D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Auf zum 4. Vilm-Schwimmen

Am kommenden Wochenende großes Sportevent und unterhaltsames Programm

206 Schwimmfreunde starteten im vergangenen Jahr beim 3. Vilm Schwimmen. In diesem Jahr möchten die Veranstalter den Rekord an Teilnehmern brechen.

Foto: DRK

Lauterbach (bs). Die Insel Vilm ist ein knapp 100 Hektar großes Eiland im Rügischen Bodden und ist dem Lauterbacher Hafen vorgelagert. Wer die Insel kennt, weiß um ihre Schönheit und Idylle. Ein Perfekter Schauplatz für ein internationales Sportevent, dachten sich die Veranstalter des Vilm-Schwimmens.

Nun schon in vierter Auflage startet am kommenden Wochenende, 30. August, um 20 Uhr das diesjährige Vilm-Schwimmen. Doch das Vilm-Schwimmen hatten schon wesentlich früher in der Geschichte seine Tradition. Auf Initiative des Putbusser Sportlehrers Hannes Knapp knüpfte man ab 1947 an die Vorkriegstraditionen von Vilm-Schwimmen an. Derzeit wird noch nach Materialien über die Anfänge dieser volkssportlichen Veranstaltung geforscht.

In der Broschüre des 4. Vilm-Schwimmens ist zu lesen, dass die Organisatoren auf Senioren hoffen, die vielleicht einige Hinweise geben können oder sogar noch einige Fotos oder Zeitungsausschnitte aus dieser Zeit besitzen.

Denn in der Zeit von 1947 bis zum Jahr 1959 fanden nachweislich insgesamt sieben Vilm-Schwimmen statt. Erst mit der Sperrung der Insel Vilm für den öffentlichen Besucherverkehr fand die Tradition ein Ende. 1999 fand dann das erste Vilm-Schwimmen "der Neuzeit" statt.

Und damit zurück zur Gegenwart: In der vergangenen Woche lud der Vorsitzende des Tourismus- und Gewerbeverein Putbus e.V., das Deutsche Rote Kreuz und die DLRG-Ortsgruppe Bergen zu einem Pressegespräch

in Vorbereitung des 4. Vilmschwimmens. "Wir hoffen zunächst einmal auf schönes sonnenreiches Wetter an diesem Wochenende und natürlich auf zahlreiche Schwimmer und Gäste. Im letzten Jahr konnten wir 206 Aktive verzeichnen. Diesen Rekord des dritten Vilm-Schwimmens wollen wir nun in diesem Jahr brechen.", so Thiede.

Bis zum Gespräch am Dienstag der letzten Woche hatten sich bereits 182 Schwimmer gemeldet. Wie die Organisatoren jedoch einstimmig festhielten, kommen meist am Veranstaltungstag selbst noch rund 50 Teilnehmer hinzu. Und auch aus Oxford und aus unserem Nachbarland Dänemark hat sich jeweils ein Schwimmer gemeldet.

Das DRK als Mitveranstalter wird mit Notärzten und Rettungssanitätern vor Ort sein und die Veranstaltung absichern, die DLRG-Ortsgruppe Bergen ist mit 33 Booten im Einsatz und wird die Schwimmer begleiten sowie die persönlichen Sachen transportieren. Aber auch Zoll, BGS, die Feuerwehr und die Marinetechnikschule Parow werden mit Booten vertreten sein.

Die feierliche Eröffnung findet am Samstag, 31. August, um 10 Uhr statt, Start des 4. Vilm-Schwimmens ist dann um 11.15 Uhr. Stehen Sie also zeitig auf und feuern Sie die Schwimmer von der "Sebastian" aus an!


Fahrschul - Zukunft auf Rügen

Rüganer - Gespräch mit dem Kreisvorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Rügen

Bergen auf Rügen (ks). Aus Anlass dieser Sonderseiten traf sich Der Rüganer stand der Kreisvorsitzende des Fahrlehrerverbandes Rügen, Andreas Dirwelis (Foto), zur Lage der Fahrschulbranche auf unserer Insel Rede und Antwort.

Der Rüganer: Wie schätzen Sie die Gesamtsituation im Fahrschulwesen des Landkreises Rügen ein?

