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Das AWO-Seniorenzentrum und die "Grünen Damen"

Dagge: "Da wo es... gefunkt hat, haben sich stabile Beziehungen entwickelt,
die durch wiederkehrende Besuche gekennzeichnet sind."

Gertraud Zieminski und Thomas Dagge.   Fotos(2): Urban

Von Wolfgang Urban

Sassnitz.
In der vergangenen Woche trafen sich Gertraud Zieminski und Thomas Dagge zu einer Beratung. Dagge ist Leiter des AWO-Seniorenzentrums in der Mukraner Straße in Sassnitz. In dieser Einrichtung wohnen zur Zeit 80 pflegebedürftige Senioren. Alle haben also eine durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellte Pflegestufe. Daher übernimmt auch die Pflegekasse der jeweiligen Krankenkasse einen großen Teil der Kosten für die Bewohner.

Dagges Gesprächspartnerin am vergangenen Mittwoch, Gertraud Zieminski, leitet die Gruppe der "Grünen Damen" in Sassnitz. Das ist keine weiblich-grüne Oppositionsbewegung zur etablierten Männerschaft in der Sassnitzer Kommunalpolitik. Vielmehr handelt es sich um eine ehrenamtlich tätige Gruppe der evangelischen ökumenischen Krankenhaus- und Altenheimhilfe. Die Sassnitzer Gruppe der "Grünen Damen" entstand auf Initiative von Pastorin Pörksen.

Das Angebot heißt: Zeit und Gesellschaft

Die "Grünen Damen", so Gertraud Zieminski, "kümmern sich um ältere Menschen und unterhalten dazu u.a. eine Begegnungsstätte im Gerhard Hauptmann Ring." Am Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag kann man sie dort von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr antreffen. "Unsere Besucher", so Gertraud Zieminski, "freuen sich darüber, dass sie hier einen Ort der Begegnung haben. Gerne erzählen sie bei Kaffee und Kuchen aus alten Zeiten und sind froh darüber, nicht nur in ihren eigenen vier Wänden zu sein."

Zu den Aktivitäten der "Grünen Damen" gehören auch Besuche bei Bewohnern im AWO-Seniorenzentrum in der Mukraner Straße in Sassnitz. Im Verlaufe der Zeit haben sich dabei dauerhafte Beziehungen zu einzelnen Bewohnern entwickelt. "Das Prinzip besteht darin", so Gertraud Zieminski, "dass jeweils eine der ,Grünen Damen' immer wieder ein und dieselbe bzw. maximal zwei Bewohnerinnen im AWO-Seniorenzentrum besucht."

"Die Grünen Damen", so Thomas Dagge, "bieten den Bewohnern unseres Seniorenzentrums ihre Zeit und ihre Gesellschaft an. Da wo es dann ,gefunkt' hat, haben sich stabile Beziehungen entwickelt, die durch wiederkehrende Besuche gekennzeichnet sind." Diese ehrenamtliche Tätigkeit der "Grünen Damen" ist für Dagge eine gute Ergänzung zur hauptamtlichen Arbeit im AWO-Seniorenzentrum.

Im Gespräch verwies Dagge auf die vielfältigen Betreuungsleistungen der Hauptamtlichen im Seniorenzentrum, die auch durch keine ehrenamtliche Arbeit zu ersetzen sind. "Aber wir sind auch offen für alle Kontakte nach außen und streben eine Einbindung in das städtische Leben an. Jeder Besuch, den unsere Bewohnerinnen und Bewohner dabei wünschen, ist uns willkommen."

Das Seniorenzentrum tritt bei den Besuchen der Bewohner und den Kontakten zu den "Grünen Damen" also nicht regulierend auf. "Es gibt keine Besuchszeiten. Wir bestimmen auch nicht, wen die ,Grünen Damen' besuchen", erklärte Dagge und fügte hinzu: "Wenn sich eine ,Grüne Dame' an uns wendet, die bislang noch keinen Kontakt zu unseren Bewohnern hat, aber diesen wünscht, dann machen wir Vorschläge, die wir jedoch zuvor mit den Betreffenden abstimmen. Wenn beide dann gut miteinander auskommen, dann freuen wir uns."

