D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

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Wohin geht die Reise der Verwaltungen ?

Große Resonanz an öffentlicher Konferenz von FDP und SPD
W. Quillfeldt aus Altefähr schlägt drei Ämter vor

Von Robby Günther

Bergen auf Rügen.
"Die Probleme bei der Ämterstruktur auf der Insel können nur allein die politischen Verantwortungsträger vor Ort lösen. Es sind ihre Probleme", sagte Michael Thomalla, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages M-V, während einer öffentlichen Konferenz zum Thema Ämterstrukturen und -fusionen am 16. Januar gegenüber fast 60 anwesenden Bürgermeistern und Amtsvorstehern sowie Gemeindevertretern und einigen Bürgern im Ramada-Treff-Hotel.

Die Kreisverbände der FDP und SPD hatten an diesem Tag geladen, um das Thema Verwaltungsstrukturen mit den kommunalen Entscheidungsträgern zu erörtern. So wollte denn Gerhard Reese, Kreisvorsitzender der SPD, diese Konferenz auch als Appell verstanden wissen, das Thema endlich umfassend anzupacken und in diesem Jahr noch Entscheidungen herbeizuführen, ehe seitens des Schweriner Innenministers Zwangsfusionen angeordnet würden.

So sieht es auch Thomalla, der die Anwesenden darauf aufmerksam machte, dass "Harmonie unter den Verhandelnden wichtig für Lösungen" sei. Gleichzeitig aber betonte er, dass "man es allen nicht recht machen wird".

Zu Beginn umriss der Geschäftsführer nochmals kurz die von Schwerin angeregten Prämissen für Ämterfusionen im Land. "Die Verwaltungen sollen in neue Strukturen geführt werden. Dabei muss alles auf den Tisch, ohne Ausnahme", spielte er dabei auf die seit Monaten währende Debatte über Einzelheiten einer solchen Ämterfusion an.

Sollten sich die Mitglieder der jeweiligen Amtsausschüsse nicht einigen können oder gibt es gar Ablehnungen, wird der Innenminister mit einer sog. Verordnungsermächtigung ab 1. Januar 2005 die Ämtergrenzen von Schwerin aus neu ziehen, so Thomalla. Und noch ein Datum hatte er an diesem Abend im Blick. Den Mai 2004, dann stehen Mecklenburg-Vorpommern nämlich Kommunalwahlen ins Haus.

Betroffen sind landesweit 40 Verwaltungen unter 6.000 Einwohner. Die vom Landtag eingesetzte Enquete-Kommission hatte als Richtwert 8.000 Einwohner pro Amt ausgegeben. Über die Vorschläge der FDP-Rügen, die mittlerweile von der SPD (trotz eines eigenen Beschlusses) unterstützt werden, hat Der Rüganer bereits ausführlich berichtet.

Betont wurde am 16. Januar, dass das neue Amt Rechtsnachfolger in allen Fragen der ehemaligen Ämter sein wird. Auf die Frage eines Bürgermeisters, ob denn noch größere Ämter aufgrund der Debatte um die vier geplanten Großkreise sinnvoller seien, antwortete Thomalla mit einem "Nein". Ihm zufolge sollten die Empfehlungen der o. g. Enquete-Kommission vor Ort umgesetzt werden.

Recht deutlich wurde vom Geschäftsführer ebenfalls unterstrichen, dass kurzfristige Ein-sparungen nach einer Neubildung nicht zu erzielen seien. Diese sehe er eher mittel- bis langfristig. Dabei kommt der Personalentwicklungsplanung eine hohe Bedeutung zu, so Thomalla weiter.

Die Entscheidungsträger in den Ämtern müssen überlegen, wie soll die künftige Verwaltung strukturiert sein, welche Mitarbeiter für welche Sachaufgaben brauchen die Ämter. "Diese Überlegung müssen sie ohne Namen führen", gab er einen möglichen Weg aus. Danach sollten die Amtsausschüsse das vorhandene Personal "sichten" und abschließend ein abgestimmtes Konzept abstimmen.

Abschließend betonte er, dass die freiwillige Entscheidung über eine Ämterfusion in den Amtsausschüssen fällt. Sollte dort beispielsweise eine Gemeinde überstimmt werden, dann muss sie sich mit der Mehrheitsentscheidung abfinden.

Unser Leser Wolfgang Quillfeldt aus Altefähr hat der Redaktion zwischenzeitlich seinen Vorschlag für eine neue Struktur der Ämter auf Rügen übermittelt. Seiner Meinung nach bleiben lediglich Bergen auf Rügen und Sassnitz sowie Hiddensee (vorerst) amtsfrei. Die Gemeinden Binz und Putbus werden einem Amt zugeordnet.

Derer soll es drei geben : das Amt Rügen-Nord mit Jasmund, Wittow, Binz und Lietzow, das Amt Rügen-Mitte mit Bergen-Land, Mönchgut-Granitz und Putbus sowie den Gemeinden Kluis, Neuenkirchen, Schaprode und Trent, das Amt Rügen-Süd mit Südwest-Rügen und Garz, dazu die Gemeinden Gingst und Ummanz. Ein weiterer Vorschlag für die Diskussion.


Unser Land für Genießer im TV

NDR-Programmtipp:
Am 7. März um 20.15 Uhr geht es ums Wohlfühlen

Ostseebad Binz (DR). Es scheint nicht immer die Sonne in Mecklenburg-Vorpommern, und es ist auch nicht immer warm. Aber Urlaub im Nordosten lohnt sich zu jeder Jahreszeit ! Das zeigt Ihnen, liebe Leser, NDR-Fernsehmoderatorin Sibylle Walther in ihrer Sendung "M-V für Genießer".

