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Lösungsfindung bei Trampelpfadbegehung in den Dünen

Juliusruher Strandpromenade wird bis zu jener Stelle verlängert,
wo der Weg vom Campingplatz in der Schaabe an die Ostsee gelangt

Vorne: Das jetzige Ende der Juliusruher Strandpromenade. Dahinter der Trampelpfad in Richtung Schaabe.

Foto: Urban

Juliusruh (ur). Kein geringerer als Umweltminister Methling wandelt auf dem Foto unten zusammen mit Breeges Bürgermeister Kuntze und weiteren Entscheidungsträgern auf dem Juliusruher Dünentrampelpfad, der sich der jetzigen Strandpromenade in Richtung Glowe anschließt.

Nach langem Streit zwischen der Gemeinde Breege und dem StAUN (Staatliches Amt für Umwelt und Natur) ebnete der Umweltminister bei seinem Vororttermin am
24. Januar den Weg für einen Kompromiss. Er soll die Verlängerung der jetzigen Strandpromenade, die in Richtung Schaabe am Fischerweg endet, ermöglichen. Endpunkt der Promenade soll dann jene Stelle sein, wo die Urlauber vom Campingplatz in der Schaabe (ehemals GST-Lager) zur Ostsee gelangen.

Ein weiterer Vororttermin zur Abstimmung der Details soll demnächst zwischen dem Planungsbüro, der Gemeinde und beteiligten Behörden stattfinden. Dabei wird es um den konkreten Verlauf der Promenade gehen. Schließlich gilt es, die Belange des Küstenschutzes ebenso zu beachten wie das Interesse an einer ungehinderten Sicht von der Promenade auf die Ostsee.

Die diesbezüglich unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Gemeinde Breege und dem StAUN drohten in jüngster Vergangenheit in Rechtsstreitigkeiten zu münden. Auch die Beratung am 24. Januar lief zeitweise Gefahr, wieder zu emotional zu werden und zur destruktiven Frontenbildung zu führen.

Doch abwechselnd sorgten der Umweltminister und der Bürgermeister für eine solche Versachlichung der Debatte, dass nach der Trampelpfadbegehung nur noch Details der Planung zu klären sind. Mehr dazu, wenn sie geklärt sind. Ohnehin wird das Bauvorhaben frühestens im 3. Quartal 2002 beginnen.


Lotsenturm-Vertrag

Gemeinde und Mannesmann unterschreiben Vertrag

Hoch auf dem Lotsenberg soll der neue Lotsenturm von der Firma Mannesmann wieder an seinem angestammten Platz entstehen, so wie auf dieser historischen Postkarte.

Repro : Rüganer

Ostseebad Thiessow (gü). Startschuss für den Bau des Lotsenturmes! Wie Bürgermeisterin Gisela Zorn (parteilos) während der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 23. Januar informierte, ist der Vertrag zwischen der Kommune und dem Investor Mannesmann, genauer gesagt der Vodafone D2 GmbH, am 22. Januar unterzeichnet worden.

"Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten beginnen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen", blickt Gisela Zorn in die nahe Zukunft. Einige Zeit hatte es gedauert, bis alle notwenigen Unterlagen für das Vorhaben beisammen waren. Beherrschte doch der beabsichtigte Wiederaufbau an historischer Stätte auf dem Lotsenberg im letzten Jahr die Schlagzeilen im Ostseebad, so wird das ehrgeizige Vorhaben dieses Jahr nun Wirklichkeit, freute sich die Bürgermeisterin über den unterschriebenen Vertrag.

Zufriedene Gesichter auch bei den anderen Gemeindevertretern. Wenn der Lotsenturm fertig sein wird, bietet er gleich zwei Vorteile. Einerseits Touristenattraktion, andererseits Verbesserung des D2-Netzes. Denn auf dem Dach plant die Vodafone D2 GmbH die Errichtung eines Sendemastes. Eben um Probleme mit dem D2-Netz in der Region abzubauen.

Mit knapp 30 Meter Höhe wird der Turm wie auf unserer historischen Postkarte wieder weithin sichtbar sein. Eine Plattform für Besucher des Turms auf 20 Meter Höhe entsteht ebenso wie Räumlichkeiten für Ausstellungen, unterstreicht in diesem Zusammenhang Kurdirektorin Kerstin Besch.


Gemeinden kontra Offshore

Gemeinden lehnen Vorhaben ab
CDU Binz ruft Bürger zum "Nein" au

Bäderküste Südost-Rügen (gü). Das Thema Windenergie bestimmt auch in diesem Jahr die Schlagzeilen und die Arbeit in den Verwaltungen. So liegt bereits der dritte Antrag zur Errichtung einer entsprechenden Anlage in der Ostsee (hier : Adlergrund) vor. Die Gemeinden der Insel werden als Träger Öffentlicher Belange (TÖB) in diesem Zusammenhang gehört. Ob ihre Meinung allerdings Einfluss auf die Genehmigung haben wird, ist nach wie vor umstritten.

Die Gemeindevertretungen von Lancken-Granitz, Middelhagen und Thiessow haben sich während ihrer letzten Sitzungen im Januar gegen das o. g. Vorhaben ausgesprochen. Damit folgen diese der Gemeinde Gager im Amt Mönchgut-Granitz, die dieses Vorhaben ebenfalls ablehnt. Entsprechende Beschlüsse durch die politischen Verantwortungsträger sind gefasst worden.

Nicht nur auf Rügen sind die sog. Offshore-Parke in der Diskussion. Auch die Tourismusbranche der Region Fischland-Darß-Zingst wehrt sich gegen die geplante Errichtung eines Windparkes in der Ostsee vor Prerow.

Die dortigen Touristiker werfen der rot-roten Landesregierung in diesem Zusammenhang "blinden Aktionismus" vor, wie dieser Tage einer Meldung in der Tageszeitung "Die Welt" zu entnehmen war.

Die Auswirkungen auf die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Region wird nicht umfassend berücksichtigt, lauten Kritikpunkte der Betroffenen. Gleiches wird auch seit Monaten auf Rügen debattiert. Selbst der Kreistag hat sich in großer Übereinstimmung gegen die industriellen Vorhaben vor der Haustür mittels verabschiedeter Resolution ausgesprochen. Unlängst am zurückliegenden Donnerstag während der ersten Kreistagssitzung in diesem Jahr. Auch das Inselparlament lehnt den Offshore-Park im Adlergrund ab.

Zu hoch seien die Risiken der Ansiedlung für den sensiblen Bereich Tourismus. Ungeklärt der Abbau nach Außerbetriebnahme und weitere Bedenken wurden hierbei genannt.
CDU-Landtagsabgeordnete Gesine Skrzepski verweist in diesem Zusammenhang auf die im August 2001 stattgefundene Sicherheitskonferenz in Sassnitz.

Dort wurde einmütig gefordert, dass "der Bau von Offshore-Anlagen vor der Küste nur dann akzeptiert werden kann, wenn die Interessen der Menschen und die Belange des Natur- und Umweltschutzes einschließlich der Sicherheit der Schifffahrt gewährleistet ist".

Während der Konferenz wurden massive Bedenken laut, dass sich diese Anlagen negativ auf die Umwelt, die Fischerei und den Tourismus auswirken. Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Binz ruft an dieser Stelle nochmals alle Bürger und Gewerbetreibende auf, die in der Gemeindeverwaltung noch bis 4. Februar liegenden Unterlagen einzusehen und mit einem "klaren Nein" das Vorhaben abzulehnen.



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