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"Vorbildwirkung" des StAUN:
"Autofreies Hiddensee"

Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN)
fährt Auto auf dem Söten Länneken

Neuendorf, 23. Mai: Ein Auto des StAUN (Staatliches Amt für Umwelt und Natur). Das Amt darf das tun, wofür Privatpersonen und Gewerbetreibende auf Hiddensee keine Erlaubnis bekommen. Die Sonne scheint. Urlauber genießen die Ruhe im Süden von Hiddensee. Doch was ist das? Tatsächlich: Ein Auto des StAUN mit Anhänger fährt vorbei. Autofreies Hiddensee?
Fotos (2): Urban

Hiddensee (ur). Der private Autoverkehr ist auf Hiddensee nicht erlaubt. Auch für Transporte - wie nebenan zu sehen - dürfen Hiddenseer privat und als Gewerbetreibende keine Autos einsetzen.

Über die rechtlichen Schritte bei Verstößen wurde wiederholt im Rüganer berichtet. Dass ausgerechnet das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) das Privileg besitzt, Holzstangen mit dem Auto transportieren zu dürfen und nicht - so wie alle anderen auch - ein Pferdefuhrwerk verwenden muss, stimmt nachdenklich.


Bahn frei für Sommerrodelbahn im Rugard

Bergener Stadtvertretung votiert mehrheitlich für Standort "Skiwiese"

Von Knut Schäfer

Bergen auf Rügen. "Wo wird in Bergen gerodelt ?" Diese Frage stellte Der Rüganer in der vergangenen Ausgabe. Seit letztem Mittwoch ist nun klar, wenn in Bergen gerodelt wird, dann nur auf dem Rugard. Die Bergener Stadtvertretung votierte auf ihrer Sitzung mehrheitlich für die Ansiedlung der "Alpine Coaster Bahn" auf dem Gelände der Skiwiese. Dieser Entscheidung war jedoch ein deftiges Wortgefecht der Abgeordneten vorausgegangen.

"Ich bin zwar für die Errichtung der Sommerrodelbahn, aber nicht auf dem Gelände im Rugard", betonte Wolfgang Jepp (Unabhängige Stadtvertreter). Seiner Meinung nach sei bei der Suche nach alternativen Standorten für die "Alpine - Coaster - Bahn", die in den letzten Wochen gemeinsam von Verwaltung und Investoren durchgeführt wurde, kein neutrales Ergebnis zustande gekommen.

Im Ergebnis dieser Standortwahl konnte, laut Jepp, gar keine Alternative ermittelt werden, da die Stralsunder Existenzgründer Thomas Dehn und Torsten Rhinow von Anfang an beteiligt waren. Seiner Meinung nach, hätte die Verwaltung die Suche ohne die Investoren durchführen müssen. Jürgen Fahrenholz (CDU) verwies in seiner Funktion als Vorsitzender des Bauausschusses darauf, dass sich sein Ausschuss bereits zum zweiten Mal einstimmig für den Bau der Sommerrodelbahn auf dem Rugard, genauer gesagt dem Flurstück 24/25, ausgesprochen hat.

Eike Bunge (SPD) forderte von seiner Stadtvertreterkollegen, insbesondere von Wolfgang Jepp, eine würdevollere Behandlung der Investoren. Laut Bunge war das Ergebnis der Alternativsuche von Beginn an klar, denn kein anderer Standort in Bergen weist das notwendige Gefälle auf. Nach dem Motto "es muss nicht alles hierher" appellierte Karin Giesel (BfR) an die Stadtvertretung, die Natur der Kreisstadt zu bewahren. "Es muss nicht alles hierher? Wenn wir nicht aufpassen kommt hier bald gar nichts mehr her", meinte der Vorsitzende der CDU- Fraktion, Jens Brauer, der sich ebenfalls über den peinlichen Umgang mit potenziellen Investoren beschwerte.

In der abschließenden Abstimmung votierte die Stadtvertretung mit 13 Ja - Stimmen, acht Nein - Stimmen und einer Enthaltung für die Aufstellung des Bebauungsplanes "Inselrodelbahn Rügen". "Wenn jetzt alles glatt läuft, kann schon zur Saison gerodelt werden", so Dehn und Rhinow überglücklich nach der Sitzung.