Die Sendung macht Lust auf unser Land, bietet Reise-Ideen für jeden Geldbeutel und zeigt dabei echte Geheimtipps : Urlaub auf einem Hausboot in Schwerin, ein Öko-Wellness-Camp in Zingst oder ein Kuschelwochenende für Verliebte in Plau am See sind einige der Themen.

Sibylle Walther ist auch zu Gast im Ostseebad Binz. Im Mittelpunkt der Sendung steht das Fünf-Sterne-Hotel "Kurhaus Binz". Sibylle Walther zeigt das exklusive Haus von außen, innen und von unten. Sie darf u.a. mit dem Haustechniker unters Schwimmbad. Aus diesem Grund wurde im Laufe des 20. Januar fleißig gedreht.

Zur Sendung "M-V für Genießer" gibt es übrigens ein Infoblatt mit allen Ansprechpartnern, Adressen und Preisen. Interessierte können sich das Blatt über den NDR in Schwerin zuschicken lassen, wie der Sender dazu informiert.

NDR-Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern, Stichwort "M-V für Genießer", in der Schlossgartenallee 61 in (D-19061) Schwerin oder auch unter dem Servicetelefon (0 18 05) 95 55 55 kann der Infoflyer bestellt werden. Also, am 7. März den Fernseher einschalten !


Das wird die Binzer Saison 2003

Höhepunkt an Höhepunkt reiht sich im Veranstaltungskalender aneinander

Ostseebad Binz (gü). Winterspaß, Saisoneröffnung mit Anbaden der Hoteliers, Seebrückenfest, viele sportliche Highlights und auch der Binzer Weihnachtskalender - das wird ja eine tolle Saison im größten Seebad der Insel ! Kerstin Götze, Mitarbeiterin Marketing der Kurverwaltung, stellte während der letzten Sitzung des Betriebsausschusses den Veranstaltungskalender für das Jahr 2003 vor.

Und dieser ist vollgepackt mit zahlreichen Veranstaltungen, die die Binzer und ihre Gäste aus den letzten Jahren kennen, aber auch über Neues und Veränderungen konnte Kerstin Götze berichten. Der nächste Höhepunkt wird der Binzer Winterspaß am 15. Februar am Strand unterhalb des Kurplatzes sein. In diesem Zusammenhang sind auch alle interessierten Reiter aufgefordert, sich und ihre Pferde für die Rennen anzumelden.

Weitere Termine im Frühjahr werden die Eröffnung der IGA 2003 in Rostock sein (Binz ist Außenstandort und wird ein IGA-Fest im "Park der Sinne" am 24. Mai durchführen), der Binzer Bücherfrühling und natürlich die Saisoneröffnung mit dem bereits traditionellen Anbaden der Hoteliers. Kühne Vermieter springen in die kalte Ostsee ! Das Seebrückenfest am 14. und 15. Juni schließt sich an, ehe der Sommer beginnt.

Einen musikalischen Leckerbissen wird es bspw. während des Sommerfestes im Juli zu hören geben. Zu Gast ist das "Glenn-Miller-Orchester". Die Renault-Beach-Cup-Serie im Beachvolleyball, das Schlossfest sowie das Blues-Festival sind nur einige ausgewählte Veranstaltungen in der Hochsaison. Der September wird wie in den letzten Jahren auch von der Bäderarchitektur bestimmt sein.

Da die Kabarett-Regatta dieses Jahr nicht in Binz stattfindet, wird gegenwärtig über das Vorziehen des Chortreffens nachgedacht, so Kerstin Götze. Weitere Informationen unter (03 83 93) 14 81 48.
Die Kurverwaltung stellt in diesem Jahr insgesamt 334.000 Euro für Veranstaltungen in den Etat ein, die alle Kosten in diesem Zusammenhang abdecken, so Kurdirektorin Petra Wolter.


Mönchguter Museen im Netz

Infos rund um alle Mönchguter Museen unter www.moenchguter-museen-ruegen.de

Ostseebad Göhren (gü). Wann hat das Heimatmuseum in Göhren geöffnet ? Wie alt ist das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker ? Wann werden die historischen Schulstunden im Middelhägener Schulmuseum veranstaltet ? Welche Exponate finden Sie im Baaber Küstenfischermuseum ?

Diese und viele andere Fragen können Sie sich, liebe Leser, jetzt via Internet beantworten. Seit 1. Januar dieses Jahres sind alle Mönchguter Museen im WorldWideWeb unter einem Dach zu finden. Darüber informieren Dr. Michael Schimek, Leiter der Museen, und Torsten Bänsch, verantwortlich für Öffentlichkeit, gegenüber dem Rüganer.

Unter der Adresse www.moenchguter-museen-ruegen.de können sich jetzt sowohl Gäste aus aller Welt, aber auch die Rüganer über die Mönchguter Museen in Göhren, Groß Zicker, Middelhagen und Baabe umfassend informieren. So können sich beispielsweise auch Hoteliers mit den Angeboten der Museen vertraut machen und für ihre Gäste nutzen. Oder aber Schulen einen Ausflug in eines der Museen planen.

Integriert ist ebenfalls der Förderverein der Mönchguter Museen, Ansprechpartner, Aufgaben und Mitgliedsformular lassen sich auf den entsprechenden Seiten finden. Also, einmal ins Netz und anklicken !



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