D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

11. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 28. November - 4. Dezember unabhängig - überparteilich

Der Untergang der "Beluga"

Soeben erschienen:
Report zum tragischen Unglück im März 1999

Sassnitz (DR). Schon der Bucheinband wirkt bedrohlich. Der gehobene Unglückskutter baumelt über der Pier am Sassnitzer Hafen. Der Inhalt des nun vorliegenden Sachbuches ist es nicht minder . . .
Der 28. November 2001 wird damit für die Sassnitzer ein besonderer Tag. Dann wird um 19.30 Uhr im Kur-Hotel ein Buch vorgestellt, das getreu analytischem Journalismus Fakten aufzeigt, die durchaus auch anders als getan gedeutet werden können.

Es geht um drei Bürger der Region und ihren rätselhaften Tod auf See: Am 18. März 1999 sank in der Pommerschen Bucht der Kutter Beluga. Kapitän Frank Schneider, Maschinist Hartmut Gleixner und Lehrling Martin Senfft - drei Fischer aus Sassnitz - verloren ihr Leben. Das Seeamt ging von einem selbstverschuldeten Unfall aus, der binnen Sekunden das Schiff kentern ließ.

Doch genau an diesem Tag fand in jenem Gebiet ein NATO-Manöver statt, wenige Tage danach begann der Krieg im Kosovo. Die Bundes-Marine löschte angeblich alle Aufzeichnungen über das Manöver, staatliche Ermittlungsbehörden arbeiteten nachlässig, Bundestagsabgeordnete wurden offenkundig getäuscht, sie als Rechercheure spürbar behindert, erklären die Autoren Michael Schmidt (Jg. 1954) und Lutz Riemann (Jg. 1940).

Der Druck der Recherchen der beiden Fernsehjournalisten von der Küste jedoch hat Spuren hinterlassen. Der Stralsunder Oberstaatsanwalt Ketelboeter teilte am 9. November mit, dass die Akten wieder geöffnet werden. Das Bundesoberseeamt in Hamburg hat für den 3. Dezember eine Verhandlung angesetzt.

Darin geht es um den Widerspruch eines Aufsichtsbeamten der See-Berufsgenossenschaft, der sich gegen eine nichtzutreffende Schuldzuweisung gegen ihn wehrt. Ob damit der Hoffnung von Witwe Beate Schneider und ihren Söhnen Martin und Christian auf Aufdeckung der wahren Umstände des mysteriösen Sinkens der Beluga Genüge getan wird, bleibt offen. Das Bundesoberseeamt rechnet damit, dass die Ermittlungen zum Jahresende endgültig abgeschlossen sind.

"Der Untergang der Beluga"
210 Seiten, broschiert - ISBN 3-360-01028-0


Was wird die Kurtaxe in Euro kosten ?

Kurverwaltungen an der Südost-Rügener Bäderküste
haben Sätze festgelegt

Südost-Rügener Bäderküste (gü). Der Euro in Bargeldform naht und die Kurverwaltungen der Bäderküste haben ihre entsprechenden Satzungen zur Erhebung einer Kurtaxe umgestellt bzw. sind noch dabei, sich den Segen ihrer Gemeindevertretung zu holen.

Im Ostseebad Binz wird der Gast künftig in der Hauptsaison (1. Mai bis 30. September) 2,10 Euro pro Nase und Tag zu zahlen haben. In der Nebensaison (1. Oktober bis 30. April) ist ein Euro zu berappen.

Im staatlich anerkannten Erholungsort Lancken-Granitz werden Gäste von Juni bis August mit einem Euro zur Kasse gebeten, in den Monaten Mai und September mit 50 Cent. Der Rest des Jahres wird keine Kurtaxe erhoben.

Im Ostseebad Sellin müssen Gäste in der Hauptsaison (15. Mai bis 15. September sowie 23. Dezember bis 2. Januar) 2,30 Euro zahlen. In den Nebensaisonzeiten (3. Januar bis 14. Mai sowie 16. September bis 22. Dezember) sind 1,20 Euro zu entrichten. In den vier Ortsteilen wird eine gesonderte Kurtaxe erhoben. Und zwar in der Hauptsaison 1,60 Euro und in der Nebensaison 80 Cent.

Im Ostseebad Baabe bezahlen die Gäste in der Hauptsaison (1. Juni bis 30. September) ebenfalls 2,30 Euro sowie in der Nebensaison (1. April bis 31. Mai und vom 1. bis 31. Oktober) 1,80 Euro. Die restlichen Monate des Jahres wird keine Kurabgabe erhoben.

Im Ostseebad Göhren hat die Kurverwaltung die Umstellung der Satzung vorbereitet. So sind für die Hauptsaison (15. Mai bis 15. September) 2,05 Euro und in der Nebensaison (16. September bis 14. Mai) 1,02 Euro vorgesehen. Wie Christiane Neumann, Mitarbeiterin der Kurverwaltung, betont, steht hierzu allerdings das gemeindliche Votum noch aus.

Im staatlich anerkannten Erholungsort Middelhagen werden die Gäste in der Zeit von Juni bis August einen Euro Kurtaxe zu zahlen haben. In den beiden Monaten Mai und September wird jeweils eine Kurtaxe in Höhe von 50 Cent fällig. Der Rest des Jahres ist frei.

Auch im staatlich anerkannten Erholungsort Gager sind die Euro-Sätze noch nicht bestätigt. Hier würde in der Hauptsaison (1. Juni bis 31. August) eine Kurtaxe von 1,02 Euro anstehen und in der Vor- und Nachsaison (1. bis 31. Mai sowie 1. bis 30. September) eine Kurtaxe von 0,51 Euro, wenn korrekt umgerechnet wird. Die ermäßigten Sätze liegen demnach bei 0,51 Euro bzw. 0,26 Euro.

Im Ostseebad Thiessow bezahlen die Gäste in der Hauptsaison (16. Juni bis 14. September) künftig 1,50 Euro sowie in der Vor- und Nachsaison (1. Mai bis 14. Juni sowie 15. September bis 31. Oktober) einen Euro. Die ermäßigten Sätze liegen jeweils bei einem Euro bzw. 50 Cent. Die restlichen Monate des Jahres sind frei. Und die Hundegebühr liegt bei einem Euro.



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