DB AG übergibt Bahnhöfe

Haltestellen wurden mit Hilfe des Landes und des Arbeitsamtes verschönert

Prora / Altefähr (gü). Die Deutsche Bahn verschönert ihre Bahnhöfe ! Mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Arbeitsamtes wurden jetzt zwei Bahnhöfe auf der Insel Rügen fertiggestellt und übergeben. Im Beisein von Vertretern der DB AG, des Schweriner Wirtschaftsministeriums, des Rügener Arbeitsamtes sowie der beiden Gemeinden Altefähr und Binz wurden am 19. Mai die Bahnhöfe besichtigt und für die Fahrgäste eröffnet.

So wurde am Morgen dieses Tages der Bahnhof in Altefähr besucht. Dort hatten Mitarbeiter der DB AG in einer sog. SAM (Strukturanpassungsmaßnahme) das aus dem Jahr 1936 stammende Dach repariert. Weiterhin wurden das Vordach des Empfangsgebäudes, die Treppenabgänge und die Geländer mit einem neuen Anstrich versehen.

Zusätzlich sind ein Beleuchtungskonzept angepasst sowie der Aufenthaltsraum gestrichen worden, so dass die Fahrgäste der DB jetzt in einem hellen und freundlichen Ambiente auf ihren Zug warten können. Dieses Vorhaben hat insgesamt 44.000 Euro gekostet, davon übernahm das Wirtschaftsministerium rund 15.000 Euro Förderung.

Im Bahnhof Prora wurden rund 87.000 Euro investiert, davon kamen rund 70.000 Euro vom Land, wie Alfred Possin von der DB AG sagte. Hier wurden Teile des Bahnsteigs neu gepflastert und mit einem Blindenleitstreifen versehen. Ebenfalls gepflastert sind nun der Parkplatz mit rund 80 Quadratmetern sowie die Zuwegung zum Bahnsteig. Eine überdachte Fahrradabstellanlage komplettiert diese Maßnahme.

Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos) dankte den Verantwortlichen der Bahn, des Landes und des Arbeitsamtes für dieses Engagement und begrüßte die Zusammenarbeit, mit der weitere Projekte in den kommenden Monaten und Jahren folgen sollen.

So konnte Alfred Possin mitteilen, dass das Land 25 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren in die Bahnhöfe investieren will. "Die Bahn wird sich mit eigenen Mitteln an den Maßnahmen entsprechend beteiligen", so der Verantwortliche. Auf Rügen sollen die Bahnhöfe in Sassnitz, Sassnitz-Lancken, Binz, Rambin, Teschenhagen, Putbus und Sagard davon profitieren.


Umweltverschmutzung in Rambin

Fortsetzung der Titelgeschichte aus der vergangenen Woche

Rambin (ur). Im Rüganer der vergangenen Woche wurden Fotos vom üblen Zustand auf einem Gelände in Rambin gezeigt. Der Artikel führte zu mehreren Anrufen mit dem Angebot, weitere Schmuddelecken zu zeigen. Indes scheint es sinnvoller, wenn diese von den Betreffenden gleich dem Bürgermeister bzw. Ordnungsamt gemeldet werden.

Doch offensichtlich ist die Meinung verbreitet, dass Ämter ohne öffentlichen Druck nicht handeln. Auch war zu hören, dass man zwar Schmuddelecken melden könne, aber ändern würde sich doch nichts. Es sei denn, es passiert etwas schlimmes. Erst dann würden die Behörden auch mal konsequent und schnell handeln.

Mal sehen, was jetzt mit der im Rüganer schon mit Bildern gezeigten Schmuddelecke wird. Am Montag dieser Woche sagte eine Frau mit Blick auf diesen Schandfleck von Rambin: "Die Fläche ist zum Misthaufen der Rambiner geworden." Seit der Insolvenz der Baufirma Paul & Oyen werde dort alles einfach abgelagert.

"Wenn das Amt Südwest-Rügen behauptet, davon erst jetzt erfahren zu haben, dann muss es einfach blind gewesen sein." Doch all dies ist Geschichte. Öffentlich nachvollziehbar wird jetzt sein, ob und wann sich etwas ändert.

Diesbezüglich war am Montag auf Nachfrage zum aktuellen Stand vom Landratsamt Rügen zu erfahren: "Der Sachverhalt ist in der Kreisverwaltung geprüft worden. Das Umweltamt hat Ermittlungen eingeleitet." Fortsetzung im nächsten Rüganer.