Grüne Damen suchen Mitstreiter

Rückblickend auf die Vergangenheit konnten Zieminski und Dagge feststellen, dass sich gute Beziehungen zwischen den "Grünen Damen" und dem AWO-Seniorenzentrum herausgebildet haben. Beide Seiten wünschen sich eine Ausdehnung. Grenzen gibt es zur Zeit nur angesichts der geringen Mitgliedsstärke bei den "Grünen Damen". "Zur Zeit sind wir 10", sagte Gertraud Zieminski und fügte hinzu: "Neun Damen und ein Herr. Der Herr ist der einzige ,Grüne Herr' in den neuen Bundesländern."

Als Thomas Dagge dies hörte, sagte er gleich: "Es gab bei uns auch schon die Situation, dass ein Bewohner jemanden zum Skat und Schach suchte."

Wer also Interesse an der Mitarbeit bei den "Grünen Damen und Herren" hat, der kann sich an Pastorin Pörksen wenden (Evangelisches Pfarramt Sassnitz Telefon 038392-22509).


Freizeit ist Sportzeit

Kreissparkasse Rügen zeichnete beim 2. Sportlerball Ehrenamtliche aus
Spenden an Verein übergeben

Die Ehrenamtlichen wurden von Katrin Goerz vom Kreissportbund ausgezeichnet.

Foto : (DR)

Ostseebad Binz (DR). Am vergangenen Samstag wurden im Seehotel "Binz-Therme" ehrenamtliche Mitglieder und Helfer Rügener Vereine ausgezeichnet. Landrätin Kerstin Kassner (PDS) sprach gegenüber den Anwesenden ihren Respekt und ihre Anerkennung aus. Es wurden zehn ehrenamtlich aktive Sportler vom Kreissportbund ausgezeichnet. Darunter Luise Wegener vom Reit- und Fahrverein Altkamp, Richard Schuch vom SV Putbus und Henry Hänsel vom Blau/Weiß 50 Baabe.

Desweiteren wurden Thomas Wollenziem vom SV Breege, Horst Papendorf vom Sportverein Rambin, Peter Hermerschmidt vom VfL Bergen und Friedemann Drenk von der Ortsgruppe Bergen der DLRG für ihre ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen ausgezeichnet.
Unter den Ausgezeichneten waren auch Wolfgang Horst vom Binzer Tennisverein, Gerhard Schmidt von der Schachgemeinschaft Jasmund sowie Heiko Wieczorek von der Kampf-sportgemeinschaft Rügen.

Die Sparkasse Rügen, die dieses Ereignis auf die Beine gestellt hat, übergab Spenden an einige Rügener Vereine. Je 250 Euro erhielten : MSC Rügen, SV Trent, Reit- und Fahrverein Ummanz, Kampfsportgemeinschaft Rügen und die Schützenkompanie.

Weiterhin ließ das größte Geldinstitut der Insel jeweils 500 Euro dem SV Blau/Weiß 50 Baabe, dem TSV Binz 27, der DLRG Bergen, dem SV 91 Binz, dem Reit - und Fahrverein Altkamp, dem SV Rambin und dem SV Putbus zukommen. Über jeweils 700 Euro konnten sich der SV Breege, die Nordlichter, der Jugendsegelclub Sagard, der VFL Bergen, der SV Rugard und der FSV Dranske freuen.

Zu den Glücklichen, die jeweils 1.200 Euro entgegen nehmen konnten, gehörten an diesem Abend der FC Binz und der PSV Bergen. Diese Vereine haben überwiegend Jugendliche in ihren Reihen.
Das Geld soll besonders in die Jugendarbeit des kommenden Jahres 2003 investiert werden, wie es weiter hieß. Alle Vereine dankten der Sparkasse für ihre Spenden.


Teilabschnitt der Ortsumgehung übergeben

3,5 Kilometer langes Stück vom Rügendamm
zur Stralsunder Koppelstraße für Verkehr jetzt frei

Von Walter-Olaf Wermke

Stralsund.
Bereits in vielen Beiträgen angekündigt, am letzten Freitag war es nun soweit, der 3,5 Kilometer lange Streckenabschnitt der Ortsumgehung zwischen der Koppelstraße und dem Rügendamm wurde seiner Bestimmung übergeben. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bau, Angelika Mertens, und der Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet (SPD), sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik des Landes und der Hansestadt Stralsund waren gekommen, um diesem Ereignis beizuwohnen.

"80 Millionen Euro für 3,5 Kilometer, das konnte ich mir zuerst nicht vorstellen, aber wie ich jetzt sehe ist es gut angelegtes Geld", so die Staatssekretärin in ihrer Rede vor dem feierlichen Zerschneiden des Bandes. "Die Bundesregierung hat durch den Bau dieser Ortsumgehung einen weiteren Schritt zu einer verkehrssicheren, leistungsfähigen Straßeninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern getan.