Dirwelis: Nach dem enormen Boom Anfang der 90er Jahre haben sich die Zahlen der Führerscheinbewerber seit 1995/96 ungefähr gleichbleibend eingependelt. drei bis fünf Prozent in den nächsten fünf Jahren, kommt ein erneuter drastischer Schnitt 2007/08 auf die Branche zu. Die wenigen "Nachwende-Kinder" kommen dann ins Führerscheinalter. Plastisch dargestellt heiß das:

Über 80 Fahrlehrer arbeiteten Anfang der 90iger Jahre auf der Insel; derzeit sind es knapp über 30 Kollegen; im Jahre 2008 werden 9 bis 12 Fahrlehrer den gesamten Inselbedarf abdecken. Man sieht also, wie in anderen Bereichen schlägt die geringe Geburtenrate sowie die Abwanderungswelle auch in unserem Sektor voll durch. Seit 1991 haben 15 Kollegen ihre Fahrschule "abgemeldet".

Der Rüganer: Also keine rosigen Zukunftsperspektiven für Ihr Gewerbe?

Dirwelis: Nein, man muss das differenziert betrachten. Einfacher wird es gewiß nicht, aber einige Kollegen gehen in den Ruhestand, andere wechseln in fremde Tätigkeitsfelder und um den Fahrlehrer-Nachwuchs ist es nicht all zu gut bestellt.

Zudem ist die Zeit von Großfahrschulen und anonymer Massenabfertigung so und so vorbei. Die Fahrschule ist und bleibt sehr individuell-persönliches Geschäft, wo der Kunde zurecht umsorgt sein will. Der potentielle Fahrschüler schaut genau hin, wo er sein Geld investiert und das ist gut so!

Der Rüganer: Apropos Geld; bitte Klartext, was kostet heutzutage ein PKW-Führerschein für einen 18-jährigen auf Rügen?

Dirwelis: Im Schnitt zwischen 800 und 1.300 Euro. Wer mit 16 Jahren schon den 125iger Schein gemacht hat, kommt auch gut und gern mit ca. 700 Euro durch. Wer super aufgeregt ist oder unter panischer Angst leidet, muss mehr einplanen.

Der Rüganer: Sind diese Summen für unsere strukturschwache Region auf Rügen nicht ganz schön heftig?

Dirwelis: Auch wenn sie es nicht glauben; NEIN. Bedenken Sie bitte, wie viele schon dicht gemacht haben. Fahrschulen bereiten ihre "Mandanten" zwar auf ein amtlich-staatliches Dokument vor, wir sind aber voll den knallharten marktwirtschaftlichen Gesetzen unterworfen. Rügener Gewerberaummieten und Spritpreise, unsere Versicherungsregionalklassen etc. sind deutschlandweit im Spitzenbereich anzusiedeln; die Fahrschulpreise für den Endverbraucher hingegen bewegen sich in M/V und auf Rügen auf unterstem Niveau.

Wer es nicht glaubt, sollte mal aus Jux eine Fahrschule in Berlin, Hamburg oder Stuttgart anrufen..., da fällt Ihnen garantiert der Telefonhörer aus der Hand. Hier möchte ich für alle Berufskollegen sprechen, der Führerschein wird jederzeit auf Rügen bezahlbar bleiben.!

Der Rüganer: Wie finde ich nun als Interessent eine vernünftige Fahrschule?

Dirwelis: Das kann ich Ihnen ganz klar beantworten. Entscheidend ist der Leumund bzw. der Ruf der Fahrschule, wo Freunde und Bekannte zufrieden waren und wo man gern an seine Fahrschulzeit zurückdenkt. Auf keinen Fall sollte man sich von extremen Billigannoncen oder Super-Autos leiten lassen. All das muss unterm Strich teuer bezahlt werden.

Der Einzelpreis für eine Fahrstunde gibt nie Auskunft über die Gesamtkosten, die letztendlich zusammenkommen. Generell ist man in einer Fahrschule, die Mitglied im Fahrlehrerverband M/V ist, gut aufgehoben. Unsere Berufsinnung sichert eine ständige Fortbildung, den regelmäßigen Bezug von Fachliteratur einen regen Gedankenaustausch sowie die Einhaltung von Statuten und Satzungen. Nicht ganz ohne Stolz sind mittlerweile elf Fahrschulen auch durch kleine blau-rote quadratische Aufkleber an ihren Fahrschul-PKW´s zu erkennen.

Der Rüganer: Was wünschen Sie sich in der nahen Zukunft für Ihren Berufsstand?

