Gemeinden kontra Offshore
Gemeinden lehnen Vorhaben ab CDU Binz ruft Bürger zum
"Nein" au
Bäderküste Südost-Rügen (gü). Das Thema
Windenergie bestimmt auch in diesem Jahr die Schlagzeilen und die Arbeit in
den Verwaltungen. So liegt bereits der dritte Antrag zur Errichtung einer
entsprechenden Anlage in der Ostsee (hier : Adlergrund) vor. Die Gemeinden
der Insel werden als Träger Öffentlicher Belange (TÖB) in
diesem Zusammenhang gehört. Ob ihre Meinung allerdings Einfluss auf
die Genehmigung haben wird, ist nach wie vor umstritten.
Die Gemeindevertretungen von Lancken-Granitz, Middelhagen und Thiessow
haben sich während ihrer letzten Sitzungen im Januar gegen das o. g.
Vorhaben ausgesprochen. Damit folgen diese der Gemeinde Gager im Amt
Mönchgut-Granitz, die dieses Vorhaben ebenfalls ablehnt. Entsprechende
Beschlüsse durch die politischen Verantwortungsträger sind
gefasst worden.
Nicht nur auf Rügen sind die sog. Offshore-Parke in der Diskussion.
Auch die Tourismusbranche der Region Fischland-Darß-Zingst wehrt sich
gegen die geplante Errichtung eines Windparkes in der Ostsee vor Prerow.
Die dortigen Touristiker werfen der rot-roten Landesregierung in diesem
Zusammenhang "blinden Aktionismus" vor, wie dieser Tage einer
Meldung in der Tageszeitung "Die Welt" zu entnehmen war.
Die Auswirkungen auf die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der
Region wird nicht umfassend berücksichtigt, lauten Kritikpunkte der
Betroffenen. Gleiches wird auch seit Monaten auf Rügen debattiert.
Selbst der Kreistag hat sich in großer Übereinstimmung gegen die
industriellen Vorhaben vor der Haustür mittels verabschiedeter
Resolution ausgesprochen. Unlängst am zurückliegenden Donnerstag
während der ersten Kreistagssitzung in diesem Jahr. Auch das
Inselparlament lehnt den Offshore-Park im Adlergrund ab.
Zu hoch seien die Risiken der Ansiedlung für den sensiblen Bereich
Tourismus. Ungeklärt der Abbau nach Außerbetriebnahme und
weitere Bedenken wurden hierbei genannt.
CDU-Landtagsabgeordnete Gesine Skrzepski verweist in diesem Zusammenhang
auf die im August 2001 stattgefundene Sicherheitskonferenz in Sassnitz.
Dort wurde einmütig gefordert, dass "der Bau von Offshore-Anlagen
vor der Küste nur dann akzeptiert werden kann, wenn die Interessen der
Menschen und die Belange des Natur- und Umweltschutzes einschließlich
der Sicherheit der Schifffahrt gewährleistet ist".
Während der Konferenz wurden massive Bedenken laut, dass sich diese
Anlagen negativ auf die Umwelt, die Fischerei und den Tourismus auswirken.
Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Binz ruft an dieser Stelle nochmals alle
Bürger und Gewerbetreibende auf, die in der Gemeindeverwaltung noch
bis 4. Februar liegenden Unterlagen einzusehen und mit einem "klaren
Nein" das Vorhaben abzulehnen.
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