Die bisherigen Verkehrshemmnisse im bestehenden Fernstraßennetz in und um Stralsund mit seiner Vielzahl von Staus in der Ortsdurchfahrt werden Schritt für Schritt abgebaut." Der Rüganer ist die Strecke am Sonnabend einmal aus Richtung Rostock kommend abgefahren. Aus dieser Richtung bewahrheitet sich die Aussage der Staatssekretärin bereits. Aber in der anderen Richtung gibt es noch Handlungsbedarf.


Weihnachtliches aus dem Erzgebirge

Mönchguter Museen zeigen ab 1. Dezember
sog. Erzgebirgische Weihnachts-Liederberge in Sonderschau

Ostseebad Göhren (DR). "Weihnachtliches aus dem Erzgebirge", so heißt die Winter-Sonderausstellung, die die Mönchguter Museen am kommenden ersten Advent (1. Dezember) um 15 Uhr im Heimatmuseum eröffnen. Die kleine, aber feine Schau zeigt dann den ganzen Winter über bis zum 20. März 2003 filigrane Volkskunst aus dem Osterzgebirge. Präsentiert werden sogenannte "Weihnachts-Liederberge".

Das sind liebevoll in Heimarbeit geschnitzte figürliche Darstellungen bekannter Weihnachtslieder. Die kunstvollen, teilweise beleuchteten und beweglichen Objekte sind Leihgaben aus dem Lohgerber Stadt- und Kreismuseum Dippoldiswalde im Osterzgebirge. Sie stammen vom Kunsthandwerker Wolf Steinbach, der seine Arbeiten bereits in Dresden, München, Garmisch-Partenkirchen und im westfälischen Telgte ausstellen konnte.

Steinbach ist gelernter Landschaftsgärtner und lebt mit seiner Familie in einem abgeschiedenen Waldwinkel bei Weixdorf im Osterzgebirge. Das Schnitzen hat er sich autodidaktisch beigebracht. Zustande gekommen ist die sächsisch-pommersche Museumskooperation nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer, als Gäste und Mitarbeiter der Mönchguter Museen mehrere hundert Euro für das beschädigte Museum in Dippoldiswalde sammelten.

Die Mönchguter Museen wollen ihre Ausstellung nicht nur als saisonverlängernde touristische Maßnahme für die Wintergäste Göhrens verstanden wissen, sondern hoffen, dass auch viele Einheimische den Weg in ihr Heimatmuseum an der Strandstraße finden.

Denn die erzgebirgischen Weihnachtsliederberge schaffen mit ihren zahlreichen Schnitz-Figuren, den Beleuchtungen und beweglichen Teilen eine unvergleichliche Weihnachts- und Winterstimmung, die Kinder wie Erwachsene in ihren Bann zieht.


M-V mit hohen Zuwächsen

Mehr als 21 Millionen Übernachtungen 2002 erwartet

Schwerin (DR). Mecklenburg-Vorpommern hat im September gegen den Bundestrend bei den Übernachtungen weiter zugelegt. In den Hotels und Pensionen Mecklenburg-Vorpommerns wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 Millionen Übernachtungen gezählt, neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

"Mecklenburg-Vorpommern hat sich als Spitzenreiter bei den Zuwächsen fest etabliert", sagte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) am zurückliegenden Mittwoch. "Das gilt auch für die Nachsaison, die man bei uns eigentlich nicht mehr so bezeichnen kann. Mecklenburg-Vorpommern hat immer Saison." Hotels, Pensionen und Campingplätze sind zunehmend besser ausgelastet.

Bundesweit ist die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um zwei Prozent auf 32,9 Millionen Übernachtungen gesunken. "Das verbesserte Angebot in Mecklenburg-Vorpommern wird geschätzt. Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen, sondern müssen weiter arbeiten", sagt Ebnet. Positive Beispiele sind die Kampagne "MV tut gut", Wellness-Angebote, Ausstellungen und eine Vielzahl von Veranstaltungen, die das Angebot für Gäste und Touristen bereichern.

Die anderen Bundesländer hatten Rückgänge zwischen drei (Bayern) und 17 Prozent (Sachsen) zu verzeichnen. Für das laufende Jahr wird im Nordosten mit mehr als 21 Millionen Übernachtungen gerechnet.



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