Dirwelis:
Da fällt mir spontan so einiges ein. Als erstes mehr Öffentlichkeit und Medienpräsens um den Stellenwert des Fahrlehrerberufes als Verkehrspädagoge in der Öffentlichkeit zu heben. Desweiteren plädiere ich für ein noch engeres Zusammenrücken der Kollegen für ihre Interessen, z.B. im Rahmen des Fahrlehrerverbandes.

Solch ein ureigenstes Interesse ist zweifelsohne die Reduzierung staatlicher Zuschüsse in der LKW- und Busausbildung, selbst wenn diese noch so geschickt in Umschulungsmaßnahmen verpackt werden. Hier heißt es, für alle Kollegen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Vielleicht darf ich mich noch abschließend bei meinen Kollegen Jürgen Bergmann und Gunter Gramenz sowie allen anderen Verbandsmitgliedern für Ihr Engagement ganz herzlich bedanken.

Der Rüganer: Herr Dirwelis, vielen Dank für das Gespräch.


KVHS mit neuem Programm

Spezielle PC-Kurse, Inhouse-Schulungen, Porträtzeichnen

Bergen auf Rügen (ks). Die Kreisvolkshochschule Rügen präsentiert sich ab dem Herbstsemester 2002 mit einem neuen Marketing-Konzept. Dieses ist Teil einer bundesweiten Marketing-Offensive der Deutschen Volkshochschulen. Durch einen gemeinsamen Marktauftritt wollen die Volkshochschulen bundesweit ihre Position stärken, ihr Image verbessern, mehr Qualität und Transparenz bieten und neue Zielgruppen ansprechen.

Das veränderte Layout des neuen Programmheftes ist ein erster Schritt. Es ist modern, informativ, übersichtlich, kreativ und lebendig. Auch inhaltlich bietet das Programm für das Herbstsemester 2002 und das Frühjahrsemester 2003 neue Aspekte: Das PC-Kabinett der Volkshochschule wurde mit WINDOWS XP und OFFICE XP ausgestattet, so dass PC-Kurse demnächst auf aktuellstem Niveau durchgeführt werden können. Neu sind in diesem Zusammenhang spezielle Umsteigerworkshops von Windows 98 / 2000 auf Windows XP.

Ab Oktober 2002 wird sich die KVHS Rügen gemeinsam mit den Volkshochschulen von Stralsund, Greifswald und Grimmen in Informations- und Einweisungsveranstaltungen dem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Online-Lernen zuwenden. Um neue Zielgruppen zu gewinnen wurden im PC-Bereich darüber hinaus Spezialkurse für Lehrer, Senioren, Frauen, Arbeitssuchende und Schüler entwickelt.

Diese finden nicht nur in den Abendstunden, sondern auch an Vor- und Nachmittagen statt. Unter dem Titel "proFit - Firmeninternes Training" bietet die Kreisvolkshochschule ab dem Herbstsemester Firmen und Betrieben der Insel Rügen einen besonderen Service: Maßgeschneiderte, kompetente und niveauvolle Schulungen Inhouse oder in den Räumen der Kreisvolkshochschule.

Die traditionell stattfindenden Kurse im kaufmännischen Bereich wurden ausgebaut und umfassen nun auch Steuerrecht, Lohn- und Gehalt (Theorie) und Gehaltsabrechnung per EDV. Im Gesundheitsbereich wird Thai Do als neue Fitnessform für alle Altersgruppen angeboten und Reiki als Entspannungs- und Heilmethode vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit Krankenkassen findet individuelle Ernährungsberatung statt. Zur Durchführung der bewährten und vielfach nachgefragten Rückenschulkurse konnte das Angebot auf Lohme und Sassnitz ausgedehnt werden. Ebenso im Bereich des Mutter-Kind-Turnens, das ab September auch in Sellin auf dem Programm steht.

Neues gibt es auch im künstlerisch-kreativen Bereich. So sind zum Beispiel ein Einführungskurs im Porträtzeichnen mit Walter G. Goes, meditatives Zeichnen und Malen sowie die Einführung in einfache Drucktechniken mit Andrea Wulff sowie Seiden- und Aquarellmalerei mit Cornelia Ciechocki geplant. Außerdem wird das Programm durch Vorträge und Seminarreihen zu Künstlern, Zeugen der Zeitgeschichte, Persönlichkeiten Rügens und zur Literatur ergänzt. Für verschiedene Sommerkurse konnten zwei Berliner Künstler gewonnen werden.

In Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei der Insel Rügen wird es eine Vortragsreihe zu wichtigen Rechtsfragen des Alltags geben, die u.a. auf Unterhalts-, Sorge-, Umgangs- , Schuld- und Erbrecht eingeht.