So will man Rügen scheibchenweise
unter Naturschutz stellen

Dipl.Ing.Ök. Rudi Dobbert, Sprecher der Pro A - 20 Initiative

In den letzen Wochen liest man immer häufiger, dass unser Land die Forderung von Brüssel bezüglich der auszuweisenden FFH-Gebiete noch nicht erfüllt hat. An der Erbringung der geforderten Fläche hängen Fördermittel von Brüssel. Was ist dann förderfähig?

Am Status Naturpark hängen gegenwärtig die Förderung eines neuen Amtes, an der unter Schutzstellung der Kormorane hängt die Bitte an unsere Jäger, diese zu schießen, um die bis dato entstandenen Schäden für unsere Fischer und in unserer Natur nicht weiter ausufern zu lassen, der Bau des Rügendammes wurde schon wegen eines Gutachtens zum Vogelzug um ein Jahr verzögert.

Wir wollen nicht wiederholen was durch den Wirtschaftsrat der CDU Sektion Rügen zur Schaffung eines Naturparkes angemahnt und vom Bauernverband, unseren Fischern und dem Wirtschaftsverein mit weiteren sachlichen Argumenten unterstützt wurde. Es sei uns an dieser Stelle die Frage an unseren Kreisstag gestattet, welchen Stellenwert hat unser regionales Entwicklungskonzept ?

Von der Entwicklung der Wirtschaft auf unserer Insel ist uns nichts Nennenswertes bekannt, aber " unter Leitung der Landrätin Kerstin Kassner werden derzeit im Landratsamt die vorgeschlagenen Gebiete überprüft."

Wer hat die Gebiete vorgeschlagen? Werden damit Arbeitsplätze geschaffen? Oder, Herr Umweltminister Methling befiehlt, wir folgen. So wurden vor nicht allzu langer Zeit die ersten FFH-Gebiete auf unserer Insel festgelegt. Stimmt es nicht, dass Herr Methling in unserem Land 250.000 ha zusätzlich zu FFH-Gebieten erklären will ?

Unsere Insel besitzt ca. 97.260 ha Landfläche, davon sind 9.726 ha Weidefläche, 2.139 ha Wiesen, 50.770 ha Ackerland, 33.750 ha Wald u.- Ödland und 875 ha nicht definierte Fläche. Darin sind 9.726 ha Nationalpark und Naturschutzgebiete, 32.096 ha Landschaftsschutzgebiete und Biosphärenreservate und 8.948 ha FFH-Gebiete enthalten. Somit ist auf unserer Insel bereits eine Fläche von 52,2% = 50.770 ha unter Schutz gestellt !

Für den Naturpark wurden weitere 25.500 ha von der Landrätin vorgesehen. Herr Methtling will für weitere FFH-Gebiete 30.000 ha. Das wären weitere 57.06 % = 55.500 ha . Somit wären 109,3 % = 106.270 ha ! Zu viel Naturschutz - unserer Insel fehlen ca. 9 ha zum Plan!

Erinnert sei an die Kormorane! - und daran, dass Herr Methling für eine derart wichtige Entscheidung unseren daran beteiligten Kommunen zwei Monate Zeit für eine Entscheidungsfindung zur Verfügung stellt !

Will Herr Methling überhaupt eine Beteiligung, wenn seine vorgegebene Zielstellung nicht anerkannt wird, was dann?! Nochmals der Appell an unsere Kommunal- und Kreispolitiker, lasst uns gemeinsam endlich ernsthaft unsere eigenen Probleme lösen, denkt an unsere Menschen, an unsere Kinder und Enkelkinder - die bereits 50.770 ha unter Naturschutz gestellten Flächen haben unsere Existenz nicht gesichert! Die gegenwärtige Realität auf unserer Insel ist, Fördermittel für den dritten Arbeitsmarkt und Umweltprojekte zu organisieren.

Vergessen dabei wird aber, dass eine gut florierende Wirtschaft unabdingbare Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit ist und jeder seinen Teil dazu beitragen sollte. Wir schließen uns den Vorschlägen des Wirtschaftsrates d. CDU e.V. Sektion Rügen an und fordern den Kreistag auf die Effizienz des Amtes für Wirtschaft und Kultur zu überprüfen und die Mitarbeiter des Amtes für Wirtschaftsförderung aufzufordern, die Bürger und die Wirtschaft unserer Insel über bestehende Fördermöglichkeiten zu informieren und bei der Beantragung zu unterstützen.



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