mensch von seinem natürlichen Sein
entfremdet ist und Sehnsucht nach einer anderen Welt empfindet.
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Angesichts von vereisten Wegen, von Schnee und Sturm in der vergangenen
Woche ist es kaum noch vorstellbar, dass dieses Foto nur wenige Tage zuvor
entstand, als auch noch Krokusse blühten. An jenem 17. Februar nutzten
Radfahrer das schöne Wetter mit gut befahrbaren Wegen, um entlang der
Steilküste nach Kap Arkona zu radeln. Der Weg dahin führt vorbei
am Hünengrab von Nobbin.
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"Hier ist gut sein", predigte Kosegarten in einer vergleichenden
Weise schon vor rund 200 Jahren am Ufer des Windlandes, auch Wittow
genannt. Daran geändert hat sich nichts. Nur die Ökonomie, die
Technik und die Wissenschaft befinden sich genauso wie die
gesellschaftlichen Verhältnisse auf einer höheren Stufe der
Entwicklungsleiter des menschlichen Lebens. Sie haben dabei alte Probleme
reproduziert und Neue hinzugefügt.
In beispielhafter Weise hat man sich am Kap Arkona darum bemüht, dass
Beste aus all dem zu machen. Mit dem Aufbau einer touristischen
Infrastruktur wurde die Verweildauer von Urlaubern am Kap erweitert. Das
war die Voraussetzung für eine ­p; ökonomisch gesprochen
­p; "erhöhte Wertschöpfung" am Kap und damit
für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Auch den Sturm hat man in
das erlebnisreiche Angebot eingebunden. Schon seit Jahren gehören
Sturmwanderungen zum erfolgreich verwirklichten Veranstaltungskalender.
Viele Angebote und Ausbau der Infrastruktur
Nicht nur Sturmwanderungen gab es in diesem Jahr bereits in der Gemeinde
Putgarten. Während diese am Kap Arkona stattfanden, war der
Veranstaltungsort der bereits durchgeführten zwei Kinderfeste der
"Rügenhof Arkona", der sich im Dorf Putgarten befindet.
Veranstaltet wurde auch wieder das schon traditionelle Hochzeitstreffen zum
Valentinstag. Das kündet davon, dass in der Gemeinde im Nordosten
von Rügen wirklich ganzjährig etwas angeboten wird und nicht nur
zur Saison. Ganz in diesem Sinne geht es im März weiter.
Tag der Offenen Tür und Reiseleitertag
Am 23. März wird es einen "Tag der Offenen Tür" am Kap
Arkona geben. An diesem "Tourismustag am Kap" werden u.a.
kostenlose Bunkerführungen angeboten. Eingeladen wird dann auch wieder
zu einer Sturmwanderung. Am 24. März folgt der schon traditionelle
"Reiseleitertag auf dem Rügenhof und auf dem Flächendenkmal
Arkona".
Osterangebote
Vielfältig ist das Angebot in der Osterzeit. Am 29. März wird ab
13 Uhr auf dem Rügenhof zum Osterbasteln eingeladen und ab 18 Uhr zum
traditionellen Osterfeuer auf dem Rügenhof sowie zum Grillabend im
Garten des Rügenhofes. Am folgenden Tag steht
"Frühlingsfest" auf dem Programm.
Für ungeduldige Kinder soll es an diesem 30. März um 11 Uhr einen
Kurzbesuch des Osterhasen geben. Auch weitere Angebote gibt es an diesem
Tag für Kinder. Abends wird zur Nachtwanderung eingeladen. Am 31.
März besucht dann Hoppel der Osterhase mit vielen Überraschungen
den Rügenhof. Um 10 Uhr und um 14.30 Uhr soll das Suchen der
Osternester im Kräutergarten beginnen.
Veränderungen auf dem Rügenhof
Bei der Wahrnehmung der Angebote in der Gemeinde Putgarten werden
wiederkehrende Besucher im Jahr 2002 immer wieder Veränderungen
bemerken. Dazu sagte Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann in der
vergangenen Woche: "Der Spielplatz und der Gutshofgarten werden in
diesem Jahr weiter ausgebaut und für Veranstaltungen genutzt. In der
gesamten Rügenhofanlage wird der Erlebnisbauernhof weiter ausgebaut.
Die gesamten Außenflächen werden beräumt und die
landwirtschaftlichen Geräte beschriftet. Es beginnen systematische
Führungen auf dem Hof." Ferner teilte der Bürgermeister mit,
dass die Fläche für den zukünftigen Bau der
Brauereigaststätte beräumt wird und ab Ostern eine
Fischräucherei auf dem Rügenhof eröffnet.
Am Teich hinter dem Rügenhof soll das rekonstruierte
Windschöpfrad in diesem Jahr aufgestellt werden. Restauriert wird zur
Zeit auch ein Boot. Es soll noch in diesem Jahr am Orts-eingang von
Putgarten als Begrüßung für die Gäste platziert
werden. Vollkommen leer geräumt werden soll die Scheune. Auf diese
Weise wird sie zur Rekonstruktion vorbereitet.
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Das Gutshaus auf dem "Rügenhof Arkona" in Putgarten. Was
hier neu entsteht, erfahren Sie im Artikel nebenan.
Fotos (3): Urban.
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Verschwindendes Gebäude an der Dorfstraße in Putgarten. Einst
war es ein Kälberstall. Dann wurde das weiße Haus
zwischenzeitlich als gastronomische Einrichtung genutzt. Die jetzige
Beräumung macht Platz für den Bau einer Brauereigaststätte.
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Sie soll danach weiterhin als Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude
genutzt werden. Auch das Gutshaus verändert sich. Das Foto oben zeigt
die schon fertige Außenhülle. Jetzt folgen Investitionen zum
inneren Umbau. Im Jahr 2003 soll der Rügenladen in das Gutshaus
umziehen und im Haus auch ein Rügenproduktecafé einziehen.
Wandel am Kap
Neues wird es in diesem Jahr auch direkt am Kap geben. Die erste
Ausstellung in der Nebelbeobachtungsstation, dem nördlichsten
Gebäude der Insel Rügen, soll eröffnet werden. Sie wird der
Seenotrettung und der Geschichte der Leuchttürme gewidmet sein.
Für eine erste Ausstellung wird auch der große einstige
"Marine -Führungsbunker" vorbereitet. Geplant ist auch eine
archäologische Ausstellung zur Geschichte des Burgwalls. Sie soll im
Peilturm, also in Sichtnähe des Burgwalls, platziert werden.
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