Autostreit auf Hiddensee

Am 2. September Beratung über die Sondernutzungssatzung

Von Wolfgang Urban

Hiddensee.
Auf Hiddensee ist die private PKW-Benutzung verboten. Dennoch sieht man Autos auf der Insel und erlebt eine nicht endende Diskussion darüber, wer und in welchem Umfang Sondernutzungsgenehmigungen erhalten darf.

Im Rahmen der Zuspitzung der Auseinandersetzungen gab es in der vergangenen Woche auf der Hiddenseer Gemeindevertretersitzung den Versuch, mittels eines Beschlusses die "Satzung für Sondernutzungen an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen der Gemeinde Seebad Insel Hiddensee vom 12. Juli 1999" aufzuheben. Doch zur Aufhebung kam es nicht.

Mit sechs gegen vier Stimmen wurde ein fraktionsübergreifender Änderungsantrag angenommen. Er sieht vor, dass der zeitweilige Ausschuss "Inselverkehr" auf seiner nächsten Sitzung am 2. September eine erste Auswertung der genannten Satzung vornehmen soll. Ziel soll es dabei sein, "festzustellen, ob und in welchem Umfang sich negative oder positive Auswirkungen bei der Umsetzung der Satzung ergeben haben und es ggf. erforderlich ist, Vorschläge für entsprechende Satzungsänderungen zu erarbeiten".

Zu grundsätzlichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Straßensondernutzungssatzung der Gemeinde Seebad Insel Hiddensee stellte das Landratsamt Rügen auf Nachfrage eindeutig fest: "Es gibt keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Sondernutzungssatzung."

Das Landratsamt bestätigte, dass "Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen bewusst wiederholte Verstöße gegen diese Satzung" eingeleitet wurden. Über die Firmennamen wollte man keine Auskunft geben. Ferner wurde mitgeteilt: "Die Landrätin als Straßenaufsichtsbehörde hat einer beantragten Stundung der Ordnungswidrigkeitsverfahren nicht zugestimmt."

Außerdem betonte das Landratsamt, dass für alle Firmen auf der Insel Hiddensee "Lösungsmöglichkeiten für die künftigen Transporte" bestehen. Das sei jedoch nur in Übereinstimmung mit der Sondernutzungssatzung der Gemeinde und im Einklang mit dem Grundgesetz möglich.


Sparkasse gehört zu Preisträgern

Weitergabe des Preisgeldes vorgesehen

Rügen (DR). Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg- Vorpommern hat Anfang des Jahres kleine und mittelständische Unternehmen aufgerufen, sich am Landeswettbewerb "Chancengleichheit für Männer und Frauen sichert Zukunft" zu beteiligen. Die Sparkasse Rügen hat sich zusammen mit weiteren 17 Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistungen und den Freien Berufen dieser Herausforderung gestellt und ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht.

Eine unabhängige Jury bewertete anhand der Unterlagen die Unternehmenskultur, die Beschäftigungsstruktur und die Personalpolitik nach den Kriterien: Besetzung von Leitungspositionen, Arbeitszeit- strukturen, Ausbildungsmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote, Frauenfördermaß- nahmen sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Männer.

Das so gewonnene Bild wurde durch einen Vor-Ort-Besuch abgerundet. Entscheidend für die Prämierung der Sparkasse als einem von vier Preisträgern war der hohe Stellenwert der Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen. In einer Mitarbeiterbefragung, die von einem externen Beratungsunternehmen im 1. Quartal 2001 durchgeführt wurde, konnten der Sparkasse exzellente Zufriedenheitswerte bescheinigt werden, die nicht nur oberhalb der Durchschnittswerte, sondern teilweise auch noch über den Werten von TOP-Unternehmen liegen.

Von der Jury wurden darüber hinaus die Weiterbildung und Qualifizierung sowie die Berücksichtigung familiärer Belange der Mütter und Väter besonders positiv bewertet. Nach der Auszeichnung als "Familienfreundlicher Betrieb" im Jahre 1994 ist dieser Preis einmal mehr ein Beleg für die Attraktivität und Qualität der Sparkasse als Arbeitgeber sowie für die kontinuierliche, mitarbeiterorientierte Personalpolitik.

Die Mitarbeiter der Sparkasse verzichten auf eine interne Verwendung des Geldes, das Preisgeld beträgt 3000 Euro, und spenden dieses den Opfern der Flutkatastrohe in Ostdeutschland.



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